VCO 20 bis 35 MHZ

Jun 18, 2007 28 Replies

Hallo,



der Geschmack kommt offensichtlich mit dem Essen. Als ich den Schaltplan für die Pound-Drever-Regelung mit den "Auftraggebern" durchgegangen bin, kam der Wunsch nach einer halbwegs eng benachbarten Oszillator-Frequenzen für benachbarte Geräte auf. Irgendwelche Frequenzteilereien von einem Master-Oszillator wären in diesem Fall nicht so schlau, weil man gerade Frequenzverhältnisse Übersprechen begünstigt. Also wäre wohl ein VCO als Alternativ-Bestückung zum Quarzoszillator das Mittel der Wahl. Dass man sich beim VCO mehr Jitter einfängt wird in Kauf genommen. Nicht alle der geplanten Anwendungen für die Pound-Drever-Stabilisierung sind gleich kritisch.



Ich weiß, dass man so einen VCO kostengünstig diskret aufbaut - Besonders wenn man joerg heißt... Für mich zieht aber auch der Charme der integrierten Lösung, die einfach funktioniert ;-)



Eine Stichwortsuche bei Distributoren lieferte nicht viel, aber immerhin auch den TCL2932A. Das ist gedacht als vollständiger PLL inklusive Phasendetektor. Leider scheint es keine Application notes dazu zu geben. (

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) Ich würde den Phasendetektor über das Beinchen "PFD INHIBIT" schlafen legen und lediglich den VCO vor sich hin schwingen lassen. Im Datenblatt wird bemerkt, dass man die Stromversorgung für die interne Logik getrennt von der des VCOs halten solle. Kann es sein, dass das in meinem Fall ignorieren kann, weil die Logik ohnehin nur für den Phasendetektor gebraucht wird?


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Kai-Martin Knaak Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik tel: +49-511-762-2895 Welfengarten 1, 30167 Hannover fax: +49-511-762-2211 GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Dann schau Dir den AD9850 DDS an, oder den AD9851. Du kannst die Frequenz mit 48 Bit Auflösung einstellen, brauchst keine PLL und bekommst trotzdem ein quarzstabiles und jitterarmes Ausgangssignal, so der DDS-Takt ebenfalls quarzstabil ist. Ein ganzzahliges Taktverhältnis ist bei DDS nicht notwendig.

In dem Frequenzbereich lohnt heute der Designaufwand mit einer PLL praktisch nicht mehr, wenn ein enges Frequenzraster gefragt ist, und ein VCO ohne PLL wird ziemlich herumeiern.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Im Prinzip gebe ich Dir Recht. Mir und hier fehlt aber (noch) die nötige Infrastruktur, um den zur Ansteuerung nötigen µC mal eben aus der Schubade dazu zu malen. So ein DDS beißt sich deshalb mit der Vorstellung, dass das Gerät schnellstens funktionsfähig sein soll.

Der Anwendung ist die Konstanz der Frequenz bis auf den Jitter ziemlich egal. Ich werde sehen, ob der frei driftende VCO ausreicht, oder nicht. Im Zweifelsfall gibt es ja immer noch die Möglichkeit Quartz-Oszillatoren einzusetzen. Und wenn alle Stricke reißen, kann ein externer Funktionsgenerator als Krücke genutzt werden, bis in der nächsten Version die DDS-Taktik kommt.

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Kai-Martin Knaak Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik tel: +49-511-762-2895 Welfengarten 1, 30167 Hannover fax: +49-511-762-2211 GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Es sei denn, man muss etwas auf die mW aufpassen. DDS braucht ja leider immer noch einiges an Leistung.

Tschüss, Martin L.

Kai-Martin Knaak schrieb:

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Schneller geht es vermutlich nicht. Sollte auch über den Shop des "Funkamateur" erhältlich sein.

HTH

Frank

Minicircuits hatte ich bisher ausgeschlossen, wegen deren zuweilen überraschend länglichen Lieferzeit, gekoppelt mit "interessanten" Mindermengen-Rgelungen (Schlechte Erfahrung vergisst man so schnell nicht...)

Diese Bezugsmöglichkeit kannte ich bisher noch nicht. Danke für den Hinweis. 26 EUR pro Stück sind allerdings ein gutes Stück Brot.

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Kai-Martin Knaak Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik tel: +49-511-762-2895 Welfengarten 1, 30167 Hannover fax: +49-511-762-2211 GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Hallo Kai-Martin,

Wenn die Frequenzen danach nie mehr geaendert werden sollen, bietet sich die Brachialloesung an: Man baut x Quarzoszillatoren und bestellt bei einem Quarzschleifer x Quarze. Dann ist es spektral sehr sauber, braucht wenig Strom, braucht keinen SPI-Futtertrog wie DDS und viel mehr als 10 Euroni sollte das pro Quarz nicht kosten.

