DC-Offset Regelung beim Audioverstärker

Aug 24, 2007 76 Replies

Hallo Manfred,

Unsere Autos klappern nicht, aber wir hoeren natuerlich oft Mittelwelle ;-)

Andreas' TDA7294 ist da jedoch sehr weit von weg. Nix 0.00x%.

Teilweise auch wegen der Kosten. Ich stand oefter vor der Wahl, einen Hybriden zu nehmen oder nicht. Habe es am Ende immer diskret gemacht. Zum einen, weil diese Hybride meist teuer sind, zum anderen weil mir in Sachen Langzeitbeschaffbarkeit immer rechtzeitig mulmig wurde.

Da geht das knallhart nach Preis. Wenn man einige Millionen Surround Sound Amps pro Jahr baut, hat man eine ganz andere Verhandlungsbasis. Da gibt es keine Listenpreise, sondern "pricing as needed to get the deal" (O-Ton eines Vertriebix). Zuverlaessigkeit geht auch mit diskreter Bauweise. Die meisten meiner Designs sind voller Transistoren und Kleinteile. Kein Problem. Wie das mit RoHS ist, weiss ich nicht. Scheint kaum jemand zu wissen. Aber das juckt uns ja hier nicht.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Marcus,

Auf die Dauer hilft nur Power:

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Muss schon der Hammer sein. Die Empfehlung einer 250A Sicherung laesst vermuten, dass man eine gute Lichtmaschine und eine so gut wie neue Autobatterie braucht. Dafuer wird nach dem Einlegen der "Cocaine" CD vermutlich die Heckscheibe zerbersten.

Also hier an der US-Westkueste legen Leute nach wie vor satt vierstellige Betraege fuer Roehrenverstaerker hin.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Ich pers=F6nlich bevorzuge fr=FChe 80er Jahre. Da war die mechanische Qua= lit=E4t auf einem ziemlichen H=F6hepunkt. Ein Blick in einen der besseren japanis= chen Verst=E4rker zeigt, was man damals in Gro=DFserie bauen konnte. Meine=20 Yamaha-Kombinationen geb ich nicht mehr her....

Martin

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:uDIAi.84$ snipped-for-privacy@newssvr22.news.prodigy.net...

Ich denke, du hast meinen Beitrage nicht aufmerksam genug gelesen.

Es ging um 80ger Jahre Heimaudioverstaerker der besseren Klasse.

Es sind diskrete Einzeltransistoren mit Audio-'Features' verschwunden, die haetten nicht teurer sein muessen als normale, wenn die Stueckzahl hoch genug gewesen waere. War sie wohl ueber die Jahre nicht.

Tja, die Befuerchtungen waeren bei manchen diskreten Transistoren angebrachter gewesen, wie wir heute wissen.

Na ja, so ein 5.1 disketer Audio(end)verstaerker haut mit 500 Bauteilen schon mehr rein, als mit 2 ICs und 20 Bauteilen.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:EVJAi.388$ snipped-for-privacy@nlpi061.nbdc.sbc.com...

Es ist aeusserst bedauerlich, war aber nur eine Frage der Zeit, bis selbst professionelle Elektroniker unter dem immerwaehrenden Desinformation der Marketingsfuzzis zusammenbrechen, und auf solche PMPO-Luegenmaerchen reinfallen.

Das Ding hat 3kW RMS, der Rest ist PMPO-Luege.

JBL A6000GTi hat 6kW RMS (und 11kW Peak).

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Besonders sinnvoll ist die Versorgung aus 12V nicht, muss man aber auch nicht, man kann den Spannungswandler sparen.

Bei dB-Drag-Veranstaltungen sind diese aus Panzerglas. Siehe de.sci.electronics FAQ:

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F.30. Audioverstärker

Sicher, die Dummen sterben nicht aus.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hallo Manfred,

Noe, ich dachte, Du beziehst Dich auf integrierte Loesungen. Hatte ich wohl falsch gedacht ;-)

Die war sicher nicht hoch genug. So aehnlich wie in den 70ern UJT und Tunneldioden belobt wurden, kaum verfuegbar und teuer waren bzw. wurden und dann verschwanden.

Die sind ziemlich austauschbar. Ich hatte noch nie einen Fall, wo sich Einkaeufer ob eines Transistors gross aufregen mussten. Solange der Entwickler keine mit absonderlich hohem hfe oder so verlangte.

