SD-Karte takten und entklingeln

Mar 13, 2009 76 Replies

Kommt drauf an was man machen muss :-)

Hier liegt derzeit eine Chose an, bei der die Spannung nach Auskuppeln der Regelschleife (oder wenn der uC zickt) bis 100kV geht. Da springt schnell mal was ueber. Hameg hatte das bei meinem ersten Oszilloskop, ueber 35 Jahre alt und noch immer voll fit, sehr geschickt geloest. Die erste Runde JFETs sitzt in Transistorsockeln. Tektronix hatte frueher ein Pi-Paeckchen Loetzinn beigelegt, schoen im Scope festgezurrt.

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Tek ist wohl nicht mehr das, was sie früher mal waren. Hatte letzten eine Anfrage bei Tek, wegen eines Ersatzteiles zur P6205 -Probe. Da wird nichts mehr repariert und es gibt auch keine Ersatzteile. Nur noch komplett für ca. 800,- EUR zu erwerben :-(( Im Tastkopf selbst ist auch alles gequetscht und vercrimpt. Da geht gar nichts mehr.

Das ist beim P6201 oder P6202 noch anders. Ende des Monats stelle ich mal wieder einen P6202 ein. Falls also Interesse besteht ....

Dirk

Das muss aber was moderneres gewesen sein. In meinem alten 7er sind alle Transistoren gesockelt. Ehrlich gesagt macht mir das ein wenig Angst. SOVIELE Kontaktstellen in einem >30Jahre alten Geraet....

Olaf

=20

Ich habe noch einen 547 rumstehen. Halt Romantiker ;-) In dem sind Transistoren wie auch Gl=FChtransitoren gesockelt. Gab noch nie Probleme mit den Sockeln. Offensichtlich verstanden die damals noch etwas von Qualit=E4t und Langlebigkeit.

--=20 mfg hdw

Joerg schrieb:

[...]

Als Analogspezialist solltest Du _auch das_ selbst herausfinden können.

Servus

Oliver

Oliver Betz, Munich despammed.com might be broken, use Reply-To:

Ich hab noch einen 465 der vor ein paar Jahren immer schlechter triggerte. Hat sich dann als schwarzfaeule an einem IC herausgestellt. Da waren alle Beine schwarz angelaufen. Aber nach dem putzen funktionierte wieder alles.

BTW: Nachdem ich hier gerade den 7623 zerlegt habe und da erstmal nicht weiterkomme ohne ErsatzIC, habe ich mir mal den 7L13 vorgenommen. Der funktioniert zwar technisch einwandfrei, aber die Drehschalterkombination aus Abschwaecher und Verstaerker hat manchmal etwas gehakelt. Nachdem ich alles zerlegt hatte kam mir der Verdacht das da wohl ein kompliziert geformtes Abstandsscheibchen fehlt. Also mal kurz die Fraese angeworfen und es nachgefertigt, schaltet sich wieder wie neu. :-)

Olaf

Tja, das Ergebnis ist, dass Leute wie ich teilweise zu asiatischen Messgeraeten ausweichen. Das IMHO peinlichste war die TDS2xx Serie, die bei analogen Messungen oft in ihrer eigenen EMI erstickt (kommt vermutlich vom Backlight Inverter). Wenn sich jemand wundert wo die

40/80kHz herkommen: Nicht laenger wundern.

Und dann war da der Recall ...

[...]
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Hmm, in meinem 7704A ist vieles geloetet. Vielleicht ist das zu neu :-)

Tektronix hatte schon ordentliche Sockel. Anders bei HP. Mein 4191 fiel mal aus und das verursacht in meinem Ingenieurbuero etwas Krisenstimmung. Er hielt ums Verplatzen seine Kalibrierung nicht. Da vermutet der Analogix natuerlich ein HF Problem. Stundenlang gesucht. Was war es am Ende? Die sauteuren keramischen EPROMS sitzen in Billigstsockeln und einer von hunderten von Kontakten hatte einen Wackler. Der trat nicht auf, wenn man die Motorhaube auf hatte (der Prozessorteil ist ausklappbar), da sah auf dem Scope und Logic Analyzer alles normal aus.

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Ich hab's aber lieber schneller und ein asiatisches DSO gekauft :-)

(allerdings nicht deshalb)

Das wegzensierte stimmt aber. Leider. Einer der Schaltregler da drin pfeift geleitet raus, vermutlich ist es der Backlight-Inverter. Sowas darf IMHO bei Scopes einfach nicht passieren. Noch peinlicher war dann dies:

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Fuer digitale Geschichten sind die kleinen Koefferchen dennoch ganz gut brauchbar, fuer meine Jobs i.d.R. nicht.

