Was schwafelst du herum, ich hätte irgendwo das Argument gezogen, ob etwas an privat verkäuflich wäre?
Aber nur weil man es ans Militär verkaufen kann spielt bei der Dezimalpunktsetzung dann keine Rolle mehr?
Mir fehlt schlicht das Verständnis dafür, warum ein Funkgerät 100 000 € wert sein soll.
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Hartmut Kraus
Wieso nur fällt mir da immer wieder John Glenn ein? ;)
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Helmut Schellong
Das ist es auch nicht.
15000 EUR wären eher angemessen.
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Volker Bartheld
Ich lange dafür sozialparasitisch in den Topf der Krankenversicherungs- Solidargemeinschaft. Und fahre Rad statt im Kraftverkehr, vorenthalte so meinem Namensvetter die ach-so-wichtige Mineralölsteuer.
Volker
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Hartmut Kraus
Wir können doch davon ausgehen, dass du da auch schon einiges eingezahlt hast?
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Alexander Schreiber
Ja, das war interessant zu sehen, als es bekannt wurde.
Och, in den 1990ern bei der Bundeswehr lief der Grossteil der Koordination bei Feldübungen bei uns über die privaten Mobiltelefone, weil die militärischen Funkgeräte nicht viel taugten[0].
Und wenn die Angehörigen der zweitstärksten Armee in der Ukraine mit ihren Smartphones (die sich natürlich ins lokale Netz einbuchen) kommunizieren dann freut das den Herrn Budanov sehr.
Man liest sich, Alex. [0] Besonders schön: Wachdienst in der Kaserne, latscht den Zaun (Innenseite) und kritische Bereiche (Technikbereich, Munitionsbunker, ..) ab. Und _ausgerechnet_ im Technikbereich (wo die Fahrzeuge und deren Werk- stätten sind) kann man die Wache per Funk nicht erreichen weil die grossen Metallhallen prima abschirmen ...
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Hartmut Kraus
Am 30.09.23 um 16:51 schrieb Alexander Schreiber:
Nun, die werden aber kaum zwischen Funkgeräten und Handys unterscheiden können? ;)
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Rolf Bombach
Alfred Gemsa schrieb:
[Das sieht aus, wie Technik von 1970 .. 1985]
Scheint das Pflichtenheft der Schweizer Armee zu erfüllen. Punkte waren, IIRC:
- absurd teuer
- sinnlos schwer
- hirnrissig kompliziert zu bedienen
- 100 Möglichkeiten, sich die Finger einzuklemmen (und/oder was mit Kopp, Schienbein, Zehe)
- zuverlässiges Versagen im Ernstfall
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Rolf Bombach
Kay Martinen schrieb:
Korruption.
558 Mio zur Renovation von 2000 Altfahrzeugen:
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Hmm, Mowag, ist das nicht ein subsidiary of...
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Rolf Bombach
Na, ein bissl subtiler ist es doch schon. Ein bissl.
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Rolf Bombach
Kay Martinen schrieb:
Das ist die Realitäts-Ebene von Militärbeschaffungsvorgängen.
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etc.
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Volker Bartheld
*LOL* Immer wenn in einem Link "Crypto AG" vorkommt, weiß ich: Das wird jetzt richtig lustig.
Volker
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Ole Jansen
Am 28.09.23 um 22:58 schrieb Martin Τrautmann:
Weil da eine entsprechende Menge Arbeit drin steckt?
Rechenexempel:
Beschafft werden X digitale Bündelfunkgeräte nach Multiwellenstandard mit den üblichen Sonderlocken.
Das BWB untersucht den Bedarf, führt Truppenerprobungen mit Prototypen durch und benötigt dafür sagen wir mal 20 Jahre FTE Gehaltsgruppe A13 oder höher bis zur Erstellung des Lastenheftes. Und da steht dann drin: BSI Zertifizierung, Wassedicht, muss von -70-+120°C funktionieren, EN61010, ROHS und die Grenzwerte für Schwangere erfüllen und viel mehr. Und das dauert 20 Jahre (mit dem begleitenden Abstimmungebedarf, Nachforderungen, Ministerwechseln, Umstrukturierungen...)
Wir nehmen mal an es gibt einen Anbieter der ein vorhandenes Gerät modifiziert. Kosten der eigentliche Elektronikentwicklung: 50.000€ Kosten für Compliance, Tests, Dokumentation: 500.000€ - 1Mio€ Beratungskosten: 300.000€ Softwareentwicklung: von Extern 500.000€, Lizenzkosten? Kosten für Ersatzteilbevorratung, Logistik?... Marge 50%?
