Pentium D

Jul 06, 2010 9 Replies

Liebe Leute,



gestern abend hat mich ein Pentium D verlassen. Es schaut jedenfalls alles danach aus. Das Mainboard scheint in Ordnung zu sein, zumindest startet der CPU-Lüfter (ich weiß, der war schlecht). Aber sämtliche Karten werden auf einem anderen Board erkannt, und auch die Laufwerke, also DVD-Brenner und Festplatten sind allesamt in guter Verfassung.



Mein Problem ist nicht nur die Beschaffung geeigneter Komponenten, also CPU und das etwas 3 Jahre alte Mainboard, am besten in Echtzeit, sondern auch der Zugriff auf Daten in einem RAID-0-Verbund. Kann ich eigentlich ein RAID-0 mit einem NVIDIA-Chipsatz einrichten und dann auf Partitionen zugreifen, die in dieser Sache mit einem VIA-Chipsatz eingerichtet worden sind? Zur Ergänzung: RAID 0 zerlegt die Daten in Streifen, die auf (bei mir) zwei Laufwerken untergebracht sind. Meine Streifen sind



64k groß.

Geht also der Austausch einfach so, oder sollte ich doch lieber sehen, daß mein älteres Board wieder in Ordnung kommt oder baugleich ersetzt wird?



Viele Grüße, Holger


Dann sei doch froh. Ein Stromfresser weniger.

Ob Professor oder Board hin sind, wirst du ohne Ersatzkomponenten (sinnigerweise ein definitiv gutes Board) nicht heraus bekommen. Das Netzteil vermisse ich in obiger Aufzählung.

Wenn du ein RAID-0 eingerichtet hast, waren dir deinen Daten ja ohnehin nicht wichtig. Bzw. du hast ein Backup. Ja ich weiß das ist böse. Aber anscheinend geht "Lernen" auch bei dir nur durch Schmerz.

Außerdem hast du gerade herausgefunden, warum Chipsatz-RAID eine ganz blöde Idee ist. Ein Software-RAID mit Betriebssystem-Mitteln ist die wesentlich bessere Wahl.

Man kann da sicher was frickeln. Z.B. kann DM-RAID von Linux einige der proprietären Chipsatz-RAIDs lesen. Oder womöglich kann ein anderes VIA- Board die Daten lesen.

XL

Axel Schwenke schrieb:

Typisch Usenet. Immer mal den Oberlehrer raushängen lassen. Natürlich scheue ich Backups wie der Teufel das Weihwasser, ist doch klar. Von Hand die ganzen Datensätze als Hexzahlen abschreiben, das überlasse ich lieber meiner Katze, so weit, so gut.

Nachdem das Board nun wieder funktioniert, einfach mal das CMOS-Dingens zurückverflaschnen auf Null, bist du genau der richtige, der mir sagt, daß er selbst nicht den blassesten Dunst von der Sache hat. Natürlich kann ich mit Software-RAID die Partitionen lesen und schreiben, wenn ich weiß, wie breit die Datenstreifen sein sollen. Wenn ich das nicht weiß, freue ich mich über eine leere Festplatte, die für neuen Unsinn gut ist.

DMRAID kann vieles und noch viel mehr, ist eben ein Software-RAID und wird von meiner Seite aus eingesetzt.

Holger

PS: Und hättest du netter geantwortet, hätte ich netter geantwortet. Meine Frage, ob nvidia-gestrickte RAID und via-gestrickte RAID auf der Ebene der Partitionen kompatibel sind, hast du jedenfalls nicht beantwortet, schade. Denn genau das ist interessant, alles andere ist sekundär.

Das heißt, Du benutzt ohnehin nur dmraid unter Linux und überhaupt kein Windows? Dann brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen[1], dmraid erkennt den "Typ" des Fake-RAIDs automatisch und lässt sich auch nicht davon irritieren, dass Platten mit VIA-Schema an einem NVidia-Controller hängen, da die Platten sowieso roh unter Umgehung sämtlicher Fake-RAID- Mechanismen des BIOS angesprochen werden. Das ist bei den Windows- Treibern natürlich nicht so, da kennt jeder Treiber nur sein eigenes Schema.

Erfahrungsberichten anderer zufolge sind sie nicht kompatibel.

