Frage zu LED-DOT-Matrix Anzeige

May 04, 2012 10 Replies

Hallo Leute,



F=FCr ein kleines Bastelprojekt verwende ich die 5x7 LED-DOT-Matrix Anzeige TA07-11HWA. Das Ding habe ich von Reichelt

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. Dort findet man auch ein Datenblatt bei dem Artikel.



Hat hier jemand auch schon Erfahrung mit diesen Displays gemacht???



Zum Hintergrund: Ich bin mit der Performance des Displays gar nicht zufrieden. Angesteuert wird mit einem ATMEGA controller zeilenweise (7 Zeilen) jeweils 5 Spalten parallel. Als erstes hatte ich das Display direkt an den ATMEGA angeschlossen und die Vorwiderst=E4nde so dimensioniert, dass die Portpins nicht =FCberlastet werden - da blieben f=FCr jede Diode im Mittel etwa nur 1,15mA (genauer 8mA peak f=FCr 1ms, dann 6ms Pause). Die LEDs leuchteten zwar, allerdings recht funzelig also *viel* zu dunkel. Die Leuchtfarbe war wie zu erwarten ein deutliches Rot.



Um der Sache ein bisschen mehr Pepp zu verleihen habe ich jetzt noch 5 Spalten und 7 Zeilen-Treiber dran gebaut. Jetzt wird jede Diode mit



20mA betrieben (gepulst 140mA f=FCr 1ms, dann 6ms Pause). Nat=FCrlich sind sie jetzt heller geworden. Allerdings: Statt dem vorher gesehenen rot leuchten sie jetzt hellorange - fast schon gelb. Wirklich *hell* sind sie immer noch nicht.

Ich frage mich jetzt, ob das eben so ist bei diesem Display, oder ob ich Ausschuss erwischt habe. Rote Leuchtdioden, die von ihrer Nennfarbe Richtung orange abweichen sind meiner Erfahrung nach weit =FCber ihren maximalen Grenzwerten und =FCberleben das nicht all zu lange. M=F6glicherweise stammt das Display ja auch aus einem Uralt- Lagerbestand. Die Performance k=F6nnte zu den LEDs der 70er passen. Hmmm...



Wer k=F6nnte mir eine alternatives (m=F6glichst pinkompatibels) Display nennen, welches ein bischen mehr Licht bei definierterer Farbe von sich gibt? Verf=FCgbarkeit in Kleinstmengen (1 St=FCck) zu vern=FCnftigem Preis vorausgesetzt. ?



Andi


Andreas Meerbann schrieb:

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.

Ich habe so ziemlich dieselben Erfahrungen gemacht mit den Dingern. Es gibt aber eine pinkompatible Version mit brauchbarer Helligkeit.

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Ich bin dann später auf die grüne Version umgestiegen. Sieht nicht so alarm-mäßig aus. Als Vorwiderstand hab' ich jetzt 330Ohm drin entsprechend ~10mA bei 5V-Versorgung. Die sind jetzt wirklich hell genug.

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Gruß Andreas

Andreas Fecht schrieb:

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.

Aha, das sieht man auch, wenn die Sonne drauf scheint. Ich denke, die Displays sollen normalerweise nicht leuchten, sondern der Darstellung einer "Papierziffer" entsprechen. Also einfach grün oder rot sein, ohne zu leuchten. Um diesen Effekt zu erzielen, werden Anzeigen auch an die Umgebungshelligkeit angepasst...

Super! Habe gleich mal eine Auswahl bestellt. Ich hatte verzweifelt nach den anderen im Datenblatt genannten Typen gesucht ("super-rot" etc) aber nirgends das Gew=FCnschte gefunden. Mir deucht das RS-Programm erscheint nicht bei entsprechenden Google-Suchen...

Danke f=FCr den Tipp!

Andi

Andreas Meerbann schrieb:

Die Suchmaschine von RS ist der (aller)letzte Mist! Die haben letztes Jahr ihre Homepage renoviert, die Sucherei ist aber keinen Deut besser geworden.

Gruß Andreas

Exakt. Die Dioden vertragen max. 20mA. Und das ist kein thermisches Limit, kurzum, es wird bei Pulsung nicht mehr.

Das hört sich nach 700nm Dioden an. Die haben zwar ein wunderschönes Rot, aber reichlich wenig davon. Üblicherweise um die 0,8mcd. Und unser Auge kann bei 700nm auch nicht mehr viel. Das ist schon die Grenze zu Infrarot.

Stand übrigens sogar in der Produktbeschreibung drin: 360-900µcd. Das ist gar nichts.

