Eines vorab: Bin Hobbybastler, kein Profi. Aber 'bastle' seit über 40 Jahren immer mal ein bissel. Habe auch schon recht komplizierte Platinen erfogreich bestückt. Aber alle meine Versuchs-/Testaufbauten bislang immer gelötet. Oft auch auf mehreren nebeneinander befindlichen Lötösenreihen. Jetzt, nun mit 60+ habe ich mir das da geleistet:
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Und bin erschrocken wie schlecht das ist. Unsichere Kontaktgabe, schon eine 1N4007 Diode weitet den Kontakt so weit das die originalen Kabel dann wackeln und diese Buchse ist damit eigentlich ruiniert. Auch die dazugehörigen Kabel kann man 4-5mal stecken dann wirds immer lockerer. Ist das so bei solchen Steckbrettern allgemein oder eben nur bei der Reicheltware? Gibt es da was besseres? Ich gebe gern Geld aus, aber es muss funktionieren. Was ist hier so die Meinung dazu?
Grüße Gerd
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V
Volker Bartheld
Das ist die übliche Chinaware, mit der man sich neuerdings rumärgern muß. Die Steckbretter waren immer schon ein wenig unzuverlässig, aber nicht in dem Maß.
Keine Ahnung, ob...
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besser ist, vom Preis und Herkunftsland her würde ich nicht darauf hoffen.
Jup. Das ist genau das Problem: Unzuverlässige, nach kurzer Zeit ausleiernde Federn, mangelhafte bzw. zu optimistische Kapazität.
Mein oller Kram funktioniert einigermaßen, wenn ich nicht die dicksten Drähte in die Kontakte stopfe, die mechanisch hineingehen. Sensiblen Kram, der auf gar keinen Fall einen Wackler vertragen kann, weil sonst der magische Rauch entweicht, würde ich so nicht aufbauen, sondern bestenfalls noch mit Fädeltechnik auf Lötaugenplatine.
Wenn es vom Design her nicht für PCBway, JLCPCB & Co reicht.
Volker
I
invalid unparseable
Hab noch alte Dinger und verwende sie seit Jahrzehnten. Weiß nicht ob die neuen schlecht sind.
Zu dünne und zu dicke Drähte steck ich über Adapter die oben zu löten sind. Geht nicht anders. Die 1N4007 geht problemlos. w.
A
Axel Berger
Das ist so, zumindest bei denen, die ich kenne. Für mich spielt es keine Rolle, denn so oft kommen Neuaufbauten nicht vor. Ein Prototyp arbeitet hier seit Monaten in der Zimmerecke. Davon abgeleitete endgültige Exemplare sind anders aufgebaut, aber auch mit DuPont Stecktechnik als konfektionierte Kabel in Mehrfachsteckern.
Ein anderer dient zum Abgleich von DHT Sensoren und trägt acht davon resp. sieben plus Referenz. Da werden auch eher selten neue gesteckt und deren dicke Stiftleisten bekommen auch nach etlichen Zyklen sicher Kontakt
Wenn wirklich eine Buchse ausgeleiert ist, nehme ich die daneben. Du darfst nicht die Maßstäbe von täglich gesteckten Ladekabeln anlegen. Für mich sind die Bretter preiswert und gut genug.
M
Marc Haber
Hast Du davon mal ein Foto? Ich bräuchte mal etwas Inspiration.
Grüße Marc
R
Roland Krause
Am 05.04.2025 um 08:38 schrieb Gerd Mann:
Genau dieses Board habe ich auch vor ein paar Monaten gekauft, einwandfrei. Du machst wohl irgendwas falsch.
M
Martin Klaiber
Das ist, denke ich, ein grundsätzliches Problem. So guten Kontakt wie mit einer Lötung wird man mit einem Breadboard wohl nie bekommen.
Es gibt aber schon Unterschiede in der Qualität der Kontaktfedern. In den einschlägigen Foren liest man immer wieder, dass die Breadboards von 3M am Besten sein sollen. Leider sind sie auch die teuersten:
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Ich selbst hatte mir vor 45 Jahren bei einem Schüleraustausch aus den USA ein Breadboard mit dem Namen "Experimentor 300" mitgebracht, und dessen Federn sind, trotz seines Alters, immer noch einwandfrei.
Gekauft hatte ich das bei Radio Shack, die Kette gibt es inzwischen AFAIK nicht mehr. Gelabelt ist das Breadboard als "Archer", das war wohl eine Eigenmarke von Tandy/Radio Shack, wobei der Hersteller Global Specialties, bzw. Elenco sein soll. Siehe hier:
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Genutzt hatte ich es in der Praxis dann aber doch nicht so oft. Gar nicht so sehr wegen der Qualität der Kontakte, sondern weil das Layout und die Verkabelung auf so einem Breadboard ganz anders ist als beim Endprodukt und in der Zeit, bis man so ein Breadboard bestückt hat, hat man auch einen Prototypen auf einer Lochrasterplatine gelötet.