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"=?UTF-8?Q?G=C3=BCnther?= Dietrich" :

Danke Guenther, dass ist ein richtig guter Tipp. Das 50Ohm Kabel scheint aber (laut Fig. 3) nur von am Messignal geerdet zu sein? Imho ein Fehler, das muss doch auch noch am andren Ende an die Masse. Was ich an der 1k Probe auch nicht verstehe: wo im Spannungsteiler wirkt da das 50Ohm Kabel? Bei DC ist das klar 1k : (0+50) Ohm, also 21:1. Bei AC wäre da dann der zusätzliche Widerstand des 50Ohm Kabels zu berücksichtigen - in Serie zu den 1k, oder in Serie zu den 50Ohm?. Oder hängt das Kabel da tatsächlich nur an einer Seite dran?

Die Masse"klemme" war recht kurz, nur ca 1cm lang (s.Foto). Vermutlich hab ich das Klingeln aber sowohl am Tastkopf, als auch wirklich in der Schaltung. Als ich da noch mehr an dem SPI dran hatte (LCD, TTL- Schieberegister usw.) war der Bus noch länger und auch recht chaotisch über die Platine verteilt und die SD Karte konnte ich noch nicht mal inititalisieren. Wahrscheinlich bewirkte der Überschwinger des CLK da wirklich eine Taktverdopplung.

M.

Hi Jörg,

Im Schwäbischen gibt es hierfür den derben Spruch, nachdem man mit Gewlat auch einem Ochsen den Schwanz herausreissen kann.

Keine schlechte Idee eigentlich. Nur wird das bei modernen Bandbreiten nicht mehr gehen wollen, das macht ja viel zu lange Leitungen.

Marte

Joerg schrieb:

[...]

[ ] Du hast verstanden.

Der zensierte Kommentar bezog sich nicht auf Tektronix.

Servus

Oliver

Oliver Betz, Munich despammed.com might be broken, use Reply-To:

Das wird auch am Scope an die BNC-Masse gelegt, ist dem Zeichner der Schaltung vermutlich durchgegangen.

Das 50ohm Kabel stellt HF-maessig einen idealen 50ohm Widerstand dar. Ok, minus ohmscher Verluste bei niedrigen und Daempfung bei sehr hohen Frequenzen, aber das sind nur wenige Prozent und auch nur bei etlichen Metern. Der Pfiff solcher Probes ist, dass Du die Kabel sehr lang machen kannst.

Mein bisher groesster SPI-Christbaum hat 12 Zapfstellen. An einer Seite getrieben und am Ende der Leitung (letzte Zapfstelle) AC-terminiert. Dann jeweils mit moeglichst geringer Belastung drangegangen, mit Puffern, hinter denen sich das wieder auf mehrere Devices aufteilt (d.h. es haengen von der Logik aus gesehen 60-70 Devices an diesem Bus). Lief bis ueber 10MHz, aber wir mussten das auf unter 5MHz drosseln weil einige EEPROMs nicht so schnell schaffen.

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??

Wenn es das klassische EMV Argument ist, da haette ich ein Gegenargument :-)

Ok, dann weiss ich nicht auf welchen.

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Joerg :

Also ist das dann eher ein 1,05k:50Ohm also 1:22 Teiler, zumindest bei HF. (das bedeutet wohl, dass die Flanken ein klein wenig steiler ansteigen, als tatsächlich, was sich aber mit der RC-Anteilen wieder aufhebt).

Layoutmässig gehen dann da also 3 Leitungen als "Schlange" von Zapfstelle zu Zapfstelle (nix sternförmig)? Das Fluchen der Layouter kann ich schon hören :-).

Übrigens sehe ich jetzt mit der 1k/50Ohm Probe gar keine Überschwinger mehr! (Kann bloss leider nicht an den Opendrainleitungen damit messen.)

M.

Du koenntest auch einen 953ohm Widerstand nehmen, mit Flankensteilheiten hat das allerdings nichts zu tun. Ok, in der Praxis dann doch ein wenig, weil kein Widerstand kapazitaetslos ist. Muesste man bei Bedarf wieder kompensieren, doch bei einigen zig MHz ist das mit so einem Tastkopf nicht noetig.

Am besten keine Widerstaende stapeln, um auf einen Wunschwert zu kommen. Das gaebe Zusatzkapazitaet.

War bei mir ein Bus, in den bis zu 12 Karten eingesteckt werden koennen (mehr passen nicht ins Rack). Ich glaube der Kunde hat derzeit 10 drin, ich hatte denen damals zwei mehr gegeben, weil nach Murphy ja immer noch was hinterher kommt.

Der Layouter, mit dem ich in einer Art Network zusammenarbeite, ist so Sachen von mir gewohnt. Inzwischen erledigt er solche Details ohne grosse Erklaerungen im ersten Durchgang beinahe optimal.

