Sinusform der Netzspannung

Mar 29, 2013 45 Replies

Innerhalb des Bahnnetzes ist das sicherlich der Fall, und es dürfte in den Ausbildungsunterlagen für Bahntechniker eine Menge Papier zum Thema "wie vermeide ich Störungen in Signal- und Kommunikationskabeln, die parallel zu Oberleitungen verlaufen" geben.

Unser normales Stromnetz ist vom Bahnnetz aber vollständig getrennt und verläuft nur über kurze Strecken parallel dazu, so daß hier nichts zu befürchten ist. Es gab in der Vergangenheit lediglich ein Problem mit induktiver Beeinflussung von Röhrenmonitoren in der Nähe von Oberleitungen, aber nachdem CRTs ausgestorben sind...

Die immer vorhandenen Störungen im (Haushalts-)stromnetz können ein korrekt konstruiertes Gerät nicht beeinflussen. Wenn sie es doch tun, liegt der Fehler zu 99.9% am Gerät. Es ist also der richtige Ansatz, dort anzusetzen.

Externe Filter sind nur Notlösungen, da sie Störungen nicht beseitigen, sondern nur nivellieren. Vor ihrem Einsatz muss die konkrete Störung zunächst analysiert werden, damit das richtige Filter ausgewählt werden kann. Alles andere ist Voodoo.

Vorsicht - es gibt einen (in Deutschland recht verbreiteten) USV-Hersteller namens "Sinus", dessen Produktsortiment keineswegs nur Wechselrichter mit Sinusausgang enthält.

Unabhängig davon liefern auch echte Sinus-Wechselrichter, wie bereits gesagt, nur eine treppenförmige Annäherung. Das kann dann mehr oder weniger gut gefiltert sein, aber um es wirklich sauber zu bekommen, müsste man viel kostenintensiven Aufwand treiben.

5% sehen auf dem Oszilloskop schon ziemlich übel aus und sind häufig wahrscheinlich schlechter als das örtliche Stromnetz.

Hergen

Was ein Aufwand!

Ein handelsübliches 2-Kanal Oszi und die Minus-Taste drücken hätte es auch getan. Die 400V können die meisten 1:10 Tastköpfe out of the box. Die beiden Masseklemmen der Tastköpfe klemmt man dann einfach zusammen und natürlich /nicht/ an das Netz. Evtl. kann man sie auch PE hängen. Das hängt etwas davon ab, wie das Oszi geerdet ist.

Steht bei den Tastköpfen dabei. Meist sind es so um die 400V (DC) bei

1:10 Köpfen. Manche vertragen auch etwas mehr z.B. 600V. Kann natürlich sein, dass es bei Billig-Tastköpfen auch mal weniger ist. Ich kenne Nur verschiedene Hameg, Tektronix und Lecroy. Da ist 400V das Minimum - jedenfalls unter 1 MHz.

Aufpassen muss man, wenn das SNT mit gleichgerichteten 320V DC in den Übertreger rein taktet bei Fly-Back-Wandlern. Denn dann geht die Spannung am Schaltransistor natürlich deutlich höher. Im Falle von TV-HOTs sogar bis fast 2kV. Bei anderen Fly-Back Netzteilen üblicherweise eher bis 600V.

Naja, im realen Leben wird so mancher auch oft genug mal ohne Netztrennung gemessen haben. Man muss halt wirklich wissen, was man tut. Aber das sollte man so oder so, wenn man direkt mit offen zugänglicher Netzspannung hantiert. Spätestens, wenn das (geerdete) Oszi dran hängt, bringt der Trenntrafo nämlich /keinen/ Sicherheitsgewinn mehr für den Arbeiter. Er schützt nur die Komponenten vor Zerstörung respektive ermöglicht erst eine sinnvolle Masseverbindung zum Oszi.

Marcel

Wolltest Du diese Message nicht erst am 1.4. senden?

H.

Nein, die "Geräte" werden schon seit über 10 Jahren verkauft.

Norbert

Immer zum ersten April? Aber im Erst, wer kauft denn Glassicherungen für ? 35,-, eben außer am ersten April?

mfg hdw

Norbert Hahn schrieb...

Ich wollte die URL schon als hifi_atome lesen. Dort könnte man die Leistung eines Verstärkers dann in mol angeben.

- Heinz

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