Warum sollte ich ein Monstrum wie Word benutzen? Jeder Real Programmer hat doch seinen Lieblingseditor.
ack
Warum sollte ich ein Monstrum wie Word benutzen? Jeder Real Programmer hat doch seinen Lieblingseditor.
ack
Frank Wuest wrote on Fri, 16-02-05 17:07:
Als reinen Texteditor finde ich das noch weit unzumutbarer als auch so schon.
Am 05.02.2016 um 14:18 schrieb Axel Berger:
Tja, so hat jeder seine Erfahrungen. Bei mir ist Foxit wegen extremer
Und genau das tun Office Programme nicht, wenn man sie richtig bedient. Bei mir aendern sich Zeichen wie Ohm mit, wenn ich den Font aendere. Auch bei einem "c" mit Haekchen. Dafuer braucht man kein TeX.
^^^^^^
Habe das entscheidende Woertchen unterstrichen.
Siehe oben. "Fast" und "wichtigste", wo ist da der grosse Unterschied?
Wenn eine kleine Gruppe von Honoratioren in gesetzterem Alter neue Zeichen fuer alte Sprachen hinzuerfindet, da wunderst Du Dich?
M.W. kann man fuer Office neu erfundenen Zeichen selbst gestalten, ueber MS-Agent. Habe ich aber noch nie gemacht, weil ich da nun wirklich keinen Sinn drin erkennen kann.
Warum schriebst Du dann "fast"? Offenbar kann TeX also auch nicht alles. Das meiste kann man am Ende doch machen, und sicher auch mit Office oder sogar einfacherer Software. Mir wurde Ende der 80er z.B. gesagt, dass Micro-Stepping mit MS-Works nicht moeglich ist. Ich habe das trotzdem mit damit gemacht. In dem Fall war es keine Schoengeisterei, sondern es sollte mir das monatliche Ausfuellen von Umsatzsteuermeldungen erleichtern, und tat das auch.
Ich habe nie bestritten, dass TeX fuer Zuckerbaeckerei besser geeignet sein mag. Fuer technische Jobs aber weniger.
Was ich abstrus finde, sind oft auch hier losgelassene Kommentare wie dass man mit Office Programmen keine ordentlich aussehende Doku hinbekommt. Denn das ist Unfug.
Das hier habe ich z.B. mit Office-97 geschrieben und es ging genauso in den Druck:
IEEE veroeffentlicht gewoehnlich nichts in einem Zustand, der nicht deren Standards entspricht. Man bekommt ein Template mit den vorgeschriebenen Format-Eckwerten, schreibt das in Office, und alles geht klar.
Joerg schrieb:
ROTFL!
Nach meiner Erfahrung sind Editors bei Konferenzen (anders als bei Journalen) nicht sehr pingelig, was Abweichungen von der vorgegebenen Formatvorlage angeht. Dein Paper jedenfalls ist ganz bestimmt nicht IEEE-Style. Auch ist es satztechnisch nicht anspruchsvoll, kein Formelsatz, keine Referenzen; klar, dass man sowas Simples auch gut in Word schreiben kann.
Zum Vergleich hier eines von derselben Konferenz, das den Formatvorgaben
Man beachte: Blocksatz statt Flattersatz, Gliederung in Abschnitte,
auch in MS Word, aber das LaTeX-Template, das man vom IEEE bekommt,
entsprechend aussieht.
Christian
Habe ich auch welche im Bereich Chromatographie, in Journalen anderer Societies. Am Ende wollten die das alles in Word Format haben.
Das Word Template ebenso.
BTW, Flattersatz wollte sie in meinem Fall, warum auch immer. Hatte mich damals etwas gewundert.
Formelsatz konnte uebrigens schon Word 5.0 unter DOS, habe ich damit oft gemacht. Das war natuerlich nicht so komfortabel wie Matchcad und dergleichen und man musste bei Integralen ueber drei Zeilen arbeiten, doch sah es hinterher blitzsauber aus.
Joerg schrieb:
Das war dann aber sicher nicht beim IEEE? Dort kenne ich keine Publikation, die kein LaTeX (oder daraus erzeugtes PDF) akzeptiert, wenn nicht sogar bevorzugt.
das Paper in einem separaten Dokument zu schreiben und erst das fertige Paper per Copy-and-Paste ins Word-Template zu importieren dann und nur noch zu formatieren aber nicht mehr zu editieren. Ebenso soll man
Interessant, dass sie von allen anderen Autoren bei der Konferenz Blocksatz verlangt haben, nicht?
Klar kann man mit Word Formelsatz machen. Sieht halt meist mies aus, es
einen Blick, ob eine Formel in TeX gesetzt ist oder nicht.
