Moin,
Wo bekommt man eigentlich noch günstig VDE- und DIN-Normen her außer aus der Hochschulbibliothek? Ausgerechnet die Normen die ich suche fehlen bei uns. Die hat wohl jemand mitgehen lassen oder unberechtigt ausgeliehen.
Moin,
Wo bekommt man eigentlich noch günstig VDE- und DIN-Normen her außer aus der Hochschulbibliothek? Ausgerechnet die Normen die ich suche fehlen bei uns. Die hat wohl jemand mitgehen lassen oder unberechtigt ausgeliehen.
Du könntest bei Betrieben, welche die betreffenden Normen besitzen, um Einsicht bitten.
Oder die entsprechenden Normen kaufen. Oder gleich die Betriebe, ist nur marginal teurer :-)
Kopieren ist, wie so oft auf dieser Welt, quasi nie legal, also nimm einen Stift und Papier mit wenn du wo Einsicht bekommen kannst.
timo.
"Timo Schlick"#
Ich versteh nur den Sinn nicht. Das sind doch Vorschriften also quasi Gesetze. Warum hat man da keinen kostenlosen Zugriff drauf?
Das sind weder Vorschriften (man tut aber so, als w=E4rens es solche) und sachon gleich keine Gesetze.
Man kann aber sowas in Vertr=E4ge einbauen und dann sind sie f=FCr die Vertragsparteien verbindlich, f=FCr sonst niemanden.
bastian
Mit DIN ist es das selbe, nur planerische Empfehlungen. Und Vertr=E4ge.
"Markus" schrieb im Newsbeitrag news:447fd3c8$0$11078$ snipped-for-privacy@newsread4.arcor-online.net...
Damit laesst sich prima Kasse machen. Die haben sich sogar das Sonderrecht erschlichen, das offiziell nicht mal eine Privatkopie erlaubt ist. Aber es gibt Widerstaende: Zuerst fuer Normen, die in Gesetzen erwaehnt sind. Solche muessen frei zugaenglich sein. Dann durch den ganzen EU/weltweiten Krams: Da stehen dieselben Vorschriften auch, und die sind oft zugaenglich (IECxx=DINyy). Und dann durch Leute, die die Normen gelesen haben, und in klar verstaedlicher Form zusammenfassen. Da triffst du auch immer wieder drauf. Such im WWW und du wirst oft indirekt den Inhalt einer Norm finden.
Hallo,
manche Gesetze verweisen aber auf diese Vorschriften (z.B. Pflicht zur CE-Erklärung). Außerdem tragen sie mit zur Definition des "Stand der Technik" bei, nach dem Geräte besonders hinsichtlich des Personenschutzes gebaut sein müssen.
Ich denke schon, dass Normen und Vorschriften vielfach nicht eingehalten werden, weil sie einfach wegen des hohen Preises bei der Entwicklung von Geräten nicht vorhanden waren. Hier könnten Politiker aktiv werden, wenn sie die Qualität von in Deutschland entwickelten Produkten anheben möchten und damit gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit international verbessern.
MfG Martin
Markus schrieb:
Hallo,
warum fragst Du nicht einfach in eurer Bibliothek?
Bye
Markus schrub im Jahre 02.06.2006 07:09:
Es gibt nur eine offizielle Quelle dafür:
-- B.Eckstein, snipped-for-privacy@ivu.de Cheap, Fast, Good - pick any two of them Die FAQ zu de.comp.hardware.netzwerke:
Markus schrub im Jahre 02.06.2006 07:59:
Nein, sind es nicht. Es sind Normen, die von der Industrie (also Privat) aufgestellt. Mehr nicht.
Viele Gesetze verweisen der Einfachheit halber auf die entsprechenden Normen. Aber sie definieren sie nicht.
Weil sie eben, im Gegensatz zum Gesetz, nicht vom Staat, sondern von der Privatwirtschaft erstellt wurden.
Martin Konopka schrieb:
Vorschlag: Selber Normen definieren und in Wikipedia stellen. Da kann sie jeder nachlesen. Dem Ganzen sollte natürlich auch noch eine Wiki-Diskussion vorausgehen. Dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass der Beuth-Verlag und Kollegen bald Probleme kriegen.
Servus Christoph Müller
"Christoph Müller"
werden, weil sie einfach wegen des hohen Preises bei der
werden, wenn sie die Qualität von in Deutschland
Wettbewerbsfähigkeit international verbessern.
jeder nachlesen. Dem Ganzen sollte natürlich auch noch
der Beuth-Verlag und Kollegen bald Probleme kriegen.
Die Idee ist gut. Werde ich mir merken. Die Preise von denen sind ja inakzeptabel da muss man irgendwas gegen unternehmen.
Markus schrub im Jahre 02.06.2006 15:07:
Weisst Du,wie hoch der Stundensatz eines Ingenieurs ist? Und wie viele Stunden solche Normungsgremien, z.B. bei der DIN, arbeiten? Da kommt ganz schnell ganz viel Geld zusammen, das von irgendwoher refinanziert werden will.
Andere Länder machen es übrigens ähnlich. Die Standards des IEEE z.B. oder der ITU sind auch nicht gerade preiswert zu nennen.
Espertenwissen hat seinen Preis. Egal in welcher Form.
Totzdem viel Erfolg hierbei.
Markus schrieb:
Wir warten schon auf die GN 1 (Gronottes Norm Nummer Eins).
CU Christian
"B.Eckstein" schrieb im Newsbeitrag news:e5pgdi$47p$ snipped-for-privacy@newsreader2.netcologne.de...
Streiche Arbeiten, setze Kaffetrinken.
