Oberwellen und Zündgerät

Dec 02, 2008 30 Replies

Hallo, ich habe hier ein Problem mit den Zündgeräten von Halogen-Metalldampflampen. Diese verabschieden sich hier in regelmäßigen Abständen und müssen getauscht werden. Vor kurzem ging es in einem Seminar um die Probleme der Oberwellen im Netz und der Dozent meinte, dass durch die Oberwellen Vorschaltgeräte zerstört werden können. Der Elektriker, der die Leuchten installiert hat (und nun die Vorschaltgeräte tauscht) meinte, dass die Oberwellen keine Zündgeräte zerstören können.



Habt ihr Erfahrungen mit solchen Problemen? Lohnt es sich, das Netz einmal im Bezug auf Oberwellen analysieren zu lassen?



Leider hab ich den genauen Lampentyp (und somit den Typ des Vorschaltgerätes) nicht zur Hand. Ich hoffe, ihr könnt mir trotzdem einen Tipp geben.



Vielen Dank schon mal Gruß Jens


Kann ich ohne Schaltbild nichts zu sagen, nur dass ich in solchen Faellen Kunden dringend zu einem Herstellerwechsel rate.

Ich hatte schon Schaltungen gesehen wo die Entwickler offenbar meinten, ein 250V FET sei in einem Electronic Lamp Ballast ausreichend. Fatz ...

*PENG*. Ich weiss nicht ob es solche Schoten auch bei diesen Zuendgeraeten gibt, aber Du koenntest eines der kaputten aufmachen.
Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Hallo Jens.

hat

Doch. K=F6nnen sie durchaus. Aber wahrscheinlicher sind andere Fehlerquellen. Ausser Oberwellen gibt es auch noch Transienten...... Und manche Schaltungen sind einfach nur dumm aufgebaut. Entweder grunds=E4tzliche Designfehler, die bei extremen Randbedingungen zum Ausfall f=FChren, oder im Wunsch nach Einsparung an der falschen Stelle Bauteilparameter zu stark ver=E4ndert (bis hin zu Bauteil ganz weg). Manchmal sieht man die urspr=FCngliche Intention des Entwicklers noch im Layout bzw. Best=FCckungsaufdruck. :-)

Ja.

Erstmal nicht. Besorg dir einfach mal ein paar vern=FCnftige Netzfilter und setzte sie vor die Lampen.

Im =FCbrigen k=F6nnen Deine Z=FCndger=E4te/Vorschaltger=E4te selber eine Qu= elle heftiger Oberwellen und =FCbler Transienten sein.

Mit freundlichem Gru=DF: Bernd Wiebus alias dl1eic

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Also bei den Leuchten handelt es sich um Spittler PL 916.01.15.221 mit intigriertem EVG. Habe leider kein Datenblatt geschweige denn Schaltplan von dem Vorschaltgerät gefunden... Die verwendeten Leuchtmittel sind HQI NDL 150W (Osram) Im Stromnetz hängen ca. 30 dieser Leuchten + jede Menge Leuchtstoffröhren Ich werde mal versuchen an ein kaputtes Zündgerät zu gelangen. Bin aber nicht sehr optimistisch, dass das klappt...

Viele Grüße Jens

Schon weggeschmissen? Nun ja, die scheinen ja zu sterben wie die Fliegen, da musst Du nur kurz warten bis wieder eines scheppert. Ich wuerde jedenfalls das Fabrikat wechseln.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Joerg schrieb: ...

Ne, ich hab die Dinger nicht weggeschmissen. Der Elektriker, der die Geräte getauscht hat nimmt die immer gleich mit... Keine Ahnung wohin die verschwinden oder was er damit macht. Fabrikat wechseln klingt gut, nur ich weiss nicht, wie weit das bei diesen integrierten Geräten funktioniert.

Vielen Dank für die Hilfe und viele Grüße Jens

Ansonsten bliebe Euch beinahe nur, einen Power Line Analyzer (Stromnetzanalysator?) zu mieten, dranzuhaengen, und wenn der Plot nicht allzuboese aussieht diesen Plot dem Hersteller um die Ohren zu hauen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Habe ich nun auch veranlasst. Bin mal gespannt was dabei raus kommt! Viele Grüße Jens

Eventuell ein Burggrabentunken fuer den Hersteller ;-)

Mein bisheriger Knueller war eine Zulieferplatine die laut Anleitung (!) durch Kurzschluss der 5V Schiene ihre Resets machte. Fatz ... *PENG*. Da fiel mir echt nix mehr ein.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Hallo Joerg.

