Hätte, ..., hätte, ... Lichterkette!

Dec 06, 2024 Last reply: 1 year ago 15 Replies

Hallo!



Weihnachtsthema, wir sprachen schon drüber. Also kein Handlungsbedarf, nur Verlaufsmitteilung. Nach zweistündiger Befassung mit der Materie in der Praxis und 34 LEDs der Typen...



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... in zwei Strängen weiter kann ich nun Folgendes berichten:


  1. Das Meanwell GS15E-8P1J (48V, 15W) ist kurzschlußfest. Sogar 5 (fünf,

*seufz*) Mal. Schlecht isolierte, alte, schrottige Krokoklemmen und LEDs ohne Schrumpfschlauch. Bei 48V poffen selbst 300mA Maximalstrom ganz schön.


  1. Die von mir angepeilte Serienschaltung aus 17 LEDs, mit der ich angeblich auf



50V Vorwärtsspannung komme (WS-WS-RT-WS-WS-OR-WS-WS-GE-WS-WS-GN-WS-WS-BL-WS-WS) kann man vergessen. Da fließen ohne Vorwiderstand 35mA. Gut hell, aber nur kurz. Wenn man 18 (handverlesene) LEDs nimmt, kommt man mit etwa 17mA hin, immer noch gut hell, aber länger.


  1. Bleifreies Sn99Ag0,3Cu0,7NiGe-Lötzinn von Felder
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    lötet sich mit der Weller-Lötstation vollkommen unspannend. Temperatur 50°C höher einstellen (also ~400°C) und ab dafür. Schmilzt deutlich glänzend auf, spritzt nicht und erstarrt dann in einem Semiglossy-Silber. Also nicht so stumpf wie billiges SnCu-Lot, aber auch nicht so glänzend wie SnPb60.



Das Felder-Flußmittel riecht etwas würzig-nussig, mit merkwürdig floralem Unterton. Gar nicht so wie katholischer Gottesdienst. Lötspitze verzundert schneller, da mußte ich gelegentlich in dieser Messing(?)wolle rubbeln, anstatt einfach auf dem feuchten Schwamm abzustreifen.


  1. Mad Respect vor den Chinesen, die solche Lichterketten kilometerweise fertigen! Man kann sich den Arbeitsplatz natürlich effizient einrichten, mit Jokari-Abisolierzange, Modellknete als dritte Hand, Kabelabroller, Knipex-Seitenschneider, Multimeter, Labornetzteil, usw. - aber elend lang dauern tut die Sache dennoch:

Für die 34 LEDs habe ich fast 2 Stunden gebraucht - incl. Rüstzeit allerdings und Fehlersuche: In Strang N°2 eine LED verpolt. Da heißt es dann wieder rummessen, mit dünnen Meßspitzen und einer Lichterketten-Ziehharmonika, die sich windet, wie ein Aal. OK, bei Lichte betrachtet: 3.5 Minuten je LED brutto ist gar nicht mal sooo übel. Werde wohl noch vor dem 4. Advent fertig. ;-)


  1. Wenn Du RICHTIG hell (und bunt) willst, dann mußt Du auch richtig viel Kohle raushauen:
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    und kriegst vermutlich trotzdem einen Betrüger mit eng bündelnder Linse.

Soll heißen: Meine Lichterkette mit einer LED alle 5cm wird schon ganz nett, vielleicht sogar auffällig nett - Laserschutzklasse erreiche ich damit aber sicher nicht.



Volker


Darf ich mich da mit einer Frage dranhängen: Wie kürzt man Lichterketten? Ich habe bei einem Restposten zugegriffen, scheint gar nicht mal schlecht zu sein, aber mit 480 LED auf 16 m ganz schön lang.

Das Netzteil liefert laut Aufschrift unter Last 31 V ungefilterte Gleichspannung. Das riecht nach ca. 10 Stück in Reihe. Die Kette hat drei Leitungen. Zwei davon gehen in die LED-Fassungen, zwei rein zwei raus, vier Leitungen. Die dritte geht außen vorbei. Wie weit habe ich bis jettz nicht geprüft, ist bei verdrillten Spaghetti mühsam.

Weiß jemand, wie genau sowas typischerweise verschaltet ist und ob und wie man kürzen kann?

