Beamerlampen aus purem Gold??

Feb 11, 2006 79 Replies

Ein Bekannter kam mit einem defekten Beamer zu mir. Nach der Diagnose stand fest: Lampe kaputt



Der Beamer war schon 5 Jahre alt, Zeitwert vielleicht noch 150 - 200 Euro - Die Lampe sollte bei Sharp direkt an die 600 Euro (!!) kosten und bei eBay um die 350.



Da fiel mir doch die Kinnlade runter. Werden die Teile aus purem Gold mit Platinghäuse und handgezapfter Venusathmosphäre hergestellt oder was erklärt diesen Wahnsinnspreis bei Beamerlampen an sich?



Die Herstellung kann es doch nicht wirklich sein - oder?



Andre


Willkommen in der wunderbaren Welt der Marktwirtschaft!

Die Beamerersatzlampen haben mehrere kleine Probleme. Zum einen sollen sie Lichtstark und möglichst 'weiss' sein, daher brauch man spezielle Entladungs-Lampen und keine normalen Halogen-Lämpchen. Solche Lampen kosten nunmal keine 10-20 Euro, sondern eher 50-100 Euro. Hinzu kommt noch, das selbst der Dusseligste RFT diese Lampen austauschen können soll, bzw. auch der ambitionierte Heimbastler sich mit den explosiven Leuchtmitteln nicht umbringen darf (In America, they sue everyone!). Folglich wird das Lämpchen in einem Kästchen verkauft, der es auch im halbbesoffenen Zustand ermöglicht die Lampe zu tauschen, ohne das sich tausende von kleinen Glassplittern in den Austauschenden Menschen bohren können. Zu guter Letzt kommt noch die Tatsache hinzu, das jeder Hersteller - oftmals für dieselbe Produktlinie nur in neuerer Revision - absolut eigene Kästchen mit Lämpchen entwickelt, die nahezu niemals kompatibel zu einem anderen Produkt sind. Folglich wird von jedem Lampen-Set nur eine geringere Stückzahl hergestellt, als wäre es irgendeine Norm, nachder gefertigt wird.

Ziehst Du alle Faktoren zusammen, kommt man äusserst schnell auf den Gedanken, das man als Hersteller für so eine Lampe ja ohne Probleme 300-600 Euro nehmen kann - wenn das Gerät komplett 600-1500 Euro neu kostet.

Die einen bezahlen es, die anderen kaufen sich einen neuen Beamer. Gewonnen hat beidesmal der Hersteller.

'Never trust a computer you can't throw out a window.' Steve Wozniak

Selbstredend. Was hast Du denn gedacht ?

Sie müssen eigens zu den berühmten tibetanischen Mönchen ins Hochgebirgskloster geflogen werden und werden dort unter streng kontrollierten Bedingungen (schwarze Katzen!) nur in lauen Vollmondnächten handbebetet.

Sonst funktiontieren sie einfach nicht. Punkt ;-)

Ciao Oliver

P.s.: 600 Ömme ist schon echt_frech(tm), mit 50 wären sie sicher auch noch bestens bedient. Aber das ist halt Marktwirtschaft - siehe Tintenstrahldrucker - Sharp kann es bekommen und nimmt es.

Abhilfe: Selber Beamer entwickeln. Macht in Deutschland nur keiner mehr, will in Deutschland keiner finanzieren, siehe Schneider mit den Laserprojektoren, die Geldgeber werfen es erst voll raus und sind dann extrem risikoscheu ob ihrer eigenen Fehler. Die "Ingenieure" sind auch bloß verkappte BWLer und schreiben bestenfalls Pflichtenhefte, natürlich mit lauter Pflichten für andere, zur Not eben für den Gratis-Praktikanten. Nur vor diesem Hintergrund lassen sich solche Preise erklären, es gibt kaum Wettbewerb! ( Nein, Patente sind nicht schuld, alles faule Ausrede, es gibt 1023 Möglichkeiten, einen Beamer zu bauen. Man muss nur wollen und sich etwas Mühe geben. )