Was auch geht, aber nur mit einem HF-Spezi an Bord: Quarzoszillator generiert, sagen wir mal, 32786Hz hartes Rechteck, weil es die Dinger fuer zehn Cents gibt. Nun fuettert man das in etliche freischwingende Oszillatoren und laesst jeden auf einer anderen Oberwelle rasten. Wenn man die nicht temperaturstabiler als etwa +/-5kHz hinbekommt, nimmt man eben 455kHz oder so.

Habe ich noch nie getrennt. Und das auch nie bereut. RC abfiltern langte immer.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Kai-Martin Knaak schrieb:

Oder der "Lohn" für etwa eine viertel Technikerstunde ;-)

MfG

Frank

Schon klar. Nur: Was bei mir auf dem Konto landet, ist weit ab von den hier angepeilten

100 EUR/Stunde. Ich schreibe ganz gerne ein paar mehr Bauteile auf die Bestellung, als eigentlich gebraucht werden. Das geht bei 2.35/Stck latürnich schmerzfreier und erhöht die Flexibilität bei späteren "Nachbestellungen".

Außerdem habe ich jetzt den TLC2932 schon im Layout drin. Da würde die Minicircuits-Kiste auf noch mehr Viertelstunden hinauslaufen...

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Kai-Martin Knaak Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik tel: +49-511-762-2895 Welfengarten 1, 30167 Hannover fax: +49-511-762-2211 GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Von dem, was ein Auftraggeber zahlt, bis zu dem, was auf Deinem Konto erscheint, ist ein langer Weg...

Uwe Bonnes bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt --------- Tel. 06151 162516 -------- Fax. 06151 164321 ----------

Bei einem Schleifer aus der Ger=FCchtek=FCche auf der Webseite nachgesehen:

29,50 EUR pro Quarz zzgl. 6 EUR Versand -> also doch etwas mehr

Hallo Stefan,

Ich meinte bei Bestellung in Asien. Aber auch Quarztechnik in Daun (Eifel) wurde vor 2-3 Jahren mal von jemandem mit 18 Euro angegeben. Der Job beinhaltete das Ausmessen eines Quarzes, der dupliziert werden sollte. Dieser Arbeitsgang kann ja hier entfallen.

Auch koennte man untersuchen, ob nicht Standardquarze aus der Funktechnik gehen, die es fuer ganze Kanalraster gibt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

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war immer gut und günstig, da bestelle ich hin und wieder Quarze für antike Funkgeräte :)

Joerg schrieb:

Unlängst habe ich dort 15,90 netto bezahlt.

MfG

Frank

Wahrscheinlich, weil kein Ausmessen eines Musters noetig war. Koennte mir auch denken, dass sie bei Bestellung vieler Quarze noch billiger wuerden.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Joerg schrieb:

Jep!

Das war der Preis für einen und auch für 12 (identische) Quarze.

MfG

Frank

Fuer Kai-Martin koennte der Preis vielleicht im Rahmen liegen. Manchmal ist die Brachialloesung die einfachste. Spektral wird das auf jeden Fall eine saubere Sache. Overhead wie Bus-Steuerung entfaellt auch, der Overhead reduziert sich auf das Durchgeben einer Kreditkartennummer ;-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Jetzt mache ich erstmal mit alternativer Bestückung VCO und Standard- Quarz-Oszillatoren von Crystek. Wenn sich dann am Experiment herausstellt, dass die VCO-Lösung merklich schlechtere Ergebnisse bringt, wird bei der nächsten Version über Quarze nach Maß nachgedacht. Danke für den Tipp. Ich wäre nicht darauf gekommen, dass sowas für Normal- Sterbliche zu machen ist.

Hier wäre es meine private Nummer --- Irgendwie scheint es für ein Institut schwierig zu sein, für solche Zwecke eine Kreditkarte vorzuhalten. Bei größeren Beträgen bekommt man einen Vorschuss überwiesen...

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Kai-Martin Knaak Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik tel: +49-511-762-2895 Welfengarten 1, 30167 Hannover fax: +49-511-762-2211 GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Hallo Kai-Martin,

Hoert sich nach Aufwand an, sieht aber edler aus. Die Schaltungen, die ich heutzutage entwerfe, wuerden an Hochschulen mit ziemlicher Sicherheit als "unedel" angesehen. Geht eben alles nur noch nach BOM Kosten.

Das ist wegen der Funkamateure. Die halten diesen Quarzmarkt am laufen.

Geht m.W. in Daun auch per Vorauskasse. Bei Instituten eventuell sogar auf Rechnung, muesste man anfragen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Die Kreditkarten-Wedelei kommt im wesentlichen bei USA-Käufen zum Einsatz :-) National sind Überweisungen normal und kosten keinen Aufpreis. Im europäischen Ausland geht es mit den Gebühren los uns über den Atlantik übersteigen die Gebühren und Aufschläge der Versender für "wire transfer" schnell den Wert der Ware. Gerade letzte Woche bei Mouser erlebt: Bei denen erhöht sich dei Rechnung pauschal um 25 USD, wenn es wire transfer sein soll. So ganz nachvollziehbar finde ich das in einer Welt, wo sogar Bier im Contaeiner für kleines Geld um den Globus schippert, nicht.

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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

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