[Fwd: Problem mit Gericom (Clevo) Overdose]

Oct 18, 2003 10 Replies

-------- Original Message -------- Von: Andreas Bockelmann Betreff: Problem mit Gericom (Clevo) Overdose Foren: de.comp.sys.notebooks



Hallo liebe Zielgruppe,



ich habe hier ein Gericom Notebook, Modell Overdose T. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Clevo Typ 2200T (baugleich Clevo 2700T), ferner unter Baycom Worldbook 3 oder Tarox PLTA 1000 verkauft.)



Zum eigentlichen Problem: Das Notebook hatte schon länger das Problem, daß es sporadisch nicht anspringen wollte, sondern auf Standby schaltet. Ich hatte daraufhin die Tastatur und die CPU entfernt und wieder eingebaut. "Keyboard Failure".



Nun gibt es folgendes Problem: Beim Einschalten meldet das BIOS



Diese Meldung erscheint auch beim Anschluß einer externen PS/2-Tastatur.



Ich habe hier keine zweite (passende) Notebooktastatur um es auszuprobieren. Nun stellt sich die Frage: Was will das Dingen von mir, besser gesagt: Was ist putt, Mainboard oder tatsächlich die Tastatur. Ich behaupte einfach mal, daß es sich bei den Notebooktastaturen um passive Matrixtastaturen (wie beim alten 64er) handelt. Von daher glaube ich nicht wirklich an eine defekte Tastatur.



Hat jemand von Euch ein solches Notebook und würde mal die Tastatur vom Mainboard abziehen und antworten, ob das BIOS beim Fehlen der Tastatur meckert.



(Ich habe kurz vorher noch ein neues DVD-Laufwerk und einen neuen Akku in das Notebook eingebaut, von daher ist das ganze doppelt ärgerlich.)



Danke schon mal


Mit freundlichen Grüßen Andreas Bockelmann V+49-162-9850173

Andreas Bockelmann schrieb im Beitrag ...

Welche Meldung ?

-- Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage:

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de.sci.electronics FAQ:
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Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

MaWin schrieb:

...

Sorry, mir sind die Zeilen verutscht.

Die Fehlermeldung lautet: "Keyboard Error", was mich vermuten lässt, daß das Mainboard endgültig einen Schlag weg hat.

Mit freundlichen Grüßen Andreas Bockelmann V+49-162-9850173

"Keyboard Error" gibt es auch, wenn eine Taste beim Booten 'dauergedrückt' ist...

mfg, Bernd

Bernd Maier schrieb:

Die Fehlermeldung kann auch "Keyboard failure" lauten, müsste ich mal nachschauen.

Was mich stutzig macht, ist die Tatsache, daß eine nicht richtig angeschlossene Tastatur früher nicht erkannt wurde. Ich hatte mal nach einem CPU-Umbau an diesem Notebook den Effekt, da eine eine Tastenspalte ausgefallen war, da das Flexprintkabel nicht vollständig am Mainboard angeschlossen war. Dieses wurde vom BIOS nicht erkannt. Ich befürchte, daß das Mainboard einen an der Waffel hat. Der im OP von mir beschriebene Effekt, daß das Notebook beim Einschalten in den Standby geht, ließ sich in der Vergangenheit damit abstellen, wenn das Notbook diagonal leicht verspannt wurde. Also typischer Fall kalte Lötestelle. Nur die kleinen Käfer sind sehr feine Quarter flat Packs, der SIS-Chipsatz selbst BGA. Sorry, da ist meine Bastelleidenschaft eingeschränkt. Ich weiß auch nicht, ob der SIS 630 eine Behandlung mit der Heißluftpistole überlebt. Bei meinem Glück verabschieden sich bei der Aktion sämtliche Elkos in der Heißluft :-)

Mit freundlichen Grüßen Andreas Bockelmann V+49-172-6993141

Andreas Bockelmann schrieb:

Auch in den modernen Notebooks steckt immer noch ein eigener Tastaturkontroller, ähnlich wie früher der 8048-kompatible in den XTs und ATs. Ob das ein einzelner Chip ist oder in einen der großen Chips integriert ist, kann man nicht ohne "Hineinblick" sagen. Wenn dieser Kontroller aber eine Macke hat, also auf Anfragen der CPU beim POST z.B. nicht mehr antwortet, kommt "keyboard failure". Da dieser Kontroller neben den für die Tastatur benötigten Portleitungen noch einige "freie" Portleitungen hat, wird er von Entwicklern gerne als Port für irgendwelche Zusatzfunktionen eingesetzt, beispielsweise für die genannte Standby-Funktion. Wenn Du diesen Kontroller also identfizieren könntest, konzentriere Dich um die Lötstellen um ihn herum.

Gerade fällt mir ein, dieser Kontroller trägt manchmal einen Aufkleber des BIOS-Herstellers, weil seine Soft vom BIOS-Hersteller stammt. Daran könnte man ihn evtl. erkennen...

Ciao...Bert

"Bert Braun, DD5XL" schrieb:

Ich danke Dir erst einmal für Deine Hilfe. Ich habe heute mal das Notebook gestrippt und ein weng gesucht. Die Quarterflats sind nicht wirklich schön verlötet, scheinen aber okay. Sorge macht mir der dicke SIS 630. Der reagiert auf leichten mechnischen Druck auf die Platine mit dem Standby-Syndrom. Ich befürchte, daß die BGA-Verlötung nicht ganz sauber ist. Da hört definitiv meine Bastelkunst auf.

Nach meinem Kenntnisstand ist der Tastaturkontroller im Chipsatz integriert. Und das ist beim SIS 630 nur ein dicker BGA. Wie heiß darf der beim Löten eigentlich werden?

Mit freundlichen Grüßen Andreas Bockelmann V+49-172-6993141

Andreas Bockelmann schrieb:

So heiß wie alles SMD Silizium beim löten, so ca 225°C für ca. 1 Minute, ist aber nicht so kritisch. Heißluftpistole wäre OK, halt nicht das Maximum zum Farbabbrennen wählen und vor allem schauen, daß man die kleinen C's rundherum nicht wegbläst, ev. abdecken, vielleicht kannst du etwas Alufolie geeignet befestigen. Hitze von oben und unten macht es auch leichter, ist aber nicht unbedingt nötig.

Man könnte probieren, unter den Chip etwas flüssige Kolophonium.Lösung rinnen zu lassen, so einen Tropfen oder 2 und das ganze dann mit der Heißluftpistole (ev. halbe Kraft) aufzuheizen. Dabei keine Kraft auf den Chip ausüben und nicht runterdrücken. Wenn die Lötkugeln unten "zusammenklatschen" dann kannst du das mit Hobbymitteln nicht mehr reparieren (reballen). Leichtes Klopfen aufs Board sollte OK sein. Nachher die Kolophoniumreste mit Alkohol (Spiritus, Isoprop.) wieder entfernen.

Bevor das Notebook kaputt ist, würde ich sowas probieren.

Martin

[... Selbsthilfe entfernt...>

Nur mal als Hinweis:

Aus meinem Bekanntenkreis habe ich die Erfahrung gesammelt, dass solche Fehler mit einer Reparatur von etwa 70-80% des Neupreises von Gericom gehandhabt werden. Ein kleines Beispiel von mind. 10: Kollege hat BIOS-Update gemacht, dabei hat die interne Elektronik für die FLASH-Typ-Erkennung die falsche Programmierspannung angelegt. Effekt: Flash Defekt, Spannungsregler defekt, Reparaturpreis habe ich jetzt nicht mehr im Kopf, aber er hätte für 300? mehr ein neues bekommen. Obwohl das Gericom erst wenige Monate aus der Garantie war, war von Seiten Gericom kein Entgegenkommen.