*pruuuust* Na, das eine Anleitung dabei ist, und das spezielle Verhalten darin auch ausdr=FCcklich erw=E4hnt wird, ist doch schonmal ein Lichtblick. :-)

Der Hersteller wusste zumindest, was er tat, und es mag ja auch hochomige F=E4lle geben, wo sowas eine brauchbare L=F6sung darstellt. Gelinkt sind nat=FCrlich alle, die erst Anschliessen und dann die Gebrauchsanweisung lesen. *fg*

Crowbars funktionieren ja =E4hnlich......:-)

Mit freundlichem Gru=DF: Bernd Wiebus alias dl1eic

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Wiebus schrieb:

Guter Plan: Das setzt dann auch die meiste Peripherie zurück.

...

...

Klar, der Entwickler hatte immer ein Netzteil mit Strombegrenzung angeschlossen. Macht man ja so. Oder testest Du Deinen Kram mit dem Schweiß-Inverter?

Falk P.S.: Smilies bitte nach Gusto einstreuen...

Und hat nichts davon ins Datenblatt geschrieben. Wir hatten 5V/20A oder so dran. Au, hat das gescheppert. Das Kabel zu diesem Modul verdampfte dabei. Aggregatzustandsveraendernder Reset :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Und? Der Reset war doch erfolgreich ;-)

Falk Ich sehe gerade, daß mir jemand 100nF in die I2C-Leitungen designed hat. Ich verstehe das dann mal als "Darf langsam sein"...

100nF nach Masse? Das wäre sehr schlecht, da das überhaupt nicht mehr der der Spezifikation entspricht. Siehe Seite 37, Tabelle 6, Cb:

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Maximal sind 400pF erlaubt für den Standard- und Fast-Modus. Bei 100nF sehen die Flanken ja nach Frequenz ziemlich flach aus, was zu Problemen führen kann.

Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Ja, darauf sind wir hier auch schonmal hereingefallen, 1n als Durchführungskondensator war im Fast-Modus schon zu viel. 100p funktionieren (in Verbindung mit 100Ohm-Pullups).

Gruß Henning

Meinst du mit Durchführungskondensator sowas:

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?

Habe ich noch nicht gebraucht, aber kann mir vorstellen, daß das sinnvoll sein könnte, wenn man I2C auch außerhalb eines Gehäuses braucht und auf EMI achten muß. Wenn aber alles auf einer Platine ist, dann habe zumindest ich noch keinen Kondensator für die I2C-Leitungen eingesetzt. Aber 100 Ohm lässt auch schon einiges an Strom fließen, wieso hast du den Widerstand so niedrig gewählt? Viele I2C-Bausteine werden das nicht runter ziehen können.

Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Ja, ist ein AD8347-basierter Demodulator fürs 2,4GHz ISM-Band

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dessen AGC-Spannung wir mit einem MAX1069 messen
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Die Demodulatorbaugruppe sitzt in einem gefrästen Alugehäuse, das CPLD mit dem I2C-Master
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nebenan.

Gruß Henning

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Habe es mal überflogen und zumindest für die Schaltung dort wurden 500 Ohm verwendet, was der minimal erlaubte Widerstand für den MAX1069 ist. Das würde auch mit der I2C-Spezifikation übereinstimmen, die im HS-Mode, der da verwendet wurde, höhere Ströme erlaubt, gegenüber Standard- und Fast-Mode.

100 Ohm würde ich nicht empfehlen, wenn man keinen eigenen Treiber an Master und Slave gebaut hat, der die höheren Ströme verkraftet.
Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

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Hmm ja, jetzt wo Du's sagst... Dann hatte ich das falsch in Erinnerung.

Gruß Henning

Schön in der Studienarbeit auch der Konstrast zwischen Theorie und Praxis: Der Autor findet es interessant, daß die steigende Flanke des I2C-Signals anders als die fallende aussieht, was ich eher langweilig finde. Die mathematischen Abhandlungen zum eigentlichen Thema dagegen verstehe ich dann nicht mehr :-)

Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

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