DD2712SA_5V vs LM7805

Jun 23, 2024 Last reply: 2 years ago 56 Replies

Am 28.06.2024 Fr. um 08:41 schrieb Andreas Bockelmann:

Wo habe ich *nicht* geschrieben das ich den angegebenen Schaltregler mit einem simplen 7805 ersetzen möchte? Das ist meine "wirkliche Anforderung" und was sollte ich noch ergänzen? Was fehlt um diese Thematik zu erläutern?

Jürgen

Am 27.06.2024 um 17:17 schrieb Jürgen Jänicke:

In dem Fall fließen dann durch den 7805 eben 0,6 A, und die Differenz zwischen Eingangsspannung (12 V) und Ausgangsspannung (5 V) multipliziert mit dem Strom ergibt dann eben die Heizleistung (hier 4,2 W). Die mußt Du mit einem entsprechend dimensionierten Kühlkörper abführen, damit der 7805 nicht überhitzt. Mit dem Schaltregler ersparst Du Dir das.

Holger

Versuch macht kluch!

Wenn der Akku deutlich mehr an Strom zieht, als das Pannel hergibt, dann ist der größte Längsverlust im Innenwiderstand des Pannels selber.

Dann ist eben die Leistung, die das Pannel abgibt eben auch geringer und dein Akku lädt länger. Das Pannel kann immerhin sehr hohe Ts ab. Das PV wird also ein wenig wärmer.

Das kann dir aber auch mit einem normalen Takter passieren, dass das Pannel einknickt.

Ladezeit doppelt so lang. Das kann störend sein, falls der Wirkungsgrad dir egal ist, dann mach es halt so.

Da man eigentlich immer zu wenig PV Leistung gefühlt hat, ist ein jeder "power vorgang" aus einem Pannel heraus für mich mit einem takter zu versehen.

Davon mal abgesehen brutzelt ja auch noch die Sonnenwärme von oben dazu. Mach da gerade selber PV Experimente und man weiß eigentlich in einer heißen Umgebung gar nicht wohin mit der Verlustwärme? ;-)

Auch hinter dem Pannel wirds übrigen warm, zwar nicht ganz so heiß, aber kühl ist anders......

Bei dem Murks Inverter, den ich habe, bilde ich mir ein, dass der obwohl in der Garage betrieben auch an sein thermisches Limit läuft. Der Wirkungsgrad kann nicht der dollste sein, da bin ich schon am überlegen, ob ich da noch einen Lüfter bei Vollast laufen lassen sollte...

Insbesondere bei hohen Ts gehen die Rs der Junction auch noch schön mit rauf.

Es ist zum Glück nur eine Blechgarage, Experimente mit Solar ist wie mit dem Brennglas auf den Punkt halten.... ist jedenfalls auch brandgefährlich. Habe doch extra meinem alten THS710 einen neuen Akkustab kürzlich gebastelt, um mit Zange die Ströme komfortabel auf dem Dach messen zu können.

Am 28.06.2024 Fr. um 14:34 schrieb Joerg Niggemeyer:

Nun, der Akku kann nicht mehr Stronm ziehen als das Panel hergibt. Aber ok, alles richtig in deinen weiteren Ausführungen. Bei mir hängt da aber ein 18650 Akku dran welcher fast nicht belastet wird. Möglicherweise gar Wochen ohne Aufgabe einfach nur da ist. Und wenn dann mal im Einsatz, dann wird kaum 25% seiner Ladung gebraucht. Und es hat dann (rein theoretisch) wieder Wochen Zeit zum Nachladen. Und da mache ich mir über Wirkungsgrade keine Gedanken.

Jürgen

Das Beispiel war *1A* Out.

Korrekt. Wenn Du 0.5A am Ausgang brauchst, passt das so - bis auf das "einiges mehr", gescheite Schaltregler dimensioniert man so, daß der Ripple auf der Eingangsseite gering ist. Notfalls hilft hier ein zusätzlicher Kondensator.

Andererseits muß Dein 7805 0.5A * 5V = 2.5W verheizen, ohne zu überhitzen.

Ich sehe gerade in Kombination mit einer Solarzelle kein Szenario, wo der Linearregler Vorteile hätte - es sei denn, Du willst nur im Sommer unter optimalen Bedingungen laden, und bei etwas weniger Sonne ist es Dir egal, die Hälfte der erntbaren Energie unnütz wegzuwerfen.

cu Michael

Leo Baumann schrieb:

Wie gesagt, LM317ff. Wenn das nicht reicht, LT3045.

Am 29.06.2024 um 23:09 schrieb Rolf Bombach:

Ah ja - ok ...

