Altes Netzteil an Router

Oct 20, 2009 63 Replies

Würde ich schon aus ökologischen Gesichtspunkten von abraten. Zudem gibt es das Netzteil alleine billiger:

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Sieht so aus, als wäre das was hochwertigeres. Echtes "No-Name" sollte man nämlich meiden. Ich habe selbst erst vor kurzem den Fall gehabt, dass ein 2A-Netzteil Marke "No-Name" den Geist aufgegeben hat. Wenn das Netzteil nach den gängigen Sicherheitsrichtlinien gebaut wurde, bedeutet das aber normalerweise nur ein unspektakuläres Durchbrennen der Primärsicherung im Netzteil.

BTW: Der neue Pollin-Webshop ist an einigen Stellen auch eher Verschlimmbesserung. Obiger Link geht z.B. nur beim zweiten Mal, da Pollin erstmal sein Cookie setzen will. Besonders "übersichtlich" dagegen ist die Auflistung der "Festspannungsnetzteile". Dort steht bei einem der Artikel in der Kurzbeschreibung:

"Eingang 230 V~ über 400 mm langes Anschlusskabel"

Wenn ich das hätte wissen wollen, dann hätte ich unter "Netzkabel" gesucht und nicht unter "Festspannungsnetzteil". Leider ist das bei recht vielen Netzteilen so. Man muss also jedes erst anklicken, um die wirklich relevanten Daten zu lesen...

CU

Manuel

Der Mensch erfand Maschinen, um sich damit die Arbeit zu erleichtern. Nur leider hat er vergessen, rechtzeitig damit aufzuhören... Beiträge mit *X-No-Html Header* kann ich weder lesen, noch beantworten!

Rolf Dohmen :

Sicher ist das allerdings nicht, da da ev. nur die Leerlauf-Stromaufnahme misst. Wenn Du da schon bei 300mA liegst, wird es möglicherweise knapp. Wie warm wird denn das Netzteil?

M.

Also schrieb Tanja Kalies:

Jo, ist halt so... die Netzwerkchips und die CPU da drin wollen gefüttert werden. Da kann man pro Chip so grob ca. 2-3W veranschlagen. Meistens sind es zwei Netzwerkchips und eine CPU (plus etwas RAM, Flash und Logik drumherum), also landet man geschätzt im Bereich zwischen 5 und 10 Watt. Geteilt durch 5 Volt, macht zwischen 1 und 2 Ampere. Ganz einfach.

Ein PC braucht schließlich auch mehr Strom als so ein Router, und ein Toaster wieder mehr als ein PC...

Ansgar

*** Musik! ***

Also schrieb Uwe Borchert:

NACK. Die Hohlbuchsen gibt es in allen Geschmacksrichtungen, Innen- und Außendurchmessern, mit Gleich- und Wechselspannung, mit beiden Polaritäten bei Gleichspannung, ... sicher ist nur, dass man sich da auf nix wirklich verlassen kann. Das macht jeder Hersteller, wie er will, und teilweise sogar von Modell zu Modell verschieden. Ist mir so von den Netgear 100MBit- vs. GBit-Switches in Erinnerung...

Ansgar

*** Musik! ***

Wieso ist das Leerlauf? Der Router ist doch dann an, oder?

Das ist es ja: Es ist nach 24h immer noch kalt, und alles klappt.

Ist es eigentlich zwangsläufig so, dass ein Netzteil erst durchbrennt, wenn vorher fühlbare Wärme emittiert wurde? Ich meine, bei einer "thermischen" Sicherung müsste es ja so sein..

Grüße, Tanja

Hallo,

mal sehen, rechne ich das richtig? Bei 5V liefert es 0,35A also max. 1,75 Watt. Nun ist das Netzteil nach

24h immer noch kalt. Muss eine Überlastung sich zwangsläufig als Wärme äußern?

