Und warum wird der Fernseher, wenn er so gedreht wurde, dass Farbfehler entstehen, dann doch wieder "entmagnetisiert"? Das "Entmagnetisierfeld" wird ja langsam zurückgefahren. Meinst du, dass dann die Maske quasi auf das Erdfeld "eingeschüttelt" wird? So gesehen hast du recht, hatte ich mir noch nie überlegt. Interessant. Das Problem ist, dass vorher die Magnetmaterialien die externen Felder quasi auf sich konzentrieren. Die Ferritantenne nützt das aus, bei der Bildröhre ist das natürlich Mift.
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Hallo,das mit der selbstr=FCckstellende Sicherung ist genau das was ich mir...
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Rupert Haselbeck
Marcel Mueller schrieb:
Ich hab das heute nachmittag mal tatsächlich ausprobiert, als ich im Keller ohnehin den alten 80 oder 90 Zentimeter-Monster-Fernseher aus dem geerbten Haushalt woanders hin stellen musste. Zwar hab ich keine Drehscheibe für das schwere Teil, aber es sollte ja genügen, das Ding in zwei 90° Schritten zu drehen. Und siehe da, keinerlei Änderung in der (sehr guten für ein CRT- Gerät) Bildqualitär. Vor allem keine Farbschleier oder Farbsäume oder dergleichen. Angesichts der doch recht geringen Stärke des Erdmagnetfelds hierzulande im Verhältnis zu den Feldern der Ablenkspulen und den durch die Entmagnetisierung abzubauenden Feldern der Maske hat mich das jetzt aber auch nicht sonderlich gewundert.
MfG Rupert
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Rolf Bombach
Rupert Haselbeck schrieb:
Hat das Gerät eine Entmagnetisierung? Magnetisierung macht eher grossflächige Farbfehler, keine Farbsäume. Loch- oder Streifenmaske? Sony? Rotschalter auffindbar?
Andernorts ist das Erdfeld auch nicht viel grösser. Ausserdem geht es um die Magnetisierung der Lochmaske. Die Farbfehler entstehen nicht durch den Einfluss auf den Elektronenweg im Raum der Röhre, das verschiebt nur geringfügig das Bild. Den Unterschied zwischen H-Feld und B-Induktion und den dazwischenliegenden Faktor kennst du allerdings, oder?
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Rupert Haselbeck
Rolf Bombach schrieb:
Das Gerät hat freilich eine Entmagnetisierung.
Es handelt sich um ein Sony Modell <Irgendwas>, wohl mit Streifenmaske, wird zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre alt sein
Was ist denn ein Rotschalter, hab ich noch nie gehört
Ja, eben deshalb hätte es mich verwundert, wenn die Orientierung im Raum hier eine Rolle spielen würde. Immerhin soll die Entmagnetisierung doch dafür sorgen, dass eine durch das Erdmagnetfeld verursachte Magnetisierung der Lochmaske abgebaut wird.
Ein wenig ist vom Physikleistungskurs noch hängengeblieben. Und an der TU wurde das Thema wohl auch mal angerissen...
MfG Rupert
M
Marcel Mueller
Am 20.05.20 um 22:50 schrieb Rupert Haselbeck:
Ja, klar, wenn er während dessen nicht ausgeschaltet wird, reichst das.
Zufällig Trinitron? Die sind weniger anfällig, weil sie zum einen eine geringere Auflösung haben (gröbere Maske) und zum anderen nur in einer Dimension empfindlich sind. Aber stelle ihn mal auf den Kopf. Damit habe ich noch jeder Farbröhre etwas esoterische Farben entlocken können - ja ich weiß, das macht man in der Gewichtsklasse nicht freiwillig. ;-)
Das Erdfeld reicht schon. Bei 25 keV und 50µT hat man einen Biegeradius von ca. 4m. Das hört sich viel an, aber bei einem halben Meter Flugstrecke durch die Röhre (längeren Weg zu den Rändern nicht vergessen) reicht das schon für eine erkleckliche Abweichung. Das ist aber erst mal noch nicht schlimm, da es das Bild nur ein wenig verschiebt.
Aua ist, dass die Nickel-Eisen-Maske das Erdfeld konzentriert wie ein Ferritstab, und dadurch auf den letzten Millimetern, die Flugrichtung ändern kann - die Winkeländerung ist das eigentliche Problem. Die beeinflusst die Frabreinheit, weil jetzt ein Teil der Elektronen auf der falschen Farbe ankommt. Die Farben werden flau, im Extremfall sogar falsch. Letzteres tritt eher bei höher aufgelösten Computermonitoren auf. Der Idealzustand ist, wenn sich die Maske homogen in das Erdfeld integriert, ohne es lokal zu verzerren. Und genau das erreicht die Entmagnetisierungsspule, die ja nicht um 0, sondern um das Erdfeld wackelt.