Der Materialwert ist überschaubar. Akku: 60€ BOM Elektronik: 370€/Stck BOM Mechanik, Stecker: 2800€/Stck Zusammenbau: 500€Stck
Es ist wirklich nicht schwer dann auf 100.000€ pro Einheit zu kommen. Oder 10.000€. Hängt nur von X ab.
O.J.
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Martin Τrautmann
Du bist dir sicher, dass in den angegebenen Beschaffungskosten auch diese internen kosten enthalten sind? Ich habe eher das Gefühl, das Lastenheft wird aus dem laufenden Etat bestritten und wird nicht in diesen Kosten an die Zulieferer mit eingerechnet.
Wild geschätzte, aber durchaus plausible Hausnummern.
Naja - rechne mal alle deine Positionen zusammen, ob du damit in die Nähe der genannten Gesamtkosten kommst. Mir scheint, da fehlen noch einige Nullen.
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Alexander Schreiber
Ganz andere technische Gegebenheiten. Wenn ich mit der Handfunke die Wache anklingele und da ist viel Metall (grosse Blechhallen) im direkten Signalpfad, dann isses halt doof. Wenn man die per Mobiltelefon anruft, dann muss das Telefon lediglich in einer erreichbaren Zelle eingebucht sein - und solange man das nicht von _innerhalb_ der geschlossenen Blechhalle macht, klappt das eigentlich immer ganz gut (ok, ausser in Deutschland, natürlich, da klappt es gelegentlich).
Kurzfassung: ganz andere HF Signalpfade.
Man liest sich, Alex.
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Rolf Bombach
Kay Martinen schrieb:
Da ist verschiedenes denkbar.
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Rolf Bombach
Martin Τrautmann schrieb:
Echt jetzt? Gibt es irgend eine nennenswerte militärische Beschaffung, bei der es keine Korruption gab? Klar, das Wort wird nicht ausgesprochen, eher Geldflüsse, oder, durchaus vertraglich geregelt, "Kompensationsgeschäfte".
Legendär war da Howard Hughes, welcher Luftwaffengeneräle mit Geld über- schüttet hatte, damit seine Flugzeuge gekauft wurden. Er landete vor Gericht, jedoch konnte der Staatsanwalt nicht belegen, das solches Tun illegal wäre.
Hier in CH ging es bei der F/A-18-Beschaffung um Kompensationsgeschäfte. Das hatte bizarre Auswirkungen, u.a. konnten wir damit einen Doktoranden anstellen und Equipment beschaffen. War aber alles bezüglich der Totalsumme der Bestech^w Kompensationsgeschäfte weit weit hinter dem Komma.
Ebenso verbreitet ist das Umdichten der Anforderungen, bis schlussendlich nur Mercedes Nutzfahrzeuge übrig bleibt, frei erfundenes Beispiel. IIRC ging es um die Übersteighöhe, amerikanische Anbieter schafften 20", da wurden dann plötzlich 60 cm gefordert. Wurde dann doppelt so teuer, thereabouts.
Oder einfache Kompasse. Da hatte Dräger günstige nach MIL/NATO gefertigt. Die wurden, nach der Fertigung, plötzlich nicht mehr akzeptiert, da Osten als "E" markiert war und nicht als "O". Dräger blieb auf den Dingern sitzen, wurden dann an Besucher verteilt, hab auch einen gekriegt.
Ein Bekannter arbeitete beim BWBeschaffungsamt. Er meinte, die wirklich üblen Sachen erzähle er gar nicht erst, die würde man eh nicht glauben.
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Rolf Bombach
Hartmut Kraus schrieb:
Spanien hatte auch F104, da ist kein einziger abgestürzt. Die waren aber auch nicht umgebaut. Ein Problem war die Steuerung der Staudüse vom Nachbrenner. Die deutsche Variante des Triebwerks hatte das Problem wortwörtlich im Griff, da gab es plötzlich keine Triebwerksprobleme mehr. Der Durchbruch war aber der 0-0 MB Schleudersitz. Wüsste aber jetzt nicht, wieviele Krawatten verteilt wurden.
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Rolf Bombach
Ole Jansen schrieb:
Bruhaha. Spätestens bei obigem Punkt ist der Punkt an der flashcen Position.
Dito.
Hust.
X vormals Twitter heisst das heute.
Tek hatte sich schon die Hände gerieben ob der Ankündigung, die Air Force würde demnächst (Jahrzehnte her) eine Unzahl an Oszis (analog) kaufen. Die Air Force hatte sich dann IIRC für Iwatsu entschieden. Geht schon, wenn man will.
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Rolf Bombach
Hartmut Kraus schrieb:
Ich habe hier in CH eher den Eindruck, dass ich trotz geringerem Einkommen mit der Rente immer noch gleich viel Steuern zahlen muss. Mit Betonung auf viel.
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