Breadboards von Global Specialties, bzw. Elenco gibt es noch, ich kenne aber die aktuellen Modelle nicht. Hier schreibt ein User, dass die Qualität inzwischen auch nicht mehr gut sein soll:
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Ich würde also sagen: Entweder einmal Geld ausgeben für 3M oder weiter Prototypen löten.
Gerhard Hoffmann, der offenbar hier leider nicht mehr mitschreibt, empfahl mal die dead-bug-Methode. Also Bauteile mit dem Rücken auf eine kupferkaschierte Platine aufkleben und die Beinchen freiluft verdrahten oder kleine Platinenstückchen auf die Trägerplatine aufkleben und als Lötstützpunkte verwenden. Das soll von allen Experimentieraufbauten die beste Qualität haben.
Martin
A
Axel Berger
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Ein Kohlendioxidmesser mit Piepser und Taster (zum Stummschalten) an Esp01. Ein Nachbau im Gehäuse steuert jetzt in der Küche mit Gasherd den Lüfter parallel zum manuellen Schalter. Dafür fällt der Taster weg. Der Thermometerabgleich an D1. Beides über EspHome
Der Sensor- und Anzeigeteil eines Raumthermostaten angebunden per Modbus erstellt in Arduino.
M
Marte Schwarz
Hi Gerd,
Sowas Überteuertes, Unflexibles würde ich mir nie zulegen. Ich bin seit Jahren mit den billigsten SYB-46 ganz gut gefahren. Die kann man ganz flexibel zu größeren Einheiten zusammenstecken.
Wir haben im E-Labor in den letzten 14 Jahren viele hundert Steckbrettchen durchgeschleust. Ich mach' immer Sammelbestellungen mit den Studis. Wahlweise bei Pollin oder auch mal bei AZ. Beim Schnellen Ali ist es mir zu ungewiss, wie lange die Lieferung dauert.
Einem Studi waren meine Vorschläge nicht edel genug, er hat sich eigenes Zeugs beschafft, ähnliches, wie Du aus Österreich, wo seine Familie zu Hause war. Das Zeugs sah nett aus, war aber sowas von schlecht... Wenn ich in eine Platine einen 0,7 mm Bindedraht vom Baumarkt stecke, dann kann ich damit die Steckbrettchen anheben, auch zwei zusammen mit einigem an Schaltung drauf. Davon war sein Brettchen weit entfernt.
Dann sind die Kontaktfedern falsch.
Die werfe ich neuerdings immer gleich weg. Ich hatte damit schon so viel Ärger. In einer Charge hatte ich einige, die hatten nur eine einzelne Litzenfaser und mindestens eines kam ganz ohne Metalleinlage.
Wie bereits erwähnt. Wir nehmen Blumenbindedraht 0,7 mm verzinkter Eisendraht mit dunkelgrüner Isolierung, die man bequem mit den Fingernägeln abisolieren kann. Mit dem Seitenschneider auf passende Länge geknipst werden die Aufbauten viel übersichtlicher, als mit den bunten Drahtverhauen.
Entweder Montagsware oder überteuerter Schrott. Der Preis ist bei solchen Teilen meist kein Kriterium.
Marte
M
Michael Schwingen
Telefonkabel (Starrdraht Cu) oder ähnliches passt super für kurzfristige Sachen, Abisolierzange vorausgesetzt. Ist halt blankes Kupfer, das oxidiert irgendwann, dafür verschiedenfarbige Isolierung.
cu Michael
A
Axel Berger
Oder meintest Du die Dupontverkabelung?
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Das ist ein SML Decoder für zwei Köpfe mit CC1101 Sender auf 433 MHz. Der Sender funktioniert, am Empfänger knobele ich noch. In EspHome kann ich meine Datentelegramme nicht zerlegen. In Arduino kein Problem, aber wie bekomme ich die Daten in den Home Assistant? Irgendetwas mache ich mit MQTT noch falsch.
V
Volker Bartheld
Was spricht gegen YV-Schaltdraht, z. B. in 0.5mm²...
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und die gute alte Jokari...
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Im Uniumfeld zu teuer/wird kaputtgespielt?
Hmmm. Also der o. g. Draht ist zwar "bunt", aber immerhin verzinntes Kupfer, nach nach DIN VDE 0812 zugelassen und vom AD wohl auch nicht entscheidend anders als Dein zweckentfremdeter Gartenbedarf.
