Breadboards

Jan 02, 2026 Last reply: 6 months ago 60 Replies

Das sieht so schön aus und klingt so praktisch: Mal eben zusammen- stecken, kein Lötrauch in der Bude, und soooo leicht zu korrigieren.



Beispiel

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Wenn aber Amazon die Ein-Sterne-Bewertungen freigibt (oft zeigt die Grafik Bewertungen an, es sind aber angeblich keine da) kommen Sätze wie



"Ungenügende Fertigungsqualität" "... (zu) enge Kontaktfedern" "Federklemmen halten kleine Drähte kaum" "gibt es wiederum andere Löcher die einen Wackelkontakt verursachen" "Schrott"



Leider machen die chinesischen Anbieter kaum Anstrengungen, ihre Namen erinnerlich zu machen, um sich Stammkunden heran zu ziehen. Auch scheinen fast alle diese "Brot-Bretter" in China gemacht zu sein.



Es erinnert an eBay, wo chinesische Anbieter regelmäßig 98,x Prozent positive bewertungen haben, die Kommentare aber viel Schlimmeres befürchten lassen.



Wie sind Eure Erfahrungen / Meinungen zu diesen Brot-Brettern?



Grüße, und Euch ein gutes 2026, H.


Für ein paar Pins die man aus einem Microcontroller rausführen will völlig OK.

Für kompliziertere Sachen wird es irgendwann mal mühevoll. Wenn man 3 oder 4 der Bretter zusammensteckt ist irgendwann mal ein natürliche Grenze wo man zu oft mit Wackelkontakten kämpft.

Mit speziellen Kabeln mit verdickten Enden (wie Stecker ausgeführt) geht das ganze besser als mit abisolierten Drähten.

Und ja, es ist schwierig, gute zu bekommen.

Es kommt drauf an, was man damit machen will, für viele Szenarien sind sie sehr praktisch.

/ralph

Klar. DU, ja genau DU bist schuld! Erinner dich mal was solche Breadboards frueher gekostet haben. Bei dem Preis ist Qualitat nicht mehr moeglich und weil niemand bereit ist Qualitaet zu bezahlen wird sie mittlerweile auch nicht mehr hergestellt.

Fuer alles niederfrequente und analoge okay. Heute weitestgehend durch LT-Spice ersetzt. Ich will nicht sagen das ich sowas nie verwende, aber doch selten und auch nur weil eh-da.

Olaf

Das wäre ein weites Feld. Ich hatte mal für die VD einen Überblick zusammengeschrieben. Deren Archiv ist aber nach Feindberührung mit Abmahnanwalt im Augenblick nicht mehr voll verfügbar:

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hier einzeln:
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"solderless" sind in Breadboard-2.

Eher: "alle" Mag sein, dass die neuen chinesischen etwas schlechteres Federblech als die US-Ware der

70er/80er hat. Die wohl auch in Fernost gefertigt wurden. Es gab in MAKE: 25/3 einen Test über satte 10 Seiten. Der Autor entschied sich für ELV. Wenn die Probleme prinzipbedingt sind, sollte man Unterschiede im Detail nicht überbewerten.

Wenn man dem Zeug etwas positives abgewinnen will: dadurch gibt aus China Dupont-Stecker/Buchsen auf Kabel konfektioniert. Selber crimpen wäre schwierig. Meine sind von hier:

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Zu den Versandkosten ist anzumerken, daß es dort auch billige Optionen gibt.

MfG JRD

Am 02.01.2026 um 10:20 schrieb Heinz Schmitz:

Bei meinen ersten Versuchen mit Raspi und Co. hab ich einen Tempertursensor und einen Luftdruck/Feuchtesensor mit passendem Adapter und Breadboard an den Raspi angeschlossen Das ganze läuft jetzt seit 11 Jahren.

Bei mir ähnlich. Für alles Ernsthaftere, abseits von halbstündiger Bastelei, um z. B. mal einen einzelnen Chip im Minimal-Ökosystem zu testen, bediene ich mich bei:

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Gratiskurs zu KiCad und auf was man bei Konzept und Layout so alles achten muss, gibts hier:

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Das muss bei irgendwelchem NF-Kram nicht zwingend sein (mein Atmega 328p mit ein paar Optokopplern, Thyristoren, NF-Verstärkern, TSOP 31236, usw. funktioniert auch auf einer einseitigen Platine mit etlichen Drahbrücken bussifein), beginnt aber oberhalb von ein paar Bauteilen sehr schnell lästig zu werden.

Vieles bekommst im DIL-Gehäuse auch gar nicht mehr und 1206, 1210, SOT-23, SOIC kriegt man dann schon noch irgendwie mit Hand und Lupenbrille gelötet. Kein Vergnügen, aber auch kein Beinbruch.

Genau. Bin froh, noch einigermaßen brauchbare Breadboards von vor der Jahrtausendewende zu haben. Erspart Recherche und die sich unweigerlich einstellende Frustration.