Wenn etwas ueberhaupt Zeit kostet, dann die Abstimmung, welchen Herstellern man mit den Normen einen Gefallen tut und wirtschaftlichen Vorteil verschafft, und welche man ausbremst. Das will je nach Zusammensetzung des Normenkommitees gut ausgekungelt werden.
Du weisst, wieviel der Beuth-Verlag an die an der Normung beteiligten Leute ausschüttet?
Gruss, Holger
B.Eckstein schrieb:
Durchaus. Da ist es ziemlich unangenehm, wenn man sich erst mal die teuren Normen bestellt, auf sie warten muss (weil nicht online verfügbar) und dann nach genauem Studium feststellt, dass sie im konkreten Fall doch nicht zu gebrauchen sind. Dann geht der ganze Schmarrn nämlich wieder von vorne los. Schon mal was von Time to Market gehört?
Die arbeiten dort i.d.R. ehrenamtlich. Das können sie mit Wikipedia auch.
Du willst die ehrenamtliche Tätigkeit refinanzieren?
Mit dem Effekt, dass sich Normalsterbliche keine Entwicklungen mehr leisten können. Ideen sind inzwischen für die, die die Ideen haben, EXISTENZGEFÄHRDEND geworden! Was nützt die tollste Idee, wenn's grade noch so mit Hängen und Würgen reicht, um einen Prototypen hin zu stellen? Soll das Produkt dann verkauft werden, werden x VERSCHIEDENE Prüfzeichen verlangt, die oft sogar noch ganz Ähnliches beschreiben. Dann auch noch Patentrecherchen und -anmeldungen, die wg. des Internets längst nicht mehr sicher sind. Nach einer Patentrecherche kann man noch lange nicht sagen, ob nicht vielleicht irgendwas Neuheitsschädliches schon längst kursiert. Zu dem Zeitpunkt des Prototypenbaus weiß man meist noch nicht, ob man (finanziell gesehen) eine Kartoffel oder einen riesigen Diamanten in Händen hält. In ca. 97% ist's nur eine Kartoffel, die aber mit einem teuren Tresor (Patent) zu schützen ist, wenn man will, dass sie einem wirklich gehört. 5-stellige Summen sind da ganz normal.
Ich kenne mindestens einen Ingenieur, der selbst sagt, dass er sich hüten wird, patentfähige Ideen zu haben. In einer Rennsportabteilung an forderster Front!
Das Land der Dichter und Denker macht sich selbst zum bürokratischen Esel.
Danke.
Servus Christoph Müller
Das würde ich nicht für jeden Bereich der Normung unterschreiben. Normen können auch unterschiedliche Verfahren vereinheitlichen und einen Wildwuchs vermeiden. Das nicht jede Idee auch in der Praxis zur Norm wird, das soll auch vorkommen.
Gruß Udo
Hallo Holger,
pro Sitzung 2 Tassen Kaffee und wahlweise ein Mineralwasser oder Saft. Und bis zu 3 belegten Broetchen, wenn man schnell ist...
Gruesse Hartmut
Eigentlich bekommt man sie nur aus der Hochschulbibliothek. Fakt (1) Auch ich finde die Preise für div. Normen nicht angemessen. Aber das ist nicht nur bei Beuth und VDE so, sondern auch im PC Sektor, namentlich zum Beispiel div. Protokolle wie etwa CanOpen oder ganz zu schweigen von irgendwelchen Microsoft und Geheim Laufwerksfunktionen oder Kopierschutzmechanismen wenn man auf ein Datenträger Medium zugreifen möchte. Unsere Neuen Gesetze gehen praktisch schon in Richtung Verbot von öffentlichen Normen für neue technische Standards - zumindest für Otto Normalbastler.
Fakt (1) fürht zu Problem (2) mit den fehlenden Normen in der Bibliothek. Weil das Zeugs arschteuer ist, Die Macher wollen nicht dass es irgendjemand liest, deshalb ist es arschteuer.
Folge (3) Die Normen gehören wegen der wissenschaftlichen Verbindlichkeit zum Präsenzbestand von Unibibliotheken und sind deshalb nicht ausleihbar, sondern man kann sie nur in der Bibliothek lesen.
Folge (4) Weil die Normen nicht ausgeliehen werden können, werden sie in der Bibliothek einfach geklaut
Folge (5) Damit die Normen nicht soviel geklaut werden, stellt die Bibliothek direkt neben dem Normenregal den Kopierer auf. Mit dem Hinweis dass Kopieren verboten ist, ist ja auch wirklich alles in Ordnung und es erspart jeder Bibliothek riesige Mengen an Kosten zur ständigen Nachbestückung der fehlenden Blätter.
Folge (6) weil trotzdem noch jede Menge geklaut wird und vor allem neue und relevante Normen ständig fehlen, haben Uni Bibliotheken i.d.R. ein Backup, d.h. gleich einen zweiten Satz Normen irgendwo rumstehen. Wenn eine Norm fehlt, geht man also zum Bibliothekar und sagt man möchte dies Norm sehen. Der Bibliothekar blätter sodann aber genauso hilflos rum und findet nichts, was zur Folge hat, daß in einer anderen Zweigstelle eine legal autorisierte Fotokopie angefordert werden kann. Hierfür gibt es dann Stempel mit dem Segen des Beuth Verlages usw.
Folge (7) Das Problem daß für einen Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen irgendwer kräftig Kasse machen will besteht nicht nur bei Normen sondern Generell. Siehe
Folge (8) Deutschland wird zum Schlusslicht der EU und im Internationalen Wettbewerb (allerdigs auch wegen anderer Fakten)
Und die Industrie schickt ihre Leute ja bekanntlich aus purem Altruismus in diese Gremien und weil dere Normenverkauf ein so ungeheuer lukrativer Geschäftszweig ist und hat keinerlei Interesse, daß eigene Vorgaben von möglichst vielen anderen übernommen werden.
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