Danke Axel

Immer nach einer Gruppe von 10 LEDs sollten es nur 2 Leitungen zur nächsten LED sein wenn es die übliche Schaltung ist. Wenn man trennen kann, dann dort. Ist das allerdings eine Lichterkette, die noch Effekte kann, dann sieht die Schaltung anders aus.

Kein Effekt, ganz primitiv und billig. Danke für den Tip, wonach ich suchen muß. Es ist hier aber nicht so.

Es führt immer eine der drei Leitungen außen vorbei und es ist über eine weite Strecke -- deutlich mehr als zehn -- immer dieselbe.

Wenn ich nicht kürzen kann, ist es letztlich auch egal, aber jetzt werde ich neugierig und möchte die Schaltung gern verstehen, ohne alles aufzuschneiden.

N.B: Es handelt sich um

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Und es sind 39 m, die 16 m waren schon vergriffen. Das zweite Photo ist hier falsch. Bei meiner ist das dritte Kabel mitverdrillt immer direkt an der Fassung vorbeigeführt.

Eine andere Möglichkeit ist, daß immer eine gewisse Menge LEDs parallel geschaltet sind und es davon 10 Gruppen gibt die dann in Serie geschaltet sind. Bei dieser Schaltung kannst du leider nicht trennen.

Ist das diese Schaltung müssten es bei deiner Lichterkette 10 Gruppen zu

48 LEDs sein.

Gerrit

Müßten dann nicht zu jeder LED 4 (vier) Kabel führen, also Vcc/GND rein und Vcc/GND raus?

Die Lichterketten, die ich bislang autopsiert oder repariert habe, bestanden immer aus einer Serienschaltung eine gewissen Anzahl von LEDs (erkennbar an einer Leitung rein und einer Leitung raus, die "unterwegs" keine Verbindung zu zwei weiteren Leitungen aufnahmen), bis die Betriebsspannung des Netzteils so eben erreicht war.

Brauchte man längere Ketten, wurde noch so ein Strang parallelgeschaltet und dafür muß man Vcc mitführen, die dritte Leitung also. Das führt dazu, daß in gewissen Abständen an zwei aufeinanderfolgende LED mehr als zwei Leitungen gehen, es muß ja bei n GND und bei n+1 Vcc angeschlossen werden.

Natürlich könnte man das auch auf der Leitung anstatt den LED-Beinchen bewerkstelligen, aber dann bräuchte es eine extra Lötverbindung und extra Schrumpfschlauch. Außerdem wäre diese Stelle dann weniger biegsam.

Gekürzt wird so eine Anordnung also, indem man zwischen LED n und LED n+1 durchschneidet bzw. die entsprechenden Leiter ablötet. Typische Ausfallsymptome sind, daß jeweils ein Strang von n LEDs ausfällt, links und rechts davon noch alles bussifein leuchtet.

Volker

Genau so ist es. Ich hab's gerade gefunden. Die vier Kabel an einer LED rochen stark danach, es dürften benachbarte parallel sein. Nach 52 Stück (ich könnte mich verzählt haben oder die Angabe 480 ist falsch) sind nur zwei Leitungen von einer zur nächsten geführt und die anliegenden haben je drei Anschlüsse.

Wenn ich da trenne, müßte ich Spannung verbraten, am besten über eine Stromquelle, z.B. mit LM317. Nicht elegant, aber nur wenige Watt. Nach einer Käuferrezension (noch nicht selbst gemessen) soll die ganze Kette

9 Watt haben.

Schrieb ich ganz zu Beginn des Teilthread:

Danke für die Hilfe und für's Mitdenken.

404

Du weißt aber schon, dass Du welche mit 20° gekauft hast. Darbietungsform "diffus" existiert.

Übrigens gab es neulich bei Penny die Zehnerkette mit Batteriekästchen für 2 x AA und Schalterchen zum Preis von einem Euro.

MfG hjs

So, bin nun bei ca. 30% angekommen. Ein paar Bilder hier:

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Hab für die Kabel extra nicht den schwarzen Adler auf schwarzem Grund oder NATO- Oliv genommen, sondern die Farben der deutschen Flagge. Weißblau gabs beim Bürklin nicht, das wäre einem bayrischen Balkon wohl noch angemessener.