Fazit: Ich habe nie und werde nie ein Notebook kaufen, hinter dem sich Gericom versteckt oder für das ich einen der Servicepartner von Gericom in Anspruch nehmen muss und dafür haben sich 8 der 10 mir bekannten Kunden ebenfalls entschieden. Zweie habe halt nicht dazu gelernt :-)

Gruß,

Ulrich

Ulrich Prinz schrieb:

Mein Chef ist ja nun zu geizig mir ein Notebook zur Verfügung zu stellen, also muß ich mich privat darum kümmern. Folglich brauchte ich für mein defektes Gericom schnell Ersatz.

Ich habe anschließend bei Gericom Preise angefragt für ein nacktes Mainboard und eine Tastatur. Ich meine folgende Preise im Hinterkopf zu haben:

Tastatur: 45 Euro Mainboard ca. 550 Euro

Dazu kamen 20% österreichische Märchensteuer und 25 Euro Frachtkosten.

Hmmm, ich habe für 690 Euro ein einjährigs Gericom P4-Notebook (Hersteller FIC) mit 15" Display (1400*1050) über Ebay gekauft. Der Akku war top, ist ein DVD-CDRW-Combi drin und hat normale Gebrauchsspuren (Tastaturkappen glänzen und Handballenauflage leicht abgewischt), ansonsten Top.

Das war also ein paar Euro billiger, als die Reparatur meines alten P3-Notebooks ion Eigenleistung.

Full ack! Aber ich brauchte dringend ein (bzahlbares) Notebook und der Ebay-Anbieter, der das Maxdata Centrinonotebook 10 (sic) Tage ohne Gebote in der Auktion stehen hatte, beendet die auktion, just, als ich bieten wollte. (6 Stunden vor regulärem Ablauf). Also hatte ich auf das Gericom (FIC) einen Preis hochgeworfen, und habe nach 6 Stunden festgetellt, daß ich die Auktion gewonnen hatte. (Wollte ich gar nicht :-)

Mit freundlichen Grüßen Andreas Bockelmann V+49-172-6993141

[...]

Hallo Andreas!

Du mußt Dich für den Kauf eines Gericom Derivates nicht entschuldigen :-)

Ich habe nur meiner Meinung über diese Geräte und vor allem den wahnsinnig unsinnigen Reparaturpreis ausdruck verleihen wollen. Nicht zuletzt, um Dir den Schreck zu nehmen, wenn Du da anrufst und nachfragst. Ich bin mom noch standhaft und verzichte auf ein Notebook, weil eben alle in meiner Preisklasse von Gericom abstammen oder in einem von denen gesponsorten Service-Center mit entsprechenden Kosten repariert würden, wenn etwas drann wäre.

Es sieht aber so aus, dass ich mein NB nur zum Programmieren von Microcontrollern, zum Verfassen von Handbüchern und zum gelegendlichen ansehen von Filmen, bzw Musik hören bräuchte. Also werde ich mich demnächst mal auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Ein 3-Jahre altes Toshiba oder Compaq ist Qualitativ immer noch besser als jedes aktuelle Notebook aus diversen 'Geiz ist geil'-Angeboten. Und die Leistung ist jedenfalls unter Linux mehr als Zeitgemäß für meinen Anwendungsbereich.

In den seltenen Fällen wo ich mal wirklich Zocken möchte, habe ich hier eine große Kiste stehen, die dank vollständiger Ausrüstung für Videoschnitt noch mit jedem aktuellen Spiel spielend fertig geworden ist.

Ich denke, dass ich durch diese Auffassung der Dinge eine menge Geld spare, was ich dann in WLAN-Karte, 2. Akku, PKW-Netzteil u.s.w. stecken kann, was auch bei den Billigangeboten schnell den Preis des NBs selbst nocheinmal benötigt. Ich sage nur, 2. Akku ca 250? / 2. Netzteil ca. 200?

Gruß,

Ulrich

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