DCF77 Uhr defekt?

Nov 15, 2007 38 Replies

Hallo,



was kann eigentlich an einem Funkwecker überhaupt realistischerweise kaputtgehen?



Meiner hier will nach einem Batteriewechsel einfach gar nichts mehr empfangen (zeigt nach dem Einschalten eine halbe Minute lang Empfangslevel Null an und gibt dann auf) - letzte Woche (vor dem Wechsel) lief er noch einwandfrei. Soweit ich mir erinnere ist er zwischendurch auch nie runtergefallen o.ä.



Innen drin gibt es eigentlich keine Teile, die irgendwie mechanisch anfällig sind (Antenne und Verdrahtung sehen okay aus, der Rest ist ein vergossener Chip), es sei denn (bei Fernbedienungen hatte ich das schon) der "77503"-Quarz. Lohnt der Versuch, den mal auf Verdacht auszutauschen?



Guido


Loetstellen brechen gerne mal. Schau mal nach ob bei Batterie und Antenne in dieser Richtung noch alles OK ist.

Gerrit

Kannst Du den nicht aus einer anderen Funkuhr ausleihen?

Auch wenn das jetzt banal klingt: Miss mal, ob die Batteriespannung in erwarteter Hoehe auf der Leiterplatte ankommt. Manchmal lockern sich z.B. Loetstellen von Batteriehaeltern. Besonders, wenn die Loetstelle die mechanische Spannung aushalten muss. Am besten messen, wenn die Uhr gerade den Sender sucht, dann wir am meisten Strom gezogen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ein Quarz ist selten defekt ohne starke mechanische Belastung.

Hab ich schon bei mehreren solchen Funkweckern gesehen, dass die nach schnellem Wechsel der Batterie nur "teilweise" abgestürzt sind, auch mehrmals und nur irgendwie in einem seltsamen Zustand hängen, v.a. wenn man dann heftig und noch schneller tauscht. 5 Minuten leer stehen lassen und dann die Batterie ohne Zittern mit einer Bewegung rein?

"Guido Mocken" schrieb im Newsbeitrag news:1i7my1l.1dyu6queipsvfN% snipped-for-privacy@uni-freiburg.de...

Das Problem habe ich hier auch nach einem Batteriewechsel, daß das Empfangssignal nicht immer ausreicht und offensichtlich gestört wird, Schaltnetzteil, etc. Versuch es einmal an einem anderen Standort. Was ich aber auch schon hatte waren allerdings oxidierte Kontakte, die nach einem Wechsel Ärger machten.

Gruß,

Ralf

"robert" schrieb im Newsbeitrag news:fhi8a5$s9p$ snipped-for-privacy@news.albasani.net... ..

Hi, ja, solche Effekte sind häufig. Mein ältester Funkwecker (Funkuhr DBP 288 GH) hatte letzte Woche einen Systemcrash, zeigte sämtliche Anzeigeflächen zugleich. Die Batterien liefen gerade aus....offenbar hatte die Firmware versucht, ein Panikpiepsen loszumachen, und dabei ihre Stromquelle überlastet, anschließend kam die Batterie "ein letztes Mal" langsam hoch genug für die Anzeige, aber der Chip blieb in irgendeiner Schleife hängen und verweigerte Empfang. Mit frischen Batterien gings dann wieder. Wenn Deine "frischen" das nicht sind, oder ein Kontakt wackelt....bei manchen kann man auch per undokumentierter Dauerlichttaste einen "Reset" machen, der billige am Bett hat diese Funktion, so 30sek Dauerlicht, und er fängt von Vorne an.

mfg, gUnther

(Guido Mocken) 15.11.07 in /de/sci/electronics:

Setz doch mal ne alte Batterie ein. Ich hatte mal so ein Mistteil, das mit einer neuen Batt nicht lief! Der Lieferrant hat es klaglos umgetauscht.

Nein! Es könnte höchstens ne Kaltelötstelle haben. Also mal mit der Lupe ansehen.

Rainer

"Guido Mocken" schrieb im Newsbeitrag

Vermutlich hatte er auch vorher schon Empfangsprobleme und lief die meiste Zeit mit den internen Quarz. Ab und zu hat er dann mal ein DCF-Telegramm empfangen. Von all dem hat Du nichts gemerkt. Wahrscheinlich gibt es eine Störquelle oder generell schlechte DCF-Bedingungen, so das er es vielleicht eines Nachts wieder mal schafft.

