Piezoscheibe als Schaedeldeckenmikro - Filter

Feb 10, 2011 30 Replies

Am Fri, 11 Feb 2011 15:10:46 +0000 (UTC), meinte Matthias Weingart :

Genau das ist der Punkt. Bei den bekannten "professionellen Anwendungen" dient der Helm nicht genau demselben Zweck wie beim Mopped. Daher kann dort ein mehr oder minder voluminöses "Mikro" eingebaut werden. Im Original habe ich noch keines gesehen, nur auf Bildern, aber sie sind durchweg einige cm dick. Das geht natürlich im Sturzhelm nicht, schon deswegen, weil der Platz nicht ist, aber auch deswegen, weil ja im Falle eines Falles Polster/Schaumstoff und Styro-Einlage in einem gewissen Umfang komprimiert wird. Eine flache Piezoscheibe 27mm mit 0,5mm, meinethalben auch mit etwas Schrumpfschlauch drumherum (wegen der möglichen Korrosion durch Kopf-/Haarschweiß), kann noch zwischen Polster und Schädeldecke liegen, ohne im Fall des Falles verletzend zu wirken. Alle anderen (Eigen)Konstruktionen, mögen sie im Ergebnis auch nur wenige mm dick sein und die Sprachaufnahme verbessern, begegnen da erheblichen Bedenken.

Nun ja, mein Eindruck nach zahlreichen Versuchen ist, daß alle mechanischen Maßnahmen - z.B. eine "Noppe" auf die Mitte oder der Einbau in eine Art Gehäuse, so daß der Piezo wie ein "echter" Beschleunigungssensor arbeitet - zwar zu einem teilweise signifikant höheren Pegel führt. Dies beschränkt sich nach meinem Eindruck aber auf eine "Verstärkung" der ohnehin unerwünschten tieferen Frequenzen, deren Ausfilterung sich danach noch schwieriger/aufwendiger gestaltet. Ich bin mir bewußt, daß die konkrete Art und Weise der Schallaufnahme/-abnahme ausgesprochen subotpimal ist - aber in dieser Umgebung und dem Zwang, keinen wirklich "spürbaren" Fremdkörper zwischen Schädeldecke und Polster zu haben, sehe ich keine andere Möglichkeit. D.h. ich muß die suboptimale Schallaufnahme hinnehmen und versuchen, elektronisch das beste daraus zu machen.

mfg, Dr.K.

RAuN Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll. D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11 D-60594 Frankfurt a.M. * Metzlerstraße 21 nginfo-at-drkoenig.de [ersetze "-at-" durch "@"] * www.drkoenig.de

Am Fri, 11 Feb 2011 13:44:59 +0100, meinte Rafael Deliano :

Da die Störsignale einen hohen Anteil höherer Frequenzen besitzen und ihr Pegel deutlich größer ist als beim/das Sprachsignal, ist "alles" besser als ohne Korrektur.

Wir werden sehen. Allerdings gehe ich davon aus, daß beim Wegfiltern des "Rascheln" von der Sprache nicht mehr so viel übrig bleibt. Aber im Rascheln würde sie ohnehin untergehen.

Geht aber nicht aus den wiederholt geschilderten Gründen. Sicherheit / Ausschluß jeder Verletzungsgefahr geht vor.

Nein. Tritt auch auf, wenn ich den Piezo "verkleide" oder Stoff dazwischenlege (also Peizo mit Stoff auf dem Haar bewegt wird). Außerdem: "Schirmblech" bedeutet einen mechanische Konstruktion, die einige mm bis cm Dicke zur Folge haben wird: Schon zu dick/gefährlich.

mfg, Dr.K.

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Am Fri, 11 Feb 2011 15:13:22 +0000 (UTC), meinte Matthias Weingart :

Ja, diese "Profipreise" sind schon beeindruckend. Otto ist ja nicht der einzige, es gibt noch ein paar (wenige) Anbieter, aber die nehmen sich nichts. Und wenn man mal wegen der Verständlichkeit der Sprache nachbohrt, dann relativieren sich die vollmundigen Werbesprüche doch deutlich. Letztlich kochen die auch nur mit Wasser und kommen an der Physik nicht vorbei - und soweit sie zum direkten Anschluß ans Funkgerät bestimmt sind, bezweifele ich, daß sie irgendeine die Sprachverständlichkeit fördernde Elektonik drin haben.

mfg, Dr.K.

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Am Fri, 11 Feb 2011 09:38:15 +0100, meinte David Kastrup :

Das würde ich jetzt nicht ungeprüft behaupten wollen. Ich könnte mir vorstellen, daß es für Nicht-Haar-Träger auf Dauer störend sein kann, wenn so ein Teil - mag es auch mit Schrumpfschlauch überzogen sein - bei den dort jedenfalls im Sommer häufig herrschenden Temperaturen mit entsprechenden Folgen direkt und "fest" auf der blanken Haut anliegt.

mfg, Dr.K.

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Wenn Abneigung gegen Stirnband besteht: Halsband mit ADX330 Beschleunigungsaufnehmer auch inakzeptabel ? Das Bauteil ist winzig, das Band könnte man aus Baumwolle hautfreundlich ausführen. Offensichtlich hat man dann direkten Kontakt zum Vokaltrakt, weshalb Kehlkopfmikrofone ja von Frequenzgang, Signalstärke recht unproblematisch sind.

