Xenon Kurtzbogen Lampe

Feb 05, 2005 11 Replies

Hallo zusammen,



Ich hab mir eine XBO 1,6kW Lampe organisiert. Nun möchte ich diese in Betrieb nehmen. Diese Lampen haben jedoch Ihre Eigenheiten, z.B. vertragen sich die Spannungen die benötigt werden nicht wirklich.



Angeben des Herstellers:



Zündspannung 35kV Brennspannung 23V bei 50-70A



Als Netzteil habe ich zwei 12V 1,2kW SMPS's in serie und die Stromgrenze auf 65A eingestellt. zusätzlich braucht die Lampe eine boost Spannung von 60V kalt und für "hot re ignition" 75V die ich über Dioden auf die 24V drauf gestäckt hab. Das ganze wird in serie Zündung gezündet.



Nun mein Problem: Es zündet zwar ein niederohmiger Lichtbogen, jedoch reist dieser nach ca. 1s (subjektiv) wieder ab. Als Boost Zwischenkreis für die 60V hab ich momentan



16'000uF und an den SMPS's sind's ca. 80'000uF. Dass kann doch in Gotteswillen nicht zuwenig sein, um den Lichtbogen zu halten biss der Stromregler meiner SMPS's greift... hmmm.....

Bitte um eure Meinungen und Tip's...



Meine Homepage zu diesem Projekt ist hier einzusehen:

formatting link
l



Gruss Richard Kocsis


Eventuell zuviel Uffs. Lies das ganze Datenblatt. Für Betrieb mit Booster braucht auch das Hauptspeisegerät 50V compliance, minimal. Der Booster braucht dann 100V, die minimale Boosterkapazität ist lediglich 2500uF. Vorwiderstand Booster 1.5 Ohm. Maximal 35 As Übermenge an Strom beim Zünden, BTW. Bei 65/75 V Leerlaufspannung braucht man keinen Boosterschaltung, dennoch einen Booster-Konden- sator.

1). Tips, nicht Tip's. 2). Umbruch in URL nicht hilfreich ;-). 3). Heller Wahnsinn. Lies zuerst die Warnhinweise auf
formatting link
4). Sauge Datenblatt usw. Zuerst das alte, da sind die Boosterdaten noch drin, dafür fehlen andere Angaben...
formatting link
Dann auch noch das neue dazu, wegen Brennlage und Kühlung:
formatting link
sowie
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
oder den ganzen Bericht.

Hoffe, der Booster wurde richtig verschaltet (siehe Xenon5.pdf), sonst könnten die Netzgeräte im entscheidenden Moment nicht genug Strom liefern. Abgesehen davon haben sie eventuell zu wenig Leerlaufspannung resp können ev bei Strombegrenzung die Spannung nicht schnell genug erhöhen.

5). Dein Aufbau scheint absolut lebensgefährlich zu sein. Die Lampe muss richtig montiert werden, schussfestes (!) Gehäuse. Mindest-Kühlluftstrom von 6m/s muss eingehalten werden. Normaler- weise sollten auch alle Lampen vertikal betrieben werden können, gerüchtehalber sogar mit 20% mehr Lebensdauer. Anode oben, BTW. Horizontal ist die Nennleistung 1550 W. 6). Sei froh, dass die Lampe nach 1 s verlöscht, diesem Umstand verdankst du wahrscheinlich dein Leben, bei dem Aufbau.
mfg Rolf Bombach

Hallo!

Rolf Bombach wrote:

Wenn wir mal die Gefahren durch den elektrischen Strom außer Acht lassen, warum reicht keine Schutzbrille gegen eventuelle Glassplitter?

Gruß, Ulrich Lukas

Ich habe nur überflogen, IIRC stand da drin, dass selbst eine kalte Kurzbogenlampe wie eine Handgranate wirkt, wenn sie explodiert (z.B. beim Runterfallen), eine heiße Lampe verteilt bis zu 1000°C heiße Glassplitter, die sich in den Körper schmelzen. Hört sich nicht so lecker an.