Christian
[1]
Doch, es war u.a. IEEE. TeX haetten sie sicher auch akzeptiert, aber ich bevorzuge Office Programme. Ich weiss noch, wie ich ueberrascht ich war, also die nach Word fragten. Konnte es nicht fassen, dass sie in dieser Hinsicht in der Neuzeit angekommen waren :-)
Seltsamerweise kamen Manuskripte fuer Peer Review auch danach noch auf totem Baum, obwohl ich geschrieben hatte, dass Word-Attachment ueber mein damaliges CompuServe Account zwecks Kosten- und Zeitersparnis reicht.
Ich habe immer gleich reingeschrieben und die Grafiken importiert, wenn ich an der Stelle beim Schreiben angekommen war, wo ich mich auf diese bezog. Das funktionierte und es hat nichts zerzaust. Wobei ich natuerlich nicht sagen will, dass es nicht passieren kann, nur ist es mir noch nicht passiert. Veroeffentlichungen kommen bei mir nur noch alle paar Jahre mal vor. Module Spec hingegen sind mein taeglich Brot und darunter sind recht fette Exemplare mit so zeimlich allem, was man auch in einem Scientific Paper findet.
Vorschreiben kann jedoch Sinn machen, wenn z.B. mehrere Autoren mitschreiben und diese nicht wie wir damals im gleichen Gebaeude arbeiten. Das erlaubt Email Text Body Austausch und dergleichen, oder wenn jemand kein Office benutzt.
Wir waren ja auch "Invited Contributors" und kamen in Puerto Rico umsonst rein 8-)
Zitat "English units may be used as secondary units (in parentheses)" ... das nennen wir "imperially challenged" :-)
....
Die werden wissen, warum :-) Word im Jahre des Herrn 2000 ...
...
zusammenbrechen ;-)
Oh ja :-)
2000 ist auch meine letzte Version, wobei ich 97 lieber benutze, notfalls mit docx Konverter. Besonders 2007 und folgende habe ich bisher kategorisch abgelehnt. Manchmal ist es wie bei Wein, aelter = besser.Bei OS war es aehnlich. Windows war in der 3.x Zeit grauslich und ich habe das ausgesessen, bin einfach bei DOS geblieben. NT4 war die IMHO robusteste Version und ich habe das lange benutzt. Danach ... na ja. XP war sehr gut gelungen, allerdings nicht so robust wie NT4. Alles was danach kam, kann man IMHO vergessen. An Win 7 habe ich mich notgedrungen und zaehneknirschend gewoehnt, Win 10 habe ich zurueckgeschickt. Das muss erst noch erheblich nachbessert werden, da wurden viele Hausaufgaben nicht erledigt. Was die Harware-Hersteller ueberhaupt nicht zu schnallen scheinen ist, dass viele Leute wie ich reagieren und deshalb (also nicht aus finanziellen Gruenden) einen Hardwarekauf aufschieben.
:-)
Habe nochmal nachgesehen, allerdings darf ich das wegen Copyright nicht ins Web setzen, da Springer und nicht IEEE. "Simulation of the conduction velocity properties of nerve fibres by an electrical model", Medical & Biological Engineering & Computing, July 1993. Dort sehen die Formeln so aus wie in Mathebuechern und die habe ich mit Word 5.0 unter DOS erstellt.
Joerg schrieb:
Wie Du weiter oben schriebst: Der IEEE ist eben in der Neuzeit angekommen, auch was Einheitensysteme angeht. ;-)
durchbekommen, obwohl das offiziell nicht IEEE-Style ist. Sogar in einem
vom Style-Guide abweicht:
Pflichtangabe, damit mich der IEEE nicht wg. Verbreitung meines eigenen
permitted. Permission from IEEE must be obtained for all other uses, in any current or future media, including reprinting/republishing this material for advertising or promotional purposes, creating new collective works, for resale or redistribution to servers or lists, or reuse of any copyrighted component of this work in other works.
Christian
Joerg wrote on Sat, 16-02-06 16:53:
... wenn es -- und zwar genau das gesuchte, es gibt Dutzende -- im Font vorhanden ist.
comic Sans nimmt, verwendet eh kein TeX.
Ergebnis sondern die viel effizientere Eingabe, die schnelleres Arbeiten und viele Automatisierungen erlaubt.
Ja, ich habe inzwischen mitbekommen, dass auch das Militaer (Bodentruppen) fuer Entfernungen oft Meter benutzt. Vielleicht stelle ich meine Fahrradtachos in den naechsten 20-30 Jahren auch mal auf metrisch um :-)
Bei den Achsen so wie in Deiner Figure 7 habe ich ganz dekadent einen Font rausgesucht, der moeglichst gut mit anderen Publikationen uebereinstimmte. Da kamen nie Einwaende.