Volker

"Bewertung" heißt einfach nur, daß jemand Sterne geklickt hat. Nicht jeder schreibt Kommentare und die meisten davon nichtssagende.

Natürlich sind das Provisorien, erfüllen den Zweck hier aber sehr gut. Ich habe mehr oder weniger das Erstbeste nach Preis gekauft und es funktioniert.

Öfter mal lasse ich den Testaufbau dann monatelang einfach weiterlaufen, wenn ich weder das Board noch die Komponenten für anderes wieder brauche. (Das zeigt dann auch seltene Programmabstürze.) Ab und zu muß ich an allen Kabeln wackeln und resetten, aber im großen und ganzen laufen die Primitivkontakte erstaunlich stabil.

Zum Teil werden das die rheinischen "müßte mal einer" Dauerprovisorien.

Für die, die es interessiert, wollte Ingrid noch kurz ergänzen, dass es sich bei dem Atmega-Projekt um einen Photoduino-Nachfolger handelt, analog:

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Ich fand die Idee grundsätzlich nett, den Vorschlag von Kalanda mit den zwei Knöpfen und dem zweireihigen LCD aber etwas altbacken. Einen Audio-Vorverstärker macht man heute auch nicht mehr mit einem LM386. Dauerstrich-Lichtschranke - ob nun mit Laser oder LED - ist unmoduliert zu störanfällig, wofür gibts fixfertige IR-Empfänger-Module mit 36kHz-Demodulator? Kann man dann auch gleich als FB- Empfänger mitnutzen.

Bei halbwegs modernen Blitzgeräten ist ein Thyristor, der ohne den Hack mit Kondensator und Widerstand immer kleben bleibt, doch auch hinfällig, lieber gönne ich mir zwei 4-Kanal-Optokoppler wie den PS2802-4, einen 8-fach Demultiplexer (CDx/SN74x138 & Co) nebst zwei etwas stärkere MOSFETs, dann habe ich reichlich Möglichkeiten für Kamera- und Blitzsteuerung, für Sensoren und ggfs. Relais, Magnete, Elektroventile usw.

Das ist mit einem Atmega-328p-Referenzdesign, größerem Display recht schnell hingeschlampt und selbst mit 128x64-LCD nicht größer als eine Zigarettenschachtel. Problem war eher, wo die Buchsen zweckmäßigerweise hinkommen, denn RM2.54-Buchsenleisten finde ich abseits von Expermentierhardware eher blöd.

Volker

Ich habe hier uralte Steckbretter, die seit Ewigkeiten problemlos funktionieren, und ein neueres, bei dem die Kontaktfedern überhaupt nichts taugen. Die Make hatte IIRC vor ein paar Ausgaben einen Vergleichstest.

cu Michael

+1

Ich verwende seit Ewigkeiten Breadboards (Veroboard) und habe häufig damit für Entwicklungen gearbeitet. Die gibt es inzwischen leider nicht mehr zu kaufen. Das waren zumeist komplexe Analogschaltungen auf ein oder zwei Boards. Umfangreichere Entwicklungen hatte ich stufenweise optimiert.

Ich hatte dafür auch ein paar Adapter gebaut, etwa für oft benötigte Peripherieanschlüße, einen einstellbaren Spannungsregler zum Einstecken, und häufig benötigte Filterbausteine und eine universelle Ausgangsstufe (Breitbandbuffer) u.Ä..

Bernd Mayer

Die Kommentare sind besser als nichts und wenn man zwischen den Zeilen liest, kann man schon etwas Orientierung gewinnen. Ich lese weniger die Jubel-Perser sondern meist die Gering-Bewerter. Wenn man die "Sich-über-irgendwas-geärgert-habenden" abzieht und auf den sachlichen Inhalt achtet, treffen sie oft zu. Was Michael Schwingen und Bernd Mayer schrieben ("früher ok, heute schlechter") kann man auch aus Kommentaren von anderen Käufern entnehmen. Bemerkenswert ist, dass ein großer Teil der Bücher und Anleitungen zu Arduino, ESP32 etc wie selbstverständlich mit Steckbrettern arbeitet, so dass der Leser das als normalen Qualitätstandard serviert bekommt.

Grüße, H.

Nö - ich habe "ganz früher" mal auf einem Computerforum eins gekauft, und das ging so. Aber heute scheint alles aus derselben Produktion zu kommen, und Preis-Unterschiede, so es sie gibt, sind wohl nur nur vom jeweiligen Verkäufer oder Händler erfunden. Sie können übrigens selber entscheiden, was für eine Qualität sie fertigen wollen, da die Konkurrenz im Wesentlichen tot ist.

Als Alternative sehe ich nur vorgefertigte Lochrasterplatinen. Für die ICs oder MCUs könnte man die üblichen IC-Sockel verwenden. Auf den Platinen wären auch SMD-Bauteile einsetzbar. Aber auch da gibts das China-Problem: Lötösen hauen ab, sobald sie Wärme spüren. Aber da haben wir wenigsten noch Konkurrenzangebote.