Was ich mich frage ist, was der OP mit so einer Lampe überhaupt will? Wofür braucht man eine 1,6kW-Lampe? Zumal laut o.g. Artikel die Gefahr zu erblinden, selbst mit Sonnenschutzfilter vor den Augen sehr groß ist, wenn man direkt in die Lampe schaut. Man kann sie also eigentlich nur in einem eigenen Raum betreiben, und durch ein Loch irgendwohin leuchten lassen, oder? Vielleicht soll das so ein Lichtfinger werden, mit dem man nachts die Wolken beleuchten kann.

Ach ja, noch ein Hinweis an den OP (Richard Kocsis): Deine Bilder auf Deiner Homepage sind für Modembenutzer teilweise unhandlich groß (bis zu 650kB) und diese Auflösung ist bei den Bildgrößen gar nicht nötig.

Martin

"Martin Klaiber" schrieb:

Moin!

Genau das, der OP schreibt auf seiner seite was von=20

"Jetzt stell ich mich der Herausforderung, diese in einen Sky-Beam zu integrieren,"

Ein Sky-beam (oder auch Sky-hawk) ist genau das: ein Lichtfinger in=20 den Himmel. Bei meiner Ex-Firma hatten wir 2 LeopardI-Zielsuchschein- werfer zu diesem Zweck, ebenfalls mit Xenon-Kurzbogenlampe (800W). Die machten bei 1,3/3=B0 =D6ffnungswinkel einen B=D6SEN Beam. = Brennerwechsel war da auch eher aufw=E4ndig, mit Gesichtsschild und Lederkluft/ Handschuhen. Mit ist mal einer um die Ohren geflogen (kalt), die Splitter steckten 'lustig' im Schild/ in den Handschuhen.

Das 'schussfeste' Geh=E4use, da=DF die ein Anderer vorgeschlagen hat finde ich dann aber doch =FCbertrieben, 1mm Stahlblech /4mm Sicherheits- glas sollten reichen.

Michael.

Eine 1.6kW Lampe ist schon ein ziemlicher Brummer, die -H ist eventuell sogar noch grösser als die "senkrechte". Im Betrieb können 20 bar in der Lampe sein, eventuell das Doppelte. Eine Schutzbrille schützt nur die Augen, tödlich sind die Splitter, welche gegen (nicht notwendigerweise _in_) den Hals fliegen. Seit meinem Prof ein Student wegen eines ähnlich gelagerten Unfalls im Labor innerlich verblutet ist, bin ich ein _klein_wenig_vorsichtig_ mit diesen Dingern. BTW, bei diesen Temperaturen kommen die Splitter mit Überschall, sodass die akustische Vorwarnung fehlt ;-] Weniger sofort tödlich:

- Erblindungsgefahr innert Sekunden.

- Feuergefahr, da die meiste Leistung abgestrahlt wird (IR).

Das mit dem "schussfestem Gehäuse" bezog sich natürlich nicht auf Schusswaffen, aber immerhin auf grammweise glühendes Quarz mit v > 100m/s. Und wie gesagt, die Lampe _muss_ gekühlt werden, sonst explodiert sie _garantiert_.

Die vorgeschlagene Gehäusewandstärke dürfte reichen. Dabei ist aber zu beachten, dass diese Gehäuse schon einen gewissen Abstand zur Lampe haben (nicht so wie auf dem Bild), eher 20-

30cm, sonst explodiert durch den Druckstoss auch gleich noch das Lampengehäuse. Aber ehrlich, wer will selbst neben einem geeigneten Gehäuse stehen, wenn die Lampe hochgeht? Etwa 1 m neben mir ist mal bei einer Turbopumpe bei 60krpm das Lager festgegangen; da bleibt dann doch eine Zeit lang ein flaues Gefühl im Magen, auch wenn du weisst, dass das Gehäuse das aushalten sollen können müsste... Die Geschichte mit dem 4 MW-Brennkammertest erzähl ich lieber gar nicht erst ;-)