Btw.: Bei den Internet-Backbone-Routern liefert Vendor C gerade einen Flop nach dem anderen ab und Vendor J hat das erkannt und trägt die Nase _ganz_ weit oben, z.B. Rezertifizierungsgebühren für Gebrauchtgeräte, IPv6 in weiten Teilen ab sofort zu ent_geld_en usw. Wir haben mittlerweile in dem Bereich einiges am Laufen (BGP etc., 100 simulierte Peers mit 8 Mio. Prefixen in

90 Sekunden aufgebaut) Hey, hat jemand Lust, ernsthaft mit zu investieren ? ;-/

Oder stehen die Pappnasen am Ende alle nur wieder vor der Haustür und fordern niedrigste Preise und "freie" Hard- und Software, wenn alles fertig ist und man händeringend eine Alternative zu C/J sucht, siehe die blöden EDA- Dingledangledongle Diskussionen ?

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Und weltweit schießen Umbauclubs und -Foren aus dem Boden wie Pilze. Den ersten "Chinesen" mit einer gesockelten HQI Birne für Schaufenster- und Bühnenbeleuchtung habe ich jetzt gesehen. Bildqualität liegt etwa bei der der ersten 800x600er Beamer - also für Film mehr als genug. Bei mir werkelt ein umgebauter Beamer mit einer Philips Powerball - auch ohne Probleme. Ich denke aber, dass man mit der Patentierbarkeit von Lampen ähnlich verfahren sollte wie mit Druckerpatronen, so dass Reworker und Fremdhersteller eine Chance haben.

Falk

Hi Falk

e.

ter-

etwa

Bei

Interessant. Hast Du einen Link von einem, der auch nach/in D liefert? Hoffentlich dauert es noch eine Weile bis die Lampen Chipverdongelt wer= den wie die Druckerpatronen

--=20 mit besten Gr=FC=DFen,

Jonas Stein =20

Andre Bryx schrieb:

hast du den mal aufgeschraubt? ich habe hier auch einen Beamer mit abgenutzem Leutmittel, was sich im Endeffekt als Osrma-Reflektorlampe herrausstellte. Dessen Kosten liegen so bei freundlichen 20...40? .

Sind im Lampenhaus nicht auch noch Spiegelreflektoren, die vielleicht die Hitze nicht ganz so gut aushalten und die mitgetauscht werden sollten/müssten?

Josef Fischer schrieb:

das Lampe sitzt in einem Käfig der aber auch nur die Aufgabe hat Träger für die Anschlüsse der Stromversorgung zu sein und den Glaskolben mit Glühwendel und damit verbunden Reflektor (aus Glas verspiegelt) zu tragen. Die Lampe ist von Osram (VIP R 170/12) und wird zumindest von einem Händler in D gelistet - Preis auf Anfrage. Aber vgl.bare Lampen bei dem Händler bei 20..40¤ aufgeführt.

Wenn ich nun für den Beamer nach Ersatzlampe suche finde dann diese als

340¤ teures Dings.

Die Lampe in ihrem Käfig zu tauschen sieht nicht kompliziert aus, es gibt sogar Schrauben.

Nun weiß ich nicht was mit Lampenhaus gemeint ist, es ist ein LCD-Beamer kann es sein das die nachfolgende Optik auch noch getauscht werden muß wg. Verschleiß und sich darauf dann 340¤ belaufen?

In der Konstruktion ist aber lediglich die Lampe im Käfig als unaufwenig austauschbares Modul ausgeführt.

Dirk Bossenz schrieb:

Der Beamer kamm mit dem Fehlerbild "Es knallte und dann war es dunkel" rein. "Prima" dachte ich - "Netzteilelko hochgejagt". Pustekuchen. Dort wo sich die Lampe befand klingelte ein kleiner Scherbenhaufen im Beamer herum. Nach der Säuberung habe ich das Teil angeschlossen und es war auf dem LCD auch etwas zu sehen. Leider kann ich nicht mehr feststellen, was da ursprünglich als Lampe eingebaut gewesen ist.

Da der Beamer inzwischen "abgeschrieben" ist, werde ich einfach mal ein bisschen experimentieren. Vom Philips gibt es nette gesockelte Studio Halogenlampen in geeigneter Größe und anscheinend auch geeigneten Daten für so um 30 Euro...