Wenn ja, dann scheint das Ding ja nicht mehr als 1,75 Watt zu brauchen :)

Tanja

Hallo Tanja,

Lass Dich nicht Irre machen. Abbrennen wird da gar nichts und vor Überspannung im Fehlerfall hätte ich auch wenig Angst. Gleich am Anfangder Schaltung des DSL-Routers kommt in der Regel zuerst einmal ein Netzteil, das die internen Spannungen aufbereitet. Mit 5 V arbeitet da drin sehr wahrscheinlich gar nichts mehr. Wenn also aus Deinem Netzteil ein bischen mehr rauskommt, dann wird das nachgelagerte Netzteil das schon ausgleichen. Wenn ich mir so manches Gerät anschaue und die Ingenieurskunst dazu beurteile, dann wundere ich mich über gar nichts mehr. Nur aus der Tatsache heraus, dass ein Hersteller da ein Netzteil spezifiziert bedeutet gar nichts. Ich hatte z.B. mit einem Evaluationskit für Bluetoothmodule zu tun, das mit einem 12 V 1A Schaltnetzteil geliefert wurde, nur um dann auf dem Evaluationsboard ein Buck-Converter zu speisen, der daraus 3V3 bei lausigen

500 mA macht, um das explizit stromsparende Bluetoothmodul und einen MAX3232 zu speisen, zusammen laut Datenblättern also deutlich unter 100 mA. Auf die Frage, was sich der Ingenieur dabei gedacht hatte, antwortete dieser nur, dass das Gerät eben kurzfristig fertig werden musste... Bei dem Schaltregler hatte er wohl für ein anderes Projekt geübt oder so und das Netzteil lag wohl eben so gerade auf dem Labortisch, also nimmt man eben das ;-) Auf dieFrage, ob das jetzt eine Werbung für die Kompetenz dieses Unternehmens sein sollte zuckte dieser wiederum mit den Achseln. Ja doch, die Firma lebt vorwiegend von Kundenentwicklungen...

Fazit: Miss mal mit Deinem Multimeter, was an Strom so rein geht, Fordere den DSL-Router dabei mit dem, was Du maximal aus ihm rausholst und Du weisst, was das Teil wirklich zieht. BTW: Schreib mal, was Du gemessen hast und welches Gerät das ist. Das interessiert sicher nicht nur mich. Wenn es mehr als 300 mA werden, dann würde ich schon auch empfehlen, ein stärkeres Netzteil bei Pollin oder einem Verkäufer Deines Vertrauens zu kaufen. Die kosten wirklich nicht die Welt.

Marte

Super Tip, werde ich heute abend machen!

Was genau heisst eigentlich "zieht" bei physikalischer Betrachtung? Die Spannung ist fix, also haben unterschiedliche Geräte einen unterschiedlichen Widerstand, der nach ohmschen Gesetz zu einem jeweils anderen fließenden Strom führt?

Oder zieht da ein Chip sprichwörtlich mehr Elektronen aus der Leitung :)

Tanja

Tanja Kalies :

Naja, wenn er nur vor sich hinnuddelt und nix zu tun hat, braucht er weniger Strom, als wenn er viele Pakete schieben und rechnen muss. Mach mal bei deiner Messung einen grösseren Download über Ethernet und gleichzeitig über WLAN. Da wirst Du schon Unterschiede sehen.

Das ist ja schon mal gut.

Sehr grosse Hitze führt zu schneller Alterung (z.B. Kondensatoren trocken regelrecht aus) und das Gerät bekommt Überspannung und wird heiss und brennt u.U. ab.

M.

Hallo,

Tanja Kalies schrieb:

Das ist ein Indiz für meine bereits geäusserte Vermutung, dass die Hersteller Standard-Netzteile mit 10 W ausliefern, unabhängig davon ob die Geräte das auch nur annähernd brauchen oder nicht. Einfach nur einen Typ auf Lager der es für alle packt und sich die weitere Logistik einfach sparen bringt da wohl finanzielle Vorteile?

In Deinem Fall wäre der Betrieb über ein fettes Netzteil mit einem Strommessgerät in der Zuleitung aufschlussreich. Ich war für solche Aktionen aber immer zu faul. Aber durch die übliche Verwendung von genormten Buchsen kann man sich schnell einen Adapter bauen mit dem man das Messgerät einfach einschleift. Kostet aber sicher mehr als ein (Stecker-) Schaltnetzteil und lohnt nur wenn man sich etwas näher mit dem Thema auseinandersetzen will.

MfG

Uwe Borchert

Am Wed, 21 Oct 2009 10:04:50 +0200 schrieb Marte Schwarz:

Er ging sorgfältig mit einer sehr wertvollen Ressource um - der Zeit.

Millionen von den Evaluationskits werden ja wohl nicht gefertigt worden sein.

Lutz

Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Gehäuse mit 12 Ports für Sensoren

Ja. Verbraucht man eigentlich mehr Strom im Haushalt, wenn Netzteile überdimensioniert sind? Ich meine, zieht das Netzteil etwas mehr, weil es bautechnisch mit höheren möglichen Lasten rechnet?

Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte das Aufschrauben der Lüsterklemme an einer Leitung und Zwischenhängen des Multimeters ja reichen, oder? Kostet mich also außer ein paar Minuten nix. Oder sprichst Du von einer anderen Form der Messung?

lg Tanja

Äh, da kommt also nochmal ein Netzteil im Kasten des Routers? Warum denn zwei? Und warum muss da so ein fettes Netzteil rumliegen, wenn man es auch intern verbauen kann? Oder gibt es elektrotechnische Gründe, das Netzteil (220V) außerhalb des Kastens zu platzieren (Induktion, Strahlung, elektrmg. Feld)?

Jupp, werde es hier in ein paar Tagen posten.

lg Tanja

Moin!

"Tanja Kalies" wrote

Kein Netzteil in dem Sinne. Nur SPannungswandler/-regler auf z.B.

3,3 V und 1,8 V. Die 5 V braucht man nur noch für USB.

Andere Länder, andere Sitten und Spannungen, Frequenzen und Stecker.

alsdenn, Jens

Ja; da dann auch verschiedene Betriebszustände beobachten, während des HOchfahrens des routers, und bei massivem Datenverkehr.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/
*Stefan Engler* wrote on Tue, 09-10-20 20:19:

Direkt am Rechner verwendet kann man ihn auch aus der ohnehin nie ausgelasteten 5V-Schiene versorgen.

Hallo,

Tanja Kalies schrieb:

Ja. Ist leider so ... Bei den konventionellen NT mit Trafo ist das besonders schlecht, rechne mal mit eine Viertel bis einem Drittel der Spitzenlast als Grundlastheizwärme. Schaltnetzteile sind da um einiges besser.

Ja, das ist die Art der Messung die ich gemeint habe. Allerdings hätte ich bei mir einen Adapter gebastelt, da ich aufgeschnittene Kabel hasse und die Gelegenheit für weitere Messungen nutzen würde/wollte/möchte.

MfG

Uwe Borchert

Also schrieb Tanja Kalies:

Jo. Aber auf jeden Fall auf "Ampere"-Buchse einstecken und Ampere-Messbereich einstellen, wenn es "längs" in die eine Leitung zwischen den zwei aufgetrennten Enden reinkommt.

(Im Gegensatz dazu: Bei Spannungsmessung ("quer" zwischen Hin- und Rückleiter) auf "Volt" einstecken, und einen passenden Spannungs-Messbereich wählen. Aber da sollten eh 5V rauskommen, und das ist momentan zumindest nicht interessant. Kann man höchstens kontrollweise mal machen.)

Passt schon.

Ansgar

*** Musik! ***

Hallo,

Tanja Kalies schrieb:

Nein! Da hat sich Marte falsch ausgedrückt. Es handelt sich um eine Stabilisierungs- und Filterschaltung. Also die hintere Hälfte eines kompletten (Trafo-) Netzteils. Die vordere Hälfte, der Trafo fehlt da.

Größe, Preis ... Aber aus Sicherheit wird die Stromversorgung noch mal nachbearbeitet. Also stabilisiert und gefiltert. Das ist die erwähnte Stufe. Das ist billig, nur ein IC und paar Kondensatoren. Diese Massnahmen kosten fast nix und erhöhen die Betriebssicherheit. Und der Hersteller kann beim Zukauf der Netzteile auch mal etwas preiswerter Qualität ordern. :-)

MfG

Uwe Borchert

Also schrieb Tanja Kalies:

So in etwa.

Nur dass das ganze halt auch noch stark dynamisch ist. Da drin finden etliche Millionen Schaltvorgänge pro Sekunde statt, dabei werden Widerstände ein- und ausgeschaltet und Kapazitäten umgeladen, was vereinfacht gesagt eben einen ständig wechselnden Widerstand bedeutet. Du kannst ja ganze Teile des Routers auch deaktivieren (WLAN, z.B.) - der Teil wird dann einfach softwaremäßig durch einen Schalttransistor in der Zuleitung abgetrennt und braucht dann gar keinen Strom mehr. Entsprechend schwankt der Strombedarf in dem Maß, wie der Router etwas zu tun bekommt - jedes Paket, das durch die Leitung geht, führt zu weiteren Schaltvorgängen (Pufferung, Adressumrechnungen, Weiterschicken) und damit zu mehr Stromfluß.

Ansgar

*** Musik! ***

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