Die elektrischen Gefahren sind eher klein, wenn man keine Frankenstein-Zündschaltung verwendet. Im Gegensatz zu den Hochleistungslasern, bei denen die elektrische Gefahr bei den tödlichen klar im Vordergrund steht. Statistisch gesehen ist der Kupferdampflaser der tödlichste.

mfg Rolf Bombach

Eigentlich eine coole Idee, aber du sollst erst noch etwas an der Sicherheit feilen: Organisier dir einen Metallreflektor (Ich habe einen grösseren Eisen/Alu/Quarz-Parabolspiegel verwendet), der die Lampe *vollständig* umschliesst. Dann suchst du dir einen UV Filter, der diese Lichtleistung überlebt. Die Lampe strahlt nämlich - obwohl etwas unerwartet beträchtliche Mengen UV ab. Wenn du noch weiter gehst, organisier' dir noch einen IR-Filter, der bei 1.6kW ebensowenig einschmilzt.

Ich habe früher einmal Versuche mit einer 2.5kW-XBO-Lampe gemacht, die zwar einen Ozon-Filter (=UV) eingebaut hat, aber trotzdem noch Unmengen UV abstrahlte. Also organisierte ich so einen Interferenzfilter, der UV & IR durchlässt und den Rest reflektiert.

Zur Kühlung der Lampe schaltete ich zwei grössere Axiallüfter im Abstand von 50cm hintereinander. Einer erzeugte etwa 15m/s (ohne Belastung) somit (Datenblatt!) sollten beide zusammen auch noch 5m/s durch einen Kanal vom halben Lüfterdurchmesser pusten können.

Plus eine dicht schliessende UV-Schutzbrille wäre auch noch angebracht.

Zum Elektrischen: Dein Ansatz könnte funktionieren. Die Probleme mit dem Auslöschen hatte ich auch. Versuche (*nachdem* du alle Sicherheitsprobleme gelöst hast) anstatt den Kondensatoren eine zusätzliche Quelle mit Vorwiderstand einzubauen. Ich habe eine 80V-Quelle U1 genommen die gleich auch den Serienzünder gespiesen hat. Diese wurde über einen Sicherungsautomat/Manuell/durch interne Strombegrenzung (2.5A) ausgeschaltet. Dananch kam via Diode ein grosses Netzteil zum Zuge. Der Trick beim grossen Netzteil U0 war, dass ich die Spannung auf 40V stellte und eine Strombegrenzung mit 80A einsetzte. Das Netzteil war ein irgend ein grösseres Sorensen DLM 4kW. Bei erfolgreichem Zünden fiel die Spannung auf die geforderten 28V. Falls die Spannung bereits zu Beginn auf 28V begrenzt war, losch die Lampe gleich wieder aus.

+---|>|----+---[Zünder]---+ | | | | | | | V U0 U1 | A | | | | +----------+------+-------+

Gruss

Claudius

PS: Laut Osram soll die Leerlaufspannung des Betriebsgeräts 80V Betragen. Hat die Lampe gezündet, muss diese garantiert unter 31V liegen. Diese Daten gelten für den Betrieb *ohne* Booster-Kondensator Woher hast du die Daten für deine Lampe? Bei mir steht: ohne booster-C: Uopen=75V, mit booster-C: Uopen=100V, Rb=1.5Ohm,Cb=2.5mF

Hallo Rolf,

vielen Dank für Deine Ausführungen.

Vielleicht nehme ich in Zukunft besser nicht mehr den

1-Liter-Erlenmeyerkolben zur Vakuumdestillation.

(OK, momentan komme ich eh nicht mehr dazu ;-) )

Btw.: Gibt es eine Regel, ab welchem Betriebs(über)druck die Splitter eines Glas- oder sonstigen Behälters gefährliche Geschwindigkeit erreichen?

Gruß, Ulrich Lukas

"Ulrich Lukas" schrieb:

Splitter

erreichen?

