Messtechnik: Carbon oder Alu unter Lack

Jun 22, 2026 Last reply: 2 weeks ago 86 Replies

Hallo,



was habt ihr für Ideen, wie man messtechnisch eine lackierte Carbon- oder Alufläche unterscheiden kann?



Gibt es preisgünstige Messgeräte, die man für den Zweck mit hernehmen kann - z.B. Leitungssucher, Lackstärkenmessgeräte o.ä.?



Es könnte auch eine Kleinserie von vielleicht 20 Stück anstehen, für Platine, irgend eine Art von Wirbelstrommessung, selbst gedruckte Gehäuse und einer Anzeige Alu/Carbon/Fehler - eine Ampel-LED würde reichen.



Vielen Dank Martin


Martin Τrautmann wrote on 22.06.2026 10:18:

Du willst Dir das hier von jemandem erforschen und entwickeln lassen? Ich würde dafür eine 5-stellige Summe berechnen. Da wird als erster Schritt geforscht werden müssen. ICH werde das jedoch ganz sicher nicht in Angriff nehmen!

Ich hatte 7 Jahre lang Induktive Näherungsschalter und andere Sensoren entwickelt. Eine Lackdickenmessung auf Metall wird wohl mit spezialisierten I.N. vorgenommen.

Ganz so kompliziert sollte es nicht werden.

Wenn es schon mit einem induktiven Näherungssensor funktioniert, dann sollte der Aufwand überschaubar sein. Vielleicht gibt's ja auch andere Dinge, die man missbrauchen kann - die Miniatur-Version des Strand-Schatz-Suchers, ein Mikrofonverstärker, ein Spielzeug-Metall-Detektor für die Kinder, die Airport-Security spielen wollen.

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gibt's schon für 3 €,

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7 €,

Leitungssucher gibt's ab 10 €, oder für ein paar Euro auf dem Flohmarkt.

Das ist Wunschdenken, was Du vorstehend ausführst. Es funktioniert mit I.N. _nur_ auf Metall, wie ich schrieb, nicht auf Kohlefaser. Die HF muß in der Frequenz passend sein... Es ist unbekannt, ob man hier mit Kapazitiven Näherungsschaltern weiter kommt - Forschung halt.

Dann verfolge das Ganze doch mal konkret (auf Kohlefaser).

Genau das ist aber die Zielanwenung: Unterscheidung, ob ein Fahrrad-Rahmen-Rohr aus Alu oder Carbon ist.

Wenn ein IN Carbon nicht entdeckt, dann ist die Aufgabe ja schon gelöst. Das Gerät muss dann nur piepsen oder anzeigen, dass es Metall (Alu) fand, z.B. beim Aufsetzen des Sensors (Kontaktschalter)

Isch 'abe ga' kein Carbonrad. Sprich: Ich brauche erst mal ein Testrohr aus Carbon, bevorzugt mit Flaschenhalter-Gewindeeinsätzen, die das Prüfgerät ansprechen ließen.

Alu ist ein guter Leiter. Carbon ... keine Ahnung, vermutlich weniger, müßte man probieren (je nachdem halt wie sehr die Graphitfasern im Plastik dazwischen isoliert sind).

Könnte man nicht einfach die Kapazität bei Annäherung messen, die Alufläche die Hälfte eines Kondensators bilden lassen?

/ralph

"Unter Lack" bedeutet, dass die Oberfläche elektrisch isolierend ist. Die Prüfung soll zerstörungsfrei erfolgen.

Müsste man durch den Lack durchpieksen, dann wäre der Schaden aufgetreten, den wir vermeiden wollen: dass Feuchtigkeit in die Carbonfasern eindringen können.

Früher waren Fahrradramen elektrisch leitend - mehr oder weniger gut, als Rahmenmasse für die Fahrradbeleuchtung.

Mittlerweise ist sinnvollerweise die Beleuchtungsverkabelung mehradrig. Lagerschalen sind oft isolierend beschichtet. Ob man also über Tretlager oder Lenker/Vorbau die eine Kondensator-Fläche erreichen kann ist ungewiss. Außerem braucht's lange Kabel.

Irgend ein Kompakterät, das auf Wirbelströme über Metall reagiert, erscheint wünschenswerter.

Ein induktiver Näherungssensor dürfte die brauchbarste Lösung darstellen. Beispiel:

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dürfte auch von anderen Herstellern solche Sensoren geben. Mir war Pepperl&Fuchs halt ein Begriff, da ich einige Sensoren aus dem E-Schrott besitze. Solche Sensoren werden z.B. bei Getränkeabfüll- und Inspektionsanlagen verwendet.

