EVG 2 x 18 W Leuchtstofflampe nur eine Roehre

Sep 26, 2024 Last reply: 1 year ago 32 Replies

Hab ich schon gesehen. War sehr interessant.

Gerrit

Ich hatte den Film noch nicht gesehen, aber damals(tm) mitbekommen, dass die ersten blauen LEDs mehr oder weniger peinliche Versuche waren. Und "Weiße LEDs" mit einem roten, einem grünen und zwei blauen Chips gab es auch mal. Dann auf einmal tauchten helle richtig blaue LEDs auf. Und das nur weil ein japanischer Ing. die Befehle der Schlipse ignorierte :-)

War ein komplett anderes Material (SiC) als heute, ergab blaues Licht, aber eben nicht viel und es wurde auch durch Optimierungen nicht gut genug. Teuer waren die Dinger auch noch weil SiC bei der Verarbeitung schwierig ist. Sackgasse also.

Gerrit

Das ich mal jedes Jahr 5-10 Schaltnetzteile reparieren muss, aktuell mal wieder Philips Ledoino, war damals vermutlich auch nicht absehbar. Ich frag mich immer was machen normale Leute ohne erweiterte Etechnik-Faehigkeiten? Kaufen die jedes Jahr mehrere neue LED-Lampen?

Olaf

Interessant... Ich hab nicht soviele defekte Netzteile, längst nicht. Repariert werden die defekten aber auch nur bei offensichtlichen Fehlerns wie defekten Elkos. Weitere Fehlersuche mache ich nicht.

Gerrit

Ja. Aber da statistisch gesehen nicht /jede/ LED in wenigen Jahren verreckt, sedimentieren irgendwann die längerlebigen Exemplare in der Wohnung.

Die einzigen, die echt regelmäßig Probleme machen, sind Retrofits in relativ geschlossenen Lampen. Das liegt aber an der fehlenden Wärmeabfuhr.

Marcel

So schlimm ist es hier nicht. Vor allem die Leuchten mit fest verbauten LEDs, wo eine Reparatur sich lohnen würde, sind bisher unauffällig - bis auf eine Wohnzimmer-Leselampe (20W, nettes Design, dimmbar) bei meiner Mutter, wo der Schalter (sekundär, Typ Mikrotaster wie in einer Maus) dem LED-Strom nicht gewachsen war.

Die 60cm T8-LED-Röhren hier im Arbeitszimmer sind bisher unauffällig (V-TAC von Reichelt). Dafür hat einer der verbauten Shelly 2.5 inzwischen aufgegeben (Elkos platt, Ersatz in gleicher Bauform nicht aufzutreiben ->

Umbau in größeres Gehäuse nötig, grrr).

Bei Retrofits geht es so - manche fallen nach 2-3 Jahren aus, da kann man mal zur forensichen Analyse zerlegen, aber danach würde man die eh nicht mehr sinnvoll zusammengebaut bekommen.

Ich habe eine Deckenlampe, wo die E14-Leuchtmittel in sehr engen mattierten Glasrohren sitzen - die original mitgelieferten Kompaktleuchtstofflampen haben Jahre gehalten, alles danach gekaufte (Leuchtstoff oder LED) ist am Wärmestau in kurzer Zeit gestorben. Ich habe dann statt der engen Glasrohre trichterförmige Schirme aus transparentem PETG gedruckt - jetzt geht es.

cu Michael

Davon gehe ich aus, nachdem man LED-Lampen m. W. n. noch nicht rundum-sorglos leasen kann. Oder die Ausfälle konzentrieren sich nach dem bekannten Gleichgewicht der Scheiße alle auf Dich, während der Rest der Welt nie ein Problem mitz irgendwas hat. Kennt man ja auch von den Eltern, deren Kinder nie krank sind. Bis man sehen will und ein Playdate ausmacht.

Ich suche aktuell phasenan-/abschnittdimmbare, flimmerfreie IP44-LED-Einbauspots mit 230V, Lochmaß 95mm, 3000K und mindestens 800lm/Einheit. Dürfen gerne auch schwenkbar sein, über einen CRI besser als 85Ra wäre ich auch nicht böse. Wenn es nur 3000K-4000K-6500K gibt, dann wegen mir auch das. KEINE Fernbedienungen, KEIN KNX, KEINE merkwürdigen Controller.

