Mic-Preamp - ist der so ok?

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Hallo,

wir bauen parallel noch an einem Mic-Preamp.
Hier ist der Schaltplan:
http://tobwen.abicademy2003.de/DIY/mic.png

Die ICs sind NE5532, die Kondensatoren, wo nichts dransteht,
haben 25V (oder mehr).

C15 ist ein 10uF ... sollte ich da vielleicht einen 100uF einsetzen?

Vielleicht erkennt Ihr ja einen Fehler (falls da noch einer ist).

Es ist nicht möglich, diesen auch als Line-Verstärker zu nutzen,
oder doch?

Viele Grüße
Tobias



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Warum das denn?
Was soll der Mic-Amp können?

Der NE5532 ist dazu nicht sonderlich gut geeignet, außer dass er fast nichts
kostet hat er keine Vorteile. Wenn man dann die beiden zusätzlichen Transistoren
und den ganzen Aufwand rechnet, ist das am falschen Ende gespart. Vor 25 Jahren
war das mal modern...

Ich verwende seit vielen Jahren Mikrofonverstäker-ICs des Typs SSM, die werden
von Analog-Devices hergestellt, der aktuelle ist der SSM 2019, vgl.
http://www.analog.com/UploadedFiles/Data_Sheets/452248524SSM2019_0.pdf

Norbert


Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
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Er soll nix "können", er soll nur anders klingen ...
Ist kein richtiger OPamp ... soll halt besonders klingen.

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Wie würdest Du es anders lösen?

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Yo, kenne mehrere Projekte mit dem Ding und dem Vorgänger.
Haben mich aber klanglich nicht überzeugt. Die verstärken zwar,
aber die Charakteristik ist einfach relativ flach.

Was baust Du denn für Pre-Amps? Vielleicht kann ich ja mal etwas von
Dir hören?



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Hm, wenn's "besonders klingen" soll, würde ich ne Röhre verbauen.
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Schrieb ich doch. Ich benutz(t)e die SSM 2016 und 2017 plus ein paar
OPA131 als im HP-Filter und als Leitungstreiber, zumindest seit 1990.
Lange davor hatte ich ebenfalls eine halbdiskrete Schaltung mit einem Paar
bipolaren Transistoren und dem µA739 gebaut. Dieser IC war IMHO der erste
audio-taugliche OPamp.

Der 5532 ist u.U. tauglich für Filterstufen, die keine hohe Verstärkung
brauchen, schließlich ist er für V=1 kompensiert, die Gleichtakteigen-
schaften sind nicht berauschend, (was aber nicht auffällt, wenn der nicht-
invertierende Eingang auf Masse liegt). Seit dem Aufkommen den OP275 habe
ich keinen 5532 mehr verbaut. Ein weiteres Problem mit dem 5532 und mit
seinem Bruder 5534 ist, dass es viele Hersteller gibt, deren Qualität
bei einigen Parametern ziemlich streut. Such mal nach THD+N in den
Datenblättern...

Norbert


Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
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Klar, das war auch mein erster Gedanke.
Nach einem Anruf im Röhrengeschäft, habe ich mir die Preise für
zwei selektierte Audioröhren geben lassen: 20 EUR pro Stück.
Okay, dann hat man 40 EUR für Röhren.

Dann die Transformatoren. Klar, Lundahl sind da die besten.
Preis pro Stück: 35 EUR plus Porto aus Schweden.

Gibt aber einen vergleichbaren bei Farnell - 15 EUR pro Stück.
Also sind wir schon bei 70 EUR nur für 4 Bauteile.

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Nun klar, hast Du schon geschrieben, nur ich würde gerne mal was
"hören". Ich habe, wie gesagt, schon ein paar auf SSM 201x basierte
Sachen gehört, die aber nicht sehr traumhaft waren.

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Nun, soviel Techniker bin ich leider nicht, um das komplett zu verstehen.

