Messtechnik: Carbon oder Alu unter Lack

Jun 22, 2026 Last reply: 2 weeks ago 86 Replies

Hi Andreas,

Ja und? Die Lackdicke ist in dem Fall ja nur ein Dummywert. Interessant ist, ob leitfähiges Material für Wirbelströme gesehen wird und dann in welchem Abstand. Carbonfasern dürften für Wirbelströme ziemlich blind sein. Genau diesen Unterschied will Martin doch sehen. Mehr doch eigentlich nicht.

Eben, das will Martin doch sehen.

Mit Ultraschall macht man da garantiert nichts. Viel zu teuer und viel zu problematisch mit der Ultraschallankopplung.

Marte

Hi Thomas,

Die Teile arbeiten alle induktiv, das ist billig und übrig gut genug für diese Zwecke. Mit Wirbelstrom Schweißnähte zu erkennen, Blechdicken bestimmen und Abstände messen, waren Bestandteile von meinem Fachpraktikum zu Uni-Zeiten. Da hab ich einige Sensoren überarbeitet.

Marte

Ich weiß nicht, wie der Truvo-Metalldetektor funktioniert, den ich am Alu- und Kohlefaserstativ getestet habe. "Ziemlich blind" war der an Letzterem nicht, zumindest nicht im Vergleich zu einem gleichdicken Rohr aus PVC. Man konnte bei der Annäherung aber dennoch einen signifikanten Unterschied ausmachen, d. h. das "Metall" wurde bei Alu aus größerer Distanz angezeigt.

Volker

Marte Schwarz wrote on 26.06.2026 00:28:

Nein, gar nicht. Das geht schon physikalisch nicht. Es ist die Rede von IN. Solche sind grundsätzlich nicht für Batteriebetrieb geeignet. Batteriebetrieb ist dort absolut unüblich.

Aber warum sollte man die nehmen? Lackdickenmessgeräte oder nur

Einige Sekunden, auch, um eine Ausgangsspannung eines Analog-IN zu messen.

Um eine geeignete Betriebsspannung für IN zu stellen.

Marte Schwarz schrieb:

JA, Du hast Recht, ich habe mich schlau gemacht. Vor 35 Jahren im Studium mussten wir mal eine Schichtdickenbestimmung per Ultraschall basteln. Daher dachte ich, das sei heute üblich.

Am 26.06.26 um 15:47 schrieb Andreas Bockelmann:

Was soll an Ultraschall-Ankopplung problematisch sein? Wenn mein Arzt meine Innereien sehen will, macht er einen Klecks Koppelglibber auf meinen Bauch und voilà! Alles noch da.

Ich habe als Diplomarbeit ein Programm für die Korngrößenbestimmung bei Stahl mit US-Rückstreuung geschrieben, auf dem hochmodernen 8080.

Bei Alu bekommt man wohl ein Eintrittsecho, dann erstmal garnix und dann ein fettes Rückwandecho.

Bei GFK bekommt man eher das Eintrittsecho, dann wegen der 10000 Kunststoff/Glasgrenzen etwas Rauschartiges, das wegen der hohen inneren Dämpfung rasch abnimmt.

Wenn's echt nix kosten darf, dann reicht eigentlich ein Kratzer.

Gerhard

Gerhard Hoffmann schrieb:

Messtechnik-Labor: Wir sollten die Auswertung der Echos bauen und programmieren.

Hi Helmut;

Deutsche Sprache - schwere Sprache... Ich wollte Dir zustimmen ;-) Aber doch, physikalisch reichen ein paar Impulse, die man mit viel Pause raushaut und die Impulsantwort misst. Das geht heute ziemlich sparsam, im Gegensatz zu den Dauerschwingenden Exemplaren von früher, die sich aber immer noch gut verkaufen. Warum sollte man das neu aufwändiger und anders machen...

Dafür reichen wenige ms.

Wer braucht die?

