Gitterspannung Netzteil

Feb 10, 2013 16 Replies

Hallo,



ich suche (die am besten ideale - wie immer ;-) Schaltung, um eine Schirmgitterspannung für eine Senderöhre konstant zu halten.



Als Mindestvoraussetzung würde ich folgendes vorsehen wollen:


-stellbar/umschaltbar im Bereich von 250-400V (nicht im Betrieb)



-Strombegrenzung auf unter 80mA (ggf auch geringer, das Gitter mag nur max 28W)



-alternativ Abschaltung bei Uberstrom



Um die möglicherweise auftretenden negativen Ströme abzufangen, würde ich einen Lastwiderstand dem Gitter parallel schalten.



Viele Schaltungen für diesen Zweck habe ich bereits gesehen, aber die allerwenigsten haben eine Strombegrenzung. Dies wäre bei mir aber nicht unwichtig, da die Anodenspannung durch ein getrenntes Netzteil gewonnen wird.



Ursprünglich hatte ich eine Parallelstabilisierung vorgesehen, dies hätte den Vorteil, das wenn der Transistor durchlegiert, die Spannung weg ist, Nachteil wäre die hohe Verlustleistung in Ruhe. Strombegrenzung wäre hier nicht so einfach, höchstens eine Crowbar + Sicherung. (Transistor ist für sowas oft ein BU208/508 o.ä)



"Normale" Netzteile werden üblicherweise seriell stabilisiert, allerdings sind die meisten davon nicht unmittelbar HF ausgesetzt und viele billige Netzteile mögen HF überhaupt nicht.



Was haltet ihr von eiher Schaltung wie:



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Die dort beschriebene HV3 habe ich mal simuliert, aber die Strombegrenzung scheint mir nicht wirklich effektiv, die Ausgangsspannung sinkt ab einem bestimmten Strom, aber der Strom wird nicht konstant begrenzt. Ein paar FETs ( BUZ310 1KV 2,5A 75W) hätte ich noch da.


Evt könnt ihr mir ja ein paar Hinweise geben, ich würde ungerne die Röhre zerstören und möglichst eine stabile Schaltung haben - wenn es geht ohne "Power Z-Diode" (wie in

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)


Gruß Jan


Oh, das erinnert mich an alte Zeiten. In meiner ersten Endstufe habe ich den Linearregler mit einer PL504 gebaut, in der dickeren (zweimal QB5/1750) m.W. mit Transistoren, muesste ich aber raussuchen. Ist Jahrzehnte her.

Mit der PL504 ist das robust, man muss in Senderoehren immer damit rechnen dass es drinnen mal ballert. Ist nie was kaputtgegangen, ausser dass ich ueber die Jahre natuerlich etliche der PL509 ausgelutscht habe (die PL504 jedoch nie).

Oder eine Diode?

Hier steht im Prinzip wie es gemacht wird wenn man mit einem Minimum an Teilen auskommen will:

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Wobei man das heutzutage eher mit FETs macht, da hat man nur noch einen Transistor.

Crowbar waere recht simpel: Kette von Z-Dioden bis Du auf 430V bist, oder was immer die Angstgrenze ist. Das auf das Gate eine fetten Thyristors (R nach Masse), das uebliche eben:

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Sicherung und alles andere muss so geschuetzt verbaut sein dass nichts wegspritzen kann zu Stellen wo es Unheil anrichtet. Bei solchen Spannungen passiert das schonmal.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

"Jan Conrads" schrieb im Newsbeitrag news:kf6qnt$klr$ snipped-for-privacy@gwaiyur.mb-net.net...

Strombegrenzung ist immer ein Problem, weil die Verlustleistung drastisch ansteigt, können ja 32 W werden.

VB408 fängt irgendwo oberhalb 40mA zu strombegrenzen an, schützt sich aber vor Übertemperatur, kann jedoch keinen Strom annehmen, braucht also einen Lastwiderstand.

Ist aber recht teuer.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.oocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Lies 'Die hohe Schule der Elektronik' von Horowitz/Hill bevor du fragst. Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.

Hallo,

Am 10.02.2013 02:51, schrieb MaWin:

Strombegrenzung wäre halt wichtig, damit das Gitter nicht überlastet wird, bei Ausfall der Anodenspannung würde das Gitter die Anodenfunktion übernehmen... das hieße eine neue Röhre...

Daher hatte ich auch an einen Parallelregler gedacht (Power Z-Diode) und bei Überstrom einen Tyristor zünden und eine Sicherung und ggf den Vorwiderstand opfern. Aber bei 50-70mA Strom und 500-600V Eingangsspannung (Spannungsverdoppler aus 230V per Trenntrafo) habe ich auch viel Verlust, die 32W wären da noch im Rahmen

Das IC ist wohl abgekündigt und kaum noch erhältlich

Gruß Jan

Diode zwischen Anode und Schirmgitter, die bei Ausfall der Anodenspannung die Schirmgitterspannung nach unten zieht. Das Netzteil für die Schirm- gitterspannung muss den zusätzlichen Strom aber aushalten oder sich sauber abschalten.

Norbert

Hallo,

Am 10.02.2013 02:42, schrieb Joerg:

Die PL509 wurde aber auch sicher nicht mit über 3KV und einem Netzteil was nicht in die Knie geht betrieben, alleine die Energie aus dem Elko beträgt über 1kJ, da soll wenn maximal ein Sicherheitswiderstand oder eine Sicherung sterben..

Diode am Gitter hab ich noch nie gesehen, auch wenn es passend klingt, evt beides kombinieren. Dazu passende MOV o.ä

[snip]

soll die

Also wie in

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?

