Festplatten werden heute praktisch nur noch für Datengräber, Archiv und Backup eingesetzt. Zugriffszeiten sind in diesen Anwendungsbereichen komplett irrelevant, also warum sollte sich der Hersteller da irgendwie festlegen?
Wer Performance braucht, greift zur SSD.
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V
Volker Bartheld
Im Vergleich zur Abnutzung der Platteninnereien und der Geschwindigkeit, mit der die Platte volläuft, quasi unendlich langsam. Das mit dem "Wasserstoff schafft sich durch die kleinsten Ritzen, keine Chance, grünen Wasserstoff irgendwo zu speichern und schon gar nicht in Kavernenspeichern" habe ich auch lange geglaubt. Ist Geschichte.
Ein paar Internetfundstücke:
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"Bisher" ist immerhin so lange, daß Backblaze Statistiken dazu auffahren kann. Die Teile sind offenbar genauso robust, wie ihre luftgefüllten Gegenstücke. Und jetzt mal unter uns: Ab einer gewissen Speicherkapazität führt an dem Zeugs doch kein Weg vorbei. Und das ist genau der Grund, warum man Dreheisen überhaupt noch kauft. In den Desktop-PC kommen - außer bei Herrn Schellong - doch nahezu ausschließlich SSDs rein. Die gibts bis 2TB quasi nachgeschmissen.
Da gibts SMART-Register für. Bislang ist da noch nichts gestorben, wie die Fliegen. Die Probleme entstehen eher bei "refurbished" HDDs, wie wir in diesem Thread ja schon diskutiert haben.
Volker
H
Helmut Schellong
[...]
Dieser Thread basiert auf dem PC einer meiner Verwandten: Asus TUF X299 Mark1 Ich schlug ihr vor, einen M.2-Speicher 1 oder 2 TB (30-fach schneller) einzusetzen. Um die defekte Raptor 600 GB zu ersetzen. Sie wollte das nicht.
Der "Herr Schellong" wird also fast immer verkannt.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Gerrit,
Du schriebst am Mon, 10 Mar 2025 10:31:30 +0100:
Man könnte auch einen Druckausgleichsballon o.ä. einbauen - darauf ist wohl noch kein Hersteller gekommen?
H
Heinz Schmitz
Warum brauchte man denn überhaupt dieses Druchausglechsloch?
Grüße, H.
G
Gerrit Heitsch
Weil die früher eben nicht 100% luftdicht waren und man so einen definierten Ein/Austritt hat in den man Filter einbauen kann damit wirklich nur Luft aber kein Staub reinkommt.
Gerrit
F
Falk Dµebbert
Was soll der bitte bringen?
Falk D.
F
Falk Dµebbert
Das Problem mit Wasserstoff in Tanks ist nicht, dass er durch Ritzen kriecht, sondern in Metalle eindringt und dessen Eigenschaften verändert. Pons und Fleischmann haben unwissentlich die wichtigsten Forschungen zu diesem Thema angestoßen und wesentlich zum Verständnis der Wasserstoffversprödung beigetragen.
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Und bei Kavernen sind es nicht nur Metalle die Hydride bilden können, so dass selbst bei Reversibilität die Entnahme extrem verlangsamt wird, weswegen die Wasserstoff-Lagerung in Gesteinen nur wenig Popularität aufbauen konnte.
Falk d.
H
Heinz Schmitz
Hätte man dafür nicht einen wenigstens geringen Überdruck im Inneren des Laufwerks benötigt? Es wäre doch bei jeder Abkühlung sowohl durch die Undichtigkeiten als auch durch das Druckausgleichsloch wieder Ungewünschtes ins Innere heireingekommen.
Grüße, H.
H
Heinz Schmitz
Man vergleiche das aber mit dem Haber-Bosch-Verfahren zur Ammoniak- Synthese (Dünger und Sprengstoffe).