Aliexpress verkauft Lackdickenmessgeräte, die auch Fe/NFe anzeigen, und Wirbelstromprüfgeräte für so 50€ -- 150€...

"Paint Thickness Meter" "UNI-T UT343D Coating Thickness Gauge Auto Magnetic Eddy Current Car Paint Film Thickness Tester Manual Calibration"

Ein Metallsuchgerät in Stiftform: 10€--20€

"Metal Detector Pointer Waterproof Positioning Rod Detecting Pinpointer"

Eventuell ist für einen Testkauf ein Budget da?

Thomas Prufer

Am 22.06.26 um 10:18 schrieb Martin Τrautmann:

Anfassen!

Die Wärmeleitfähigkeit von Alu ist wesentlich besser als von Carbonfaser-Verbundstoffen. Deshalb fühlt es sich deutlich kühler an. OK, bei den aktuellen Temperaturen kann das auch mal ins Gegenteil umschlagen, wenn die eigene, verschwitze Hand kälter als die Umgebung ist. ;-)

Jedes Metallsuchgerät.

Marcel

Ja,

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wäre für 12 € sicher einen Versuch wert.

Aha, also es ist lediglich eine Detektierung gesucht - keine Messung!

Ein I.N. detektiert Metalle wie Alu, Messing, Kupfer, Stahl ohne Problem. Carbon wird wohl so wirken wie simpler Kunststoff.

Lackdickenmessung ist also nicht erforderlich, die es natürlich gibt. Beispielsweise an verunfallten Autos - Restwertuntersuchung.

Ja, klar, natürlich zerstörungsfrei. Durch kapazitives Ankoppeln kann man einen Leiter von einem Nichtleiter unterscheiden. Ein Kondensator hat ja auch keine leitende Verbindung zwischen den Platten. Ein kapazitiver Touchscreen funktioniert auch durch den Isolator Glas.

Wenn das Alu leitet und das Carbon viel schlechter, dann könnte man den Rahmen als leitende Platte sehen, und kapazitive Effekte feststellen, ähnlich wie man ein Theremin spielt.

Nicht nur früher. Alu ist auch heute noch ein guter Leiter.

Geht natürlich auch. Aber ich halte Kapazitätsmessung oder Veränderung des elektrischen (nicht magnetischen) Feldes durch einführen des Fahrradrahmens in eine Meßapparatur zumindest für probierenswert.

Quasi Theremin statt Wirbelstrombremse ;)

/ralph

So gesehen ja - wobei für den Prototypen ggf. eine Messung sinnvoll ist, um nicht nur das ja/nein, sondern das wo von/bis erfasst werden kann, im Idealfall ohne Schnittmengen.

Lackdickenmessung o.ä. sind eben schon fertig verfügbare Messgeräte in größeren Stückzahlen, die damit billiger sein können als Kleinserien.

Du musst aber doch wohl erst an das Alu zur elektrischen Kontaktierung rankommen? Oder möchtest du einfach außen ein paar Quadratzentimeter Alufolie oder Leitgummi auflegen und dann versuchen, das Alu innen aufzuladen, ob es dann als Kondensator wieder entladen werden kann? Ohne Stromabfluss des Alus ist der Effekt halt deutlich kleiner.

Alu in sich leitet super - nur brauchst du für einen Stromkreis eine elektrische Kontaktierung des Alus. Wo bekommst du die her?

Abschnittsweise ja - aber ich kenne den Fall von Fahrrädern einer großen, deutschen Automarke, die im Prototypen wunderbar mit Beleuchtung funktionierten. Das Serienmodell hatte aber beschichtete Steuersätze. Da funktionierte das Licht nur mehr oder weniger zufällig gut, wenn die Bremszüge Rahmenkontakt hatten. Ggf. ging beim Bremsen das Licht aus.

Radar.

Aehem..eher kein Radar. :-D

Obwohl, probiert mal so ein chinesische Billigradar

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Die arbeiten mit FMCW und du kannst die BINs auslesen. Damit solltest du eigentlich eine Unterschiedung hin bekommen wenn du programmieren kannst.

Das ist noch nichtmal die Haelfte von dem was ich als Prototyperun ansehen. :-D

Ja, dann leg los. Klingt doch einfach. Auch verstimmen eines Oszillators koennte gehen.

Olaf

Yep, so in etwa wuerde ich auch denken.

Olaf

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