3V Wandwarze

Apr 16, 2020 99 Replies

In dem Link oben steht eine "Reparatur" für müde Glimmlampen: irgendwo im Gehäuse eine blaue LED leuchten lassen. Durch das blaue Streulicht wird die ausgelaufenen Radioaktivität ersetzt (oder so:-)

Thomas Prufer

Wenn das die gleiche Tecnik benutzt wie das HP 419A geht das leider nicht. Da muss die Glimmlampe in absoluter Dunkelheit starten können.

Gerrit

Gerrit Heitsch schrieb:

Getastete Regelung gibt es seit dem sandcastle pulse.

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Technische Anwendung:

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genial. Geigerzähler für Licht. Auch ideal für Demos in Kursen. Sieht im beleuchteten Hörsaal eine Feuerzeug- flamme auf 5-10 Meter. Andere haben schon bei Tageslicht einen Spiritusbrenner auf 100 m detektiert, angeblich.

OK... Jetzt noch die Frage ob man das dazu nötige alles in einer 5mm LED unterbekommt die dann maximal noch einen Vorwiderstand braucht um an

230V zu laufen. Achja.. einstellbar sollte die Schaltschwelle natürlich auch noch irgendwie sein.

Gerrit

Irgendwie klingt die Argumentation in meinen Ohren wie "Warum sollte man einen ganzen PC in ein mobiles Telefon quetschen wollen, schließlich müßte man dann auf die Tastatur verichten, die Festplatte, den Monitor und natürlich bleibt dann noch die Frage nach der Energieversorgung. So eine Bleibatterie ist doch viel zu groß!".

Inzwischen (naja, sogar schon seit 2003) haben wir RFID-Schüttgut [1],

0.3x0.3mm groß, mit 128-Bit ROM, Antenne und allem, was so ein Transponder halt braucht. Und wir haben den ESP-12F [2], seines Zeichens kompletter 32-Bit-Mikrocontroller mit WiFi-Support, 64+96kB RAM, 12 I/O-Ports, I2C, SPI, Uart und 10-Bit-ADC. Für 6.50€ Endkundenpreis.

Und eine Low-Power-LED für 230 Volt, die nur leuchtet, wenn es dunkel ist, wäre...? Kompliziert?

Volker

[1]
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Der interessante Detail hier sind die '230V', alles was du da erwähnst benutzt deutlich niedrigere Spannungen und hat deshalb keine Probleme mit stark verkleinerten Strukturen.

Der von dir erwähnte RFID-Chip braucht, laut Artikel, übrigens eine externe Antenne.

Gerrit

Am 22.04.20 um 10:24 schrieb Volker Bartheld:

Ja, ein Hybrid aus verschiedenen Halbleitertechnologien, mit einer Spannungsfestigkeit von >>300V Spitze, integriertem Netzteil, und das alles in einem wenige mm kleinen, lichtdurchlässigen Gehäuse ist ganz und gar nicht trival. Und am Ende stellt sich auch noch die Frage, wie du die vorgeschriebenen Kriechstrecken zwischen den Anschlussbeinchen einhalten willst.

Am 22.04.20 um 11:02 schrieb Hergen Lehmann:

Na ja, ist ne gewisse Herausforderung. - Ich hab gerade mal die schaltbare Zwischensteckdose, die ich in snipped-for-privacy@mid.individual.net> erwähnte, an mein KD-302 Schätzeisen gehängt, zeigt 0,2W an. Nicht so viel wie befürchtet, aber andererseits bekomm ich bei zwei ~10 Jahre alte Wandwarzen, die gerade in Griffreichweite rumlagen, nix angezeigt.

Nachdem man sich einen ziemlichen Aufriß gemacht hat, Steckernetzteile so weit zu verbessern, daß ihre Verluste praktisch gar keine Rolle mehr spielen, sind 0,2W für ne olle Lampe schon etwas viel. Und dann halten die Dinger noch nicht mal, und sind nach nem Jahr schwarz, oder so.

Der Gedanke kam mir auch - andererseits ist das ein zweipoliges Bauteil, bei dem man einiges an Gestaltungsfreiheit hat. Muß ja nicht unbedingt die Bauform wie eine LED haben. Zur Not kommt noch ein Widerstand davor a la Glimmlampe.

Hanno

Mach auf, bau einen weiteren Widerstand rein und senk das auf 0,1W oder weniger. Solange man noch was leuchten sieht passt das doch. Passende Werte hast du doch garantiert im Haus.

Bei Glimmlampen gibt es große Unterschiede. Die im Schalter der Steckdosenleiste an der dieser PC hängt ist seit den 90ern in Benutzung. Leuchtet immer noch einwandfrei. In einer anderen Steckdosenleise war die Lampe im Schalter nach ca. 1 Jahr nur noch schlecht zu erkennen. Bei diesen ganzen Zwischensteckern mit beleuchtetem Schalter hatte ich bisher noch keine Ausfälle.

Der senkt den Wirkungsgrad aber wieder. Wäre da nicht ein Kondensator die bessere Idee?

