DVD-Recorder

Jul 02, 2007 3 Replies

Während einer Meniskusoperation, die ich nur lokal betäubt erlebte, konnte ich auf einem Bildschirm, dreißigfach vergrößert, das Innenleben meines Knies auf einem zweiten Bildschirm - der erste war für den Operateur -sehen und den Verlauf der Operation verfolgen. Hinterher sagte mir der Operateur, daß das Ganze _nicht_ gespeichert worden sei. Wegen der Qualitätskontrolle und, weil ich so etwas gerne als DVD mit nach Hause genommen hätte, fand ich das nicht gut. Ich bitte jetzt um Empfehlung für ein geeignetes Speichergerät mit DVD-Brenner.


  1. sollte es professionell sein, d.h. zuverlässig


  1. sollte es im oder in der Nähe eines OP-Saales aufstellbar sein, d.h. nicht gerade dafür bekannt sein, daß es viel schädliche Gase abgibt.

  2. sollte es - wohl auf einer Festplatte(?) - die Operationen eines Vormittags speichern können, d.h. mindestens für vier bis fünf Stunden Platz haben.


  1. sollte es leicht in das bestehende Videosystem, das ich nicht näher kenne, einzugliedern sein. Wahrscheinlich besteht es aus einer Minikamera, die in den Körper eingeführt wird, einem separaten Verstärker (?) und den beiden Bildschirmen.



Aus meinen Fragen geht wohl hervor, daß ich auf diesem Gebiet nicht viel Wissen besitze. Daher wäre ich außer für die Nennung von Geräten und ungefähre Preise auch für Tips, die über meine Fragen hinausgehen, dankbar.



A. Mehl


Albrecht Mehl |Absendekonto wird nicht gelesen; eBriefe an: Schorlemmerstr. 33 |mehl bei hrz1PunkthrzPunkttu-darmstadtPunktde D-64291 Darmstadt, Germany|sehenswert - Relativist. Effekte Tel. (+49 06151) 37 39 92 |http://www.tempolimit-lichtgeschwindigkeit.de

-------- Original-Nachricht -------- Betreff: DVD-Recorder Datum: Mon, 02 Jul 2007 13:34:37 +0200 Von: Albrecht Mehl An: snipped-for-privacy@t-online.de Referenzen:

Lieber Herr Keller,

vielen Dank für Ihren Beitrag, der allerdings nach meiner Meinung eher in die Gruppe gehört.

Rolf Keller schrieb:

Elektronikgerät anschließt oder auch nur das Mitbringen in einen Operationsraum gestattet, um den kümmert sich der Staatsanwalt - und das ist gut so.

Gerätschaften beeinflusst oder gar gestört werden? Mitten in der OP wird plötzlich der Bildschirm dunkel oder unscharf, weil das fremde Gerät ein Signal kurzschließt oder ein Störsignal erzeugt - was dann? Oder das fremde Gerät schleppt eine Fremdspannung ein, die bis zum Körper des Patienten gelangt? Wer entscheidet denn, was harmlos ist und was nicht? Ein elektronisch ungebildeter Arzt, ein Technik-Hausmeister der Klinik oder gar ein technikverliebter Patient?

Sie haben recht und wieder unrecht. Natürlich habe ich mir das nicht so vorgestellt, daß ein Patient mit einem Rekorder unter dem Arm antanzt; vielmehr will ich eventuell der Klinikleitung die Anschaffung eins Rekorders vorschlagen. Da es sich um eine große Klinik mit eigener Rechnerabteilung handelt, sollte man dort alle von Ihnen genannten Probleme beherrschen können.

A. Mehl

Albrecht Mehl Schorlemmerstr. 33 D-64291 Darmstadt, Germany |sehenswert - Relativist. Effekte Tel. (+49 06151) 37 39 92 |www.tempolimit-lichtgeschwindigkeit.de

Solche Systeme gibt es, sind aber sehr teuer.

Deshalb hat ein Bekannter von mir, der von Beruf Chirurg ist, soetwas in Delphi selbst programmiert. Die Hardware besteht aus einem Notebook mit USB-TV-Tuner. Die Videos werden auf dem PC aufgezeichnet und können dann auf CD oder DVD gebrannt werden.

Gruß

Stefan

Am 02.07.2007, 10:26 Uhr, schrieb Albrecht Mehl :

Ich weiss nur, dass es in anderen Krankenhäusern inzwischen Vorschrift ist, Operationen auf Video zu dokumentieren, beweissicher für etwaige Kunstfehler-Prozesse. Und: Medizintechnik-Geräte sind eine Klasse für sich; das ist eine ganze Industrie, und ich würde mir nicht anmaßen, da irgendwas dranstricken zu wollen, wenn ich den Rest des Systems nicht genau kenne und eventuelle negative Rückwirkungen nicht überblicken kann. Immerhin geht es da gleich mal um Leib und Leben von Menschen.

Ansgar

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