Gruß Henning

[1] Bis auf den Boot, das Mainboard-BIOS wird den Boot von einem unbekannten Fake-RAID sicherlich verweigern, Live-CD ist also angesagt.

Nix für ungut, aber deiner Fragestellung nach hast du kein Backup. Sonst wäre das ja ganz entspannt gewesen: Platten an neues Board hängen, alles auf 0 stellen und Restore. RAID-0 ohne Backup ist eine höchst unempfehlenswerte Kombination. Immer.

Gut gebrüllt, nur leider auch völlig ahnungslos. Software-RAID schreibt so essentielle Dinge wie RAID-Level, Stripesize etc. natürlich auf die Volumes. Nur eben in standardisierter Form und unabhängig von darunterliegenden Blockdevice-Treibern. Und genau deswegen kannst du ein Betriebssystem-Software-RAID auch an neuer Hardware (und i.d.R. auch mit einem neueren Betriebssystem) wieder zum Laufen bringen. BTDT. MT.

Chipsatz-RAIDs machen das irgendwie proprietär und es ist im allgemeinen Glückssache, an die Daten ohne die Original-Treiber (die dann auch die Original-Hardware wollen) wieder ranzukommen.

Wenn du die proprietären Chipsatz-RAID-Treiber nicht verwendest, dann ist das doch sowieso egal? DM-RAID ist genauso Chipsatz- agnostisch wie Linux-md oder Windows' dynamische Datenträger. Software-RAID ist es unter der Haube dann sowieso alles.

Da ich (wie jeder andere vernünftig denkende Mensch) kein Chipsatz- RAID verwende, kann ich das natürlich nicht aus eigener Erfahrung beantworten. Aber dem Vernehmen nach ist das inkompatibel.

XL

Axel Schwenke schrieb:

Nun gut. Ich habe das Mainboard mit dem Via-Chipsatz wieder zum Leben bekommen, indem ich einfach die CMOS-Batterie rausnahm und wieder reinsteckte. Seitdem funktioniert das Mainboard, was mich verblüfft hat. Prozessor und Speicher habe ich bei Computerhändlern grob prüfen lassen, und nun das. Mal sehen, ob ich mit einer Neuinstallation auch der BIOS-Einträge mein RAID 0 wieder zum Laufen bringe. Falls du da noch Tipps und Hinweise hast, mal her damit.

Holger

Am 06.07.2010 19:42, schrieb Holger:

Mit dem guten alten Chipsatz Raid habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Raid-5 lief nicht wirklich sehr zuverlässig. Der Computer durfte ja nie abstürzen .... Sonst war im einfachsten Fall ein Rebuild fällig. Systempartitionen zerschießt es regelmäßig.

Wenn ein Software-Raid her muss, so kann man auch gleich das Betriebssystem-Software-Raid verwenden. Die propertiären BIOS-Treiber sind nicht immer so gut gepflegt, wie die Windows-Raid-Funktionen.

Unter linux kann dmraid sehr viele Software-Raid-Varianten lesen und erkennen. Besonders intensiv werden die Consumer-"Raid-Controller" gepflegt und laufend aktualiseiert.

Weiß jemand wie man dem 2410SA Controller 2TB Platten schmackhaft machen kann. Muss der Kernel des Raid-Controllers geupdatet werden? In der Festplattendiagnose(Format/Check geht) wird die Platte angezeigt aber nicht im Verwaltungsmenü und Systemstart.

In der Tat verblüffend.

Das BIOS - oder spätestens das Management-Tool sollte die Fähigkeit haben, Platten nach RAID-Volumes zu scannen und wieder zusammen zu setzen. Da du wohl hoffentlich nicht vom RAID gebootet hast, kannst du ja erst mal ohne das RAID booten und das Tool starten.

Details könnte ich dir jetzt nur zu mdadm sagen, das ist nämlich das was ich verwende. Nicht daß man das häufig brauchen würde - das md Kernelmodul erkennt seine RAIDs sehr zuverlässig automatisch.

XL

hat.

Ich w=FCrde da eine neue Batterie einsetzen. Ein solches Verhalten kenn=20 ich von meinem Board hier =FCbrigens auch.

Guido

Guido Grohmann schrieb:

Die Batterie liegt bei 3,1 Volt im Leerlauf, müßte ansich noch genug Saft sein.

Grüße, Holger

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