Jetzt kann man natürlich fragen, warum man ausgerechnet ein magnetisches Material als Bildmaske verwendet. Die Auswahl an Materialien, die den Strom leiten und denselben (geringen) thermischen Ausdehnungskoeffizient wie Bleiglas haben, ist halt recht übersichtlich. Und Platin-Iridium stand nicht ganz oben auf der Einkaufsliste. ;-) Nickel-Eisen-Legierungen hingegen sind billig und kann man supergut abstimmen.
Marcel
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Rolf Bombach
Rupert Haselbeck schrieb:
Aha, ja, die Röhren halte einiges aus.
Zur Überprüfung und zur Justage der Farbreinheit können/konnten grün und blau abgeschaltet werden. Manchmal war der Schalter in einem Schlitz der Lautsprecherabdeckung versteckt und in der Tat schwer auffindbar. Gab IIRC noch einen zweiten Schalter, dessen Bedeutung ich allerdings vergessen habe.
Magnetismus mochte ich nie. Hundert Jahre vorher hat fast jeder, der sich mit Magnetismus beschäftige, eine Einheit bekommen, selbst der gescheiterte Bettelstudent Tesla. *duck*
G
Guido Grohmann
Rolf Bombach schrieb:
Aber nicht mehr bei Inline-Röhren. Bei Delta-Röhren war dies in der Tat so, aber die sind bei Fernsehgeräten in den 80ern ausgestorben.
Guido
W
Wolfgang Allinger
#MeToo
ACK YMMD
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
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Rolf Bombach
Guido Grohmann schrieb:
Ja, stand im Folgeposting, dass es ein Sony ist. Für Quiche-eater halt.
Bei Delta mindestens 20 Einstellpunkte für statische und dynamische Konvergenz. Und Rotation. Und elendes Gefummel an den Farbreinheitsmagneten. Von der politisch heiklen Ost-West-Korrektur ganz abgesehen. Farbdifferenzverfahren natürlich, Weissabgleich über Schirmgitterspannung, IIRC. So was erhält Arbeitsplätze!!11!!! Ich will meinen Ionenfleck zurück!!1!
G
Guido Grohmann
Rolf Bombach schrieb:
Die letzteren befummelt man zuerst.
Die gabs auch bei den Inlineröhren noch.
Das kenn ich so nicht. Aber ich hab recht wenig Erfahrungen mit den Deltakisten gemacht.
Nö. Die Kisten würden heutzutage einfach entsorgt.
Oh, jetzt wirste aber richtig altmodisch. Paß auf, daß du nicht in die Ionenfalle tappst. ;)
Guido
R
Rolf Bombach
Marcel Mueller schrieb:
Nunja, der "Invar-Effekt" ist halt ein magnetischer.
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Wieso Bleiglas?
Hat das einen speziell niederen Ausdehnungskoeffizienten? Nichdassichwüsste.
Das ist allerdings wahr. Kovar zum Beispiel.
G
Gerrit Heitsch
Abschirmen der Röntgenstrahlung.
Gerrit
R
Rolf Bombach
Sorry, sehe den Beitrag erst jetzt.
Das Bildschirmglas ist dick genug, um auch ohne Blei abzuschirmen. Die umweltchemisch bedenklichen Bleibestandteile sind in den
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mfg Rolf Bombach
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Gerrit Heitsch
Anscheinend haben das aber nicht alle Hersteller so gesehen wie in deinem Quote weiter unten.
Gerrit
C
Chris Jones
z.B.:
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[...]
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Rolf Bombach
Chris Jones schrieb:
Weissglut am Arbeitspunkt.
ich sie nie gesehen.
mfg Rolf Bombach
H
horst-d.winzler
Am 24.07.20 um 21:28 schrieb Rolf Bombach:
In DE etc wurde die verbesserte Form der PD500, die PD510, eingesetzt.
---hdw---
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Rolf Bombach
"The industry uses both a lead free and a 2% to 3% lead facepanel composition with a trend toward increasing the use of the no-lead composition."
Also geht es. Wahrscheinlich hat Blei weitere Vorteile, von billig
als Blei.
hinreichend gut, bei 20 keV ist die Absorption allerdings auf etwa
20/cm runter (CaF2 mal als Vergleichssubstanz angenommen). Bei 13 mm
mfg Rolf Bombach
H
Heinz Schmitz
Wenn bei uns Vorschriften einen Sinn haben, kann das nicht sein. Denn
ein Limit von 25kV hingewiesen.
H.
G
Gerrit Heitsch
Gerrit
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