Schon. Doch obwohl ich fast nur diskrete Sachen entwickle, faszininiert mich immer noch die Kosteneffizienz solcher Loesungen. Ein Board Anfang des Jahres hat uebrigens etwas ueber 500 Bauteile. Hatte man auch mit einem dicken DSP erschlagen koennen, doch das waere in Sachen Dynamikbereich nicht so gut geworden, haette sehr viel mehr gekostet und vermutlich waeren wir heute noch beim Optimieren.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Manfred,

Schon klar, aber das Dingen sollte fuer die von Oliver verhasste "Dumpf-Dumpf-Schepper" Session vor der Disko locker reichen.

Kostet jedoch das dreifache des obigen Verstaerkers. Winziges Problem am Rande: "Sorry, this product is currently NOT available". Wer $6k fuer einen Verstaerker uebrig hat, kann sich auch gleich zur Fete die Rock Band kommen lassen.

Der Verstaerker eines Bekannten hat aber wirklich einen Dynamikbereich, der nur mit den ganz teuren Profi-Transistorvarianten machbar ist. Und da haette er auch vierstellg latzen muessen. Allerdings koennte man den Roehrensound natuerlich auch mit Tricks a la CD4049UBE hinzwirbeln.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:wDWAi.7070$ snipped-for-privacy@newssvr23.news.prodigy.net...

So lange 0.1% THD reicht: Sicherlich. Bei 0.001% nicht.

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MaWin schrieb:

In einem solchen Ger=E4t hab ich neulich sogar noch 6 TDA2030 gefunden,=20 ich dachte, die w=E4ren ausgestorben.

Guido

Hallo Joerg,

Joerg schrieb: [...]

e
n

mal eine Frage: hattest Du nie Probleme mit Brumm in Deinen Endstufen, oder anders gefragt: hast Du den Brumm systematisch eliminiert, oder so lange herumprobiert, bis es ertr=E4glich war? Ich hatte eigentlich bei de= n meisten Endstufenprojekten Probleme mit dem Brumm, manche konnte ich nur durch probieren minimieren, aber nie ganz eliminieren.

ciao

Marcus

Hallo Manfred,

Wenn sie schnell genug sind und die Gegenkopplung taugt, sehe ich da kein Problem. Habe so etwas letztes Jahr entwickelt, zwar nicht fuer Audio, sondern Laseransteuerung. Von Anforderung und Frequenzbereich her jedoch Pott wie Deckel. Da durfte aber auch nicht die Bohne an Harmonics drin sein. War auch nicht. Alles Opamps plus diskrete Transistoren. Heutzutage nimmt man gern FETs, besonders da sie so billig gworden sind.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Marcus,

Damit hatte ich nie Probleme. Der letzte Verstaerkerbau ist lange her, aber letztes Jahr musste ich eine Endstufe entwickeln fuer Industriebedarf. Vom Frequenzbereich her auch Audio. Brumm im uA Bereich an der Last haette uns vom Hocker geworfen, doch da waren nirgends 60Hz oder Oberwellen davon zu sehen. Da war auf dem HP3585 ein schoener glatter Eigenrauschteppich ganz unten ;-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

|> Andreas' TDA7294 ist da jedoch sehr weit von weg. Nix 0.00x%.

Bevor hier der TDA7294 ganz schlecht geredet wird: So übel ist er auch nicht.

Ich habe meine Stereoanlage damit gebaut (2 Stück in Brücke für L/R und einzeln für die hinteren Kanäle). Das Rauschen ist in 10cm Entfernung vom Lautsprecher gerade noch hörbar. Verzerrungen kann man sicher messen, aber nicht hören, es waren da schon ein paar Leute mit guten Ohren da. Und nachdem die Verzerrungen wohl von der Mosfet-Endstufe kommen, sind sie sicherlich auch auf der "angenehmen" Seite einzuordnen.

Das einzige Problem ist sicher die Kühlung. Aber 50W Sinus kommt aus einer Brücke mindestens eine halbe Stunde lang raus. So lange habe ich es jedenfalls probiert. Und mit meinen Kühlkörpern reicht es auch für 5min 100W Sinus. Wenn man noch einen extra Subwoofer hat, reicht das locker im Wohnzimmer für Ohrensummen (mit einer Stunde Chemical Brothers probiert...).

