Quarz anschwingen AT89S8253?

Feb 21, 2008 14 Replies

Liebe Newsgroup,



ich habe in ein vorhandes Design mit dem AT89S8252 den Nachfolgebaustein AT89S8283 eingebaut. Erst bin ich über die veränderten Werte der Kondensatoren am Quarz gestolpert. Diese habe ich jetzt komplett entfernt. Auf manchen Platinen habe ich das Problem, dass der Quarz zwar anschwingt, aber wohl nicht mit der richtigen Frequenz läuft. Beim Nachmessen mit dem Oszi oder beim Handauflegen, fängt der Quarz dann an, mit der richtigen Frequenz zu arbeiten. Hat jemand ähnliche Erfahrungen bei der Migration auf den AT89AS8253 gemacht, bzw. was mache ich falsch?



Das Design mit dem AT89S8252 ist übrigens schon zig tausend Mal verbaut worden.



Grüße aus München



Christian


Ohne Kerkos ?

Auf Oberwelle des Quarzes ? Normalerweise würde man in diesem Fall die Kerkos grösser machen.

MfG JRD

Christian Sander schrieb:

Damit die Schwingungsbedingungen für die Quarzfrequenz stimmen, müßen die Bürdekapazitäten eingehalten werden.

Quarz schwingt mit den parasitären Kapazitäten auf einer Frequenz für die die Rückkopplungsbedingungen gerade passen. Nicht ungewöhnlich.

Passende Bürdekapazitäten einbauen.

mfg hdw

Und nachsehen, ob intern welche zugeschaltet werden. Bei vielen MSP430 kann man die z.B. programmieren und wehe dem, der das vergisst.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ganz ohne mag der Quarz nicht - der will ungefähr die Lastkapazität sehen, für die er spezifiziert ist.

Wenn der Oszillator im neuen Atmel nur noch deutlich niedrigere Kapazitäten treiben kann, braucht man einen passenden neuen Quarz.

cu Michael

Some people have no respect of age unless it is bottled.

Vielen Dank für die vielen Ratschläge. Das Einbauen der Kondensatoren mit den verschiedensten Werten hat leider nicht zum Erfolg geführt.

Ich habe auch den Verdacht, dass es an den Quarzen liegen könnte. Ich habe von Epson 22.1184 MHz Quarze im CRMA-406 Gehäuse. Testweise habe ich bedrahtete, im Metallgehäuse, direkt auf die XTAL Pins gelötet. Lief schon besser, aber bei ca. jedem 50 mal einschalten, kam der Fehler wieder. Leider kann ich mit der Frequenz auch nicht runter, da die Leiterplatte teil eines größeren Bussystems mit 115.200 Kbs ist.

Ich habe das Datenblatt nochmal ausführlich studiert und keinen Parameter zum setzen oder löschen von zuschaltbaren Kondensatoren gefunden.

Hat jemand noch eine Idee? Ich bin schon fast am verzweifeln:)

Grüße aus München

Christian

Christian Sander schrieb:

Grundton oder 3.Oberton?

Gruß Dieter

Im "Fundamental mode" also Grundton, laut Datenblatt.

Gruß

Christian

"Dieter Wiedmann" schrieb im Newsbeitrag news:47c3f6b6$0$21928$ snipped-for-privacy@newsspool2.arcor-online.net...

Betreibst du die CPU schon im X2 mode? Ansonsten koennte man mit einer Fuse die Oszillatorfrequenz halbieren und den Prescaler abschalten wenn ich das richtig sehe (also so, dass die CPU nachher genauso schnell arbeitet).

Micha

Christian Sander schrieb:

Ja, unter Umständen ist dein Quarz ein Obertonquarz? Bei 22 MHz sind Obertonquarze durchaus üblich. Bei Bestellung unbedingt Grundwellenquarz angeben. Die "Sortierer können sich schonmal vergreifen ;-)

mfg hdw

Wir haben einen trotz astreiner Beschaltung und ordentlichen Bauelementen etwas hypersensitiven USB-Baustein im Zuge eines ohnehin durchgeführten redesigns einfach mit einem externen Quarzoszillator versehen. Es war uns definitiv zu riskant, daß schon kleine Flußmittelreste den Quarz dazu brachten, nicht mehr zu schwingen. Preislich etwa gleichgeblieben, Änderung im Layout nur minimal ->

astreine Sache!

Ralph. http://www.dk5ras.de/ Skispringen für Jedermann: http://www.wsv08lauscha.de/veranstaltungen/jedermann/Tageskurs_Startseite.htm

Ja, aber er hat doch schon 2 verschiedene Quarze probiert. Dass das beides faelschlicherweise Obertonquarze waren ist doch eher unwahrscheinlich wenn er sie als Grundton-Modelle gekauft hat.

Micha

Christian Sander schrieb:

Haste mal nen Link zum Datenblatt?

Gruß Dieter

Leider nicht. Verkäufer sind nicht notwendigerweise Fachleute, zumal sich in diesem Bereich auch Oberwellenquarze herumtreiben. Ich schreib aus Erfahrung ;-)

mfg hdw

Läuft er stabil auf einer falschen Frequenz oder eiert er irgendwo niederfrequent rum ?

Spektrum Analyzer zur Hand ? Mit eingebautem Trackinggenerator kann der den Quarz durchwobbeln. Mit EMV-Nahfeldsonde berührungsfrei sehen auf welcher Frequenz er läuft.

Quarze mit einem 74HCU04 oder anderem Controller nochmal aufbauen und sehen ob sie da besser tun.

22MHz ist eben etwas üppig. Wenn das Gate zuwenig Verstärkung macht hilft nur Kerkos kleiner machen ( riskant ) und Quarz mit weniger Innenwiderstand suchen ( oft nicht handelsüblich ).

MfG JRD

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