Die Formeln sehen uebrigens nicht anders aus als bei Dir, obwohl ich "nur" Word benutzte.
Pflichtangabe? Echt jetzt? Muesste das nicht mit in den Web Link? Ich nehme aber an, beitragszahlenden Mitgliedern gehen sie nicht an den Wickel.
Christian Zietz wrote on Sat, 16-02-06 17:48:
Bei Open Office nicht. Die verwenden allerdings TeX (leider nicht LaTeX) Syntax und im Hintergrund vermutlich eine TeX Engine.
Am 06.02.2016 um 16:53 schrieb Joerg:
Position sich ebenfalls an Hand der Seitennummer orientiert. Und die
wert sind diese so zu bezeichnen.
Bernd
Am 05.02.2016 um 14:46 schrieb Axel Berger:
damals der Laserbelichter genutzt wurde, waren die Linien mit einer sehr guten Lupe noch zu sehen :-)
Bernd
Also hoemma! :-)
Bei ganzen _zwei_ Seiten und _einem_ Bild? Das klingt wie ein Antrag in dreifacher Ausfertigung fuer die Auslieferung von fuenf Broetchen und danach nochmal ganz hinten anstellen.
Was soll dann daran noch gezuckerbaeckert werden?
Offenbar hat es jedoch auch bei Euch jahrelang gereicht. Es ist ja nicht so, dass wir die Bibel neu auflegen oder sowas.
Joerg wrote on Sat, 16-02-06 19:43:
Den Link schon:
solche einfachen Formeln habe ich seinerzeit, vor TeX, im reinen Texteditor mit Esc-P Befehlen geschrieben und auf den Drucker geschickt. Indices, die keine Variablen bezeichnen sondern Benennungen (M membrane und N neuron) schreibt man aufrecht. Das kann man
konnte auch das reine LaTeX zuerst nicht, es gab aber sehr schnell die passenden Erweiterungen.
genug, aber das ist nicht dasselbe wie "Word kann komplexen Formelsatz". Und vor allem sind selbst Deine Einfachformeln in der Eingabe mit Word viel komplizierter als ich bereit bin, es mir anzutun.
Schon, aber damit sieht man das Paper nicht.
Im Paper jetzt? Hast Du das?
Das ganze funktioniert schon bei Word 5.0 unter DOS auch mit Integralen, wo sich die Integralzeichen ueber drei Zeilen ausdehnten. So, dass das hinterher messerscharf aussah. Natuerlich nicht auf eine Tintenstrahldrucker, aber das hat nichts mit Software zu tun.
Inset -> Special Character -> Aussuchen -> Klick. Das ist viel komplizierter als mit TeX? Wie man man das da?
Ich stimme zu, dass TeX fuer einen reinen Akademiker, der Veroeffentlichungen beinahe am Fleissband produziert, vermutlich besser sein kann als ein Textprogramm. Aber fuer Ingenieure IMO nicht. Selbst die Leute im Sales un Marketing haben das in keiner Firma benutzt, wo ich da mal den Kopf reinsteckte.
Nochmals: Es aendert sich mit dem Font. Bei mir jedenfalls. Mal stecken bei mir die Mikro- ud Ohmzeichen in Times Roman, mal in Arial. Da sehen die jeweils anders aus, kommen jedoch aus der gleichen Repository. Ich setze sie immer ueber die gleiche Menue-Folge ein. Manche definieren sich einen Hot-Key dafuer und das ist immer derselbe.
Nennt man das nicht mauern? :-)
Ja gut, wenn jetzt Moses einen Brief an die Franzoesische Hoheit geschrieben haette. Nun waere das nicht nur wegen schlecht funtionierenden Luftpost problematisch gewesen, sondern auch, weil Ihro Durchlaucht Clovis der Erste damals noch nicht auf dem Thron zu sitzen geruhten.
Effizient? Die Realitaet ist, dass der Rest der Welt im Engineering mit Office Produkten arbeitet und dann haette man staendig Aerger wie diesen:
Zitat "You may have to convert the latex formulas into a format that Open Office can import as an equation.
Here is a latex2mml conversion program. They say that the latest version understands latex2e macro's mentioned in lamports 'Latex2e Macros' 2nd Ed. Perhaps you could find something better on the ctan site."
Das ist ein Krampf und sowas moechte ich im Alltag nicht haben. Doku muss locker entwicklungsbegleitend von der Hand gehen und nicht die Primadonna darstellen. So ist es auch kein Wunder, dass ich waehrend meiner Karriere von nun einigen Jahrzehnten nie jemanden traf, der auch nur irgendeine Doku mit TeX erstellte. Nicht einen.
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