Dank der Farben ist wohl auch selbsterklärend, wie der freundliche Asiate so eine Parallelschaltung serieller Stränge anlegt und wo man da idealerweise kürzt.

Wieder bissl was über Lichterkettenverkabelung, Heißkleber und Schrumpfschlauch mit Innenkleber gelernt, aber in Summe sieht das recht formschön und auch betriebssicher aus. Tauchen würde ich damit vielleicht nicht unbedingt, aber es ist nah dran.

5m von dem Zeugs und Du kannst im Wohnzimmer bequem ein Buch lesen. Gibt auch lustige bunte Flecken an Wand und Decke. Ja, auch auf der Netzhaut, wenn man direkt reinschaut. Wären dann 15W, Nennleistung der 48V-Meanwell-Wandwarze.

Volker

Häng ein l dran, dann gehts.

Guido

Wobei man, wenn man verschiedene Farben in der Serienschaltung benutzt, alle seriellen Gruppen gleich anlegen muss, sonst gibts Ärger bei der Parallelschaltung.

Ich bin immer noch der Meinung, das 'Meanwell' kein guter Name für eine Firma ist... Vielleicht sollte sich ein Konkurrent mal 'Donewell' nennen.

Gerrit

Volker Bartheld schrieb:

Sieht ordentlich aus. Trägst du selber auch einen Zopf?

Guido

Sehe ich nicht so eng. Wenn die Summe der Vorwärtsspannungen halbwegs hinkommt, paßt das schon. Ich hab extra die Wandwarze mit der höchsten verfügbaren Spannung genommen (48V), dann gleicht sich das über die 18 LEDs schon einigermaßen aus. Gravierender in puncto Helligkeit wäre es, LEDs mit unterschiedlichen Nennströmen in Serie zu schalten, meine haben alle 20mA.

Möglich.

Ich kann mir jedenfalls grad noch merken, daß man Netzteile idealerweise von Meanwell kauft, Bohrhämmer von Hilti, Stecknüsse, Knarren & Bits von Wera, Schreinerwerkzeug von Festool, Akkubohrschrauber von Bosch (Blau), Lautsprecher von Canton, Monitore von Iiyama, Speicherkarten von SanDisk, SSDs von Samsung, NiMH-Rundzellen von Eneloop, Zangen von Knipex, Fahrradlämpis von Lupine, Betriebssysteme von - äh - "Linux" und Autos...

... nicht.

Volker

Sodala, bin eben mit ca. 120 LEDs bei der 2/3-Marke angekommen. Weiter gehts erst mit den Kabeln (alle Restbestände in 0.5mm² aufgebraucht) und einem neuen Packen weißer LEDs vom Bürklin. Bei den ursprünglich geplanten 100 Stück habe ich mich deutlich verschätzt. Das famose Meanwell-Netzteil (48V, 15W) ist z. Zt. mit etwa 100mA belastet, wird sich mit dem Endergebnis also zu Tode langweilen.

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Habt Ihr eigentlich auch die Erfahrung gemacht, daß (Dauer)Lötspitzen mit ROHS- Lot schneller vergammeln? Ich verwende zwar bleifreies Sn99Ag0,3Cu0,7NiGe- Lötzinn von Felder...

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, das mit allerlei Wunderdingen beworben wird, wie verbesserte Benetzungseigenschaften, geringste Krätzebildung, extrem geringe Ablegierungsrate, Verringerung der Arbeitstemperatur dank Silberzusatz und verbessertem Durchstieg bei THT-Anwendungen.

Mit der für Selektivlöten empfohlene Temperatur von 280-320°C komme ich in keinster Weise hin (da wartest Du Dich tot), muß an der Weller-Lötstation 400°C einstellen. Vielleicht lügt die, vielleicht sind die Spitzen...

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... nicht ganz so prall, wir wissen es nicht. Klar, Lamento auf hohem Niveau, hatte ich bei 350°C und 08-15 SnPb60 von Fluitin trotzdem nicht. Mei, ich gehe da grobmotorisch mit der Messingbürste drüber, ein bisserl Flußmittel und dann fluppt das wieder.

Volker

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