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"... Auch für den Bau der zur Ammoniaksynthese benötigten chemischen Reaktoren, in denen Wasserstoff bei hohen Drücken und Temperaturen kontrolliert werden konnte, gab es bis dahin keine Referenzen in der Technik. Carl Bosch und Fritz Haber entwickelten daraufhin neue Lösungen in vielen Bereichen der technischen Chemie und des Reaktorbaus.
... Da die zunächst für den Reaktorbau verwendeten Stähle durch atomar eindiffundierten Wasserstoff erodierten, war eine Aufgabe des neuen Arbeitsbereiches die Erforschung von Werkstoffschäden durch Entkohlung der Kohlenstoffstähle. Dies führte schließlich zur Entwicklung hochlegierter Chrom-Nickel-Stähle, die einem Wasserstoffangriff bei den benötigten Reaktionstemperaturen und -drücken standhielten.
... Die Ammoniaksynthese findet bei einem Mengenverhältnis Stickstoff zu Wasserstoff von 1 zu 3, einem Druck von 250 bis 350 bar, einer Temperatur von 450 bis 550 °C und unter Verwendung von a-Eisen als Katalysator ... statt: "
Grüße, H.
T
Thomas Prufer
Stadgas lief damals durch verzinkte Stahlrohre, verbunden durch zöllige Kegelgewinde, mit der Schneidkluppe händisch geschnitten, diese dann mit Hanf und Fermit gedichtet.
Stadtgas ist hier
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mit 51% Wassserstoff angegeben, teilweise auch weiter mit einer Mischung aus CO und H2 angereichert.
Nur so als Argumentierhilfe, wenn wieder mal "durch die alten Leitungen geht kein Wasserstoff, weil die dafür nicht dicht genug sind" kommt.
(Biogas ist als Sau schon durch's Dorf getrieben, am anderen Ende raus, gemästet, geschlachtet, gegrillt und gegessen, oder?)
Thomas Prufer
R
Ralph Aichinger
Es gibt Leute, die sagen, dass diese Hanfdichtungen, kombiniert mit der im Stadtgas mitgelieferten Feuchtigkeit, u.U. besser dafür geeignet waren als "moderne" Dichtungen, und dass man auch "moderne" Gasnetze nicht so ohne weiteres 1:1 wieder auf Stadtgas (oder reinen Wasserstoff) zurück umstellen kann, weil moderne Dichtungen u.U. mehr Wasserstoff durchlassen.
/ralph
H
Helmut Schellong
Hanf quillt auf. Deshalb dürfen diese auch nach dem Festziehen wieder etwas zurückgedreht werden. Teflon-band z.B. ist dafür ungeeignet.
A
Axel Berger
Das habe ich so noch nicht gehört und glaube es auch nicht recht. Das umgekehrte stimmt aber. Erdgas war für die alten Rohre oft zu trocken.
T
Thomas Prufer
Dann ist hier im Haus das Leitungsnetz "Wasserstoff-Ready":-)
Denn hier sind die alten Leitungen verbaut. Bei der letzten Überprüfung ergab sich eine Leckrate von < 1 Liter/Stunde Erdgas...
Teilweise wurden die Gasleitungen auch aus Stahlrohr autogen geschweißt, so in den 1980ern gesehen.
Thomas Prufer
A
Axel Berger
So wenig finde ich das nicht, es sind 8 Kubikmeter im Jahr. Bei 8 Litern Heizöl jährlich in Deinen Keller würdest Du meckern.
T
Thomas Prufer
"< 1 Liter/Stunde" heißt "kleiner als".
Der Nachweis geringer und geringster Leckrate wird im Objekt schwieriger bis unmöglich. Da wird die Leitung unter Druck gesetzt, und dann der Druck über der Zeit gemessen.