Sonst ist das Ding nicht kaputt zu bekommen. Zum Schwingen habe ich es noch nicht geschafft, Überstrom- und Übertemperaturschutz lösen auch zuverlässig aus. Der Überstromschutz macht auch ein relativ weiches Clipping.

Wenn man jetzt kein High-End-Freak oder Kilowatt-Fetischist ist, wüsste ich nicht, was gegen den Chip sprechen soll. Kostet fast nichts und ist äusserst pflegeleicht...

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:j0YAi.7098$ snipped-for-privacy@newssvr23.news.prodigy.net...

Du bekommst keinen Verstaerker alleine mit Gegenkopplung so hin, das er so geringe Verzerrungen aufweist. Da muss schon der nicht-gegengekoppelte Verstaerker perfekt ( 100dB ging, aufgehoert, Audioverstaerker zu bauen, weil ich erstens nicht wusste, wie die das hinbekommen, und es zweitens nicht mehr messen konnte. It's an art.

Na ja, heute, wo, wie du feststellst, high-end = Roehren ist, ist das Thema vorbei, das Wissen verloren gegangen, da wird 10% Klirrfaktor teuer verkauft, weil es nur dann klingt, wie Omas Dampfradio.

Ganz schlecht im Analogbetreib parallelzuschalten.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hallo Georg,

Ganz ordentlich waren die Dinger schon. Nur eben nicht Spitzenklasse. Beim Roehrenverstaerker unseres Bekannten kannst Du das Ohr direkt in den Lautsprecher halten. Da hoert man keinen Fitzen von Rauschen oder Brummen. Nicht dass ich jetzt Roehrenverstaerker-Fan bin, mit FETs geht das auch, aber das Dingen ist wirklich gut.

Brücke

probiert.

aus.

In der wilden Zeit hatten wir ueber 100 Watt nur muede gelaechelt. Wenn bei einem ordentlich durchgezogenen Akkord auf der Bassgitarre die Sicherung nicht rausflog, war es nicht genug Power ;-)

Die Leute in dem Auto mit dem blauen Pickel drauf waren ueberigens anderer Meinung.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Manfred,

Wie gesagt, der Lasertreiber ist ohne Gegenkopplung alles andere als linear. Mit Gegenkopplung astrein. Wenn da 5kHz reingeht, ist auf dem Analyzer auch nur der eine Traeger zu sehen. Bei 15,25,35kHz oder sonstwo absolut nichts. Und Knubbel unten am Fuss sind auch keine da.

Omas Dampfradio ist auch besser als neue. Aber nicht wegen der Audioendstufe. Die Jungs wussten damals noch, wie man so etwas trotz Kostendenke grossignalfest baut.

Hamwa auch schon jemacht. Bei ganz schnellen Sachen sogar ohne viel Gate Widerstand :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Ich empfehle "Handels Messiah: A Soulful Celebtration", Track 3. Ohne Sub merkt man nicht, was einem da entgeht.

cu michael

Some people have no respect of age unless it is bottled.

Joerg schrieb:

Vergi=C3=9F nicht, die NF-Endstufe der alten Dampfradios m=C3=BC=C3=9Fen = mit den Lautsprechern als eine Einheit angesehen werden. Wird oft =C3=BCbersehen= ;-(

--=20 mfg hdw

Hallo Horst-Dieter,

Nicht immer. An die Orgel im Wohnzimmer kann man auch Lautsprecher und Leslies von Fremdherstellern anschliessen. Da werkelt die gute alte 6L6 drin.

Die Anleitung eines der Dampfradios hier enthaelt Hinweise, wie die "Beschallung von Versammlungsraeumen mit mehr als einem Laufsprecher" zu erfolgen hat.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Joerg schrieb:

=C2=BC=C3=83=C5=B8en mit den

bersehen ;-(

u

Die damals, also zB f=C3=BCr 6L6 verwendeten Lautsprecher unterschieden s= ich in einigen Punkten schon von den heutigen LS. Es wurde auf h=C3=B6heren Wirkungsgrad geachtet. Wichtig, die Endstufen waren bei Weitem nicht so stark Gegengekoppelt. Mw max. 10dB, in der Regel darunter. Das beeinflu=C3=9Ft durchaus auch den Klang.

--=20 mfg hdw

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