MfG JRD

Warum nicht? Sollte daraus hervorgehen, mit welchen Anschlüssen die geliefert werden...wenn nur vorkonfektioniert für verschiedene Geräte aus einer Liste, dann ist es denkbar, daß da auch Strom abgezapft wird.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Am Wed, 16 Feb 2011 14:49:41 +0100, meinte Rafael Deliano :

Stirnband? Scheidet schon vom handling her aus, denn das heißt: Mikro und Verkabelung am Mann. Dann könnte ich auch ein Innenohrkörperschallmikro mit all dessen Vorteilen nehmen (garantiert keine Nebengeräusche). Außerdem: Beim Aufsetzen des Helms würde es verrutschen.

Halsband scheidet wie Kehlkopfmikro aus, weil dies dem vollen Fahrtwind ausgesetzt ist und daher mindestens so viel Nebengeräusche hat wie das "übliche" Schwanenhalsmikro. Man müßte den Abnehmer vor dem Fahrtwind abschirmen, aber wie sollte das praktikabel gehen? Da hilft auch kein Tuch oder Schaumstoff drüber (schon getestet). Vielleicht könnte man so etwas kommerziell brauchbar herstellen, aber wie gesagt, das scheit auch vom handling her aus. Und es ist schon etwas unangenehm, wenn dauernd so ein Teil auf den Kehlkopf drückt.

Ja, aber wie im ADXL330-Fred geschrieben ist das Teil für Körperpschall nicht zu gebrauchen. Die Nebengeräsuche, vor allem das Rauschen, ist zu stark. Um das webzubekommen muß man wirklich als an hohen Tönen wegfiltern.

Stimmt nicht. Auch dort bekommt man die hohen Frequenzen nicht. Nur der Pegel ist halt wesentlich größer und natürlich gibt es keine Nebengeräusche, wenn er fest aufliegt (abgesehen natürlich von Kau- und Schluckbewegungen). Der Piezo an sich hat ja kein Prob mit hohen Frequenzen, im Gegenteil nimmt er als Luftschall sogar bevorzugt die höheren Frequenzen auf, d.h. wenn überhaupt, dann würde ich einen Piezo an den Hals pressen. Der Mangel an hohen Frequenen ist aber typisch für Körperschall, Knochen und Gewebe wirken wir ein kräftiger Tiefpaß ... Aber siehe oben, nix am Hals, nix am Mann.

mfg, Dr.K.

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Am Wed, 16 Feb 2011 17:06:37 +0100, meinte "Ralph A. Schmid, dk5ras" :

Auf jeden Fall sind alle diese Funkgeräte für Kondensatormikros mit dem bekannten Widerstand von der Anschlußbuchse nach Plus vorgesehen. Das ist die einzige Spannung, die zur Verfügung steht, wenn man das so sehen möchte. Weit verbreitet ist dazu der Standard, daß der PTT-Taster den Mikroeingang mit 2k2 gegen Masse schaltet; das wird dann im Gerät erkannt und auf Senden geschaltet. Vielleicht gibt es ja einen Trick, wie man aus dieser Kondensatormikro"speisepannung" die Spannungsversorgung für eine Piezosignalverarbeitungselektronik ableiten kann - ich habe mal damit experimentiert, kam aber nicht zu einer funktionierenden Lösung. Ohne etwas knifflige Elektronik wird es sicher nicht gehen, und daß traue ich einem solchen US-Produkt einfach nicht zu.

mfg, Dr.K.

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Am 10.02.2011 20:50, schrieb RA Dr.M.Michael König:

Ich werfe da mal einen ganz anderen Vorschlag in die Arena:

Ultraschall und Dopplereffekt.

Auf den Piezo einen zB. 4MHz Ultraschall drauflegen, der in den Schädel eindringt. (Ich kenne das aus meiner früheren beruflichen Tätigkeit).

Davon kommt ein Echo zurück. Wenn sich was bewegt, dann kommt ein versetztes, zwar schwaches Echo zurück, das "aus der Tiefe" kommt.

Damit kann man Adern messen und Bewegungen aller Art in aller Tiefe.

Frag dich bei den Ultraschallern weiter, die können auch fokussieren.

Nochn Google-Tip: Aquasonic.

Gl

Am Fri, 18 Feb 2011 09:18:56 +0100, meinte Franz Glaser :

Ich verstehe nicht ganz, was und welchen Vorteil das bringen soll. Der Piezo nimmt ja die schwacne Vibrationen des Schädels auf.

mfg, Dr.K.

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Der Transducer liest die Gedanken und formuliert dann eine voellig dialektfreie Meldung, mit Gruss und allen Formalien :-)

Nein, im Ernst, es funktioniert eh nicht. Man muesste sich an der Stelle wo der Transducer aufliegt eine Glatze rasieren (wolltest Du ja nicht ...) und auch noch Sono-Gel draufschmieren, damit es ankoppelt. Selbiges versifft dann das Helmpolster auf Dauer.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

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