Also, der Brenner, der mir um die Ohren gefolgen ist, hatte laut=20 AEG-Hanbuch einen (Kalt-/betriebs- kA) =DCberdruck von 17 Bar, und ist=20 im kalten Zustand auf den Boden gefallen. Die Splitter _steckten_ in den Hanschuhen und dem 2mm Polycarbonat-Visier.

Mir reicht das um vorsichtig zu werden...

Michael.

"Michael Buchholz" schrieb im Newsbeitrag news:cu4oim$35d$04$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

/Eigentlich/ sollte man aber Leuten wie Richard den Tip geben, die Lampen direkt an 400V anzuschliessen und mit der Hand zu fuehlen, wann sie Betriebstemperatur erreichen,

denn mir gehen diese 'Lichtfinger' oder eher Flak-Scheinwerfer die inzwischen vor jeder noch so abgewrackten Bretterbude stehen, dermassen zweigestrichen auf den Sack, das man sich nur freuen kann, wenn sich die Leute damit ordentlich die Eier wegschiessen.

Kein Mensch braucht eine Diskobeleuchtung ausserhalb der Disko. Das ist Umweltvermutzung. Und - zumindest fuer Weltkriegsteilnehmer - wohl auch Psychoterror.

Ausserdem mochte ich annehmen, das schon mehrere Autofahrer in boese Unfaelle verwickelt wurden, weil sie abgelenkt zum Himmel guckten. Es ist ueberfaellig, das das, ebenso wie die unmoegliche Blendfeuerbeleuchtung die hier manche Firmen meinen am Plakat haben zu muessen, wegen derer man als Autofahrer aber GAR NICHTS mehr sieht, moeglichst schnell verboten wird.

Strom ist leider viel zu billig.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hallo zusammen,

Herzlichen Dank Rolf, für deine hilfreichen Litaraturhinweise. Diese Info's habe ich schon ewig gesucht, und waren nicht so einfach zu finden. Zu meinem Projekt. Die Lampe, habe ich mitlerweilen zum zünden bekommen und das ganze mal schnell, schnell einigermassen dokumentiert.

Das mit meiner Homepage, dass ist klar, diese ist noch sehr überarbeitungs fähig. Auch dass mit den grossen Bilddateien ist mir bekannt. Und wird schritt für schritt angepasst.

Hier wieder die neusten Info's zum Projekt.

formatting link
l

@Rolf Bombach Kupferdampflaser.... Xenon Lampen... hmm... Gleich mal vorweg erwähnt. Ich hette grosses Interresse Sie mal persönlich kennen zu lernen. Denn es scheint mir, als ob wir ähnliche Berufliche, wie auch Hobbytechnische Interressen haben. Schauen Sie sich mal folgende Bilder an :-)

formatting link
und einer der zwei grösseren Brüder des CU25
formatting link

mit freundlichen Grüssen Richard Kocsis

PS. falls Sie Interesse haben, schreiben Sie mir doch einfach ne Mail an snipped-for-privacy@web-world.ch

Hoffe, das ist kein dünnwandiger normaler ;-). BTW, alte Oszilloskopröhren sind ziemlich Erlenmeyer-förmig; eine geringe Rundung des Bodens bringt die Stabilität. Nehe aber an, dein Equipment trägt die Aufschrift "geprüft mit 3 bar Überdruck" und du füllst nicht kochendheisse Sauce in den kalten Kolben ab.

Nein. Die Geometrie ist entscheidend. Bei dem von mir genannten Unfall herrschte ein eher geringer Überdruck in einer Vakuumanlage nach dem Abtauen der Kühlfalle, vielleicht 1 bar. Einen Glashahn hat's dann rausgehauen, das entspricht vom Aufbau eben schon ziemlich einer Kugel im Lauf. Der Hahn traf dann den Studenten am Hals und zerriss innerlich die Ader. Siehe auch die Sicherheitsbestimmungen bei den Ausblaspistolen; dort sind auch keine mehr erlaubt, bei denen man einen Gegenstand "abfeuern" kann.

mfg Rolf Bombach

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required