Volker
V
Volker Bartheld
Ingrid wollte noch kurz erwähnen, daß für die Steckbretter vermutlich
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taugt.
Muß man wegen des Außendurchmessers halt am konkreten Steckbrett ausprobieren. Beim Reichelt-Teil kekst mich allein schon die Abwesenheit eines Datenblatts, d. h. die Kapazität der einzelnen Steckplätze, Strombelastbarkeit, Zyklenfestigkeit, Kunststoff- und Federmaterial, usw. darf man wohl raten.
Volker
P.S.: Für Vorzeigemodelle hat jeder Elektronikbastler vermutlich noch
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der Schublade liegen. Erspart den Kauf eines Drahtbrückensets zu Apothekerpreisen und vermutlich ähnlicher Qualität wie die Steckbretter.
R
Rafael Deliano
Die Zeitschrift der Forth e.V. hat derzeit Beiträge zu Breadboards
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Solderless Breadboards hier:
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Die Sollgrösse war ehedem: awg22, d=0,6440mm was praktisch wire wrap / dupont entspricht: 0,635 mm
Angaben aus Datenblättern zu Steckbrettern empfehlen
0,4 . . . 0,7 mm, bisweilen auch 0,29 . . . 0,81 mm.
Die ist wohl 0,8mm und eben schon grenzwertig.
Man kann Steckbretter ( oft irreversibel ) aufmachen und sich die Federleisten anschauen. In dem Artikel ist eine aus China abgebildet die nicht sehr federnd ist. Legierung = Kosten. Ich vermute dass bei Neuware China ( via Gresham's law "bad money drives out good money" ) die alte GlobalSpecialities Qualität bald komplett verdrängen wird. Man kann sich dann immer noch Antiquitäten via ebay.de / ebay.com beschaffen. Aber es ist eben sehr die Frage ob solderless Breadboards überhaupt empfehlenswert sind.
MfG JRD
H
Heinz Schmitz
Schön beschrieben hier:
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"Dead Bug Prototyping and Freeform Electronics"
und hier [:-)]:
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"Useless Machine including Dead Bug Construction example"
Grüße, H.
M
Michael Schwingen
Die Biegehilfe kann man auch aus einem Rest Lochrasterplatine aussägen ... gut, 0.80€ sind OK, wenn man dafür nicht extra bestellen muss.
3.54€ für das bisschen Plastik tut dann schon weh.
cu Michael
M
Michael Schwingen
Um breakout boards (Sensor, uC-Boards etc.) probeweise zu verbinden finde ich die OK. Dito für unkritisches Analogzeug, wenn man verschiedene Bauteile testen will.
Wenn es kritischer wird (Schaltregler etc.) dann entweder fliegender Aufbau oder halb-fliegend auf kupferkaschierter Platine als groundplane. Steigerung ist dann, die Platine von Hand zu fräsen und/oder mit breakout boards zu kombinieren, siehe die Beispiele von John Larkin in
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cu Michael
A
Andreas Graebe
Am 6 Apr 2025 10:33:53 GMT schrieb Michael Schwingen:
Als Kind habe ich blanke Reißzwecken in ein Brett gedrückt und die Bauteile dazwischengelötet. Quasi ein Vorläufer der SMD-Technik ;-)
Das Holz sollte aber gut trocken sein.
O
Olaf Schultz
...
Ging auch gut mit LDF, oder was das damals war, daß da bei Vattern rumgeisterte;-)
Heutzutage würde man wohl "Holzfaserdeämmplatte" zu sagen;-) Für kleiner Breadboars heutzutage: Grillanzünder (SCNR)
War auch Fingerkuppenschonender:-(
Viele Grüße, Olaf
M
Marte Schwarz
Steckt sich deutlich schlechter. Die wesentlich höhere Steifigkeit des Eisendrahtes ist so viel angenehmer, probiere es aus, und Du weißt, was ich meine.
Bis ich die Teile mit dem Fingernagel abisoliert habe, hast Du noch nicht einmal die Abisolierzange in der Hand.
Die Aufbauten im hiesigen Labor müssen wenige Wochen halten. Das reicht bei uns. Die Idee, die Kabelreste nach Abbau der Schaltungen zu sammeln und wiederzuverwenden, haben wir aufgegeben. Der Draht ist zum einen zu billig und zum anderen hat es sich tatsächlich nicht bewährt, die bereits abisolierten Stücke nach Monaten wiederzuverwenden
Wozu brauche ich hier eine Normzulassung?
Der Durchmesser ist die eine Komponente, die Steifigkeit, die andere. Ich nehme freiwillig kein Kupfer mehr, wenn es nicht sein muss.
Marte
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