Marte

Hi Gerhard,

War es nie, zumindest nicht n dem Dickenbereich und nicht mobil

Eben, immer mit Glibber. Wer will das freiwillig, wenn es ohne geht?

Bei welchen Frequenzen und mit welchem Etat?

Eben und vorab bitte die Lackschichtdicke. Und alles bitte sehr schnell. Da will schon die rückwärtige Abstrahlung gut weggedämpft werden und das Quärzchen sehr sensibel angekoppelt sein.

Eben, das wird sehr rasch abnehmen. Dadurch kommt einfach gar nichts mehr zurück. Das wird diffus weggestreut.

Niemals nicht, Du willst ein Edel-Carbon-Bike nicht ankratzen!!!

Marte

Marte Schwarz wrote on 26.06.2026 18:50:

Das paßt überhaupt nicht zum internen Arbeiten eines Analog-IN.

Ein Dual-Slope-Multimeter hat einen viel längeren Takt.

Der IN.

Wir reden aneinander vorbei. Das ergibt sich mit Dir stets automatisch, wiederkehrend und ohne Ende.

Induktive Näherungsschalter nennen häufiger 300 mA Betriebsstrom, manche nur 200 mA.

Bei einem 9V-Akku mit 200 bis 250 mAh Kapazität dürfte nach einer halben Betriebsstunde also Schluss sein.

Aber wenn die Einzelmessung nur max. 5 Sekunden dauert, dann reicht das für 500 Messungen - also ein Jahresbedarf, allerhöchstens.

Die Kapazität ist hier unwichtig. Er kann solche Ströme nicht.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Martin Τrautmann wrote on 27.06.2026 10:22:

Das ist nicht der Betriebsstrom, sondern der maximale Schaltstrom am Ausgang. Wobei 200 mA Standard ist. Mit einem Betriebsstrom Ib von mindestens 10 mA muß gerechnet werden, u.a. weil der Schalttransistor fett eingeschaltet werden muß, wegen minimaler Restspannung.

Bei PNP-Geräten (häufiger) schaltet ein Transistor in etwa den Plus-Anschluß zum Ausgang.

formatting link
Contrinex ist absolut empfehlenswert.

Ein Abstandsklotz, der 1 mm Abstand einstellt, ist hier vom Ansatz her schon recht gut. Damit hätte man bei Alu 3 V und bei Stahl 0,7 V am Ausgang, beim Gerät mit 0..6 mm.

Hi Helmut,

Wer hat als Anforderung "analoger induktiver Näherungsschalter"? Was da intern vergossen ist, interessiert doch keinen.

Ein mittelprächtiger µC macht das heutzutage in ca 1 µs mit mindestens gleichwertiger Auflösung, wenn nicht sogar um einige Bits höher.

Aber niemand braucht einen industriellen IN!

Wie war das noch gleich mit den hunderten von Geisterfahrern?

Marte

Marte Schwarz wrote on 27.06.2026 17:13:

Für die zu lösende Aufgabe halte ich einen Analog-IN für optimal. Nichts davon, was in Deinem Absatz oben steht, kann mit einem Analog-IN gemacht werden.

Ich konnte mit einem 16bit-uC dessen ADC etwa von 35 us bis 350 us Wandlungsdauer für einen 10bit-Wert einstellen. Eine einzige us habe ich in dem Bereich noch nie gesehen. Es wurden 18 Werte pro Parameter mit hoher Wandlungsdauer generiert, höchster und niedrigster Wert entfernt und dann der Mittelwert mit Rundung errechnet. Das Resultat war voll zufriedenstellend.

Jedoch für die hier zu lösende Aufgabe sollte ein Multimeter für vielleicht 15 EUR verwendet werden. Mein Multimeter mit einer Auflösung von 310000 wäre angewandter Unfug.

