[OT] Ausbau des Stromnetzes

Jun 29, 2011 210 Replies

Na, das ist doch schon prima gegen den hier heftig subventionierten "Energiemais", dessen Energiebilanz negativ ist und absehbar bleiben wird. Da Maisanbau ein seit Jahrhunderten ausgezeichnet beherrschtes Gebiet ist, wird sich weder an der negativen Energiebilanz etwas ändern, noch die Produktion billiger werden. Man verbrennt mit den Subventionen also sowohl Geld als auch Energie ohne Aussicht auf Verbesserung.

Persönlich ist das insofern lästig, als daß sich für den Reitschulbetrieb meiner Freundin in den letzten 2 Jahren die Heupreise etwa verdreifacht haben. Warum sollten die Bauern Heu machen, wenn sie großzügigst dafür bezahlt werden, die Flächen mit "Energiemais" auszulaugen?

David Kastrup

Am 04.07.2011 21:33, schrieb Helmut Wabnig:

[...]

Glaube ich nicht. Quellen?

Am 05.07.2011 08:13, schrieb Heiko Lechner:

Ich stelle mal eine ein, die das Gegenteil behauptet (weniger als fünf Jahre energetische Amortisation):

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snipped-for-privacy@ish.de schrieb...

Findest Du, wenn Du Erntefaktor in eine Suchmaschine eingibst. z.B.

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Interessant ist der Vergleich zu Erntefaktoren von solarthermischen Anlagen.

Falk D.

Streng sich ein bisserl an und sei kein fauler Sack.

Es gibt Karten mit der durchschnittlichen Jahreseinstrahlung. Davon 10% ist was deine Fotovoltaik einsammelt.

Wenn eine Anlage 20 000 euro kostet und volkswirtschaftlich der Strompreis bei 5 cent liegt wieviele KWh mußt du wieder rauskriegen?

20 000 dividiert durch 0,05 = 400 000 Kilowattstunden.

Deine Anlage liefert wieviel im Jahr? Hoffentlich lebst lange genug.

Und wenn noch irgendein idiot die Werbeprospekte der Solarfirmen hier postet, komme ich persönlich vorbei.

w.

Am 05.07.2011 12:05, schrieb Helmut Wabnig:

Danach war gar nicht gefragt.

Am 05.07.2011 11:57, schrieb F@lk Dµe&&ert:

Aber das sind doch eher "gegen Quellen".

snipped-for-privacy@ish.de schrieb...

Also hier im Norden haben die PV-Anlagen schon ein Problem vor einem Defekt ihre Einstandsenergie zu erbringen. Ich will nicht in Abrede stellen, dass man zum Teil erheblich über dem Verbrauch liegende Energie mit PV erhält. Stellt man ein Solarthermiepaneel am gleichen Platz auf, so erreicht dessen Erntefaktor ganz andere Dimensionen. Insofern ist PV auf Privatdächern von alten Häusern Dummfug.

Falk D.

Nein, das macht man anders... Erstmal genug Solarthermiepanels drauf damit das Haus versorgt ist und auf den dann noch freien Platz PV um den Stromverbrauch der Wärmepumpe halbwegs zu kompensieren.

Mehr als der Bedarf in Solarthermie ist sinnlos und es gibt keinen Grund die freie Dachfläche ungenutzt zu lassen.

Gerrit

Am Tue, 5 Jul 2011 16:19:13 +0200 schrieb F@lk Dµe&&ert:

Dummerweise meist auch zu Zeiten zu denen man die Energie nicht so recht braucht.

Lutz

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Messwerte nachträgliche Wärmedämmung
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F@lk Dµe&&ert wrote on Tue, 11-07-05 16:19:

Zwanzig oder dreißig Prozent in genau dem Monat, wo der Eigentümer im Sommerurlaub verreist ist und gar nichts erntet. Wenigstens ist für anfallende Photovoltaik immer ein Abnehmer da.

cht

=DCber das Verbundnetz gesehen und nicht auf einen einzelnen Verbrauche= r=20 zentriert, ist das falsch. Photovoltaik liefert gerade dann am meisten,= =20 wenn der typische Tagesgang den H=F6hepunkt erreicht. Aus diesem Grund=20=

f=FChren mehr Solarfarmen bis zu einem Drittel der Gesamtlast auch nich= t=20 mehr Bedarf an Ausgleichskraftwerken, sondern weniger.=20

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--=20 Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895=

Universit=E4t Hannover, Inst. f=FCr Quantenoptik fax: +49-511-762-=

2211=09 Welfengarten 1, 30167 Hannover
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echt

her=20

n,=20

d=20

cht=20

Ich mach mal die Ingrid, und korrigiere mich selbst bevor ihr es tut: Den Schwenk von der Photovoltaik zur Solarthermie hatte ich offenbar =FCberlesen. Ich nehme also in Bezug auf Lutz Kommentar alles z=FCck un= d=20 behaupte das Gegenteil :-)

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Am 05.07.2011 20:25, schrieb Kai-Martin Knaak:

Es ging jetzt um Solarthermie.

