Der Vorschlag mit den Plastiktüten kommt von Art Buchwald und dürfte erheblich vor der Zeit von Perscheid liegen.
Der Vorschlag mit den Plastiktüten kommt von Art Buchwald und dürfte erheblich vor der Zeit von Perscheid liegen.
Falk Willberg schrieb:
Das Fehlen der Antwort von Rolf dröhnt lautstark. :)
Hanno
Ein Kumpel von mir erwischt es voll in Sachen Umweltzone. Der f=E4hrt=20 einen "Youngtimer", eine C-Klasse BJ wimre 1986 oder 87, Diesel,=20 weitgehend im Originalzustand, weitgehend gepflegter Zustand (der Stern=20 fehlt halt). Er wohnt luftlinie 500 Meter von hier, ab 1.9 in der=20 Umweltzone (ich wohne knapp au=DFerhalb). Er kann f=FCr 2 Jahre eine=20 kostenpflichtige Ausnahmegenehmigung bekommen, danach mu=DF er entweder n= e=20 andere Wohnung haben oder ein anderes Auto. Da fehlen ein paar Jahre zum =
H-Kennzeichen. Er ist pappesatt (zu Recht).
Guido
Zu Recht? Welches Recht sollte das sein?
Guido Grohmann schrieb:
Und da gibts keinen Nachrüstsatz?
Gruß Dieter
David Kastrup:
Das Recht auf unnötige Umweltverschmutzung, das die Fahrer von derartigen Drecksschleudern gerne hätten?
Myn
Und so sprach Dieter Wiedmann:
Damit verspielt er dann aber das H-Kennzeichen. Zumindest wenn man das Gesetz ganz genau nimmt ;-)
Die Umweltzonen sterben sowieso wieder. Zwei Jahre sind viel Zeit...
Aber eine Frechheit ist es trotzdem, dass mir irgend ein dahergelaufener Wicht vorschreiben will, was für ein Auto ich zu fahren habe...
Roland
Roland Ertelt schrieb:
Nö, derarte Nachrüstung ist kein Problem.
Gruß Dieter
Tut doch niemand. Dir wird nur vorgeschrieben, wieviel Dreck du maximal mit einem Fahrzeug in die Luft, die von allen dahergelaufenen Wichten geatmet wird, pusten darfst. Wie du unter dieser Menge an Dreck bleibst, ist dein Bier. Und da es blödsinnig viele dahergelaufene Wichte gibt, die Kraftfahrzeuge durch die Gegend fahren, macht das einen Unterschied. Wären es nur ein paar hundert, würde es niemand stören. Und würden sich die dahergelaufenen Wichte freiwillig darum kümmern, keinen unnötigen Dreck in die Luft zu pusten, bräuchte man keine Vorschriften.
Im übrigen haben sie ja auch den Kraftwerksbetreibern Vorschriften gemacht, wieviel Dreck sie in die Luft pusten dürfen. Mit dem Resultat, daß man im Ruhrgebiet wieder die Wäsche draußen aufhängen kann und keinen Trockner braucht. Der Strom kosten würde, der von Kraftwerken erzeugt wird, die Dreck in die Luft pusten.
"Ich will, daß es besser wird, und daß ausschließlich andere dafür etwas tun müssen" funktioniert halt nicht für alle.
Der Versuch, links Gas zu geben und rechts zu bremsen, führt zu sinnlosen Kreisbewegungen. Ein Beispiel dafür wäre, die Benzinsteuern zu erhöhen, um dem wachsenden Autoverkehr gegenzusteuern, und dann diejenigen, die sich dann nicht mehr die weite Strecke zum Arbeitsplatz leisten könnten, mit Pendlerpauschalen etc zu entlasten.
Man verringert nicht den Autoverkehr, wenn man die "Mobilität" der Pendler sichert. Und eine Maßnahme, die niemandem Änderungen aufzwingt, zwingt niemandem Änderungen auf. Wenn die einen ihr Verhalten nicht ändern, weil sie es sich leisten können, und die, die es sich nicht leisten könnten, vom Staat gesponsort werden, damit sie es auch weiter können: was soll sich denn ändern?
Das Geld fließt in anderen Bahnen und unter anderem Titel, und das Benzin fließt wie vorher.
Die anderen sollen was tun.
Er hat mal ein Auto gekauft mit einer Zulassung ohne Einschränkungen und ohne Ablaufdatum. Doch plötzlich wird er durch die Umwelt-Hintertür, die dazu auch noch ein fake ist, enteignet.
Mein Verständnis hielte sich da sehr in Grenzen. Saubande.
-ras
Am Wed, 13 Jul 2011 18:50:15 +0200 schrieb David Kastrup:
Stimmt nicht, mit dem Fahrzeug wenig fahren um das wo auch immer liegende Limit einzuhalten darf er zum Beispiel nicht.
Aber mit der Ausnahmegenehmigung (gegen Geld versteht sich) darf er 2 Jahre auch richtig viel Dreck in die Umwelt pusten, ganz ohne Mengenlimit.
Lutz
Hallo Ralph,
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
ACK. Wenn wenigstens meßbare Ergebnisse dabei herausgekommen wären.