Gerrit

Hergen Lehmann schrieb:

Andererseits könnte man mit 500V Mosfet-Technik gleich einen switched-capacitor-Trafo integrieren, seriell laden, parallel entladen, da könnte man - prozentual gesehen - unglaublich viel Energie sparen. Die LED wäre natürlich nur in grün erhältlich.

Dafür kriegste dann auch den energy star, den Umweltengel, wenn du Pech hast auch den Watt d'Or, sowie den Innovations- preis der deutschen Industrieförderung, wie alle Firmen kurz vor der Pleite.

Gerrit Heitsch schrieb:

Elektrodenmaterial, Gasfüllung und -Druck sind eine Geheimwissenschaft.

Im Home-Office brüte ich gerade seit einer Woche über Lampenspektren, die ich zum Glück mal auf Vorrat angelegt hatte. Nebst Neon konnte ich bis jetzt Helium und Wasserstoff feststellen, und in Mischgasglimmlampen natürlich Quecksilber. Die leuchten dafür auch besonders geheimnisvoll :-].

Extrem stromsparend wäre eine Tritiumgas-Lichtquelle

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einem LCD davor.

Am 22.04.2020 um 08:15 schrieb Gerrit Heitsch:

Ja!

Bei meinem habe ich IR-LEDs an die Low-Voltage Wicklung geklemmt, funktioniert soweit. Das Ratespiel ist die spektrale Emfindlichkeit der LDRs.

Danke!

Butzo

Dazu noch den richtigen Widerstand damit man maximale Lichtmenge bei langer Haltbarkeit bekommt.

Nicht zu vergessen natürlich noch das korrekte Elektrodendesign...

Es gibt auch noch welche mit Argon, das sind die mit Leuchtstoffbeschichtung die dann grün oder blau leuchten.

Ansonsten wäre so eine ganz hübsch:

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Gerrit

Am 22.04.2020 um 08:27 schrieb Thomas Prufer:

Coole Idee, toll!

Butzo

Am 22.04.2020 um 21:22 schrieb Rolf Bombach:

Cerberus CH-8708 Männedorf :-) RPB28/28b "Glimmröhren und Kaltkatoden-Relaisröhren"

Butzo

Dem darf ich hinzufügen, daß die "Bachmann 331.013 Tischsteckdose Classic Line Alu 6-fach mit Überspannungsschutz und Schalter", an der ich mein NAS

*), den Switch und das DSL-Modem betreibe, im eingeschalteten Zustand nicht nur mit einer Glimmlampe im Wippschalter leuchtet, sondern auch noch via grüner LED die Funktionsfähigkeit des Überspannungsschutzes anzeigt. Die Lichtorgel sollte einem doch schon fast ein Watt wert sein - zumindest war es das, was mein Tevion "Energieverbrauchsmeßgerät" anzeigte.

Ich habs aufgegeben, dagegen wie Don Quichote anrennen zu wollen. So, wie ich es auch aufgegeben habe, wegen 3W Standby für PC-Netzteil, Monitor und Scanner ständig den €€-Wippschalter in der Mehrfachsteckdose von Marquardt zu tauschen.

Manchmal mußt Du die Niederlage eingestehen und den Spott ertragen. Sind dann halt ~40kWh und 10€ mehr jedes Jahr, geschissen auf die Umwelt. Volker

*) Anm.: Wird nur bedarfsweise gebootet.

Gerrit Heitsch schrieb:

Da wäre ich mir nicht sicher. Ich hab da ein paar "nite-lite" in Grün. Da mag Argon als Stützgas drin sein, leuchten tut allerdings das Quecksilber drin. Hauptsächlich UV, welches dann die grüne Leuchtschicht anregt. Ich verwende diese Lämpchen zu Kalibrierzwecken. Früher konnte man das Hintergrundlicht im Lab nehmen, 546 nm Hg war immer dabei. Heute sind da multibanden-Luxusleuchten drin, die in diesem Spektralbanden irgendwelche Terbium-Linien rumsauen.

Muss ich mir mal auf dem AFU-Flohmarkt ergattern.

Hans-Peter Diettrich schrieb:

Nunja, Effektivstrom mal Effektivspannung mal keine Phasenverschiebung gibt schon Leistung.

Ich hab mal simuliert, die Glimmlampe allerdings mit Z-Dioden von insgesamt 92 V "Brennspannung". Netz 230 VAC, Vorwiderstand 150 k. Feststellungen: Spitzenstrom: 1.53 mA Durchschnittsstrom (Absolutwert): 0.81 mA (Durchschnitt eher tief wegen der besagten Lücken. Dieser Wert ist, mehr oder weniger, massgeblich für die abgegebene Lichtleistung.) RMS-Strom: 0.99 mA Leistungsaufnahme insgesamt: 0.226 W.

Klaus Butzmann schrieb:

Brennersteuerungen mit zwei Relais und zwei Kaltkathodenthyratrons

Eins der im Nachhinein deprimierendsten Werke scheint mir:

Deutsch-Literarisches institut J. Schneider Berlin-Tempelhof.

welcher von der offenbar damals enormen Bastelfreude zeugt.

mfg Rolf Bombach

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