Fahrrad Dynamo+Akku Lichtschaltung

Jul 06, 2024 Last reply: 1 year ago 132 Replies

Hallo Ulli,

Aber Ulli, Du weißt doch, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Selbstredend würden die Akkus nach spätestes einigen Jahre bei 24/7 Fahrradfahren aufgeben. Da können die Akkus doch nichts dafür, dass Du zuvor schlapp machst ;-)

Zum Glück nur 15.000 km/a, macht bei einem Schnitt von 20 km/h immerhin

2 Stunden pro Tag. Wenn Du dann zwischendurch noch ab und zu den Akku auch wieder zwecks Entladung aktivierst, dürften die Akkus wirklich kein Problem bekommen.

Ich auch nicht. Kurzgeschlossen läuft er ein bisschen leichter als im Leerlauf. Aber auch das merkt man in der Praxis nicht.

Das wiederum ist nicht richtig. Unbelastet ist der Wirkungsgrad extremst schlecht.

Deine Praxis ist weit von Dauerladung entfernt.

Sooo schlimm ist das gar nicht. Das Zauberwort heißt "dead bug". Du klebst das Teil rücklings auf eine ungeätzte Leiterplatte und erstellt darüber in Freiluftverdrahtung Deine Schaltung. Beliebt sind kleine Kondensatoren im Bereich 1 pF und darunter, die man als isolierte Stützpfeiler missbrauchen kann. Wenn die Schaltung läuft, wird sie in Heißkleber oder Epoxid versenkt.

Gelegentlich findet man sog Breakoutboards.

Marte

Ist es nicht? Ich meine du hättest auch im Text von zweien gesprochen.

Motor und Generator zeichnet man mit einem Kreis, und darin steht entweder M oder G und darunter üblicherweise = oder ~ ggf. auch noch Angaben zu Spannung o. mehr.

Hier sah ich unter dem Gleichrichter GR zwei solcher Kreise und nahm mal an SON sollte eine Markenbezeichnung sein, so wie IQ-X offenbar für ein Licht (was mir aber jetzt erst in der Legende auffiel). Den Stilisieren Drei-stufen Schalter habe ich darum erst auch ignoriert.

Als Wechselakku? Du baust also ein PlugIn Hybrid-Fahrrad. ;)

Aus praktischen Erwägungen. Damit der Fahrer nicht während der Fahrt aussteigen, sein eigenes Auto überholen und die Scheinwerfer hoch drücken müßte... Beim Fahrrad geht das weil in bequemer Greifweite - meistens.

Die Räder die ich so kenne haben EINEN Lichtschalter, an der Lampe. Mehr nicht.

Und oft genug kommen mir Räder entgegen deren LED-Scheinwerfer so hell blenden als hätten sie Fernlicht. Einfach zu hoch gedrückt die Lampe und ein fröhliches "Ist mir Scheißegal, Hauptsache ICH seh genug" dazu. Und später vergessen wieder runter zu drücken.

Gut, da wäre deine Idee schon sinnvoll. Mit... Zwei Scheinwerfern? Ist das Überhaupt zulässig?

Ansichtssache. Den Fahrrichtungswechsel an zu zeigen fände ich wichtiger als Fernlicht-spielereien. Luxus-Problem.

Das mag so sein oder auch nicht und selbst wenn das NICHT eine Kurzzeitige Spitenleistung wäre

  1. Hab nie mit einer Künstlichen Last nachgemessen.
  2. Wurde ich dafür auch nicht bezahlt.
  3. Darum ist es mir egal.

Mein Rad hat einen Nabendynamo und obwohl es die meiste Zeit im Keller steht funktioniert das Licht immer noch. Und darauf kommt es MIR an.

Ich hab genug räder gesehen bei denen durch unsere Salzhaltige Luft die Drähte anlaufen die Kontakte Korrodieren und meistens die Masse-seite das Problem war.

Bye/ /Kay

Kay Martinen schrieb:

Das ist freilich lästig bis gefährlich. Nicht weniger gefährlich sind aber diejenigen, welche ganz ohne Licht unterwegs sind und glauben, genug zu sehen, dabei aber offenbar zu doof sind, zu erkennen, dass unbeleuchtete Ziele dennoch getroffen werden können - auch ganz ohne Absicht

Ich wüsste ja auch nicht, wozu ich am Fahrrad eine Umschaltung zwischen Abblendlicht und Fernlicht brauchen könnte, aber wenns schön macht... Jedenfalls ist mir aber einer, der solch extrem übertriebene Spielereien an sein Fahrrad bastelt, denn doch deutlich lieber als der ohne Licht - und es mag sein, dass er länger lebt, weil ihn die anderen Verkehrsteilnehmer sehen können

MfG Rupert

Naja, gefährlich wird es hauptsächlich wenn beide Unfallpartner unbeleuchtet sind, sonst gibt es ja auch noch die Rückstrahler. Und selbst die Wahnsinnigen die Bremsen zu warten für Überforderung und Luxus halten, aktives Licht für unnüzt, die haben meist irgendwo ein paar Retroreflektoren, weil man die am Rad, in der Kleidung, im Rucksack etc. eingebaut kriegt, oft ob man es will oder nicht.

