LM35 Temperaturfühler

Jun 11, 2005 6 Replies

Ich möchte in einiger Entfernung vom Rechner einen LM35 aufstellen, diesen durch ein Kabel mit einer ADC-PCI-Karte im Rechner verbinden und so die Temperatur an verschiedenen Stellen messen.



Auf der Anwendungsseite



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von National Semiconductor werden dazu Hinweise gegeben, speziell interessiert die Seite 7. Zwei Fragen eines mit Elektronik nicht übermäßig Vertrauten:


  1. Kühlfahnen

Es fällt auf, daß in den Abbildungen 6 und 8 der genannten Seite Kühlfahnen eingezeichnet sind, in den Abb. 7 und 9 nicht. Ist das Absicht - warum? - oder nur schlichte Nachlässigkeit des Zeichners? Ich kann keinen Unterschied in den Schaltungen, der das Anbringen bzw. Nichtanbringen begründet, entdecken.


  1. Verbindungskabel

In Abbildung 8 verbindet ein Teil des Twisted Pair die



5-V-Spannungsversorgung mit dem LM35, der andere die oberen Enden des
2k- bzw. 200-Widerstandes rechts unten im Bild. Der 2k-Widerstand hängt unten an Masse. Da dieser 2k-Widerstand nach meinem Verständnis der Zeichnung noch zum entfernten Messteil der Schaltung und nicht wie der
200-Widerstand zur Eingangsschaltung unmittelbar vor der PCI-Karte gehört, müßte doch auch noch eine weitere, lange Kabelseele die Masse des 2k mit der Masse des 200 verbinden!? Ist diese Deutung der Zeichnung korrekt?

Zuversichtlich hoffe ich, daß meine Fragen für diese Gruppe nicht zu einfach sind.



A. Mehl


Albrecht Mehl |Absendekonto wird nicht gelesen; eBriefe an: Schorlemmerstr. 33 |mehl bei hrz1PunkthrzPunkttu-darmstadtPunktde D-64291 Darmstadt, Germany|sehenswert - Relativist. Effekte Tel. (+49 06151) 37 39 92 |http://www.tempolimit-lichtgeschwindigkeit.de

Albrecht Mehl schrieb:

Werden benötigt wenn der Ausgang des LM35 stark belastet wird, dabei würde sonst eine erhebliche Eigenerwärmung stattfinden.

Fehlverständnis, beide Widerstände sitzen am Ende der Leitung, nicht am Sensor. Der untere Pfeil ist aber auch missverständlich eingezeichnet.

Arg.;-)

Gruß Dieter

Lieber Herr Wiedmann,

vielen Dank für Ihre Hilfe. Etwas bleibt noch offen.

Dieter Wiedmann schrieb:

Wenn das so ist: warum ersetzt man dann die Parallelschaltung von 2 k und 200 nicht durch einen Widerstand? Mein Taschenrechner nennt mir da

181,8 Ohm; also sollte es doch ein 180-Ohm-Widerstand auch tun!?

Mit dankbaren Grüßen

A. Mehl

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Albrecht Mehl schrieb:

Nicht so förmlich, in Usenet ist es durchaus üblich sich beim Vornamen anzureden.

In der AppNote wurde das aus Transparenzgründen gemacht, beachte die Werte der beiden Widerstände am LM35. Zudem bringt der Ersatz eine zusätzliche Ungenauigkeit rein, da man aber sowieso Metallschichtwiderstände mit 1% Toleranz verwenden wird, kann man auch einen 182R(*) nehmen, ist handelsüblich.

Gruß Dieter

(*) R ist die gängige Kurzform für Ohm wenn kein Omega zur Verfügung steht.

Dieter Wiedmann schrieb:

Grundsätzlich kann ich das verstehen; nur im Detail noch nicht. Was unterscheidet die Schaltungen in Abb. 6 und 8 von denen in 7 und 9? In welchen Fällen wird denn der Ausgang des LM35 stark belastet? Ich stelle mir hinter einem LM35 irgendeine Meßanordnung vor, z.B. ein digitales Voltmeter oder einen ADC, wie bei mir geplant, um das Signal im Rechner zu verarbeiten. Alle diese mir so auf die Schnelle einfallenden Schaltungen hinter dem LM35 sind doch _hoch_ohmig!? Welche anderen Schaltungen, die _nieder_ohmig sind, kann man sich vorstellen?

A. Mehl

Albrecht Mehl |Absendekonto wird nicht gelesen; eBriefe an: Schorlemmerstr. 33 |mehl bei hrz1PunkthrzPunkttu-darmstadtPunktde D-64291 Darmstadt, Germany|sehenswert - Relativist. Effekte Tel. (+49 06151) 37 39 92 |http://www.tempolimit-lichtgeschwindigkeit.de

Albrecht Mehl schrieb:

Na wenn er viel Ausgangsstrom liefern muss.

Gruß Dieter

Albrecht Mehl schieb in news: snipped-for-privacy@individual.net:

Aha.

Was soll gemessen werden? Wie genau? Konkret: Bis auf wie viele Nachkommastellen genau soll das Ergebnis sein? Wie schnell muß das Meßsignal den realen Temperaturänderungen folgen können? Wie genau ist der Wandler? Temperaturdrift?

Weder - noch. Es gibt gemäß Seite 2 verschiedene Gehäusebauformen. Und: Je genauer das Ergebnis sein soll, desto mehr Beachtung muss der Eigenerwärmung des Meßsensors durch den realen Versorgungsstrom geschenkt werden.

S.o. und Eingangsfragen

Richtig. Es werden immer drei Leitungen benötigt. Versorgungsspannung, Bezugsmasse davon, und Meßsignal. Und alle Widerstände müssen sogar in der Nähe des Meßsensor angebracht werden, sonst findet der gewünschte Effekt nicht statt.

Zitat: "When the LM35 is applied with a 200 Ohm load resistor as shown in Figure 5, Figure 6 or Figure 8 it is relatively immune to wiring capacitance because the capacitance forms a bypass from ground to input, not on the output. However, as with any linear circuit connected to wires in a hostile environment, its performance can be affected adversely by intense electromagnetic sources such as relays, radio transmitters, motors with arcing brushes, SCR transients, etc, as its wiring can act as a receiving antenna and its internal junctions can act as rectifiers. For best results in such cases, a bypass capacitor from VIN to ground and a series R-C damper such as 75 Ohm in series with 0.2 or 1 µF from output to ground are often useful. These are shown in Figure 13, Figure 14, and Figure 16."

Passt schon.

PS: Es gibt Sensoren, die eine der Temperatur äquivalente Frequenz abgeben. Würde vielleicht besser passen.

mit besten Grüssen Thomas

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