Innerhalb des Bahnnetzes ist das sicherlich der Fall, und es dürfte in den Ausbildungsunterlagen für Bahntechniker eine Menge Papier zum Thema "wie vermeide ich Störungen in Signal- und Kommunikationskabeln, die parallel zu Oberleitungen verlaufen" geben.
Unser normales Stromnetz ist vom Bahnnetz aber vollständig getrennt und verläuft nur über kurze Strecken parallel dazu, so daß hier nichts zu befürchten ist. Es gab in der Vergangenheit lediglich ein Problem mit induktiver Beeinflussung von Röhrenmonitoren in der Nähe von Oberleitungen, aber nachdem CRTs ausgestorben sind...
Die immer vorhandenen Störungen im (Haushalts-)stromnetz können ein korrekt konstruiertes Gerät nicht beeinflussen. Wenn sie es doch tun, liegt der Fehler zu 99.9% am Gerät. Es ist also der richtige Ansatz, dort anzusetzen.
Externe Filter sind nur Notlösungen, da sie Störungen nicht beseitigen, sondern nur nivellieren. Vor ihrem Einsatz muss die konkrete Störung zunächst analysiert werden, damit das richtige Filter ausgewählt werden kann. Alles andere ist Voodoo.
Vorsicht - es gibt einen (in Deutschland recht verbreiteten) USV-Hersteller namens "Sinus", dessen Produktsortiment keineswegs nur Wechselrichter mit Sinusausgang enthält.
Unabhängig davon liefern auch echte Sinus-Wechselrichter, wie bereits gesagt, nur eine treppenförmige Annäherung. Das kann dann mehr oder weniger gut gefiltert sein, aber um es wirklich sauber zu bekommen, müsste man viel kostenintensiven Aufwand treiben.
5% sehen auf dem Oszilloskop schon ziemlich übel aus und sind häufig wahrscheinlich schlechter als das örtliche Stromnetz.Hergen