Gruß Martin
Nun ja, wenn es was bringen würde?!
Bitte erst mal bei den großen Dreckschleudern anfangen...aber es ist natürlich viel einfacher, den kleinen deutschen Michel damit anzugehen, der kann sich nicht wehren, klar.
Wir fahren mit der Bahn und brauchen unser Auto mittlerweile kaum mehr notwendiger als 'n Kropf, aber würden wir hier so eine Scheiß-Umweltzone bekommen, die uns enteignete - wir würden da ziemlich stinkig, schon rein aus Prinzip. Ein neues Auto kaufen für zweistellige km im Monat, das wäre dann sehr umweltfreundlich, jaja.
-ras
Dieter Wiedmann schrieb:
ne
rLeider nicht (sagt er zumindestens).
Guido
Martin Schoenbeck schrieb:
Der ber=FChmte Sandsturm in der Sahara versaut denen die Me=DFergebnisse.= Ab=20 sofort wird auch die Sahara zur Umweltzone.
Guido
Geht mir ganz genauso. Bei uns kostet die Einrichtung der Umweltzone 180 =
000 Euro (Schilder, Personal), die man eigentlich auch sinnvoller=20 verwenden k=F6nnte.Guido
Welcher beliebig viel weiter anfallender Müll? Der aus Kohlekraftwerken? Oder das was nach dem Downcycling von PV übrig bleibt? Der in DE endgelagerte Müll aus ESL, die offenbar doch nicht recycliert werden? Die Atmosphäre als CO2-Müllhalde ist kein Risiko?
Nehme mal an, du meinst "Atommüll". Es geht in der Schweiz um genau ein Endlager für allen "Atommüll" aus allen Schweizer Kernkraftwerken, gegenwärtigen, bereits rückgebauten und eben auch zukünftigen. Es hat nie (nirgends) einen langfristigen Einstieg in thermische Fissionsreaktoren gegeben. Brütertechnologie dürfte mittlerweile abgeschrieben sein, jedenfalls in CH chancenlos, Superfenix war zu nah an der Grenze. Bereits vor Fukushima war der Schweizer "Atomkonsens", dass allenfalls noch 1-2 KKW gebaut werden, als definitiv letzte Brücke vor anderen Lösungen.
(W)irr sind deiner Worte Sinn. Die Grünen wollen ohne Endlager keinen Atomausstieg? Eine halbdirekte Konkordanzdemokratie, des Deutschen Utopia, hat festgestellt, dass das Endlager machbar und sicher ist. Und jetzt kommt eine Partei, welche dies nur akzeptiert, wenn ihre Bedingungen erfüllt werden.
Genau. Daher hat man sich in CH darum gekümmert und die Endlagerfrage gelöst.
Wie kommst du auf diese Unterstellung?
Das hast du gesagt.
In DE scheinen die Grünen immerhin so etwas wie ein Konzept zu haben. Hier fallen sie vorallem durch mangelnden Realitätssinn bis hin zu kompletter Ahnungslosigkeit auf. DE ist in der Nutzung der EE sicher
10 Jahre der Schweiz voraus. Und eben auch die Politik der Grünen betreffend. Hier ist man immer noch im wir-sind-gegen-alles Stadium bei gleichzeitiger Realitätsverweigerung.
Na toll. Hier dürfen diese Kisten dann 3000 km/a fahren. Klingt nach wenig. Allerdings geben selbst relativ junge Oldtimer[tm] bis zu
1000x mehr UHC ab als Neuwagen. Und die wirklich alten Oldtimer, quasi die echten, sowie die Zweitakter, geben etwa 1'000'000x mehr organische Aerosole ab als Neuwagen. Selbst bei vorsichtiger Rechnung stinken die sozusagen 3 Mio Kilometer ab. Aber du liebst ja diese Risikobetrachtungen. Das sind natürlich nur kleine lokale Risiken... was sind schon 100'000 Tote jährlich allein in Europa allein durch Verkehrsabgase im Vergleich zu dem unsäglichen Risiko der Kernkraftwerke.Hanno Foest schrieb:
Sarkasmus braucht Zeit.
Am Wed, 13 Jul 2011 20:37:18 +0200 schrieb Guido Grohmann:
Ich glaube nicht dass die Verwaltung das auch so sieht. Gut ist was Arbeit schafft.
Sinngemässer O-Ton neulich in einer Doku über einen Prüfer eines Finanzamtes in BW: 'Klar, manche Regelungen werden immer komplizierter. Aber - Gott sei Dank- so haben wir doch auch Arbeit.'
In Meissen (wohnte ich mal) stellte sich vor Jahren heraus dass die Mülltonnen (240 Liter) bis zur nächsten Leerung kaum noch voll wurden. Statt den Turnus nun von 2 auf 3 Wochen auszudehnen oder mit weniger Fahrzeugen zu fahren (schliesslich stehen ja dann nicht mehr immer alle Tonnen draussen) wurden die intakten Tonnen gegen kleinere mit 120 Liter Volumen ausgetauscht - komplett. Gut ist was Arbeit schafft, wen interessiert denn da so etwas wie Kosten.
Ich denke mittlerweile dass wir da einen selbsttragenden Aufschwung haben.
Lutz
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