Lichtquelle aus Flachbettscanner

Apr 29, 2007 6 Replies

Hallo Leute,



ich habe gestern mal wieder mit meinem Scanner rumexperimentiert (HP Scanjet 3400), ist ja erstaunlich was für gute Abbildungen man von auf die Scheibe gelegten Objekten erhalten kann. Bei der Gelegenheit hat sich mir die Frage gestellt: was wird da eigentlich als Lichtquelle verwendet?



Da der Scanner sich vorher immer aufwärmen will, wäre meine Vermutung so eine Quecksilberdampf-Hochdrucklampe. Aber wäre dort nicht immer noch eine nennenswerte Menge UV-Licht drin? Dann müssten doch schon millionen Menschen (mich wohl eingeschlossen) erblindet sein, die beim Scannen zugeschaut haben. Außerdem habe ich noch nicht dieses charakteristische Leuchten von weißen Tennissocken (mit den optischen Aufhellern im Waschpulver) gesehen, bei dem Gesichtsbräuner zum Platinenbelichten fällt mir das z.B. immer auf.



Was bleibt denn noch? Dieses Kaltkathodenlicht, das sich die Case-Modder in ihre EMV-Alpträume mit Glasscheiben bauen? Entweder muß das Licht ein ziemlich gleichmäßiges Spektrum haben, oder die Scanner-Software rechnet den ganzen Kram wieder raus, das Ergebnis ist ja schon irgendwie dem Original ähnlich.



Gruß, Felix


"Felix Opatz" schrieb im Newsbeitrag news:f11s50$rv7$02$ snipped-for-privacy@news.t-online.com... ..

Hi, genau. Soeine ist das. Aber mit speziellem Spektrum, das die Firmware des Scanners "genau kennt". Und das sich auch erst nach dem Aufwärmen einstellt. Kaltkathode meint ja nicht "kalte Kathode", sondern nur, daß diese keine eigene Heizung hat, und sich nur durch Ionenbeschuß erwärmt.

mfg, gUnther

"Felix Opatz" schrieb im Newsbeitrag news:f11s50$rv7$02$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Warum schaust du nicht einfach mal rein ? Ist sogar eine Glasscheibe drin, damit du die Kiste nicht erst aufschrauben musst. Obwohl heute LEDs verwendet werdfen, ist deiner so alt, das du eine Leuchtstoffroehre finden wirst. 21 cm lang und 5mm duenn, also eine Kaltkathodenleuchtstoff- lampe eine CCFL. Die Teile, die, nach dem sie in Scannern obsolet wurden, zu ueberhoehten Preisen den Trotteln verkauft wurden, die ihre Rechnerkisten von innen beleuchten wollten, genau: Den Case-Moddern. Es gab sogar mal Scanner (Epson?) mit 3 verschiedenfarbigen Lampen, also sogar bunte CCFL sind nur ein Abfallprodukt.

Bei Leuchtstofflampen kommt noch wie viel UV raus ?

Noe, Hauptsache R G und B bekannter Intensitaet.

Aber wie gesagt: Moderne Scanner verwenden LEDs, schnell im Wechsel gepulst R G und B damit man keine CCD-Zeile mit Farbfiltern mehr braucht, sondern billigste s/w CMOS Sensoren verwenden kann, immerhin sind die Photodiodenchips 21 cm lang auf 2400 dpi zusammengestueckelt.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Moin!

Das Spektrum muss nichtmal bekannt sein. Oberhalb der Seite klebt von innen ein weißer Streifen im Gehäuse, der wird jedesmal zuerst gescannt und als Weiß-Referenz für diese eine gescannte Seite genommen. Dieser Abgleich kann auch spaltenweise (also pro Pixel auf der CCD-Zeile) erfolgen, so daß unterschiedliche empfindliche Pixel nicht weiter auffallen.

Klickt man jedoch auf Auto-Weißabgleich, dann wird die hellste Stelle des Papiers als Weiß genommen.

...nach dem Aufwärmen nicht mehr über die Dauer eines Scans ändert.

Gruß, Michael.

HP tut sich in der Disziplin nach meinen Erfahrungen besonders hervor.

Das härteste, was ich in der Disziplin erlebt habe, war ein Kurztest einen neuen HP-SCSI-Scanners. Ich, Kabel dran, Deckel auf, kurz nachgedacht - zum Testen der Grundfunktionalität brauche ich ja gar keine Vorlage. Also nichts drauf, Deckel offen und Start. Scan fertig, ich sehe ein ganz komisches regelmäßiges Streifenmuster - ??? Ich hätte jetzt alles erwartet von schwarzes Bild (es kommt nicht genug Licht aus der richtigen Richtung), ein wolkiges Bild (es wird halt diffus irgendwas eingefangen), aber nicht das. Das Ende vom Lied: der Scanner stand genau senkrecht unter einer Leuchtstoff-Deckenlampe mit einem Streifengitter davor. Und Das Gitter hat er gescannt. Raumhöhe 4 Meter! (ein Labor)

Klassische Leuchtstoffröhre. Im Idealfall mit einem speziellen Leuchtstoff, damit die Farbseparation etwas leichter gelingt.

Nicht wirklich. Die RGB-Sensoren sind sowieso nicht identisch empfindlich. Und schon gar nicht genau an unsere Wahrnehmung angepasst. Wie MaWin schon sagte.

Genau das. Mindestens macht der Scanner einen Weißabgleich. Die besseren machen auch noch einen Schwarzabgleich. Damit sind die einzelnen CCD-Pixel zweipunkt-kalibriert. Damit ist auch schon klar, wie man streifige Scans bekommt: der weiße Streifen für die Kalibrierung ist versifft.

Marcel

Ja gut, aber dann sehe ich auch nur, daß da eine dünne Röhre ist. Das kann ja immer noch alles mögliche enthalten.

Die Beschreibung passt genau, stimmt.

Kann sein, daß ich mich furchtbar blamiere, aber das hängt doch IMHO von der Füllung ab. Wobei nicht aus jeder Röhre, deren Füllung UV auswirft, auch UV rauskommt, weil die Röhren wohl auch von innen beschichtet werden, und dann wieder das muntere Elektronenschubsen losgeht. Aber pauschal kann man da nix sagen, oder?

Gruß, Felix

"Felix Opatz" schrieb im Newsbeitrag news:f12apc$pmp$03$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Die Fuellung ist immer Quacksilber, im inneren der Roehre entsteht immer nur UV-Licht, aber der Leuchtstoff, derselbe wie bei normalen Leuchtstoffroehren, wandelt ihn halt (fast) ganz um, der Rest verschwindet im (duennen) Glas.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

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