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Naja, das Datenblatt erlaubt bis 500V am Schirmgitter, ich dachte eher an bei 80mA Strom ist die Röhre in Gefahr und da soll die Crowbar eingreifen.. Ohne G2 ist die Röhre ja fast gesperrt.

Das ist klar, Glas möchte man nicht im Auge haben, bei der Gitterversorgung geht es ja noch, da dürfen ja 2 250V Sicherungen in Serie zum trennen reichen, bei den knapp 100mA..

HV Sicherungen für die Anode hab ich auch (Mikrowellensicherungen 5KV

1A), da frage ich mich, wie sicher die wohl abschalten, evt teste ich das auch mal mit den Elkos ohne Trafo, ob die abschaltet oder verdampft ;-)

Der primäre Netzschalter ist zumindest dick genug ausgelegt, allpolig und bis 10kA Schaltvermögen (2 16A B Automaten als Schalter, dazu noch

10A träge als Schmelzsicherung)

Gruß Jan

Mangels Geld fuer einen fetten Trafo hingen fuenf Stueck davon an einer Dreierkaskade, also 930VDC. Da ich guenstig an fette Siemens Becherelkos rangekommen war sassen weit ueber 1000uF dahinter. Wenn das mal in einen Drehko ballerte fehlte hinterher ein Stueck Aluminium.

Ich kann mich an niemanden erinnern der nach Abfackeln der Anodendrossel Roehren verloren haette.

Wenn schon dann lieber TVS, MOVs koennen nach einer gewissen Menge verknuserter Energie explodieren. Das hat alles viel Kapazitaet.

da soll die

Nicht so ganz. Das mit den drei 15V Z-Dioden wuerde ich nicht tun.

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Vorsicht, Serienschaltung garantiert keine gleichzeitige Ausloesung. Nimm lieber eine laengere fuer die Spannung zulaessige Sicherung. Sowas in dieser Richtung:

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Keine Ahnung, aber beim Gitter muss man sich auch mal die Groessen der Strukturen in Relation zum Draehtchen in der Sicherung vor Augen halten. Ich kenne das in Keramikroehren nicht, die waren mir damals zu teuer, aber in der QB-Serie waren die Schirmgitter recht massiv gebaut. Da kaeme jede gescheite Sicherung eher als das Metall des Schirmgitters.

Sachma, gilt bei Euch nicht jetzt 750W max Output? Mein ja nur ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ja, das gilt leider nicht für die QQE06/40. Da hab' ich als Teenie echt Tränen vergossen als das Schirmgitter plötzlich weg war.

|-( Gerhard

Das ist ja auch eine Kleinstroehre :-)

Aber ist schon hart, ich weiss noch wie teuer die QQE06/40 waren, auch mal eine Endstufe mit gehabt. Die hatte ich guenstig von jemandem abgekauft der sie nicht ans funktionieren bekam. Spaeter hatte ich irgendwann genug Geld zusammen fuer einen gebrauchten FT-225RD, der fuer sich allein schon 25W schafft, da gab ich die Endstufe weg. Mein Traum war immer eine 3CX1500, hatte ich mal in NL bei einem Contest-Team benutzt. Doch da reichte die Kohle als Studiosus einfach nicht fuer und Russenroehren bekam man damals ja noch nicht so einfach wie heute.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 11.02.2013 02:14, schrieb Joerg:

Ich hab' meinen noch!

Völlig falscher Ansatz. Ich hab' das mit MRF245s erschlagen, bei 16 statt 12V. Nicht totzukriegen. Motorola hatte es drauf.

Ich war mehr auf die 4cx aus, aber auch letztlich erfolglos. Eine 2*QB5-1750-Brate hab' ich auch genossen, wenn auch nicht von mir gebaut.

Ich habe vor 3 Wochen zwei TH316 geschenkt bekommen, mit dem passenden Coaxialsockel. Ich fühle mich jetzt verpflichtet, was für 70 zu bauen. Wäre ein excellenter Treiber.

Der Sockel hat eine sehr stylische Funkenstrecke mit 2 Kugeln aus Graphit.

Gruß, Gerhard

Ich auch, mit Mutek Front-End.

Das stimt. In meinem FM-Geraet von Standard war ein Motorola Transistor in der Endstufe. 1-2 der Emitterstrecken hatten einen Blattschuss abbekommen aber der lief wacker weiter.

Genauso eine habe ich mir gebaut, Katodenbasisschaltung. Steht hier noch in der Garage, irgendwann muss ich mal einen Liebhaber dafuer finden. Nur kennt diese Roehren hier niemand.

Oh ja, schoene Triode.

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Wuerde hier nichts nutzen, auf 70cm rauscht es nur, es sei denn mit einer langen Yagi Richtung Silicon Valley.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg ( snipped-for-privacy@invalid.invalid):

Da Du das ja doch nicht benutzt, ausbauen, in eine Tüte packen und mir bitte schicken ;-).

73 de Tom
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Dann geht der aber ueberhaupt nicht mehr, und irgendwann will ich auf 2m mal wieder loslegen. Den Bereich 146-148MHz werde ich aber wohl nicht nachruesten da es meist bei SSB und CW bleiben wuerde.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ich kann Dir ja das Original Front-End schicken ;-) Mutek Front-Ends werden noch heute heiss gehandelt. Irgendwo hatte ich mal ein Schaltbild entdeckt, finde das aber nicht wieder.

73 de Tom
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Hier hat es jemand (Leo, PA3BBV) aus Frust selbst nachgebaut, vielleicht mal fragen?

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Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg ( snipped-for-privacy@invalid.invalid):

Habs wieder gefunden:

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73 de Tom
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Ich habe sogar noch ein Mutek-Front-End für den IC-202 :-)

Die email war ein versehen!

73,N orbert
ZX-12R '02 - 48,995 Mm

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