Andre

Jonas Stein schrieb:

Dafür gibt's längst Resetter. Solche Patronen kann man also auch ganz gut auffüllen. Ich praktiziere das selber. Die Tintenkosten schnurren damit auf rund 10% der ursprünglichen 100% mit Originalpatronen zusammen.

Servus Christoph Müller

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Man könnte sich aber auch gleich einen richtigen Drucker kaufen der mit Singleink und seperaten Druckkopf funktioniert. Da kostet dann die Patrone auch nicht mehr als das nachfüllen. Und man wuerde dem Hersteller direkt klar machen das man einen Drucker für 120 Euro und nicht für 20Euro+x*Tinte haben will. Ausserdem ist es ökonomisch, ökologisch und auch von der Qualtität besser den Druckkopf nicht immer wieder auszutauschen.

Viele Grüße Martin L.

Sorry, aber die Idee ist für die Tonne.

Die Wahrscheinlichkeit, daß das tatsächlich eine Halogenlampe war, liegt im unteren Promillebereich. Nur sehr wenige Beamer-Hersteller haben im Lowcost-Bereich mal mit Halogenlampen experimentiert, und es sehr schnell wieder bleiben lassen. Auch das Fehlerbild (explosions- artige Zerlegung der Lampe) spricht überhaupt nicht für Halogen und sehr für die übliche Hochdruck-Entladungslampe.

Wenn Du an ein Netzteil für Entladungslampen (Brennspannung meist so im Bereich 80-100V, Zündspannung einige kV) einfach mal eben einen Quasi-Kurzschluss in Form einer Halogenlampe anschliesst, bestehen zumindest gute Chancen, daß das Netzteil danach ebenfalls im Eimer ist.

Befrage lieber mal Google nach dem Beamertyp. In alten Prospekten oder der Bedienungsanleitung sollten sich zumindest Angaben über die Lampenfamilie (üblicherweise ein Dreibuchstaben-Kürzel, z.B. "UHP") und die Lampenleistung finden. Damit kannst Du dann weitergoogeln, und vielleicht nähere Daten über den Lampentyp finden. Die dann mal mit den Daten von preiswerten Entladungslampen für Beleuchtungszwecke (HQI, etc.) vergleichen. Das dürfte eher zum Ziel führen.

Hergen

Jonas Stein schrieb:

Bei LED Leuchten kann das durchaus passieren, die Anderen würden jeden Chip verdampfen ;o))

bye uwe

AIM: hammernocker2000 ## ICQ: 115118874 ## www.pssgzudresden.de Jürgen Gerkens in d.r.f. : "... gerade ein Polfilter ist als Schutzfilter auch nicht viel schlauer, als die Frontlinse zum Schutz vor Streulicht zu lackieren. ;-)"

Jonas Stein schrieb:

erster Googletreffer:

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Hab nur keine passenden Vorschaltgeräte gefunden, ist aber auch etwas verwirrend mit den ganzen Bezeichnungen HCI-TC../NDL..

Könnte ich nämlich auch ganz gut für meinen umgebauten Zweitbeamer gebrauchen (der Trend geht zum lowcost Zweitbeamer), der läuft momentan noch mit Halogenlampe.

Gruß Jens

Hergen Lehmann wrote: Die dann mal mit

Das habe ich bei meinem alten Projektor (Liesegang ddv-820) auch gemacht, die Osram VIP-R273-nochwas (350?) hat 6,5A bei 40V Brennspannung, da passt keine normale HQI, die haben eher Spannungen von

70v (70W) bis über 250V (1,2kW)) bei geringerem Strom. Wenn eine 250W HQI also mit der Powertronic VIP-R EVG laufen würde, dann würde die Lampe wegen dem massiven Überstrom sehr schnell überhitzen oder das EVG wegen Überspannung abschalten/kaputtgehen. Ich habe den Projektor bei Ebay entsorgt, hat sich nicht gelohnt.

