Temperatur-Schaltung bis -60°C (digital)

Aug 16, 2003 9 Replies

Hallo NG!



Gestern bekam ich eine ICQ-Nachricht, ob ich nicht eine Schaltung bauen kann, die man beliebig aktivieren kann, dann einen Verdichter (von einer Tiefkühltruhe) anschaltet und dann wartet, bis das ganze bis -20°C heruntergekühlt hat. Dann soll der PC angeschaltet werden. Die Temperatur, die bis -60°C heruntergeht, soll auf einem Display angezeigt werden.



Das ganze soll für Overclocking sein, bei dem eine 1,8GHz CPU auf 3,2GHz übertaktet wurde. Ich finde das ganze auch so ziemlich bekloppt, aber naja...



Ich habe mir zuerst gedacht, dass das mit einem DS1821 machen könnte, aber der hat seine Grenze bei "nur" -55°C.



Da ich mit µCs auch nicht wirklich im Reinen bin (siehe ältere Postings) und er es mit einem Solchen haben will, würde ich das gerne in den Raum stellen. Wenn einer zu solch einer bekloppten Tat bereit ist, schreibt es einfach ;)



MfG



Chris


http://www.hobby-elektronik.de.vu ICQ: 176979879

Hallo NG!

Das ganze Thema hat sich erledigt. Er wird sich auf mein anraten an Conrad Elektronik wenden. Die werden sich freuen...

Lästern ist hier natürlich erlaubt/erwünscht ;)

MfG

Chris

Wozu? Eine einfache Temperaturmessung mit NTC und Komparator, der über ein ein Relais den Rechner anwirft, sollte es doch auch tun. Die Tiefkühltruhe, die man zu diesem Zweck offensichtlich opfern will, enthält die dafür nötige Technik bereits fertig aufgebaut. An der Stelle, wo normalerweise der Kompressor ausgeschaltet wird, sollte man den Rechner anschalten. Mit ein bißchen Glück braucht man dafür nur einen Relais-Anschluss umzukabeln. Auch die Temperaturanzeige wird bei nicht allzu museumsreifen Exemplaren bereits mitgeliefert. Keine Programmierung, keine Schnittstellen, kein Systemabsturz :-)

Na ja. Man könnte die Umgebung des Prozessors imklusive der Platinenrückseite großzügig mit Silikonkautschuk vergießen. Das sollte im Notfall auch noch wieder zu entfernen sein.

In der Originalfrage steht was von -60°C. Ist es so klar, dass sich eine Kältemaschine aus einer Tiefkühltruhe dafür eignet? Genug Wärme wird sie schon wegpumpen können. Aber das in den Rohren umlaufende Kühlmittel könnte irgendwann fest werden und dann geht gar nichts mehr.

Ich würde mir Sorgen wegen der dabei auftretenden Temperatur- Gradienten machen. Wenn die Kühlung wirklich Sinn machen soll, dann heizt sich der Chip an den heißesten Stellen auf 50° oder mehr auf. Innerhalb weniger Millimeter soll das dann auf Tiefkühltemperatur fallen. An weniger intensiv schaltenden Stellen des Chips wird die Temperatur weit niedriger sein. Das erzeugt Verspannungen bei denen ich es plausibel finde, wenn es Risse im Silizium gibt.

Fette Rechner-Netzteile sollten direkt erhältlich sein. Damit der Spannungsabfall auf der Platine nicht zu groß wird, sollte man den Laitungsquerschnitt mit parallel laufenden Kabeln vergrößern. Die Masse braucht womöglich auch Unterstützung.

Wie sieht es denn mit den anderen die Geschwindigkeit des Rechners bestimmenden Teilen aus? Mit welcher Frequenz soll der Bus getaktet werden? Passt das timing der Kommunikation mit North- und Southbridge noch? Ok, ich habe keine Ahnung vom Overclocking. Der beste Weg einen Rechner zu beschleunigen scheint mir, ihn später zu kaufen. Die drei GHz sollte es in einem Jahr bein Aldi geben ;-)

Tschüss, ------

Kai-Martin Knaak kmkn@tem-messtechnik.de gpg-key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=kai-martin&op=index&exact=on

"Christof Rueß" schrieb

Welches Thema?

Lutz

Olaf Kaluza schrieb im Beitrag ...

Nicht wirklich. Er will eine 1.8GHz-CPU auf 3.2GHz 'tunen', obwohl es

3.2GHz-CPUs einfach im Laden zu kaufen gibt, ohne Kuehlschrank.

Er kommt mir eher vor, wie die Kleinkinder, die einen VW Polo 'tunen', und uebersehen, das jedes anstaendige Auto sowieso schneller ist, und danke besserem Drumrum (Fahrwerk) auch immer bleiben wird.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hallo!

Ich fahre seit langer Zeit ein 21-Gang MTB 1 MS ohne Radio :D

MfG

Chris

Christof Rueß spoke thusly:

*ROTFL* Klar. Deswegen gehen AMDs ja auch kaputt, wenn sie überhitzen und drosseln sich nicht selbst automatisch wie P4s. (Klar, daß man da einen Kältekompressor als Kühler braucht.) Und weil Intels "minderwertig" sind, rechnen P4s gleich ge- rated-e Barton-Kerne an die Wand. (Klar, daß man die AMDs dann übertakten muß.)

Tschüs,

Sebastian

PS: Wie sich die Verhältnisse mit dem Athlon64 entwickeln, bleibt abzuwarten.

"Katana, Wakizashi, Katana - so mag ich meine Frauen!" O-Ton "EvilTechno"

Michael Linnemann spoke thusly:

Ich dachte, die entsprechenden Schaltkreise seien in der CPU on- die?

Nein, Benchmarks.

Ich rede ausschließlich von Pentium 4 vs. AMD Athlon mit "Barton"-Kern.

Tschüs,

Sebastian

"Katana, Wakizashi, Katana - so mag ich meine Frauen!" O-Ton "EvilTechno"

Hallo!

Stimmt. Im ersten und im letzten stürzt das Fahrrad ab. (Kette fällt runter) Da hilft nur ein Kaltstart :D

MfG

chris

Dem muss ich hier mal vehement zustimmen!

Ich fahre seit 3 Jahren einen 87er Polo (natürlich ungetunt, sonst ginge das nicht), den ich damals für 800,-DM erstanden habe, mittlerweile seit 52k km! Nur einmal neue Bremsbeläge und 2 Reifen. Wenn das nicht anständig ist! Also nee, nix gegen Polo!

Dito!

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