hat jemand von euch schonmal sowas selbst designen müssen?
Der Embedded-PC, den wir für unsere Kassengeräte einsetzen, soll nun auch noch als Wirtshaus-Jukebox benutzt werden können. Nun hat der aber keinen Line-Out an Bord, sondern halt nur AC97. Ich steh' ein wenig auf dem Schlauch, denn Googlen bringt bei dem Begriff nicht wirklich was (halt nur Geräte mit integriertem AC97-Dekoder), und in der Richtung ComputerAudio habe ich auch zuvor noch nichts gemacht, außer Stecker einzustöpseln und mich über Brumm und 115V auf der Masse zu ärgern.
Welche Hersteller/Chips sollte ich mir mal angucken? Worauf sollte ich besonders achten, dass ich mir kein Computergepfiepe und Brumm auf dem Audiosignal einhandele?
Mit freundlichem Gruß
Jan
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G
Gerrit Heitsch
Soll heissen die AC97-Schnittstelle, fehlt also noch der Dekoder-Chip, oder wie sehe ich das?
Wenn ja,
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die stellen die passenden Chips her. (ALC655 z.B.)
Einen optischen S/PDIF-Port benutzen und damit den D/A-Wandler im Verstaerker benutzen.
Gerrit
M
Marcel Müller
Hallo,
Jan Kandziora schrieb:
dazu muss man das Mainboard modifizieren. Da werden etliche Leitungen nicht weitergeführt sein. (Falls die obige Aussage überhaupt stimmt.)
Die, die man in kleinen Stückzahlen bekommt. Aber wer schreibt den Treiber für die Kombination?
Auf einen USB-Anschluss :-) Das ist die einzig vernünftige Lösung.
Marcel
J
Jan Kandziora
Jan Kandziora schrieb:
Ok, "datasheet" mitsuchen hilft. Ich hab gefunden:
AD1981, AD1986, LM4543, LM4545, AK4545.
Die gucke ich jetzt erstmal durch.
Mit freundlichem Gruß
Jan
G
Gerrit Heitsch
Eine Brummschleife ist damit trotzdem moeglich wenn da kein optischer Digitalausgang drin ist.
Ansonsten gibts von Speed-Link was kleines, such mal bei amazon.de nach 'speed-link usb audio'.
Gerrit
C
Christian Müller
Jan Kandziora schrieb:
Ist das Geld so knapp, dass unbedingt *ein* Computer zwei Aufgaben erfüllen muss?
Ich habe da Bedenken, wenn der Computer, der Geld verwalten soll, auch noch andere Aufgaben übernimmt. Was ist denn in dem Fall, wo ein fehlerhafter Datenträger das Abspielen der Musik verhindert? Dann hängt doch unter Umständen auch das Kassensystem.
Gruß Christian
N
Norbert Hahn
AC97 ist im wesentlichen eine Programmierschnittstelle, die als Hardware einen A/D-, einen D/A-Wandler und einen DSP benötigt. Üblich, aber nicht Pflicht sind ein Mikrofon- und ein Line- sowie ein Digital-Eingang. Ausgänge gibt es mindestens analog stereo, oft auch digital und bei neueren Chips kann man den Line-Eingang in einen zusätzlichen Line-Ausgang umwandeln.
Welche Audio-Chips sind denn schon auf dem Board?
Zum Vermeiden von Brumm hilft bei vorhandenem Verstärker, der ggf. an einem anderen Stromkreis angeschlossen ist, eigentlich nur ein Trenntrafo, natürlich pro Kanal.
Norbert
J
Jan Kandziora
Marcel Müller schrieb:
Es handelt sich um ein Embedded-PC-Board (KEEX-4000 von Kontron), kein normales *TX-PC-Board.
Wenn der Hersteller in seinem Handbuch angibt, auf dem Audio-Verbinder (10-poliger Pfostenstecker) lägen die Signale AC_RST, AC_SYNC, AC_CLK, AC_SDOUT und AC_SDIN0, 3xGND sowie +5V und +3,3V an, so neige ich dazu, ihm das zu glauben.
Man bekommt praktisch jeden Chip, der noch in Produktion ist, auch in kleinen Stückzahlen, man muss nur ellenlang dafür telefonieren und dann am Schluss noch horrend viel dafür bezahlen. Aber das macht bei uns der Einkauf, die sollen auch mal arbeiten.
Das denke ich nicht. Auch der USB ist gleichspannungsgekoppelt. Außerdem ist der Kabelwirrwarr auch so schon groß genug, eine Breakout-Box ist da eher hinderlich.
Mit freundlichem Gruß
Jan
J
Jan Kandziora
Christian Müller schrieb:
"Die Käufer wollen das so"(tm). Ich find's auch unsinnig, wenn man dieselbe Sache mit einem 20¤-MP3-Player erreichen könnte. Aber die meisten Wirte sind halt unvernünftig, und wenn die Kasse einen bunten TFT hat und Musik abspielt, kann man damit vor anderen Wirten angeben, und das brauchen die für ihr Ego.