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Nun, ich würde lieber ein Bauteil mit nicht so guten Werten nehmen,
wenn es gut klingt.

Das ist das gleiche, wie bei DAT-Rekordern.
Ein Tascam DA-45 HR (neustes Modell) klingt im Vergleich zu einem
Tascam DA-30 (altes Modell) einfach nur schlecht. Das kann Dir jeder
Musik-Techniker, der sich mit Klang auseinander gesetzt hat,
bescheinigen.

Werte sind nicht alles. Das ist ja gerade das Problem in der Musiktechniker.
Die Soundblaster-Karten sind von den Wandlern und von den Berechnungen
her sicher mit die besten, aber sie klingen einfach nicht.

0,00001% Klirrfaktor und -124db Rauschabstand ist halt nicht immer
das non-plus-ultra.

Tobias



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Die SSM Teile sind auch nicht viel billiger.
Ca. 20Euro.

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_Eigl._ gehören in einen guten Preamp Übertrager.
(Und bei bewusst falscher Dimensionierung machen sie auch "Sound".
Hint: der grösste Soundeeinfluss bei Röhren sind nicht die "wärmenden"
Röhren, sondern die ÜTs.)

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Du willst also ein Effektgerät mit Mikrofoneingang?
Ein guter Verstärker klingt nicht, er verstärkt nur.

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Den DA-45 kenn ich nicht.
Aber du hältst nicht ernsthaft den DA-30 (d.h. seine Wandler) für auch
nur ansatzweise gutklingend?
Da klingen ja die Wandler von den alten ADATs um Längen besser.
(die übrigens so wie ich es tue extern gesynct - vom RME ADI-8 -
hörbar besser sind.)

Gruss Thomas

Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
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Ja, habe ich gesehen :-)

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Auf welche Übertrager beziehst Du Dich genau?
Ich meine, Lundahl oder OEH & Co.?

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Sag das mal den aktuellen Herstellern, die Dir mir Röhrenemulationen
an den Kragen wollen.

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Nun, ich bin immer noch der Überzeugung, dass jeder Verstärker seinen
eigenen Klang hat. Ist genau, wie bei den Wandlern ...

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Sei froh, hat aber 24 bit :-)

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Ich sagte, im vergleich zu einem DA-45!
Ich benutze als DAT einen Fostex D-15 mit 18bit.

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Ich hatte Glück, dass meinen Chef jetzt überzeugen konnte, das
komplette Studio auf RME-Wandler umstellen. Jetzt glänzen
5x ADI-8 S (baugleich mit DS) im Rack.

Sind aber hässlich blau :-((



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Es gibt auch noch Pikatron und Jensen.
Auf Jensens Homepage finden sich übrigens massenweise Schaltungen mit
und ohne Röhren.
(allerdings immer mit Übertrager...)

Normalerweise ist der Hersteller egal, der ÜT muss zur Schaltung
passen.
Gute ÜTs sind u.U. schweineteuer, 120Euro für einen 1:1 Linepegel ÜT.  

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Ich hatte schon mit Mindprint disbezügich Diskussionen.
Obwohl ich deren T-Comp wirklich mag.

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Die Welt ist halt nicht Ideal.
Man muss aber in der Tontechnik immer versuchen, subjektive Einflüsse
bei der Beurteilung auszuschliessen.
Ich weiss wie leicht man sich sogar selber aufs Glatteis führen kann.

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Naaaa gut.


Was machst du mit 5 Stück?
Auf einer Analogkonsole mischen?

Ansonsten ich brauche zum Aufnehmen selten mehr als 8 gute Wandler.
Brauche ich mehr (grosses Schlagzeug oder viele Instrumete live) dann
muss meist das ADAT in die Bresche springen. Oder halt die
SPDIF-Geräte (Lexicon, T-Comp) als Wandler "missbraucht.

Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
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Eben nicht ... Auch der Widerstand ist sehr wichtig.
Darum "gewinnen" auch immer die Lundahl-Dinger, sind aber für 40 EUR
auch über den deutschen Audio-Spezialhandel zu bekommen, wie ich eben
durch Google herausgefunden habe *freu*.

Ich denke, ich werde dann doch einen Röhrenvorverstärker bauen.
Wird halt 5x so teuer, wie dieses Projekt hier, aber dann werde ich
hoffentlich was handfestes haben.

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Nun, es ist eine Deutsche Firma (soweit ich weiß) und Behringer
_war_ ja auch mal richtig gut.

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Nun, das stimmt, aber es ist schon optimal, eine Stimme ohne Bearbeitung
direkt aufzunehmen. Von Neve-Consolen habe ich bis jetzt immer gehört,
dass die Tontechniker die Stimme, so wie sie aus dem Neve rauskam,
direkt aufnehmen konnten.

Ich verwende momentan einen Focusrite-RED und muss immer noch EQ nachdrehen
(mittig). Klar, kommt auch auf die Musik und den Geschmack an, aber
ich würde schon mal gerne etwas rumexperimentieren.

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Exakt. Eine große ADT-Konsole. Hast Du den Klang schonmal gehört?
Unglaublich. Perfekte EQs! Alles aber leider nur halbdigital :)

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Nun, wir hatten alle Apogee-Geräte hier, die für unseren Bedarf optimal
gewesen wären (AD-16, DA-16, Rosetta) und die haben einfach nicht soviel
Druck und Transparenz.

Wir haben jetzt 40 Inputs und 40 Outputs durch die RME und noch
16 Inputsund 16 Outputs durch die 888-24 ProTools Interfaces.

Nur was sollen wir mit 56 Eingängen????

Grüße
Tobias



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Das meinte ich ja und die gibts von jedem Hersteller.
Normalerweise stellen die Trafohersteller die Trafos exkat nach deinen
Ansprüchen her und da ist es egal ob der aus Schweden oder Deutschland
kommt. Das Know-How haben die alle.
Es kann lediglich sein, dass eine Firma mehr passende ÜTs von der
Stande anbietet.

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Was ist an EQ verkehrt?
Auch die Mikros selber entzerren entweder akustisch (auch da gibt es
Phasengänge) oder selbst gute Schoeps etc. elektrisch. Also kann man
auch einen EQ nehmen.

Wenn du zu sehr am EQ schrauben musst: probier dochmal andere Mikros.
Die Grossmembranteile sehen nur besser aus...

Übrigens habe ich auch so ein "Effektgerät": den dbx386.
Bewusste Fehlanpassung, nur 300Ohm Eingangswiderstand.

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Ja. Aber über meinem Budget...

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Als die ADI-8?

Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
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Ups, war bei der Rückantwort noch nicht lange wach und habe gedacht,
Du beziehst Dich nur auf das Verhältnis.

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Ja klar, das stimmt schon. Es ist ja nur Spulen wickeln :-)

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Stimmt schon. Sorry nochmal.

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Nichts, nur irgendwas muss ja z.B. am V72 besonders sein (das Teil,
wo die Beatles damals reingesungen haben). Das soll sogar heute noch
perfekt sein.

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Man muss es ja auch auf den Sänger einstellen. Wir benutzen nur Neumann
Mikros und die Teile sind einfach die besten.

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Wenn es "klingt" ?

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Leider über meinem auch :-(

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Genau, Apogee vs. ADI-8.
Am schlechtesten haben die ProTools-Wandler direkt abgeschnitten,
dadrum haben wir die auch rausgeworfen.

Alle andere ist preislich her gesehen einfach heute nicht mehr tragbar.
Natürlich gibt es bessere 8-Kana-Wandler, als die ADI-8, aber nicht
für diesen Preis. Die anderen, die auch nicht sooo massiv anders
"klingen" sind dann 4x so teuer.



