Ich habe hier drei Festplattenleichen gefleddert. Zwei aus der berüchtigten Deathstar-Serie. Ziel waren eigentlich die Magneten aus dem Lesearm-Antrieb. Dabei lachten mich auch die Antriebsmotoren für die Platte an. Die lassen sich sicher für die eine, oder andere Bastelei missbrauchen. Nur wie schließt man sie sinnvoll an?
DC-Motoren mit Kommutatorschleifern werden es wohl kaum sein, schon wegen der Funkentstörung. Was dann? Ein elektrisch kommutierter DC-Motor mit integriertem Hall-Sensor? Oder eine Art Synchronmotor?
Bin für Tipps und Hinweise, wie die vier Anschlsse beschaltet werden könnten, dankbar.
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T
Thomas Kindler
Hi!
Das sind normale BLDC-Motoren, allerdings ohne Hall-Sensoren. Man muss also eine Steuerelektronik haben, die Sensorlos kommutieren kann.
Die Mittelanzapfung ist manchmal als 4. Anschluss rausgeführt; vereinfacht die Nulldurchgangserkennung, ist ansonsten aber überflüssig.
Normale Modellbausteller sollten damit zurecht kommen, evtl. muss man wegen der großen Schwungmasse beim Anlaufen helfen. Mit meinem eigenen Regler ging's jedenfalls problemlos.
Miss mal den Widerstand, dann weisst du wo die Phasen und die Mittelanzapfung liegen.
Viel Spaß am Gerät,
Thomas Kindler
J
Joerg
Das beste ist oft, den Treiber-Chip ausfindig zu machen in der Hoffnung dass das kein ASIC ist und den runterzuloeten. In der Hoffnung dass Du die Platine noch nicht weggeworfen hast.
Geht auch mit normalen Motortreibern, nur sind die bei Haendlern nicht mehr so leicht beschaffbar wie frueher. Hier ist ein Video zum Thema:
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Vielleicht auch nuetzlich:
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Gruesse, Joerg
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Roland Ertelt
Und so sprach Joerg:
Seh' ich das richtig, dass der "Motor-Treiber" L293D im Prinzip nur eine etwas luxuriöse 4-Kanal 600mA Leistungsendstufe darstellt?
Roland
J
Joerg
So isses. Luxuroes aber nicht, man muss z.B. die Rueckschlagdioden extern vorsehen.
Gruesse, Joerg
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Roland Ertelt
Und so sprach Joerg:
Ich meinte eher den "enable"-Eingang ;-) Auf die Diode hatte ich jetzt noch garnicht geachtet...
Wenn ich nen ULN 2001/2004 nehme, ist die Diode sogar schon drin ;-)
Roland
J
Joerg
Den hat man bei aelteren Motortreibern "Coast" genannt, frei uebersetzt "Leerlauf", um den Motor ungebremst ausdrehen zu lassen.
Kann aber nur nach Masse schalten, das nutzt bei Bipolar-Motoren nichts.
Gruesse, Joerg
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Roland Ertelt
Und so sprach Joerg:
Nicht? Ich kann doch den "gemeinsamen" des Motors auf Vdd legen, wenn mein Leistungstreiber nur nach Gnd schalten mag. Ich muss das nur bei der "Impulsgeneration" aus einem uC oder so berücksichtigen...
Oder liege ich da falsch...
Roland
Ich hab ja auch schon eine kleine Kollektion solcher Motoren, aber noch keinen sinnvollen Einsatzfall dafür... ;-)
J
Joerg
Wenn sie Mittelanzapfungen haben ja, aber der letzte den ich hier auf dem Tisch hatte war ohne.
Manche haben sie auch als Dreh-Encoder benutzt.
Gruesse, Joerg
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K
Kai-Martin Knaak
Die Platinen gibts noch. Nur leider scheitert ein Recycling des Treiberchips daran, dass Google und den Datenblattarchiven zu den Bauteilnummern nichts relevantes einfällt.
Ich blättere mich gerade durch das hindurch, was Digikey zum Thema "Motor Driver" einfällt. Bisher setzen alle Brushless-Controller-Chips drei Positisionssensoren voraus (z.B. MC33035)...
