Virtuelle Bundestagswahl Neues Wahlrecht

Jul 12, 2011 13 Replies

Ok, ich weiß das ist hier eher OT, aber da hier ebenfalls viele lesen, die sich für Politik interessieren, poste ich es hier einfach mal:


Virtuelle Bundestagswahl Neues Wahlrecht


Was ist, wenn Dich jemand fragt "bist Du dafür?" und Du kannst nicht "Nein!" sagen?



Ich möchte den Bundestag gerne per Petition dazu auffordern, das Wahlrecht dahingehend zu ändern, dass man neben einer PRO-Stimme auch eine CONTRA-Stimme abgeben kann.



Die 5-Prozent-Hürde entfiele dabei.



Ein zusätzlicher Vorteil wäre, dass Nichtwähler nicht länger als Protestwähler gelten können.



Was passiert jedoch, wenn alle Parteien mehr CONTRA- als PRO-Stimmen erhalten?



Damit ich mir für diesen Fall sinnvolle Regeln überlegen kann, möchte ich Euch alle herzlichst bitten, möglichst ehrlich an dieser virtuellen Bundestagswahl teilzunehmen und von dieser Wahl und diesem Vorhaben möglichst vielen Freunden und Bekannten zu erzählen. Die Teilnahme ist anonym.



Je mehr Personen mitmachen, desto sinnvoller werden vermutlich die Ideen sein.



Je mehr Personen mitmachen, desto mehr Aufmerksamkeit und Rückhalt wird dieses Vorhaben möglicherweise in den Medien erzeugen.


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Meine Hoffnung, die zu diesem Unterfangen führte, liegt übrigens darin begründet, dass ich hoffe, dass die Contra-Stimmen die Politiker grundsätzlich zu mehr Ehrlichkeit zwingen können.



Meine Vermutung ist, dass die meisten Wähler und Wählerinnen die Contra-Stimme am ehesten den unehrlichsten und verlogensten Parteien geben würden.


Wer die Idee gut findet, darf den Link gerne weiterleiten ;)


Gruß, Markus Gronotte



Am 12.07.2011 18:30, schrieb Markus Gronotte:

Ich finde die Idee nicht so gut, weil ich die meisten dieser Parteien überhaupt nicht kenne.

Ich fände es besser, wenn man jeder Partei eine Note geben könnte. Es gibt innerhalb von Parteien ja auch Flügel und da kann man bisher nicht wählen. Könnte man jeder Partei Noten geben, dann könnte man damit auch über die Koalitionen, die gebildet werden, mitentscheiden und damit indirekt auch über eine Teilgruppe in einer Partei.

Peter

Am 12.07.2011 21:27, schrieb Peter:

FDP:6 CDU:5 Linke:5+ Grüne:4- SPD:4

Das wird dann durch 4 geteilt, weil 4 die beste Note ist und ergibt so die Stimmenverteilung. Das gibt dann sicher auch stabilere Mehrheiten und Politik wird wieder kalkulierbarer.

Insbesondere kann sich dann die Siegerpartei nicht mehr hinstellen und behaupten, sie hätte einen überzeugenden Vertrauensbeweis erhalten. Man kann nämlich auch für jede Partei eine Durchschnittsnote errechnen, die aber nicht in die Stimmenverteilung eingeht.

;-)

SCNR

"Peter"

überhaupt nicht kenne.

wählen. Könnte man jeder Partei Noten geben, dann

mitentscheiden und damit indirekt auch über eine Teilgruppe in

Kannst du das genauer erläutern?

Dazu mal eine Testwahl zu programmieren, klingt für mich interessant. Aber dazu müsste ich genauer wissen, wie du dir das genau vorstellst. Meinst du man sollte JEDER Partei auf dem Stimmzettel eine Note geben können? Du darfst bei der Sache nicht vergessen, dass die Stimmzettel heutzutage immer noch von Hand ausgewertet werden und das evtl. einen extrem erhöhten Aufwand und Kosten darstellt. Und wie würdest du dann Enthaltungen behandeln.

Gruß, Markus

"Peter"

haha ;)

War der Vorschlag nun überhaupt ernst gemeint oder nicht? ;)

Am 12.07.2011 22:40, schrieb Markus Gronotte:

Man sollte das mal ernsthaft durchdenken. Wählen ist heutzutage ein Lotteriespiel. Man weiss nicht, welche Koalitionen am Ende herauskommen und evtl. ist man auch gezwungen taktisch zu wählen, aber die Rechnung geht am Ende nicht auf und die Stimme ist verloren, weil sie nicht in der regierenden Koalition vertreten ist.

Ausserdem liegen heute viele Themenbereiche zwischen den Parteien.

Ein solches Verfahren würde den überproportionalen Einfluss kleiner Parteien reduzieren.

Am 12.07.2011 18:30, schrieb Markus Gronotte:

Hallo Markus, könntest du das bitte in einer passenden Gruppe posten?

Nimm es nicht perönlich, aber sonst wird hier plötzlich alles gepostet, weil hier ebenfalls viele lesen, die sich für Hunde, Raumfahrt, Schnitzelbrötchen, Freeclimbing oder $egalwasnoch interessieren.

Gruß Ulf

n,

t,

Vor langer langer Zeit befand ich mich auch mal in dieser WahnWahl. (Das mit den Minus Stimmen.) Dazu m=FC=DFte folgende Erg=E4nzung geschaffen werden: Bekommt ein Politiker mehr Minus Stimmen als Plus Stimmen ist er automatisch f=FCr vogelfrei erkl=E4rt.

Ulf Pr¡mus schrieb:

^^^^^^^^^^^^^^^^^

Das ist aber ein schlechtes Beispiel, ist das denn noch nicht in der Charta? Aktualisierter Gruppenname wäre doch sowieso dse&g (Elektronik & Grillen) im Gegensatz zu den pizzazentrierten Programmiergruppen... :o)

SCNR,

Ed

Am 12.07.2011 18:30, schrieb Markus Gronotte:

Ich bin für eine *absolute* Verhältniswahl mit Beibehaltung einer Mindesthürde. Das würde bedeuteten, daß die jetzigen relativen Wahlergebnisse *und Sitze* mit dem Faktor der Wahlbeteiligung multiplizieren werden müßten.

Höhö, dann sollen die mal sehen, wie sie ihre Mehrheiten zusammenbekommen, etwa durch Volksbefragung?

Peter

Das Wahlverfahren ist ziemlich egal; das Stimmvieh wird auf andere Weisen viel besser gelenkt ;-).

M.

Am 14.07.2011 10:44, schrieb Matthias Weingart:

Tja,

vielleicht wäre ein projektorientiertes Wahlverfahren denkbar.

Erste Stufe: Abstimmung über die wichtigsten Projekte

Zweite Stufe: Welche Pappnase bewirbt sich am kompetentesten um die Abarbeitung der Projekte.

Planungsfehler gehen auf Kosten der Pappnasen.

Peter

Hi Peter,

Blos nicht.

Nee, vergiss es, dann will doch gar keiner mehr ran. Wenn Du den Anreiz des Machtgefühls klaust, dann degradierst Du die Politiker doch völlig zu Handlangern. Das will dann doch gar niemand mehr machen. Ist doch heute schon so, dass die, die was im Kopf haben einen großen Bogen um Politik machen.

Marte

Peter schrieb:

Immerhin klingt das spannend. In CH ist Wählen seit Jahren Wählen des kleinsten Übels.

mfg Rolf Bombach

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