Am 05.07.2011 20:30, schrieb Kai-Martin Knaak:

Zu spät ;)

snipped-for-privacy@familieknaak.de schrieb:

Das ist natürlich eine salvatorische Klausel, mit den vielen "volls". In der Schweiz wurden mehrere Reaktoren erfolgreich zurückgebaut, auch wenn die "nur" in der 10-100MW(th) Klasse waren. Das gefähr- lichste dabei war in einem Fall der sorglos eingesetzte Asbest. Eine Zeit lang hatte ich meine Arbeitsplatz keine 10 m neben einem von diesen Reaktoren, während der Demontage, NB. Die Mengen an kontaminiertem resp aktivierten Abfalls haben sich als wesentlich geringer als befürchtet/geplant herausgestellt.

mfg Rolf Bombach

Falk Willberg schrieb:

Das oberste heizt auch nach dem GAU. Ach nein, du hast recht, das wurde vor wenigen Tagen abgeschaltet. Die sind einem Stilllegungsbeschluss der Überwachungsbehörde wenige Tage zuvorgekommen (oder so ähnlich, ich kann mir die genauen rechtlichen Begriffe nicht merken). Die hatten ev. dummerweise ein eigenes Gutachten angefordert, welches allerdings noch schlimmer als das der Überwachungs- behörde ausgefallen ist. Jetzt ist erst mal Riesenknatsch hier.

mfg Rolf Bombach

,

Forschungsreaktoren sind auch anderswo schon verschrottet worden.

Nun macht aber der integrierte Neutronenfluss das Aktivierungsproblem. Und der steigt grob linear sowohl mit der Leistung als auch mit der=20 Laufzeit. Die Kraftwerke, die in den 70ern und 80ern zur allgemeinen=20=

Versorgung gebaut wurden, haben typischerweise 3.5 GW thermische=20 Leistung und waren seitdem vier f=C3=BCnftel der Zeit mit Vollast in=20=

Betrieb. Entsprechend ist mit vier bis sechs Gr=C3=B6=C3=9Fenordnungen = mehr Aktivierung zu rechnen.=20

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--=20 Kai-Martin Knaak =C3=96ffentlicher PGP-Schl=C3=BCssel:

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=BCmer im=20

r=20

Eine M=C3=B6glichkeit die W=C3=A4rme zu nutzen, besteht darin, das Erdr= eich in=20

mit W=C3=A4rmepumpen ins Haus. Das Problem dabei ist nat=C3=BCrlich die= =20 n=C3=B6tige unterirdische Infrastruktur. Ein Netz von W=C3=A4rmetausche= rrohren=20 verbietet sich wegen unwartbar und nur mit einem mittleren Tagebau zu installieren. Wenn eine Wasser f=C3=BChrende Kiesschicht in erreichbare= r=20 Tiefe ist, kann man die nutzen. Dabei hat die W=C3=A4rme allerdings die=

Tendenz mit dem Wasser in Richtung Nachbar zu entkommen. IIRC gibt=20 es in Schweden ein Projekt, bei dem dieses Problem umgangen wird, indem einfach alle H=C3=A4user mit solchen W=C3=A4rmeversenkern ausgest= attet sind. Im Vergleich zur Gesamtfl=C3=A4che der Siedlung ist der Abfluss=20=

dann wieder vernachl=C3=A4ssigbar. Die Herausforderungen bei der Einrichtung so einer Anlage sind offensichtlich aber nicht au=C3=9Ferha= lb=20 des machbaren.

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--=20 Kai-Martin Knaak =C3=96ffentlicher PGP-Schl=C3=BCssel:

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Am 06.07.2011 01:49, schrieb snipped-for-privacy@familieknaak.de:

Wenn man schon groß plant, dann kann man auch gleich hydraulische Speicher a la

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bauen. Da bekommt man dann sogar wieder Strom raus.

Hanno

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