Hmm. Die Start-up-Sequenz mit von Hand geführtem Dreaht ist vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Driss. Aber das ganze mit uC oder PSoC selbst zu frickeln haette natuerlich auch was sportliches.
Von Renesas gibt es zum Thema Sensorless BLDC Control ein Paper, vielleicht hilft das weiter:
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Gruesse, Joerg
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P
Peter Schwarz
Hi
für meine Maxtorpladden, Ti Ic´s, wurde ich hier fündig.
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Gruss Peter
R
Ralph Fischer
Klar. Da lassen sich wunderbare Antriebe draus bauen. Habe ich bisher nur mit CD-ROM- und Streamer-Motoerchen gemacht, sollte aber auch mit Plattenmotoren gehen.
Was man eigentlich immer tauschen muss, sind die Wicklungen (zu hochohmig und mickriger Fuellungsgrad) und die Magneten (taugen nix).
Die amtliche Seite fuer Modellbauer zu dem Thema findest Du hier:
Zur Ansteuerung geht jeder Modellbausteller. Bei den besseren (Schulze, YGE) kann man auch die "Vorzuendung" recht feinfuehlig einstellen.
Liebe Gruesse aus der Wesermarsch
Ralph
Unsere Baustelle:
http://www.burenreege3.de
M
Michael Baeuerle
Ich hatte kuerzlich so einen mit Mittelanzapfung. Die zugehoerige Leiterbahn auf dem Folienkabel war aber nichtmal halb so breit wie die 3 anderen ...
Micha
M
Michael Eggert
Moin!
Da gibts jede menge Projekte mit AVR.
Spontan fällt mir ein...
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gabs auch mal, rührt sich aber gerade nicht.
Gruß, Michael.
J
Joerg
Da sollte man dann mindestens mal ein IR Thermometer draufhalten, verdampftes Folienkabel stinkt ziemlich uebel ;-)
Gruesse, Joerg
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O
Olaf Kaluza
Was steht denn da genau drauf? Das meiste was ich bisher so an ICs auf diversen Platten oder CD-Roms gesehen habe war von Rohm.
BTW: Was macht man eigentlich mit so einem Motor wenn man kein Flugzeug bauen will? :)
Olaf
R
Ralph Fischer
Man koennte damit ein Schiffsmodell antreiben wollen. :-)
Liebe Gruesse aus der Wesermarsch
Ralph
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K
Kai-Martin Knaak
Sehr schön. Ich gebe allerdings zu, dass ich mir das Ganze einfacher vorgestellt hatte -- ohne Programmierung und dem ganzen Rattenschwanz, der daran hängt. Vielleicht sollte ich das zum Anlass nehmen, endlich mal meine Nase in Mikrocontrollerchens zu stecken. Bisher hatten bei mir alle Prozessoren ein OS am laufen und wenn es eine Schrumpfversion mit 2MB Gesamtvolumen war.
Andere Idee: In meinem Bereich ist man regelmäßig über alle Schalt- Geschichten genervt. Andererseits braucht man schonmal rotierende Spiegel, Blenden, oder ähnliches in der Nähe empfindsamer Detektoren. Motoransteuerungen mit grob geschalteten Spulen, oder gar PWM scheiden da aus. Eine Ansteuerung mit halbwegs reinen Sinüssen sollte diese Problee minimieren. Großartig Leistung muss bei diesen Anwendungen nicht erbracht werden. Damit entfällt der Hauptgrund für Schalt-Prinzipien.
Also bräuchte man dreimal Sinus mit 120° Phasenverschiebung. Im AoE gibt es eine Schaltung mit einem lustigen, torusförmigen RC-Netzwerk, das solches auf passivem Weg zustande bringt. Die wollte ich immer schon mal anwenden...
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Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895
Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211
Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de
GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get
J
Joerg
Sind die mit Walnuessen oder mit Kokosnuessen verwandt?
SNCR
Dann baue lieber eine Standard uC Geschichte mit drei DACs zusammen. Die kannst Du nach Herzenslust an jeweils neue Situationen anpassen und damit auch Drehzahlen steuern.
Gruesse, Joerg
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