Dank LED gibt es auch mittlerweile für Radfahrer Fernlicht das ernsthaft blenden kann, und das man auch wirklich abblenden muß.

/ralph

Hallo Marcel,

Du schriebst am Sun, 14 Jul 2024 21:43:23 +0200:

Na, also da hast Du Dich wohl bisserl vertan. "C" steht hier halt für die Kapazität, meistens angegeben in "Ah", die Zahl "20" steht hier ohne Dimension,, damit ist der Ausdruck tatsächlich ein Kapazitätswert.

Allerdings kommt hier halt die _Konvention_ ins Spiel, und die sagt, daß bei einer solchen Angabe die Zahl die Lade- oder ggfs. Entladedauer in Stunden dartellen soll. Damit kriegt der Ausdruck dann als EInheit "Ah/h" oder einfach "A", bezeichnet also einen Strom, halt den Lade- oder Entlade- Strom für die angegebene Dauer. Wer natürlich noch nie mit solchen Details zu tun hatte, der steht da erstmal fassungslos davor. Und wirklich _genau_ genommen ist der Ausdruck ohne Bezug auf einen bestimten Bereich sowieso sinnlos, weil dann auch unklar ist, was das "C" sein soll.

Der Scheinwerfer an meinem Fahrrad ist eingestellt wie das Abblendlicht am Autoscheinwerfer eingestellt wird. Da der Fahrradscheinwerfer deutlich höher angebracht ist als ein Autoscheinwerfer und auch, weil ich mit dem Fahrrad üblicherweise ein Stück unter 100km/h bleibe, genügt die damit zu erzielende Reichweite des Lichts bei weitem

MfG Rupert

Am 15.07.24 um 20:10 schrieb Rupert Haselbeck:

Sicherlich gefährlich. Und was Ohne Absicht angeht...

Da wäre ich eher besorgt um die stets richtige Einstellung. Nach meiner Erfahrung sind die Lampen am Fahrrad selten so fest montiert das sie sich nicht verstellen ließen. Absichtlich oder unabsichtlich.

... denke ich das man als Fahrradfahrer eventuell erst dann merkt das man den Autofahrer - ohne Absicht - geblendet hat wenn er den gleichen Fehler macht - und das Fahrrad schon an seiner frontpartie klebt. Mitsamt drüber fliegendem Fahrer. Dann haben beide den Maximalschaden.

Bye/ /Kay

Du meinst falsch. Weder steht das in meinem Schaltplan, noch hab ich davon geschrieben.

Ein Fahrraddynamo liefert IMMER Wechselstrom.

IQ-X ist ein (guter) kommerzieller Abblendscheinwerfer von Busch+Mueller.

Ja. Hatte ich geschrieben.

Viel zu gefaehrlich das waehrend der Fahrt zu machen und ausserdem wuerde dann der Scheinwerfer staendig verstellt sein.

Ich will halt mehr. Ich fahr auch mehr, vor allem nachts.

Und wenige Zeilen weiter oben empfiehlst du noch genau so was. Meine Abblendscheinwerfer sind exakt so eingestellt, dass sie nicht blenden. Da verstell ich nichts waehrend der Fahrt.

Seit 3 Jahren, ja laut StVZO.

Es IST so. Du spekulierst ueber Dinge, die du nie getestet hast.

Du kannst also keinen konkreten Akku-Typ benennen, geschweige denn ein Datenblatt vorweisen, das deine vollmundige Aussage decken würde.

Und deine private Erfahrung betrifft eine Anwendung, bei der überhaupt keine Dauerladung auftritt.

Dauerladung bedeutet Pufferanwendungen für z. B. RAM-Puffer, Zeitschaltuhren und dergleichen wo die Akkus jahrelang (von kurzen Stromausfällen abgesehen) mit C/10 dauernd geladen. NiCd-Akkus vertragen das einigermaßen, aber manchmal gehen sie (z. B. wegen Tiefentladung nach längerem Nichtgebrauch des Geräts) doch kaputt und dann ist guter Rat teuer.

Für gewerblichen Einsatz ist NiCd schon noch erhältlich, aber ein adäquater Ersatz (z. B. mit NiMH) wäre interessant. Daher das Interesse an einem NiMH-Akku, der das wirklich verträgt.

Wenn er es nicht verträgt, fällt es erst im Ernstfall auf (es sei denn, er fällt vorher durch Zellenkurzschluss auf).

Aber so wie es ausssieht, ist deine Aussage "dauerladefest" nicht gedeckt und du solltest sie vielleicht nicht beharrlich wiederholen.

Eben. Deshalb ist mir Ullis Idee mit dem raschen Abblenden sehr sympathisch. Regelmäßig begegnen mit tagsüber im hellen Sonnenlicht Räder, die mich als Fußgänger, also erheblich höher als im Auto sitzend, massiv blenden. Nachts kann ich nach so einem Angriff mit dem Auto locker drei oder fünf unsichtbare Fußgänger umnieten und da kommt das plötzlich und überraschend.