Der Trend geht zum Überladen der Geräte mit Funktionen, die dann doch niemand wirklich nutzt. Zum Beispiel wollen die auch noch Kameras auf der Terasse in der Kasse einsehbar haben, grafische Tischnummereingabe etc. Und das sind noch ansatzweise sinnvolle Sachen.
Für eine reine Registrierkasse kannst du 300¤ verlangen, das kostet die bei Metro. Trotzdem verkaufen sich Computerkassen für das 10-fache hervorragend, sie müssen halt nur sichtbare Funktionen bieten, die die Kasse für 300¤ nicht hat.
Das dies nicht geschieht, ist eine Softwaresache. Und da bin ich ehrlich gesagt firmer als im Schaltungsentwurf- und bau (und das obwohl ich ET studiert hab).
Mit freundlichem Gruß
Jan
J
Jan Kandziora
Norbert Hahn schrieb:
Ich brauche nur Audio-Out. Im Grunde genommen würde sogar Mono reichen, so gut ist die Akustik in 'nem Wirtshaus nicht.
Die Intel-ICH4-Southbrigde (i82801). Also praktisch nix.
Alle anderen "größeren" Chips auf dem Board habe ich durchgeguckt, nix mit Audio dabei. Im Board-Handbuch wird auch nur AC97 auf dem Audio-Steckverbinder erwähnt.
Dachte ich mir. Da ich sonst nichts mit Audio mache, hoffe ich, dass mir da jemand eine Dimensionierungsempfehlung (oder Bauteilempfehlung) geben kann.
Mit freundlichem Gruß
Jan
J
Jan Kandziora
Gerrit Heitsch schrieb:
Genau.
Ich gucke. Danke erstmal schon.
Ich bin schon froh, wenn der Wirt den Rechner-Ausgang nicht mit dem Phono-Eingang des Verstärkers verbindet (Kein Witz, gerade erst gehabt!)
Also kurz: 2 x Cinch ist das höchste der Gefühle, mit was besserem verschrecke ich die Leute nur.
Mit freundlichem Gruß
Jan
M
Marcel Müller
Hallo,
Jan Kandziora schrieb:
Mal schau'n ob das auch getestet ist. ;-) Aber viel kann da vmtl. nicht schief gehen, das dürften 1:1 die Pins von Chipsatz sein. Über den sollte man sich evtl. auch mal schlau machen, denn evtl. müssen da ein paar Sachen initialisiert werden, bevor sich da etwas dreht. Das BIOS wird es möglicherweise nicht oder nicht vollständig machen, wenn da üblicherweise nichts dran hängt.
Gibt es denn kein fertiges, passendes Steckmodul vom Hersteller dazu?
Na denn.
Dann würde ich einen möglichst einfachen Codec nehmen. Das gibt weniger Ärger mit der Software. Und falls lange Verfügbarkeit irrelevant ist, ruhig ein älteres Modell.
Das Treiberproblem ist damit aber möglicherweise noch nicht abschließend gelöst.
Na dann. Da realistisch betrachtet die Wenigstens etwas mit SPDIF/TOSLINK anfangen können bleibt eigentlich nur ein Audio-Übertrager, wenn es sauber sein soll. Die Dinger sind halt teuer oder schlecht.
Marcel
M
Marcel Müller
Hallo!
Jan Kandziora schrieb:
Nein. Kaum ein HiFi-Verstärker ist geerdet. Wohl aber die angeschlossene Radioantenne, die vom Trenntrafo nicht erfasst wird.
Audio-Übertrager ist die Wahl. Der kann mit in die Embedded-Kiste und macht die Sache qualitativ wirklich hinreichend sauber und auch einigermaßen Risikoarm. Man muss nur Isolierte Buchsen verwenden, falls es Cinch wird. (Bei Klinke ist das ja ohnehin üblich.)
Mono würde ich übrigens lassen. Das überfordert die Leute, die das nachher verkabeln sollen. ("Da ist ja eine Buchse zu wenig?") Und es könnte auch Softwareprobleme geben, da der Downmix zusätzlich umgesetzt werden muss. Handelsübliche Player sind mit Mono-Devices garantiert ungetestet. Aber die Frage stellt sich ohnehin nicht, da ein solcher AC97 Codec nicht existiert. Es dürfte eher lustig werden, einen Codec ohne Heimkino-Funktion zu finden :-)
Marcel
M
Marcel Müller
Hallo!
Jan Kandziora schrieb:
Da fällt mir noch etwas ein:
Die Qualität der verfügbaren Datenblätter. Realtek ist da zuweilen nicht so der Brüller. Das könnte mit ein Entscheidungskriterium für die Chipauswahl sein.
:-)
Sehe ich genauso.
Marcel
A
Axel Berger
*=?iso-8859-15?Q?Christian_M=FCller?=* wrote on Sun, 08-05-18 13:36:
Nö, keineswegs. Virenprogramme müssen vom Rechner geladen und ausgeführt werden sonst können sie auf dem Stick liegen, bis sie schimmeln. Kleichweich liefert die Installationsroutinen für Schadsoftware ab Werk mit und die Autostartfunktionen dazu. Da Jan die Kontrolle über sein System hat wird entweder eine Fehlermeldung kommen oder Krach aus den Lautsprechern und sonst genau garnichts.