Gruß, Robert

Hergen Lehmann schrieb:

Ich will ja nicht reparieren, sondern experimentieren. Ü40 forscht :-)

Kann ich nicht einfach einen Widerstand vorschalten? *ggg*

Ich weis schon was Du meinst. Nein, ich will nicht einfach irgendeine Lampe in den Sockel einsetzen und mal schauen, was da passiert.

Wenn, dann die Birne über ein eigenes Netzteil laufen lassen und gut ists. Als "Volksbeamer"-Ersatz sollte das Ding damit noch taugen.

Andre

Wer hat denn solche Drucker noch im Programm?

Theoretisch hast du ja Recht. Was nützt das in der Praxis?

Interessant finde ich diesem Zusammenhang das Patentrecht. Jede Eingabe wird meines Wissens erst mal auf militärische Brauchbarkeit überprüft. Könnte ja sein, dass sich da irgendwas irgendwas enorm Wichtiges anbahnt. Ob der Erfinder dann noch was von seiner Idee hat, darf bezweifelt werden, weil sie dann plötzlich der Geheimhaltung unterliegt. Der Grund für dieses Vorgehen wird wahrscheinlich das Gemeinwohl sein. Nun ist aber Umweltschutz ebenfalls im Interesse des Gemeinwohls. Damit ist es lediglich eine Interpretationssache, inwieweit man die Druckhersteller mit ihrer Tintenpolitik gewähren lässt. Wirkt sie sich zu einem ökologischen Problem aus, kann offenbar jederzeit der staatliche Knüppel reinhauen, weil das Gemeinwohl vor Eigennutz geht. Steht auch so in unserer Verfassung. Müsste nur mal zur Anwendung kommen.

Servus Christoph Müller

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Froogle nach HCI-TS

Also da ich leistungsgleich arbeite und auch die Lichtbogenstrecke etc. blabla ähnlich sind, habe ich nur die Birne getauscht, also mit Alublechen einen Stecksockel gesetzt und noch eine Glasscheibe vor den UV-Filter platziert, falls der Powerball mal den Glaskolben verlässt. Es funktioniert mit dem beamereigenem Vorschaltgerät.

Sony und Benq tun es schon - da hat jede Lampe eine Seriennummer. Also die Sicherung kurzzuschließen um den Lampenzähler zurückzusetzen langt nicht; der Beamer leuchtet nur 2500h mit derselben Lampe und danach will er die nicht mehr. Aber die Rettung kommt aus China - ganz sicher - wenn die glorreiche EU uns nicht vor sowas pilligem schützt.

Falk

Falk Duebbert schrieb:

Das gibt es bei hp-Druckerpatronen auch schon. Allerdings haben die zugehörigen Drucker kein exzessives Gedächtnis und können nur 3 Seriennummern speichern. Wenn man durch Abkleben diverser Pins und jeweiliges kurzes Einsetzen den FIFO-Speicher vollschreibt, nimmt er die "alte", wieder aufgefüllte, Patrone wieder an, ohne zu meckern. Ob man die Seriennummern der Lampen derart manipulieren kann, der Speicher nur klein ist, oder immer 3 Dummy-Lampen zur Hand sind, ist natürlich noch herauszufenden ,-)

MfG

Frank

Ich weis es von Canon, Epson und Brother. Aber die findet man, da sich der Drucker ja schon beim Kaufen bezahlt machen muss, nicht unter 100 Euro.

Ich kann mir 10 Patronen bei Ebay für 15 Euro kaufen und sehr günstig, ohne Refillsauerei, drucken.

Hier in Deutschland? Es haben ja schon diverse Hersteller versucht ihre Patronen schützen zu lassen. Hat IMHO auch ab und zu geklappt. Den Vogel hat Canon abgeschossen. Die Behälter für die Tinte (ohne Druckkopf) haben eine T-Förmige Öffnung um die Tine zum Rückhalteschwamm zu leiten. Man wollte die Form dieser Öffnung patentieren lassen.

Auch wenn ich den Zusammenhang zum Drucken gerade nicht sehe glaube ich das der Erfinder in diesem Falle schon zufrieden gestellt wird. Denn es hindert ihn ja niemand daran sein Wissen preiszugeben. Und ob das den Militaers so recht ist kann bezweifelt werden.

Tschüss Martin L.

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