Dann sind bis zur Bandbreite des Scope wohl auch keine da. Wobei IIRC Dein Scope bei 60MHz dicht macht, d.h. ein Klingeln ganz kurzer Leitungen siehst Du damit eventuell nicht.

Falls bei Dir oefter schnelle Open-Drain Datenleitungen vorkommen, lohnt es sich, auf EBay eine FET-Probe zu ersteigern. In der Hoffnung, dass der Verkaeufer ehrlich und der FET im Tastkopf nicht geschossen ist (kann muehsam zu reparieren sein). Ich benutze hier meist die Philips PM8943. Da sie mit 10:1 und 100:1 Vorsteckteilern geliefert wird, ist sie auch gut zum Messen von Klinglern in Schaltreglern geeignet. Das erlaubt entspannteren Schlaf in der Nacht vor dem Trip zum EMV Labor :-)

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Ja, die Abschirmung muss an beiden Enden an GND.

Für AC am Tastkopfeingang sieht die -- korrekt abgeschlossene -- Leitung direkt vorne am Tastkopf wie 50Ohm aus. Du kannst also in dem oben angegebenen Bild (Fig. 3) das Kabel und den Terminator gedanklich durch den Terminator ersetzen, wenn es alleine um den Spannungsteiler geht.

Anstatt 1kOhm sind übrigens 2x 475Ohm auch nicht schlecht.

Dr. Johnson verweist in übrigens auf , wo unter die Anleitung für einen ohmschen

1GHz-Tastkopf zu finden ist. Bei diesem ist die 50Ohm-Leitung sogar an beiden Enden mit jeweils 50Ohm abgeschlossen, was mit einem Teilerwiderstand von 976Ohm ein Teilerverhältnis von 40:1 ergibt. Überhaupt sind die oberen drei Links (by Keyword, by Title und by Date) auf eine wahre Fundgrube an praktischen Tipps und Informationen.

Lange, nicht abgeschlossene Taktleitungen sind allerdings übel, erst recht, wenn sie auch noch Abzweigungen haben. Ist mir auch schon untergekommen, bei einem AD9850 (DDS), der mit 40MHz getaktet wurde. Unter bestimmten Umständen kam aus dem 9850 die doppelte Frequenz raus, als durch die 40MHz und den Teilerwert zu erwarten waren. Wie sich zeigte, war direkt an seinem Takteingang in den Flanken jeweils noch ein zusätzlicher Zacken zu finden, bei genauer Betrachtung also zwei Taktflanken. Die ca. 20cm lange Taktleitung wurde von einem 74HCT04 gespeist, da war also schon einiges an Dampf dahinter. Ein Serienwiderstand von 33Ohm direkt am Ausgang des 74HCT04 behob das Problem dann (in den Prototypen als EIA0402 hochkant zwischen Pad und hochgebogenes Bein gelötet).

Grüße,

Günther

Jeder hat seine Last zu tragen.

Dr. Johnson erkärt es ja sehr schön, warum das so ist.

Grüße,

Günther

PS: Den Hinweis auf Dr. Johnsons Veröffentlichungen bekam ich übrigens in einem Seminar von Texas Instruments.

PPS: Im selben Seminar wurde auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Schutzdioden in IC-Eingängen keinesfalls als betriebsmäßige Klemmdioden verwendet werden dürfen. Habe ich auch in der Praxis schon bestätigt gesehen, wo es doch gemacht wurde, und die Prozessoren nach einem Die-Shrink direkt beim Einschalten in den Latch-Up gingen. Im Datenblatt der neuen Prozessor-Charge fand sich dann auch der Wert für den zulässigen Eingangsstrom nach Vcc als nur noch halb so groß wie beim Vorgänger.

PPPS: Eventuelle Schreibfehler sind dem Umstand geschuldet, dass ich gerade nur mit einer Hand tippen kann, weil auf der anderen eine Katze liegt (und schnurrt).

[...]

mehr!

Dazu muesste allerdings noch Dr.Murphy gehoert werden :-)

[...]

Oehm, wird aber oft gemacht, auch bei mir. Man darf natuerlich nicht zuviel da reinjagen. Ich versuche immer in der Summe aller Pins unter

10% des Abs Max Wertes fuer einen zu bleiben. Bei manchen Sorten an Oszillator geht es kaum anders.

Hier neben mir gerade eine Schaeferhuendin, genuesslich ausgestreckt, schnarcht, schmatzt und traeumt (mit Quieken und Tatzenwirbel).

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Übrigens, die 10M/1M 10:1 Probe funktioniert jetzt auch (fast) ohne Klingeln

- hab da jetzt vorn einen 330 Ohm noch vor die Tastspitze gesetzt. (So langsam hab ich das Gefühl, ich bieg mir meine Oszibilder so hin, wie sie mir am besten gefallen ;-).

M.

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