Jede Druckänderung durch Temperatur, Wind, Wetter, öffnende Türen schlägt auf Meßergebnis durch, sowohl innen im Rohr als auch in der Umgebung -- AFAIK ist das eine Differenzdruckmessung. Scheint wo Sonne während der Messung auf's Rohr, gibt's halt ne negative Leckrate. Dazu hat das gemessene Leitungsnetz hier wohl um die Hundert Meter alleine an Steigleitungen.
Thomas Prufer
V
Volker Bartheld
Vermutlich "bis zu". Diese Referenz ist bekannt und hatte ich im Hinterkopf, als ich "ist Geschichte" schrieb. Aber Falk hat durchaus Belege gegeben, das Thema "Wasserstoffversprödung" ist schon real und ich will nicht ausschließen, daß ebendiese verzinkten Stahlrohre munter vor sich hin verrotten.
Stahlrohre, die von dem Problem nach Ansicht von Experten deutlich weniger stark betroffen sind, als Stähle hoher Festigkeit. Auch eine Verzinkung (wie auch Beschichtung mit Nickel) wird als Schutz beschrieben, so wie Passivierung und eine ganze Litanei weiterer Verfahren.
Der Nagel im Sarg für grünen Wasserstoff ist aber ein ganz anderer: Daß es ihn in Grün derzeit und bis auf sehr viel Weiteres nicht in der Realität gibt (Dampfreformierung), sondern nur in den Hirngespinsten dampfplaudernder Bierzeltpolitiker, die sich mit der E-Fuel-Schnapsidee und der fadenscheinigen "Technologieoffenheit" einfach mehr Zeit für "weiter wie bisher" kaufen wollen.
Empfehle dieses YT-Video hier:
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[114 Minuten]
Prof. Dr. Maximilian Fichtner im Rahmen der Vortragsserie "Wissenschaft für jedermann" des Deutschen Museums zu Energiespeichern der Zukunft.
Zur Person: Fichtner sind mit seiner Forschung zu nachhaltigen Batteriespeichern mehrere wegweisende Durchbrüche im Bereich der Speichertechnik gelungen. Er ist Chemiker und Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm für Electrochemische Energiespeicherung (HIU) und Professor für Festkörperchemie an der Universität Ulm. Er ist Sprecher einer der größten F&E-Plattformen im Energiebereich CELEST (Center for Electrochemical Energy Storage Ulm-Karlsruhe) und des Exzellenzclusters zur Batterieforschung POIiS.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Rohstoff- und Nachhaltigkeitsfragen, neue Prinzipien der Energiespeicherung sowie die Herstellung und Untersuchung der dafür benötigten Materialien.
Wer danach noch meint, Atomenergie, E-Fuels und Wasserstoff seien gute Ideen, der ist entweder CxU-Politiker, gehört zur verlog^Wtechnologieoffenen Autolobby und/oder es ist ihm eh nicht mehr zu helfen.
Sowas sollte man an fünf aufeinanderfolgenden Tagen um 20:15 im ÖRR senden, könnte aber verunsichern - insbesondere Menschen südlich des Weißwurschtäquators, die mit dem sprachlichen Konzept des Sarkasmus nicht vertraut sind.
Volker
H
Helmut Schellong
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Kann ich die eingehanften Gewinde wieder etwas lösen, um den Abstand der Bauteile auszurichten? Ja, Sie können eingehanfte Gewinde wieder um eine Vierteldrehung lösen, ohne dass Sie Lecks riskieren (dies ist bei der Verwendung von Teflon nicht möglich).
M
Marcel Mueller
Am 10.03.25 um 19:23 schrieb Volker Bartheld:
Tatsächlich braucht Wasserstoff länger als He, weil das H2-Molekül größer ist als das He-Atom.
Falls die Hersteller eine andere Methode finden, die Datenmenge unterzubringen werden sie es mutmaßlich tun, denn das mit dem Helium kostet auch Geld.
Ack. Seit ~2010 statte ich alles mit SSD aus, im Anfang zusätzlich.
Marcel
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