Elektronische Halogentrafos und Minimallast

Mar 15, 2025 Last reply: 1 year ago 34 Replies

"Marcel Mueller" schrieb am 16.03.2025 um 09:25:04:

Hier nicht. Im Wohnzimmer ist eine Deckenlampe mit LED-Retrofits für 230V bestückt (also kein Trafo im Spiel). Die werden über einen Eltako-Dimmer gedimmt. Das funktioniert einwandfrei und ohne Flimmern.

Im Flur habe ich (ungedimmte) Ikea-Deckenlampen für 12V GU5.3. Die Lampen sind ca. 30 Jahre alt und waren anfangs mit Halogen bestückt, mittlerweile sind LED-Spots drin. Ist aber dank Eisentrafo kein Problem ;-)

Dafür ist jetzt nach nur 5 Jahren der elektronische Trafo für die LED-Arbeitsflächenbeleuchtung in der Küche ausgefallen. Äußerst ärgerlich ist das deshalb, weil der Küchenbauer den Trafo oben auf einen Oberschrank gelegt hat und man da nur drankommt, wenn man die Blende zwischen Oberschrank und Decke ausbaut. Damit wiederum macht man die schöne Acryl-Naht an der Decke kaputt, die mustergültig von einem Maler gezogen wurde, so dass das nochmal neu gemacht werden muss. Ich weiß aber jetzt schon, dass ich den Trafo wenn möglich durch einen Eisentrafo ersetzen werde, von diesem Elektronikdreck habe ich die Schnauze voll (zumal wenn er aus China kommt). Ich muss nur einen Trafo finden, der nicht brummt.

Gruß

Michael

In meinem Elternhaus von 1960 ließen sich sämtliche Abdeckungen und Verkleidungen selbstverständlich öffnen. alles andere wäre zu der Zeit übelster Pfusch gewesen. Die Rolladenkästen hatten die Technik von Schiebetüren. Die Abdeckung ließ sich etwas nach oben schieben und dann unten herausziehen. Natürlich wurden Kasten und Deckel erst gesstrichen und dann mit trockener Farbe eingesetzt. (Nach dreißig ungeöffneten Jahren waren die beiden Farbschichten natürlich trotzdem etwas verklebt und mußten mit weicher Holzzwischenlage und vorsichtigen Schlägen gelockert werden.)

In den Siebzigern würde es üblich solche Kästen verdeckt zu verschrauben, die Schraubenköpfe zuzuschmieren und dann zu streichen oder sogar überzutapezieren. So etwas läßt sich ohne große, extrem sichtbare Zerstörung nicht öffnen. Der schnelle, billige Schwarzarbeiterpfusch war normal geworden.

Hier habe ich auch nicht genug aufgepaßt. Die Verrohrung im Badezimmer liegt nicht unter Putz in der Wand sondern auf Putz hinter einer Trockenbauverkleidung. Die ist aber so ausgeführt, daß ihr Öffenen sich im Ausmaß der Zerstörung vom früheren Aufschlagen der Wände wenig oder gar nicht unterschiedet. Selbst schuld. Ich wußte es vorher, habe aber, weil ich mir so einen Pfusch gar nicht vorstellen konnte, in der Bauphase viel zu wenig darauf geachtet. Meine Vorstellung von dem, was "normal" ist wurde eben vor 1970 geprägt.

Versorgungsschächte, die man nicht öffen kann und an die man nicht herankommt. Leerrohre, in denen man keine Leitung wechseln oder nachziehen kann. Was soll das? Dann kannn man es ganz lassen und die Leitungen wie in den Siebzigern direkt in die Wand packen und zuputzen. Ein Vorteil für den Mehrpreis ist nicht gegeben.

Am 17.03.2025 um 09:33 schrieb Michael Landenberger:

Da hast Du wohl die Mindestlast überschritten. Spannend, dass die Elektronik in den LED-Lampen damit zurecht kommt. Hätte ich nicht mit gerechnet.

Bei einem vergossenen Kleintrafo kein Problem. Es gibt auch vergossene Ringkerne.

Vermutlich gehören auch im Estrich verlegte Heizungsrohre dazu :-).

Wir sollten ja auch die Kanalisation aufgraben, um die Dichtigkeit zu prüfen.

Über die Art der unterputz-verlegten TV-/HF/Audio-Leitungen könnte man wohl auch viel sagen - jeder Technologiewechsel erfordert eine aufwendige Neuinstallation.

Grüße, H.

So richtig glücklich bin ich über die natürlich nicht. Aber wenn der ganze Estrich den Heizkörper bildet und die Schlangen Teil des Estrichs sind, dann wird das die kleinste zu erneuernde Einheit.

Bei einem Nachbarn wurde ein Rohr undicht, das unter dem Estrich, unter den Heizschlangen und unter der Wärmedämmung verlief. Der Nachbar darunter war bereit, ein unter seiner Decke auf Putz verlegtes Rohr quer durch die Wohnung zu akzeptieren. Klingt schlimmer, als es ist, denn er hat ohnehin bereits eine abgehängte Zwischendecke. Ich weiß aber nicht, ob ihm klar war, ein solches Rohr wird auf einer solchen freien Länge nicht geräuschfrei sein.

Ich habe in allen Räumen rundherum in die Ecke zwischen Wand und Decke Kabelkanäle legen lassen. Wenn ich irgendwann die Deckel wieder aufsetze, werden sie kaum sichtbar sein, allein schon wegen der fast deckenhohen Bücherregale fast überall. Wenn es dann allerdings die Koryphäen des Handwerks an mehreren Stellen geschafft haben, die kurzen, geraden Leerrohre vom Kanal zu den Dosen senkrecht darunter so zu verlegen, daß man kein Kabel durchbekommt, dann bin ich schon angesäuert. Netzwerk, Modbus und Energie im selben Kanals ist zwar etwas verpönt, aber ich mache es hier so. Wie zukunftsoffen es ist, werde ich erst sehen, wenn die Zukunft konkret da ist.