Ich schätze, es werden weltweit jährlich Hunderte Millionen davon gebaut - vielleicht sogar Milliarden.

ah, danke - es fehlte in der Kurzbeschreibung jeder Hinweis darauf, was er bedeutete.

Ich habe eher NPN gesehen, aber darauf wird es nicht ankommen.

Erklär' mir bitte mal kurz die Ausgänge A1 und A2 - A2 hängt an einem Symbol, das ich als Stromquelle kenne. Aber eigentlich sehe ich nur Signalspannung am Ausgang (0-5V) - und das Gleich-Zeichen kenne ich nur als Symbol für eine Gleichspannungsquelle mit Pluzeichen.

Ich weiß aus den 1980ern, daß mindestens zu 90% PNP bestellt wurde. Das ist aber egal.

Achtung, dieses Datenblatt beschreibt einen Analog-IN. Einen Schalttransistor am Ausgang gibt es dort nicht.

Zu den Ausgängen gehört das Diagramm mit den Ansprechkurven. A1 ist der Spannungsausgang, A2 der Stromausgang. Die Ausgänge beziehen sich auf 0V. In der Datentabelle stehen diverse Ströme und Spannungen der Ausgänge. Ich würde 3k3 Lastwiderstand beim Spannungsausgang wählen.

An der Maßzeichnung ist erkennbar, wie man einen Abstandsbügel mit Loch konstruieren kann. Zwei Muttern sind vorhanden, um diesen festzuziehen.

Helmut Schellong wrote on 27.06.2026 21:59:

formatting link
Ich habe noch welche herausgesucht, die (viel) mehr Spielraum bei der Lackdicke bieten. So kann ein fester Abstand von bis zu 5mm gewählt werden. Das ist viel mehr als die Lackdicke, so daß diese keine Rolle mehr spielt. Bei Alu 3,6 V, bei Stahl 0,5 V - das ist komfortabel.

Je dünner der IN, desto mehr wirkt das Fahrradrohr wie eine ebene Fläche. Deshalb suchte ich primär nach M12.

Hallo Helmut,

DA unterscheiden sich unsere Meinungen erheblich. Du hast Dich recht früh auf eine Lösung industrieller IN verlegt, egal, ob die Randbedingungen passen oder nicht. Ich schau darauf, was der Auftraggeber braucht und suche nach einer tauglichen Lösung für alle Anforderungen, soweit sie erkennbar sind. Mein Lösungsansatz ist ein fertiges Gerät, das man für unter 20 € an jeder Interneecke kaufen kann, handlich im formschönen Gehäuse und Batteriebetrieben ist: Ein Lackdickenmessgerät, das selbstredend sehr wahrscheinlich mit Wirbelströmen arbeitet.

Wer braucht das? Das war nicht in den Anforderungen hinterlegt.

Ich finde sehr wahrscheinlich auch noch mehr AD-Wandler, die langsamer sind. Aber nimm die ADuC 70XY von Analog Devies, 12 Bit mit 1 Mbps, dto AFAIR für ESP32, STM32 und wahrscheinlich viele mehr. 1 Mbps mit 12 Bit Auflösung sind schon seit 20 Jahren nichts besonderes mehr.

Augen aufmachen ;-)

Echt? Wo stand das?

hier in diesem Kontext

Nebelkerzen der Art: Freßt Scheiße, Billiarden Fliegen können nicht irren.

Marte

Marte Schwarz wrote on 30.06.2026 08:05:

Richtig - es fragt sich dann, warum Du den Absatz geschrieben hast. Es sollen Materialien von Fahrradrahmen durch deren Lackschicht hindurch erkannt werden. Dafür ist ein Analog-IN unzweifelhaft optimal - besser geht es nicht.

Ich habe daran gar kein Interesse haben können, weil die uC im Unternehmen von Anderen festgelegt waren.

Das ist Teil meiner Aufgabenlösung. Es kann auch jedes bereits vorhandene Multimeter verwendet werden.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required