Mikrofon am PC

Apr 16, 2020 34 Replies
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Hallo, oft, aber nicht immer, ist als Typ ein Kondensatormikrofon angegeben bei Headsets und auch Einzelmikrofonen. Wenn ich das von früher noch richtig kenne, benötigen diese Mikrofone eine Betriebsspannung. Wie wird das aktuell beim PC, Laptop geregelt? Und - ist es bei den aktuellen Mikrofon-Eingängen egal welch Typ angeschlossen wird? Wird da ggf. das Mikro über die Signalleitung gespeist?



Danke für etwas Aufklärung,



mfG J.J.


Am 16.04.2020 um 17:17 schrieb Jürgen Jänicke:

Ich habe vor einiger Zeit ein Headset für meinen Computer gekauft, das hat nicht funktioniert, weil es ein Kondensatormikrofon hatte.-

Umgetauscht ...

Am 16.04.2020 um 17:28 schrieb Leo Baumann:

Ja, das würde auch meine Vermutung bestätigen. Immerhin habe ich hier überall 2x Signal(R+L) als Mic-Input.

J.J.

Am 16.04.2020 um 17:34 schrieb Jürgen Jänicke:

Die Gleichspannung für das Kondensatormikrofon liegt meines Wissens auf der Signalleitung.

Am 16.04.20 um 17:17 schrieb Jürgen Jänicke:

Gar nicht. Die Mikrofoneingänge an PCs liefern keine Speisespannung.

Du brauchst also entweder a) ein Headset mit dynamischem Mikro, oder b) eine externe Stromversorgung, oder c) ein Headset mit USB-Anschluss.

Am 16.04.2020 um 17:17 schrieb Jürgen Jänicke:

Tonaderspeisung! Bei meinem Recher 3V über 2,2kOhm.

Am 16.04.2020 um 18:25 schrieb Sebastian Wolf:

Steht aber im Widerspruch zu:

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und den ca. 80mV welche ich auf jedem Kanal als Gleichspannung messen kann. Mit normalen Multimeter.

J.J.

Am 16.04.2020 um 17:48 schrieb Hergen Lehmann:

Ja, völlig verständlich, so hatte ich es auch erwartet. Nur, wie funktioniert dann so was?

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J.J.

Am 16.04.20 um 17:48 schrieb Hergen Lehmann:

Das wäre mir neu. Die PCs, die ich kenne, haben alle eine Mikrofonspeisung.

Am 16.04.20 um 18:34 schrieb Jürgen Jänicke:

Manchmal, mit Glück, an einzelnen PCs die doch eine Speisespannung erzeugen. :-P

Eventuell ist aber auch einfach die Beschreibung falsch. Die Bauform ähnelt verdächtig der typischer, billiger, dynamischer Mikros...

+-----||---------- Signal zum Mikro-Verstärker /\ | _____ | |<---+--|_____|--+ +--+ _____ +----- 5V | |<------|_____|--+ +--+ | | | |<---------------------- Masse | |

So in Etwa dürfte es "hinter der Mikro-Buchse" bei den meisten Soundkarten aussehen. Der "Ring" am Stecker wird direkt mit 5V versorgt. Allerdings schon wegen der Kurzschlussgefahr strombegrenzt (wohl meist einfach ein Widerstand).

Die Spitze hat ebenfalls eine Phantomspeisung drauf und das Signal vom Mikro wird ausgekoppelt. Man kann jede halbwegs wertige Kondensator-Kapsel direkt zwischen "Steckermasse" und Spitze anschließen. Das Kabel sollte anständig geschirmt sein!

Vergiss aber die Soundkarte im PC nutzen zu wollen. Ich habe noch nie erlebt das der Mikro-Eingang für etwas anderes als Rauschgenerator taugt. Selbst eine 5 Euro USB-Soundkarte bringt da bessere Signale.

Das Signal von der Kondensator-Kapsel ist ziemlich schwach und wird entsprechend stark verstärkt. Alles was im PC so an HF-Störung auftritt wird dabei direkt mit verstärkt.

Gruß

Manuel

Am 16.04.20 um 17:17 schrieb Jürgen Jänicke:

In der Regel wird das Elektret Kondensatormikrofon mit 5V über einen

2,2k Widerstand gespeist. Aber Achtung, bei manchem Board kann die Betriebsspannung ausgeschaltet werden.Es kann auch sein, das nur das vordere Mikro gespeist wird. Das Handbuch fürs Board gibt Auskunft.

Ja, danke so wird es wohl sein. Da muss ich mich selber korrigieren, ich habe auf den beiden Signalleitungen je 2,7V gegen Masse und nix zueinander.

Also Phantomspeisung mit eben nur 2,7V. Aber tatsächlich richtig Stereo was sich durch Einspeisung eines Testsignales gut prüfen lassen kann.

Gruß J.J.

Am 16.04.20 um 17:48 schrieb Hergen Lehmann:

Das stimmt so nicht. Im Einzelfall mag es stimmen. Aber Tonaderspeisung für Elektret-Kapsel ist gar nicht so ungewöhnlich.

Letzteres ist Heutzutage aber tatsächlich unproblematischer.

Marcel

Nein, nicht wirklich. Damit hast du eine zusätzliche Soundkarte im System und mehr als eine Soundkarte kann so richtig Spass machen. Der Sound kommt gerne da raus wo er nicht sollte.

Gerrit

Bei mir hat's immer recht gut funktioniert. Es gibt ja mittlerweile kaum noch ein System, bei dem man das Sound-Routing nicht pro Anwendung einstellen könnte. Und in 90% der Fälle hat sogar das automatische Routing gestimmt.

Tatsächlich empfinde ich es als Vorteil, wenn Musik und Telefonieren /nicht/ über dasselbe Sounddevice laufen muss. Das Umstecken nervt nämlich. Wenn man die Soundkarte natürlich vorher nicht gebraucht hat, stellt sich diese Frage so nicht.

Marcel

Ich hatte es schon öfter, daß ich den Sound aus den Laptoplautsprechern wollte, er dann aber aus denen im angeschlossenen Monitor kam. Umstellen geht natürlich, aber aus irgendeinem Grunde hat Windows 10 sich das nicht gemerkt, also beim nächsten Mal wieder...

Gerrit

Du wirst Deine Gründe haben, aber mit dem Wunsch wohl auch so ziemlich allein da stehen. Für mich sind die eingebauten miniquieker ein Kompromiß für Fälle, wenn nichts besseres da ist. Sowie ich externes anschließe ist hier etwas besseres da und das will ich dann natürlich auch benutzen.

Als Headset habe ich seit einiger Zeit Bluetooth und will seitdem nicht anders mehr.

Kann ich hier nicht bestätigen. Vier Soundkarten unter Win10 und das läuft ganz hervorragend... möchte ich nicht mehr missen.

Der Monitor steht links zur Seite und dessen Lautsprecher sind eher noch schlechter. War schon besser so wie ich das wollte.

Ich vermeide drahtlos wenn Kabel auch geht (spart nebenher auch noch Batterien). Deshalb haben hier Maus und Tastatur jeweils ein Kabel und der PC hängt per Kabel am Netz und nicht per WiFi.

Gerrit

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