Ja, ist bauartbedingt. Daraus notwendigerweise auf alt zu schließen wäre allerdings voreilig.

Nimm einfach eine andere Farbe. Die sind alle aus dem Stand einen Faktor

6 heller. Aber bitte nicht mit mehr als 20mA - auch nicht gepulst. Es gibt das Display auch mit 660nm GaAlAs Dioden. Die bringen nochmal das doppelte an Lichtausbeute. Reichelt hat aber scheinbar nur die roten gelistet. Werden vmtl. die billigsten sein.

Marcel

Hallo,

Am 05.05.2012 09:39, schrieb Marcel Müller:

...[rote LED]...

Welche LED sind davon betroffen? Viele LED kann man gepulst mit etwas höheren Strömen betreiben. Das kann bis auf den Faktor 10 gehen, ist aber stark von der jeweiligen Bauart und dem Verwendungszweck abhängig. Den von Dir genannten Effekt habe ich in den (neueren) Datenblättern heller und superheller LED nie gesehen. Für diesen Effekt müsste bei

20 mA die Kennlinie für die Lebensdauer als Funktion vom Strom (fast) senkrecht auf Null runterfallen, was sie aber bei den mir bekannten LED nach deren Datenblättern nicht tut. Hast Du da ein Datenblatt in dem man das sehen kann?

MfG

Uwe Borchert

an Uwe und Marcel (und alle anderen nat=FCrlich auch): laut Datenblatt

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- kurzlink zum Datenblatt auf dem Reichelt Server) steht: Puls max 150mA, Dauerstrom 25mA (die "bright red" Spalte ist die richtige). Allerdings steht beim Puls was von 1:10 bei 0.1ms Pulsdauer. Ich mache ja 140mA Puls 1:7 bei ca 1ms Pulsdauer - das ist also =FCber dem Limit...

Ich hab auch mal eine einzelne LED einfach ungepulst mit Vorwiderstand bei verschiedenen Str=F6mem angesteuert. bei 1-5mA ist die LED noch halbwegs rot, bei mehr (also 5,1-25mA) wird sie deutlich orange. Die Dinger sind einfach so.

Ich frage mich wieder mal, wer solch unbrauchbares Zeug produziert und das dann auch noch "bright red" nennt. Kann mir nicht vorstellen, das die Dinger irgendwo in St=FCckzahlen eingesetzt werden. Immerhin sind sie derzeit bei Reichelt ausverkauft und offensichtlich sogar nachbestellt - ob ich denen mal den Tipp geben sollte, dass die Dinger nix sind?

Also, ich warte jetzt mal, was die RS-Lieferung bringt.

Andi

Am 05.05.2012 21:19, schrieb Andreas Meerbann:

Du glaubst ja garnicht wieviele Displays mit greller blauer Hintergrundbeleuchtung vom Reichelt verkauft werden obwohl die quasi unlesbar sind.

Andreas Meerbann :

Ich kenn die Dinger aus den Fernsehern der 90er. Da war sowas dann auch noch hinter einer roten Abdeckung montiert. Also nur in dunkelster Wohnstube ablesbar. Soviel Licht haben die Röhren ja auch nicht gemacht - das hat schon zueinander gepasst. ;-)

M.

Datenblatt sagt: 25mA average, 150mA peak (@ 1:10 duty cycle, on cycle < 100us) Ich war also ein bisschen =FCber der Spec.

ja, ok - ist mittlerweile obsolet, aber ich denke das hatte ich andersrum gemacht, weil ich das Display ja anfangs direkt aus den port- pins des ATMEGA-controllers gespeist hatte - die k=F6nnen max 40mA und mit 1:7 konnte ich ein bisschen mehr raus holen ohne die jeweilige Senke zu =FCberlasten. Das war als die LEDs noch rot geleuchtet hatten, weil sie im Mittel nur 5mA bekamen...

Die Dinger leuchten auch mit 10mA Konstantstrom schon gelb-orange funzelig. Bei 20mA ebenso. Hell sind sie in keinem Fall.

N=F6. Leider nicht akzeptabel hell und auch nicht rot.

Ja so ist es - Mich wundert eben, dass die zuerst von mir getesteten Displays so =FCberhaupt noch als Neuware verkauft werden. Die Performance gegen=FCber den anderen von mir getesteten Typen (vom gleichen Hersteller!) ist so derma=DFen viel schlechter! Daher auch meine (nicht ganz ernst gemeinte) Vermutung, dass die ersten Typen vom Reichelt Restbest=E4nde aus den 70ern waren. Die Perfomance passt jedenfalls dazu (nicht jedoch die RoHS-Kompatibilit=E4t wenn sie denn auch stimmt).

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