FI und Einspeisung

May 13, 2024 Last reply: 2 years ago 46 Replies

Rupert Haselbeck wrote on 15.05.2024 10:50:

Wenn kein Trafo drin ist, müssen zwei in Reihe geschaltete, unabhängig angesteuerte allpolige Relais verbaut werden um Einfehlersicherheit gewährleisten zu können. Das gibt es in jedem String-WR, den ich kenne.

Und: Wo hast du gelesen, dass Installationen auf dem Dach nicht geerdet werden dürfen? Ich kenne das nur anders herum: sie müssen. Und dafür reicht der PE der Zuleitung nicht aus.

Jan

Am 15.05.2024 um 21:26 schrieb Jan Schmidt: ...

AFAIK: Ja, aber nur die metallischen Teile der Module und der Haltekonstruktionen. Die haben keine galvanische Verbindungen zu den PV Modul DC Anschlüssen.

Wenn jemand Rahmenlose Glas-Glas Module in einer nicht leitenden Haltekonstruktion (wie Kunststoff) verbaut, wüsste ich nicht wo bezüglich PV Module eine Erdung angeschlossen werden sollte oder könnte.

Rupert Haselbeck wrote on 15.05.2024 10:50:

Ich habe meinen noch nicht zerlegt.

Aber täusch dich da mal nicht: Wir verbauen Trafos in der Größe einer Kaffeepackung mit 63kW Leistung. Und da ist die Schaltfrequenz nur 50kHz. Bei 600W und Kleinspannung kann man mit Ferrit auf weit über 100kHz gehen. Entsprechend klein und unscheinbar ist der Trafo.

Jan

Jan Schmidt schrieb:

So ist es

Man muss unterscheiden zwischen dem Gestell auf dem Dach, welches der Befestigung der PV-Module dient und den Modulen selbst. Die Module dürfen natürlich nicht geerdet werden. Sie sind schutzisoliert ausgeführt, weil sie ja auf Netzpotential liegen. Und entsprechend müssen auch die Zuleitungen ausgeführt sein. Das Gestell zur Befestigung der Module ist dagegen sehr wohl zu erden (und auch mit der Haupterdungsschiene des Gebäudes zu verbinden). Und ja, der PE genügt dazu nicht.

Allerdings wird der Wechselrichter ohnehin seinen Dienst verweigern und sich vom Netz trennen, wenn ihm der Isolationswiderstand zu gering oder der Erdungswiderstand zu hoch erscheint

MfG Rupert

Thomas Einzel wrote on 15.05.2024 22:15:

Ja, das ist klar. Die DC+ und DC- Anschlüsse der Module müssen ja auch gegenüber dem Rahmen isoliert sein (Systemspannung im Datenblatt), sonst wäre eine Reienschaltung nicht möglich.

Jan

Ich bestreite doch überhaupt nicht, dass sowas auch mit Trafo _möglich_ wäre. Ich gehe halt schlicht und ergreifend davon aus, dass die Hersteller/Verkäufer, welche das Zeug bauen/anbieten, nicht ohne Grund erzählen, die Geräte seien trafolos gebaut, weil man damit einen höheren Wirkungsgrad bei niedrigeren Kosten erreiche (und somit die Kühlungsproblematik und die Kosten für teures Kupfer etc. reduziert). Es gibt wohl auch Länder mit Vorschriften, welche die Verwendung von Trafos erfordern, aber ich habe mich in den letzten Monaten lediglich mit den Geräten für den Standort meiner Anlagen, Deutschland, befasst und danach getrachtet, gute Geräte günstig einzukaufen. Ob die Geräte gut und günstig waren, werden ohnehin erst die nächsten Jahre zeigen.

Selber habe ich übrigens auch nur mal einen der billigen Mikrowechselrichter aufgeschraubt und über die Menge an dicken fetten Kondensatoren gestaunt, welche sich darin finden. Die teuren Dinger für die Dachanlagen lasse ich lieber wie sie sind

MfG Rupert

Jan Schmidt schrieb:

Die Lösung ist doch einfach: Ab 11kW ist eine Wallbox nur noch mit potentialfreiem Trenntrafo zulässig....

An"duck&weg"dreas

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