Ich kenne mindestens eine zu Zehntausenden gebaute kommerzielle Schaltung, in der die thermische / strombegrenzende Sicherung des 7805 (oder war es ein 7812?) sogar funktional genutzt wurde. Die Last war größer als 1A, und man hatte schlicht zwei 78xx parallel geschalten. Da die Beiden niemals exakt die gleiche Ausgangsspannung liefern ballert also der, der die minimal größere Ausgangsspannung liefert, bis er nicht mehr kann und in die Begrenzung geht. Dann übernimmt Der mit der minimal kleineren Spannung den Rest. (Nein, es gab keinen linearisierenden kleinen Reihenwiderstand.) Größere Probleme mit der Schaltung sind mir nicht bekannt, ich arbeitete im Service und das wäre mir aufgefallen. Etwas wild fand ich das aber damals schon.

Tschau, Jörg

Ein 78S05 war zu teuer?

Gerrit

Er war schlicht nicht verfügbar. Der 7805 war IIRC aus tschechischer Produktion, das Gerät war eine DDR-Entwicklung.

Tschau, Jörg

Möglicherweise hatten *diese* 7805 ja eine funktionierende Begrenzung - je nach Hersteller mag es da Unterschiede geben, bei einem Ersatztyp muss man dann halt aufpassen.

cu Michael

Am 08.07.2024 um 11:58 schrieb Michael Schwingen:

In meinem früheren Leben hatte ich mal eine ganze Reihe Linerarregler verschiedener Hersteller einer (hmm nunja) Fremdmusteranalyse unterzogen. Fazit, der Großteile hatte (entgegen der Angaben im Datenblatt) keine funktionierenden Sicherheitseinrichtungen - viele sind einfach abgeraucht. Dafür waren die Unterschiede im Si-Flächenverbrauch und der Komplexität der Prozesse recht eindrucksvoll.

Hier ging es ja wohl um eine reine Strombegrenzung bei einem Ampere. Die scheint recht gut gelöst zu sein. Ich hab' die damals ungekühlt massiv in die thermische Überlast getrieben, mir ging es (mit Spannungsteiler) um die Ladebegrenzung eines Bleiakku. (Zuerst Strombegrenzug der Quelle, dann Übergangsbereich, und zum Schluß Spannungsgrenze des Reglers. so war es zumindest gedacht.) Der LM317 hält das aus. Vom 78er ist mir mehr als einer in verschiedenen Anwendungen verreckt, nicht alle so schnell.

Das Wort triggert mich. Wo und wann bist Du gewesen? ;-) Gern per Mail, wenns Dir zu privat ist.

Tschau, Jörg (HFO, 1987-90)

Kann schon sein. Andererseits kann ich quasi zu 100% ausschließen dass die Innenschaltung auch nur minimal eine Andere als im Original war. Ich weiß ziemlich genau wie die allermeisten IC im Ostblock entwickelt wurden.

Tschau, Jörg

Ist ja nicht geheim: Bis Ende der 90er Siemens HL / Infineon, ab 2007 dann ein kurzes Gastspiel bei NXP.

3-Bein-Regler 78SXX:

---------------------------------------------------------------------- Each type embeds internal current limiting, thermal shut-down and safe area protection, making it essentially indestructible.

----------------------------------------------------------------------

Ich habe beginnend ab etwa 1973 bis in die 1980er hinein sinngemäße Texte wie vorstehend gelesen und solche Funktionen auch konkret festgestellt. Insofern wundere ich mich, was ich hier in diesem Thread so alles lese. Damals gab es praktisch keine Fake-ICs.

Mit TDE1747 hatte ich in einer Firma einen Approximity-Switch entwickelt und getestet. Deshalb kann ich versichern, daß die angegebenen Overload-Mechanismen vorhanden waren.

Ah, OK, Ich wunderte mich schon weil der 78S05 ja schon ewig auf dem Markt ist. Man hätte natürlich auch einen 7805 plus PNP-Leistungstransistor nehmen können, hab ich auch schon gesehen.

Gerrit

Welcher wäre "das Original"? National?

Ich finde auf die Schnelle ein National-Datenblatt für LM78xx von 2000, welches behauptet, daß der "Internal Thermal Overload, Short-Circuit and SOA Protection" hätte

Auch, wenn man normalerweise davon ausgehen würde, daß die 7805 der diversen hersteller austauschbar sein sollten, würde es mich nicht wundern, wenn es in diesen Punkten Unterschiede gäbe.

cu Michael

Das Original ist meiner Meinung nach von SGS-Ates (Erfinder), Italien, in den 1970ern.

TO3-Transistoren von SGS-Ates:

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