C
Christian Müller
Jan Kandziora schrieb:
Tja, meine Argumente habe ich verschossen. Wahrscheinlich machst du das schon länger. Daher wirst du technische Probleme (die erst durch Kundenwunsch entstehen) durch eine Direktive lösen. Wenn das klappt (indem du dich absicherst) ist das auch ein Weg.
Wenigsten da ha(c)ke noch einmal nach und verweise auf die Notwendigkeit einer schriftlichen Vereinbarung. Dass man es dem Kunden gesagt hat, vergisst der Kunde im Schadensfall ganz gerne:-)
Spongebob> Ich weiß gar nicht, wie man die Kasse bedient. Thaddeus> Das ist ganz einfach: Du drückst auf den Knopf und tust das Geld in die Schublade. (SBSK-Folge, in der Mr.Krabs aufgrund eines Burgers unpässlich ist)
Ein bischen komplizierter stelle ich mir das vor wenn
es mehrere Kellner mit eigenen Accounts gibt.
Waren mit verschiedenen Mehrwersteuern gibt.
die Daten direkt in den Hauptrechner zur Steuerbearbeitung gesendet werden.
Kunden bar, bargeldlos oder auf Pump bezahlen können
Ich sehe vielleicht deswegen so schwarz, weil ich mir nicht vorstellen kann, warum man den Vorteil einer angriffsfreien Kasse zugunsten des eingeparten Platz einer Creativ Jukebox(*) aufgeben will.
Die von dir geforderte USV sollte unter die Kasse. Die USV ist wahrscheinlich schmaler als die Kasse. Damit die Kasse nicht umkippt, muss zusätzlich ein alter Schuhkarton unter die Kasse. In den Karton kann man ein Loch schneiden und die CJB(*) reinlegen.
Mit einem seperaten Player sehe ich viel weniger Probleme, denn der darf ruhig auf den Boden fallen oder geklaut werden. Dann sind zwar die Kunden gefrustet, können aber noch ordnungsgemäß ihren Verzehr abrechnen:-)
Gruß Christian
(*) Jede andere Multimedia-/Konsumer-Lösung geht natürlich auch.
J
Jan Kandziora
Christian Müller schrieb:
Gegen Unvernunft helfen keine Argumente, da sind wir uns einig. Ich finde das ganze auch nicht so pralle, aber wenn es dem Verkäufer hilft, das Zeug loszuwerden, soll's mir Recht sein.
Der Wirt muss überhaupt viel beachten. Das macht er aber eh nicht. Die meisten Wirte halten sich für zu schlau, um professionelle Hilfe anzunehmen.
Die Kasse ist auch so nicht angriffsfrei. Der schlimmste Angreifer ist der Kellner, denn der wird mit der Kasse kontrolliert. Und das will der nicht, denn dann kann er kein Bier mehr schwarz ausschenken etc. Gegen einen Kellner, der ein Schadprogramm auf die Kasse laden will (mutwillig!) muss das Ding also sowieso schon sicher sein. Als einziger zusätzlicher Angriffsvektor liegt also das MP3-Abspielprogramm vor. Und gegen dessen Fehler kann man sich mit vernünftigem Aufwand schützen.
Das Ding ist ein fertig aufgebautes Tischgerät. Die USV kommt unter den Tisch. Mit Schuhkartons oder sowas brauchst du gar nicht anzukommen, für den Wirt zählt Form vor Funktion.
Mit freundlichem Gruß
Jan
N
Norbert Hahn
Wenn ich die Abkürzungen richtig interpretiere, gibt es auf dem Verbinder ein Reset, (Wort-) Sync, (Bit-) Clock, Serial data out, Serial data in. Somit braucht man nur einen D/A-Wandler-Chip, einen analogen Puffer (Stereo) für die beiden Übertrager.
Analog Devices und Texas Instruments. Dort nach D/A-Wandler für Audio suchen.
Treiber sollten mit dem Board geliefert worden sein, wenn Du ein gängiges Betriebssystem verwendest.
Norbert
J
Jan Kandziora
Ähm, die Frage stammt nicht von mir.
Ich schreibe den Treiber notfalls auch selbst. Zum Glück gibt es aber kaum noch Audio-Chips, bei denen ALSA nicht zumindest den Stereo-Output versorgen kann.
Mit freundlichem Gruß
Jan
J
Jochen Reeg
Jan Kandziora schrieb:
Das ist zwar nicht speziell für dein Board (das hab ich auf der Kobtron-Seite nicht gefunden), aber das sollte doch in etwa das sein, was du suchst:
Wenn das alles wirklich standardisiert ist, lässt es sich vieleicht auch mit einem passenden Flachbandkabel an dein Board adaptieren.
Gruß
Jochen
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