Drive-Level bei Quarzen

Oct 10, 2006 6 Replies

Hi Leute, ich habe hier einen ST7 und einen Quarz, der nur 100µW Drive-Level verträgt. In einem anderen ST7-Datenblatt[1] habe ich gelesen, dass dieser den Quarz mit 1mW treibt, was hier natürlich deutlich zu viel ist. Reduzieren kann man diese Leistung durch einen Serienwiderstand



200-400Ohm. Das wars, mehr steht nicht drin. Gibts ne Möglichkeit, das ganze zu berechnen bzw. wie misst man hier die Leistung?

Michael



[1]
formatting link

Michael Rübig schrieb:

Ist doch ganz einfach. Der Quarz arbeitet sehr nahe an seiner niederohmigen Resonanz (aka Serienresonanz), hat also nahezu nur seinen Wirkwiderstand, und der liegt bei den gängigen AT-Quarzen um die 50R. Kannst du alles im 'Quarzkochbuch' nachlesen.

Gruß Dieter

Einen empfindlichen "Edel"-Quarz wird man nicht für Controller verwenden, weil dessen Oszillator eh nicht für sehr genaue Frequenz gedacht ist. Ein Mikroprozessor-Quarz ist robust und dürfte mit drive-level wenig Probleme haben, ich hab noch keinen gesehen der durch normalen Betrieb erledigt worden wäre.

Wenn man den Serienwiderstand am Ausgang des Gates deutlich erhöht hat man Problem mit Phasendrehung und später in Serie Probleme mit Controller weil der dann oft die Verstärkung nichtmehr bringt.

Typisch macht man Test, indem man provisorisch in Serie zum Quarz dessen maximalen Serienwiderstand nochmal als Widerstand reinlötet und sich anschaut ob er noch tut. Mit Kältespray und Heißluft. Bei minimaler & maximaler Versorgungsspannung. Auch Änderung des Anlaufverhaltens nach powerup mit Oszilloskop beobachted kann interessant sein.

MfG JRD

Rafael Deliano schrieb:

[...]

mag sein, aber ich habe schon viele billige "uC-Quarze" gesehen, die mit 100uW _spezifiziert_ sind - obwohl das mit der nominalen Lastkapazität und 3,3V..5V Versorgungsspannung in der üblichen Pierce-Schaltung gar nicht machbar ist.

Auf Nachfrage meint der Hersteller dann vielleicht "ja, das geht auch mit 1mW".

Allerdings muß man auch berücksichtigen, daß die Quarze innendrin immer kleiner werden, und das Milliwatt durch ziemlich winzige Metallisierungsflächen getrieben wird. Es kann also durchaus "billige uC-Quarze" geben, die bei 1mW nicht mehr so zuverlässig (langlebig) sind.

das kommt darauf an, ob das Problem am Strom oder an der Spannung liegt. Ich hatte mal einen PIC, der den Strom nicht brachte, wohl aber die Spannung.

üblicherweise eher viel mehr.

Ack. Ist aber viel Arbeit, man braucht einen Hochimpedanztastkopf.

Die ersten beiden Einträge bei

formatting link
(alt, sollten aber noch stimmen) könnten dem OP vielleicht helfen.

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

Beim Quarzen in metallischem Gehäuse kann man oft genug schon am ungeerdeten Gehäuse genug für die Messungen abgreifen.

"Ralph A. Schmid, DK5RAS" schrieb:

das reicht nicht, um die Schaltungsreserven zu bestimmen.

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

Aber es reicht vollauf, um Anschwingverhalten usw. zu prüfen...

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required