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
Tobias Wendorff schrieb:


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Röhren kauft man nicht im Audiogeschäft, und selektierte (wonach
selektiert ?) höchstens für Endstufen mit schlechter
Schaltungskonzeption. Röhren komme heute aus China oder Rußland, egal
was drauf steht. Ich empfehle http://www.btb-elektronik.de/de/index.html


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Die Ausgabe lohnt aber meines Erachtens schon - wenn Dein Verstärker
längst das zeitliche gesegnet hat, oder Du ihn 7 mal um- oder neugebaut
hast, hast Du immer noch 2 gute Eingsangsübertrager da liegen für Deinen
8. Verstärker :-)

Gruß, Rainer

Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
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Das erinnert mich an Armageddon:
"Russische Maschinen, Amerikanische Maschinen - das kommt doch alles aus Taiwan!"
(kein 1:1 Zitat)


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Nun, okay. Muss ich halt ins Sauer beißen :-(



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Und die Messwerte sind ja auch nicht gerade toll. Das passt schon
zusammen.
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Ab und zu reicht ein Stück gerade Draht halt nicht.

Schlechte Messwerte und guter Klang passen nicht zusammen.
Wenn es 99 schlechte CDs und eine gute gibt, ist dann die CD
prinzipiell unbrauchbar?

Norbert


Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
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Wann halt Klang schonmal über den Erfolg in den Charts entschieden?



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Ups, da habe ich mich sehr undeutlich ausgedrückt. Es gibt Leute, die
sagen, sie hätten (n mal) 99 schlechte CDs und nur n gute CDs _und_
folgern daraus, dass die CD prinzipiell ein schlechtes Verfahren ist.

Norbert


Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
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Nun, da hast Du schon recht. Es gibt aber wirklich auch CDs, die
gut klingen. Die Frank-Sinatra-Dinger sind *mega* gut und das sage
ich, obwohl ich erst 21 bin :-)

zwar kommen die nicht an die alten Platten dran, aber ich freue mich
sehr auf die ersten Sinatra SACDs!!!!!



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?
Hallo Tobias!

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Schon mal über Röhren nachgedacht?

Desweiteren dein Ausgangsstufe ist nicht wirklich symetrisch.
Schau dir auch mal den SSM4142 an.
Oder halt Übertrager.

Hallo Norbert!

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Wieso nicht?
AFAIR ist beim Corithschen Schaltplan auch ein 5532er beteiligt.
Hat allerdings Eingangsübertrager 1:30 und 1:7.

Nochmal Norbert:

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Hast du ihn mal getestet?
Ich wollte habe aber das Musterexemplar dank falscher Polung (kann ja
mal passieren...)
in die ewigen Jagdgründe gejagt. Besagter 4142 hats aber überlebt.

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Interressiert mich auch.

Ich habe mich neulich trotzdem zum Kauf eines Tascam MA-8 entschlossen
und kann nichts negatives berichten. Ausser dass die Ausgänge
unsymetrisch sind. Was aber wegen der kurzen Leitungen und des
ebenfalls unsym. ADATs nichts macht. (ansonsten habe ich noch 8 andere
Preamps und Channelstrips, habe nur endlich ein Mischpult aus dem
Studio "verbannt")

Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Hallo Thomas,

damals war der optimal und preiswert. Heute hätte er auch modernere
genommen. Ansonsten, du weist ja schon auf eingangsübertrager hin.
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Hast du den selbstbau ersteinmal verschoben ;-)

--
mfg horst-dieter



Re: Mic-Preamp - ist der so ok?

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Ja.

Ich hab noch hier neben mir die neue Platine für den Microcontroller
liegen, komme aber nicht wirklich dazu. Und selbst die Software
existiert nur als Konzept.
Und dann noch eine Preamp bauen.

Ist schon bescheuert 8h am Tag zu vergammeln. Allerdings: ansonsten
könnte man sich das andere nicht leisten.

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