Frage für einen Freund, der über keine erweiterten E-Technik-Fähigkeiten verfügt.

Volker

olaf schrieb:

Sieh dir an, was auf dem Recyclinghof im Container liegt. Das beantwortet deine Frage. wen ich das so sehe, braucht mir keiner mit CO2-Ablaßhandel zu kommen.

Guido

Wobei gerade bei Beleuchtung tut es mir immer weh, wenn ich da oft seh, wie bei Umbauten von Geschäftslokalen (oft nur für 1 oder 2 Jahre bis dann wieder umgebaut wird) oft richtig teure Beleuchtungstechnik in die Schuttmulde geworfen wird (natürlich auch viel anderes Zeug, aber eben oft auch Beleuchtungstechnik für zigtausende Euro).

/ralph -- und ja, ich hab mir auch schon mal was rausgezogen ;)

Am 29.09.24 um 12:59 schrieb Volker Bartheld:

Das ist fast nicht umsetzbar. Zu Zeiten geringer Spannung genügt der LED-Strom nicht, um den Mindeststrom des Triacs aufrecht zu erhalten. Das ist vor allem bei Phasenanschnitt ein Problem. Die LED müsste aber messen, wie lange die Stromversorgung anliegt und daraus errechnen, welche Helligkeit sie einstellen soll.

Die meisten dimmbaren LEDs haben einfach ein Weitbereichsnetzteil mit zu kleinem Zwischenkreiselko, der nur die Schaltfrequenz abblockt. Wenn dann noch die Eingangsspannung des Wandlers nicht ausgeregelt wird, dann folgt die mittlere Helligkeit so einigermaßen der Dimmereinstellung. Aber es flimmert eben auch mit 100 Hz.

Phasenanschnitt ist aber auch damit nicht unbedingt zuverlässig, denn die üblicherweise für starke Verbraucher ausgelegten Dimmer haben mit dem geringen Strom der LEDs immer noch ein Problem.

Kurzum: eine LED dimmt man nicht per Phasenan/abschnitt. Das ergibt hinten und vorne keinen Sinn.

Ich habe die Dimmer von den Lampen immer leer geräumt und in das Gehäuse ein Netzteil eingebaut, was mit dem Dimmer-Poti den LED-Strom steuert. Das geht mit Open-Loop Current-Mode Flyback einigermaßen einfach. Man steuert über das Poti einfach den Abschaltstrom beim Laden der Spule. Da die LED-Spannung einigermaßen konstant ist, ist dessen Quadrat in etwa proportional zur Leistung und Leuchtstärke.

Marcel

Am Sat, 28 Sep 2024 19:10:10 +0200 schrieb Gerrit Heitsch:

Ich habe Ende der 80er mal eine blaue LED über Beziehungen bekommen, ein Großhändler, der damals die Firma in der ich arbeitete belieferte, hat sie mir für 10,- DM damals verkauft, unter der Hand und ohne Quittung. Nach dem Einbau in das dafür vorgesehene Gerät passierte erst einmal nichts - Schreck lass nach, ist das teure Einzelstück etwa defekt? Nein, es brauchte nur eine höhere Spannung als erwartet, da musste ich die Stromversorgung umbauen. Dann endlich eine schwache Reaktion, bei 10mA ging es dann so lala. Allerdings nur exakt in Achsrichtung, das Teil hat einen Abstrahlwinkel von wenigen Grad. Bei Betrieb des Gerätes im dunklen Raum entsteht an der gegenüberliegenden Wand eine schöne blaue Kreisfläche. Die LED tut es heute noch, aus Nostalgiegründen bleibt sie auch im Einsatz.

Könnte ein von Dir beschriebenes Exemplar sein.

Ja, das waren die damaligen blauen LEDs. 20mA konnten die durchaus ab und sie taugten auch gut als Nachtlicht, nur tagsüber bei normaler Helligkeit war da nicht viel zu sehen.

Die heutigen blauen LEDs bringen schon bei unter 1mA mehr Licht.

Gerrit

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