"Roland Krause" schrieb am 17.03.2025 um 16:37:34:

Der Dimmer ist ausdrücklich für LED-Lampen ausgelegt. Ein Vorschaltgerät gibt es nicht, die Wandlung von 230 Volt erfolgt in den einzelnen Lampen. Die Mindestlast der dort eingebauten Wandler-Schaltung sollte zu den verbauten LEDs passen.

Dimmbare LED-Lampen sind jetzt aber nichts ungewöhnliches mehr. Es gibt sogar dimmbare LED-Lampen, deren Licht sich beim Dimmen leicht rötlich färbt, um gedimmte Glühlampen zu simulieren. Solche Lampen sind aber minimal dunkler als die ohne Farbänderung (700 Lumen anstatt 900 Lumen), deswegen habe ich auf diesen Effekt verzichtet und die helleren eingebaut. Bei denen ist die Lichtfarbe unabhängig von der eingestellten Helligkeit.

Gruß

Michael

Am 17.03.25 um 09:33 schrieb Michael Landenberger:

Oder du hast das 100Hz Flimmern noch nicht bemerkt.

Es gibt wirklich wenige LEDs, die den Effektivwert von Phasenan-/-abschnitt berechnen können und daraus einen Gleichstrom für die LEDs erzeugen können.

Manche regeln einfach die Netzspannung nicht aus. Das funktioniert per Phasenanschnitt in gewissen Grenzen. Ab 50% kommt dann aber volle Helligkeit.

Alle Trafos brummen. Die Magnetostriktion wirst du nicht los. Die Frage ist nur, ob sich das Brummen auf einen Resonanzkörper übertragen kann, was die Lautstärke 10-fach erhöht.

Wenn du nicht viel Leistung brauchst, kannst du vergossene Trafos nehmen. Da stehen die Chancen besser. Bei mehr Leistung rate ich zu Ringkern. Auch da stehen die Chancen besser.

Marcel

"Marcel Mueller" schrieb am 19.03.2025 um 08:53:14:

Flimmern, das ich nicht bemerke, stört mich nicht ;-) Auch mein Smartphone bzw. meine Digicam scheinen kein Flimmern zu bemerken. Videos sind vollkommen gleichmäßig ausgeleuchtet, ohne pulsierende Helligkeit, die durch Interferenz der Flimmerfrequenz und der Video-Bildwiederholrate verursacht werden kann.

Der Dimmer ist ein speziell für LED-Lampen konzipierter Dimmer (natürlich ist er auch für Glühlampen geeignet):

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Der Trafo soll in einem Küchenschrank liegen. Der ergibt einen perfekten Resonanzkörper.

Die Leistung der Arbeitsflächenbeleuchtung schätze ich auf ca. 15-20 Watt (3 Leuchten mit je ca. 600 Lumen).

Gruß

Michael

Am 20.03.25 um 08:55 schrieb Michael Landenberger:

WTF? Kondenswasser?

Oder eine gute Isolation.

Holz ist eher ein Problem. Spanplatte schon wieder etwas weniger, weil höhere Eigendämpfung.

Also Kleinkram. Aber warum zur Hölle ein Kabel in den Kühlschrank hinein und wieder raus?

Marcel

Marcel Mueller schrieb:

Ein _Küchen_schrank ist mitnichten stets ein _Kühl_schrank

MfG Rupert

"Marcel Mueller" schrieb am 21.03.2025 um 17:20:17:

Kondenswasser? In einem *Küchen*schrank (nicht Kühlschrank)?

Gruß

Michael

Am 21.03.25 um 17:30 schrieb Rupert Haselbeck:

lalala - es ist nichts festzustellen. :-)

Marcel

Am 18.03.2025 um 12:52 schrieb Michael Landenberger:

Habe ich bisher noch nicht gesehen. Das hat dann aber wohl nichts mit den Dimmern der Glühlampenzeit zu tun....Habe da beim googeln was von Eltako gesehen, das steht was von "Funkaktor"

Am 22.03.2025 um 20:28 schrieb Roland Krause:

Gibt es z.B. als 230V Variante wie

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Kann man machen, sieht bezüglich Farbtemperatur im unteren Dimmbereich tatsächlich einem Halogen Leuchtmittel ähnlich.

IMO im Wohnbereich sinnvoll, wo stark gedimmte Leuchtmittel eingesetzt werden, aber man mit den gleichen Leuchtmitteln auch mal 100% haben möchte (Schlafzimmer o.ä.)

"Roland Krause" schrieb am 22.03.2025 um 20:28:46:

Bei herkömmlichen Glühlampen färbt sich das Licht rot, wenn man die zugeführte elektrische Leistung reduziert. Ob das durch einen Dimmer oder durch einen Vorwiderstand erfolgt, ist egal ;-)

LED-Lampen werden beim Dimmen dagegen normalerweise einfach nur dunkler, die Lichtfarbe ändert sich nicht. Man kann allerdings konstruktiv dafür sorgen, dass die Lampe den Rotanteil im Licht erhöht, wenn sie merkt, dass sie nicht die volle Leistung bekommt.

Eltako stellt verschiedene Installationsgeräte her. Das bei mir verbaute Teil ist allerdings kein Funkaktor, sondern tatsächlich ein Dimmer:

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Gruß

Michael

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