Im obigen Schaltplan hab ich die 2 Fernlicht-LEDs (M) parallel geschaltet, weshalb ein 4 x NiMH Puffer-Akku passt (mit Vorwiderstaenden).

Mehr Leistung bekomme ich aus dem Dynamo(*), wenn ich die Fernlicht-LEDs in Reihe schalte. Dazu wuerde ich dann einen 6 x NiMH Puffer-Akku (7.2 V) verwenden. Leider passt dann mein optionaler USB-Akku (5 V) nicht mehr, den ich fuer laengere Nachtfahrten einsetzen will.

Ich braeuchte dann keine step-down Spannungs-Schaltregler mehr, sondern (nur noch einen) step-up Spannungs-Schaltregler (5 V -> 7 V).

Gefunden habe ich

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Einen aehnliche Schaltung hab ich an einem anderen Fahrrad seit einigen Jahren im Einsatz, allerdings ohne den zweiten optionalen USB-Akku:

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Waere das der bessere Schaltungsentwurf?

(*) Der Dynamo ist naeherungsweise eine Konstantstromquelle mit 550 mA bzw 900 mA mit Serien-Kondensator K1

Einmal Stadtfahrt, wo man auf Gegenverkehr usw. andere Rücksicht nimmt, und dann Fernlicht, wenn man aufm Waldweg über die Wurzelpiste fährt -- wie beim Auto auch.

Thomas Prufer

"Mitte Lichtkegel in 10 Meter vorm Fahrrad" ist ISTR die Vorgabe. Das ist für einen Waldweg in der Dämmerung arg knapp...

Thomas Prufer

Habs gefunden:

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IBTD: Ich hatte mal einen Seitenläufer mit Kommutator, der pulsierende Gleichspannung lieferte. Seitdem habe ich aber nur noch welche mit Wechselspannung gesehen. Ist auch bei einem Seitenläufer wesentlich einfacher im Aufbau.

Thomas Prufer schrieb:

Wo steht das denn? Und was hat das internationale Steuerrecht damit zu tun? In § 67 III 2 StVZO heißt es in der heutigen Fassung dazu lediglich: "Der Scheinwerfer muss so eingestellt sein, dass er andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet.

MfG Rupert

ISTR = I seem to recall, eine gängige Abkürzung im usenet.

Laut

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"Fahrradscheinwerfer richtig einstellen - bumm.de":

Rechtsgrundlage StVZO § 67, Absatz 3 „Fahrräder müssen mit einem nach vorn wirkenden Scheinwerfer für weißes Licht ausgerüstet sein. Der Lichtkegel muss mindestens so geneigt sein, dass seine Mitte in 5 Meter Entfernung vor dem Scheinwerfer nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer. Der Scheinwerfer muss am Fahrrad so angebracht sein, dass er sich nicht unbeabsichtigt ver- stellen kann. Fahrräder müssen mit mindestens einem nach vorn wirkenden weißen Rückstrahler ausgerüstet sein.“

Bumm mag sich da auf eine ältere Fassung berufen, das hab ich nicht überprüft.

Thomas Prufer

6*NiMH hat gegen Ende <6V, das reicht nicht für 2 LEDs in Reihe.

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hat ein Datenblatt, das meint Vf,max = 4V, das reicht nichtmal bei vollem Akku. Selbst, wenn Du Exemplare mit Vf,min = 3.0V erwischst, wird es bei leerem Akku eng.

Selbst, wenn Du die nur mit 600mA betreiben willst, liegen die typisch bei

3.5V (S. 19 im Datenblatt).

Das heisst für mich: ein step-down-wandler pro LED (oder Parallelschaltung, aber nur bei LEDs, die gleiche Parameter und gleiche Betriebstemperatur haben). Wird bei 4* NiMH unter worst-case-Bedingungen auch noch eng.

Oder step-up und 2 LEDs in Reihe, dann aber nur mit 4* NiMH, mit 6* ist Spannung bei vollem Akku und Vf=3.0V bereits zu hoch. 4*1.5V wird auch bereits grenzwertig ...

Alternativ ein LED-Treiber, der step-up *und* step-down kann, und dessen Eingangsspannungsbereich ausreicht. Ich mag den LTC3454, und habe den in einer 4*NiMH-Anwendung im Einsatz, aber der verträgt nur 5.5V am Eingang, das reicht nicht, wenn der Akku in der Schaltung geladen werden soll.

cu Michael

Hmm, hab ich in gut 25 Jahren Usenet nie gesehen...

Ja, das ist die bis 2017 geltende Regelung. Seither hat sich einiges getan. Aber keine Sorge, das steht auch in einer Reihe weiterer Seiten falsch drin. Es ist halt immer sicherer, wenn man sich an die Primärquelle hält. Dort stehen ja seit etlichen Jahren auch einige weitere durchaus interessante Dinge, gerade was die Beleuchtung von Fahrrädern betrifft. Auch Ullis aufwändige Beleuchtungstechnik ist ja insoweit jetzt legal

MfG Rupert

Rupert Haselbeck kasperte:

Brille kaufen. Seit Mai fünf weitere Funde der Abkürzung in dieser Gruppe, Hasi.

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