Matthias

Oder der Fernseher war gerade eingeschaltet und der Zeilentrafo hat das alles plattgemacht. Bei uns geht Funksynchronisation (WWVB) eh immer nur nachts. Hier im Buero gibt es exakt eine Stelle, wo das ueberhaupt funzt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

On Thu, 15 Nov 2007 21:06:09 +0100, "Ralf Ballis" wrote in de.sci.electronics:

Das Empfangssignal ist gleich stark, das kann nichts dafür. Aber: Oxidierte Kontaktflächen an Batterien (oder befettfingerte, verölt, was immer...) und ihre Gegenstücke in der Batterie selbst, Isopropylalkohol, oder, wenn nicht vorhanden, etwas Feuerzeugbenzin, auf ein Stück Küchenpapier geträufelt, damit die Kontakte abrubbeln, die mechanische Federspannung könnte gelitten haben (vorsichtig hinbiegen!), oder das einfachste: Batterie leer?

Manche Funkwecker und -Uhren vertragen aber auch die finale Unterspannung der Altbatterie und das Durcheinander beim Batteriewechsel nicht und verblöden dann zeitweise. Da hilft nur: Batterie ganz raus (mindestens eine Viertelstunde, wenn nicht noch mehr), in der Zeit mal die Kontakte blank machen (s.o.), und erst dann die Batterie wieder einsetzen. An einen Ort stellen, wo ein DCF77-Empfang möglich ist, und abwarten.

Gruß, U.

Huh? Das waere ja ein Armutszeugnis. Gibt's eigentlich bei Euch das Burggrabentunken auch fuer Ingenieure?

Erst abwarten, bis ein schwarzer Kater von links nach rechts ueber die Strasse geht ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

"Ulrich G. Kliegis" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Bei dem vielen Elektronikschrott und seinem produzierenden HF Müll, würde ich da nicht drauf wetten.

Gruß,

Ralf

Guido Mocken schrieb:

Hallo Guido,

spar dir die ganze Zeit und Arbeit und kauf dir einen neuen. Bei den Preisen heut zu Tage lohnt der Aufwand nicht.

Mit freundlichem Glück Auf aus dem Saarland Tom

Die Batteriekontakte neigen oft zur Korrosion (erkennbar an grünlicher Patina). Dadurch kommt an der Elektronik nicht mehr die volle Spannung an.

Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de HTML mails will be forwarded to /dev/null.

Ulrich G. Kliegis schrieb:

Hallo,

nein, so einfach ist das nicht. Der Sender DCF77 sendet (wenn er in Betrieb ist) zwar mit der gleichen Leistung wie sonst, aber wenn in der Nähe ein Fernseher in Betrieb ist stört die fübfte Oberwelle der Zeilenfrequenz den Empfang weil diese sehr nahe bei den 77,5 kHz liegt.

Bye

Am Thu, 15 Nov 2007 20:56:52 +0100 schrieb robert:

kenn ich auch von meinem Billigteil: beim BAtterielwechsel muss man einige Zeit warten, sonst "springt er mit nicht an". Abhilfe schafft auch das Kurzschließen eines Elkos, der parallel zur Batterie liegt (nach rausnehmen der Batterie natürlich).

Alles längst probiert - die Uhr macht beim Einlegen einen sauberen Reset, daran liegt es nicht.

Guido

Werd' ich *nochmal* machen, aber bisher ist mir da nichts aufgefallen.

Guido

Brauche ich eigentlich nicht: Der Wecker hat eine Batterieanzeige, zwar undokumentiert, aber über Jahre beobachtet:

Wenn die Batterie zu schwach wird, meldet er das durch Abschalten der Sekundenanzeige.

Wenn man dann die Batterie wechselt, gibt's erstmal einen Reset (alle Segmente und Pieper an) und dann zeigt er für ein paar Sekunden einen Zahlenwert (ca. 500-1400) an der proportional der Batteriespannung zu sein scheint (2 x 1.5V), auch wenn mir seine genaue Bedeutung unklar ist.

Da sich diese Anzeige im oberen Bereich bewegt und die Batterien neu sind, ist da wohl alles in Ordnung. Kann aber gerne nochmal zusätzlich nachmessen...

Guido

Definitiv nicht. Das zeigt er an, wenn er auf Quarz läuft. Ich habe ihn letzte Woche (als die "Low Batt"-Anzeige ausgelöst wurde, siehe andereres Posting) nochmal resetted (alte Batterie raus/rein), da lief er noch.

Außerdem hat er eine Empfangsstärkeanzeige "Level 0...5", damit habe ich sonst meistens Maximum (je nach Position im Raum leicht schwankend) gehabt, jetzt nur noch null.

Ich habe ihn jetzt sogar mit auf einen hohen Berg genommen, und da ist immer noch null Empfangslevel. Da ist irgendwas im Empfangsteil hinüber

- nur was?

Guido

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