Fernbedienungen

Jul 30, 2019 33 Replies
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Frage: Wie kann ich an das Übertragungsprotokoll für die IR-Übertragungen von Fernbedienungen drankommen, wo ist das dokumentiert?



Hintergrund: Ich erwarb beim Ebay einen noch äußerlich gut erhaltenen Multimediaverstärker von Denon, der nur einen kaputten Spannungsregler ausgetauscht bekam, und auf dem einige kalte Lötstellen nachgebessert wurden. Seitdem funktioniert das Ding wieder, kann aber nur mit der geeigneten Fernbedienung benutzt werden.



Diese Fernbedienung kann ich für rund 40 Euro inklusive Versand erwerben, aber sie wird rund 20 Jahre alt sein. Das heißt für mich: Sie ist am Ende der Lebensdauer. Von daher würde ich mir gerne mal mit einem Selbstbau helfen. Sollte technisch nicht zu schwer sein, ließe sich mit einem Mikrocontroller machen, der via USB vom einem Notebook gesteuert wird.



Aber mir fehlen leider die Infos, wie ich die IR-LED ansteuern könnte. Welcher Datenstrom also welcher Funktion entspricht. Wer kann mir hier weiterhelfen?



Holger


Hallo Holger, es gibt mehrere verschiedene Verfahren. In Europa wird gerne mal RC5 von Philips genommen (gut dokumentiert). In Japan sieht es aber anders aus, die sind oft auch nicht dokumentiert.

Vielleicht hilft Dir das weiter:

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Michael

Am Dienstag, 30. Juli 2019 09:35:23 UTC+2 schrieb Holger:

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Für die meisten, ja. Es gibt sehr viele verschiedene.

Es gibt Lirc für Linux, und einige Arduino-Projekte die dies ganz gut beschreiben.

/ralph

Am 30.07.2019 um 09:35 schrieb Holger:

Nimm einen Arduino für beliebige IR Protokolle. Die IRremote Bibliothek erlaubt die Aufzeichnung und Wiedergabe von beliebigen Kommandos.

Für die Aufzeichnung der vom originalen Controller gesendeten Datenströme brauchst Du noch einen IR Empfänger, zum Senden eine IR Diode und einen Vorwiderstand, egal welchen Prozessor Du verwendest.

DoDi

Im Internet. :) Es gab (gibt?) einige Seiten die es sich zu Aufgabe gemacht haben so ziemlich jedes Protokoll zu dokumentieren und es wird auch einiges an source auf GIT geben wenn du danach suchst.

Quatsch. Ich hab jede Menge Geraete aus den 80er wo die FB vollkommen problemlos funktioniert. Solange da die Batterien nicht drin auslaufen oder einer seine Cola drueber kippt halten die.

Ich weiss nicht ob das jemand schafft der noch nichtmal die Codierungen im Internet findet.

Olaf

Nein. Das klappt nicht mit jedem Code und schon garnicht mit jedem alten Code aus den 80ern. Da gab es naemlich auch ein paar sehr schraege Sachen wo der letzte Code vom vorherigen abhingen, oder erst ein Tastencode gesendet wurde und danach nur noch "taste ist noch gedrueckt" Code. Zum Beispiel Akai hab ich von damals als noch sehr schraeg in Erinnerung.

Olaf

Am 30.07.19 um 15:55 schrieb olaf:

Da wir uns nicht persönlich kennen, kannst du das nicht beurteilen. Nur, weil ich hier mal frage, wie andere das Thema angehen würden, heißt das noch lange nicht, daß ich nicht selbst noch suchen würde. Mich ärgert das, wenn man hier eine nachvollziehbare und nicht beleidigende Frage stellt, und wenn man dann gleich mit der Unterstellung genervt wird, man sei zu blöde für die Suchmaske vom Google. Kannst du dir denn überhaupt nicht vorstellen, daß man erstmal Menschen statt Suchmaschinen fragt?

Vor allem auch, weil das Zeit kostet, sich einen IR-Sender mit µC und USB zu frickeln, damit man ein Notebook als Universalfernbedienung nutzen kann? Weil das vielleicht gar nicht notwendig ist?

Holger

Und denk dran, daß es (meist Varianten des TSOP22.., 24.., 44.., 48..,

382..) in unterschiedlichen Bauformen - ich bevorzuge die, die wie eine ordinäre LED aussieht, d. h. "radial bedrahtet" - mit unterschiedlichen Trägerfrequenzen und Spektralfiltern gibt. Außerdem muß die Sendediode in Sachen Abstrahlcharakteristik und Wellenlänge zum Empfänger im Gerät passen.

Meist geht es schon irgendwie mit dem TSOP4838, aber es gibt Optimierungsmöglichkeiten.

Mehr:

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Ciao, Volker

Noch nie schwitziges Silikon gehabt?

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Schätze Dich glücklich. Mein Philips-TFT ist sicher noch keine 40 Jahre alt und ich habe die Fernbedienung sicher schon 3x auseinandergebaut und mit Isoprop, Geschirreiniger und heißem Wasser geschrubbt, weil Lautstärke und Ein-/Ausschalter nicht mehr gingen.

Und das kleine Drecksteil kriegt man zwar nicht ganz so bockschwer auf, wie die tragischen Gigaset-Handgeräte - ein Spaziergang ist es aber trotzdem nicht.

