Hallo!
Bin gerade etwas verwundert und frage mich ob ich auf gefakte Chips reingefallen bin.
Ein ganz normaler nichtinvertierender Verstärker in seiner Grundschaltung:
Vom Ausgang zum invertierenden Eingang ein Spannungsteiler. 50K Spindeltrimmer von Ausgang zu invertierenden Eingang, dann von invertierenden Eingang mit 390R nach GND.
Am nichtinvertierenden Eingang über AC-Kopplung 1µF wird ein NF-Signal zugeführt. Am Ausgang wieder über AC-Kopplung soll das verstärkte NF-Signal raus kommen.
Spannungsversorgung ca. 12V unsymmetrisch. Die Wahl fiel daher auf einen 16V-RR Microchip MCP6H02E/SN.
Erster Versuch:
+13,2V Betriebsspannung angelegt, platzte nach wenigen Sekunden der MCP6H02.
Ausgiebige Fehlerkontrolle...nix zu finden. Also den ersten MCP6H02 wieder abgelötet, pads gereinigt und einen neuen aufgelötet.
Stromaufnahme um die 120µA...sah also besser aus. Also Testsignal 2kHz mit 50mV an den C1 (1µF) am nichtinvertierenden Eingang angelegt und an C2 (1µF) am Ausgang gemessen: Nix...
Also mal die DC-Pegel gemessen. Ausgang liegt auf beinahe Vcc (13V) Über den Spannungsteiler am invertierenden Eingang ebenfalls 13V. Am nichtinvertierenden Eingang 12,8V !!!!
Koppelkondensator am Eingang ist intakt, das Testsignal ist DC-frei, hinter dem Kondensator DC 12,8V.
VCC + | 390 | 50K | ___ | ___ GND |--|___|---o-----|---|___|- | | | A | | | | |\| | '---|-\ | || || | >----o------||- Out In -||--------|+/ || || |/| | --- GND
Egal in welcher Stellung der Spindeltrimmer ist, also fast 0Ohm oder
50k, am invertierenden Eingang liegt ebenso wie am nichtinvertierenden Eingang 12,8V. Das Eingangssignal (2kHz, 50mV) ist bis zum Pin des nichtinvertierenden Eingangs messbar, am Ausgang jedoch gar nichts mehr.
Woher kommt der immense DC-Offset am nichtinvertierenden Eingang her? Das Datenblatt äussert sich dazu jedenfalls nicht.
Jürgen