Volker

Am 30.07.19 um 09:35 schrieb Holger:

Vielleicht hilft das weiter:

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Wird man mit so einem Gerät heute noch glücklich? Bzgl. Multimedia kommt man um HDMI kaum herum. Gegebenenfalls Multiroom-Fähigkeit, Internetradio, Alexa&Co,.. Ich weiss, will nicht jeder. Aber Microcontroller mit Steuerung über PC habe ich vor 30 Jahren gemacht weil es damals nichts (in bezahlbar) gab. Heute habe ich dafür einen Raspberry mit FHEM der über Netzwerk auch das Multimediagedöns mit steuert.

Der Link oben dürfte Deine Fragen weitgehend beantworten. Gab auch Lösungen mit Hilfe einer Soundkarte das IR-Signal aufzuzeichnen.

Gerald

Ja, aber das muss man nicht notwendigerweise durch den Verstärker routen. Es gibt da hübsche Geräte wie das hier:

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4x HDMI rein, 2 x HDMI raus und dazu noch ein Audio-Extractor mit dem man den Ton via SPDIF an den Verstärker weitergibt.

Ja, kann nur bis 1080p und beim Ton 'nur' dolby digital oder dts. Aber das reicht vollkommen.

Ich hab einen einfachen Audio-Extractor zwischem meinem Raspberry Pi und dem Fernseher weil auch mein Verstärker aus der Zeit vor HDMI stammt. Obwohl die Anleitung anderes behauptet funktioniert damit sogar der Rückkanel für HDMI-CEC, also Steuerung des Pi via Fernseherfernbedienung.

Alexa&Co kommt mir nicht ins Haus... Internetradio erledigt ein Pi Zero zur vollsten Zufriedenheit.

Gerrit

Und denk dran, daß es die Empfänger (meist Varianten des TSOP22.., 24..,

44.., 48.., 382..) mit unterschiedlichen Trägerfrequenzen, Spektralfiltern und Bauformen gibt. Ich bevorzuge die, die wie eine ordinäre LED aussieht, d. h. "radial bedrahtet". Außerdem muß die Sendediode in Sachen Abstrahlcharakteristik und Wellenlänge zum Empfänger im Gerät passen.

Meist geht es schon irgendwie mit dem TSOP4838, aber es gibt Optimierungsmöglichkeiten.

Mehr:

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Ciao, Volker

Also mein Denon AVR-3300 [1] macht mich auch heute noch glücklich. Natürlich in Schwarz, nicht diesem lächerlichen "Champagner". Wenn er nur nicht diesen Lüfter und das Hitzeproblem [2] hätte. Das kriegt man zwar mit gescheitem Flußmittel und Lötkolben gefixt - auch wenn man nicht Louis Rossmann heißt - nervt aber trotzdem.

Immer noch besser als der Onkyo TX-NR515 [3] eines Spezls, bei dem so lange die HDMI-Outputs kaputtgingen (und kostenfrei durch Austausch des Boards repariert wurden), bis die Gewährleistung abgelaufen war. Jetzt isses halt ein "7.2-Kanal AV-Netzwerk-Receiver", der "alle Erwartungen von Heimkinoliebhabern erfüllt" - außer eben die Marginalie "HDMI-Konnektivität". Darf man für 600€ UVP ja auch nicht unbedingt erwarten.

Volker

[1]
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Am 30.07.19 um 21:02 schrieb Gerrit Heitsch:

Macht es aber unter Umständen einfacher, auch um Bild und Ton syncron zu halten.

Lässt sich nur nicht so gut in "SmartHome" integrieren. Eine Netzwerk-Steuerbarkeit mit Rückmeldung muss bei mir gegeben sein, von dem Eimer voll IR-Fernbedienungen bin ich weg gekommen.

Bei mir gibt es auch keine Alexa. Internetradio läuft direkt über die WX030

Das wuerde zu einer Sisyphus-Arbeit ausarten, aus den schon von anderen erwaehnten Gruenden. Modulation, Code, et cetera. Ich wuerde die 40 Euro investieren und wenn die ersten Tasten wackelig werden, alles in ein groesseres Gehaeuse hinein und eigene Taster mit isolierten Draehten anschliessen. Letzteres muesstest Du bei der uC-Loesung ja auch tun.

Persoenlich halte ich nicht viel von Fernbedienungen. Beim "Rueckschritt" zum Saba im Wohnzimmer entfiel natuerlich auch der Luxus einer Fernbedienung, aber das hat spochtliche Vorteile. Haelt fit.

Am 30.07.19 um 23:47 schrieb Joerg:

Bei dem Denon-Verstärker kommst du ohne Fernbedienung nicht klar. Zum Beispiel kannst du dort die Empfangsfrequenzen für den Tuner nur via Fernbedienung auswählen. Also ist hier eine solche Fernbedienung leider notwendig.

Holger

Am 30.07.2019 um 20:53 schrieb Gerald Oppen:

Gibt auch Handy-Apps für IR. Damals[TM] war ein Palm die Universalwaffe für IR-RC.

Bernd

Am 31.07.19 um 09:09 schrieb Bernd Laengerich:

Da fehlt es aber bei den heutigen Smartphones wohl an der IR-Hardware. Die Kamera dürft dafür zu wenig Bilder aufnehmen.

Gerald

Am 31.07.2019 um 10:10 schrieb Gerald Oppen:

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Aber ja, die Zeiten als jedes Handy IR an Board hatte sind wohl vorbei. IR-Transmitter gibt es als Zusatz für die Klinkenbuchse oder dekadent mit BT/WiFi.

Bernd

Nein, interessanterweise noch nie. Kenne ich nur vom hoerensagen.

Wird man aber doch putzen koennen oder?

Irgendwann muss das Oel doch mal raus sein aus dem Zeug oder?

Olaf

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