Grüße, H.

Hallo,

Am 03.01.26 um 16:49 schrieb He>

bei reichelt habe ich auch hochwertige Breadboards von Digilent gesehen für Analog Discovery Studio. Möglicherweise spricht das für Qualität.

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Ich hatte mir auch Fotos von Breadboards in der Artikelserie studentzone von Analog Devices angesehen ob ich da Hinweise auf die genutzten Breadbords erkennen kann.

AD hat bei mir in Bezug auf Qualität einen guten Ruf.

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Bernd Mayer

Ich verwende ueblicherweise Lochraster in 2.54mm. Die Kupferringe teile ich oder manchmal drittel ich mit einem Cutter-Messer. Dann passt alles in SMD drauf. Auf der ungenutzten Unterseite klebe ich Kupfertape. So kann ich an jedem Ort gute Masse hochholen. Damit kann man im Prinzip alles von 0 bis 2Ghz ans laufen bekommen. Eventuell abgesehen von Bauteilen die ein EP zu Waermeabfuhr brauchen.

Es gibt da unterschiedliche Qualitaeten, aber ich kann mich jetzt nicht erinnen das ein Kupferauge in den letzten Jahren jemals abgegangen ist. Musst halt zackig loeten. .-)

Olaf

Die FR4 in meinem Bestand sind ebenfalls gutartig. Kann aber nicht behaupten, ich hätte in diesem Jahrhundert besonders viele von denen gebraucht. Geätzte Platinen sehen einfach schicker aus.

Vielleicht probiere ich nochmal den Thermotransferkram, wenn mein Gewissen gar zu schlecht wird. Habe hier noch einen monströsen Konica-Minolta Farblaser mit extrem guter Deckung, der vermutlich nur das Transferband gereinigt kriegen will und ein paar klebende Elektromagnete hat. Also nichts, was einen Seemann groß erschüttern könnte.

Volker

P.S.: Oral-B wehrt sich standhaft gegen meinen Kampf gegen Planned Obsolescence. Eine der zwei mit Eneloop gepimpten Elektrozahnbürsten hat jetzt einen kaputten Drucktaster. Das ist mal ganz was Neues.

Eigentlich müsste man längst eine 1.000er Charge 1:1-Ersatzplatinen für die Drecksteile auflegen, ohne diese nervtötende Quadrantenerinnerung, soundsoviele Putzmodi und schleichende Selbstentladung, aber dafür mit ordentlichem Laderegler und Reise-Tastensperre.

Für Dich nochmal: Bei mir funktioniert es, erstens auf Anhieb und zweitens monatelang störungsfrei. Zweck erfüllt.

Und ich habe keine Vorkriegs- sondern Billigware. Deutlich sichtbar verschiedene Chargen von verschiedenenn Herstellern und Anbietern. Gehen alle.

Hier haben sie es mit wesentlich geringerem Anschaffungswiderstand:

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Aber es sind natürlich viele Teile drauf, die man digital lieber anders hätte, oder gar nicht.

Interessant, dass auch amazon es führt. Ich meine alle Steckbretter da gesehen zu haben, aber dieses nicht. Liegt es am Preis?

Bei Reichelt gibt es sowas für 140 Euro:

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geben als Hersteller Digilent an, aber ist Digilent ein Hersteller oder ein Distributor?

Und dann gibt es natürlich dieses:

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"Experimentier-Steckboard-Set, 830 Kontakte Hersteller FREI" für 7,80 €. Mit Power-Modul. Das herunterladbare Datenblatt benennt es als "MB-102 830 Point Solderless PCB Breadboard"

Gibt man als Suchtext bei Amazon ein "MB-102 830 Point Solderless PCB Breadboard" ist man wieder mitten drin.

Alles kaum durchsichtig.

Grüße, H.

Das glaube ich Dir gerne. Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass alle

5-Punkte-Geber gelogen hätten oder bestochen worden wären. Ich habe auch schon Geräte von Siglent gekauft. China KANN gute Qualität, wenn es gewollt ist. Aber wir sind mal groß geworden, weil quasi blind "Made in Germany" gekauft werden konnte, und dann ein Paket mit Qualität ankam.

Grüße, H.

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Ich hab' mir eine Lochrasterplatte mit 2 PowerPlanes selber gemacht.

100*100mm, durchkontaktiert. 5 oder 10 Stück kosten bei JLCpcb so 5 oder 6 €. Das fließt beim nächsten "MussIchSoWieSoMachen"-Design einfach mit. Eine Masse- oder Vcc-Verbindung ist: Stopplack wegkratzen und ein Lötklecks.

Für Opamp-Standardschaltungen, Spannungsregler, HF-Filter habe ich Briefmarken gemacht für das SMD-Geraffel. Die haben dann IO-Ports im 100 mil-Raster. Das sieht dann etwa so aus: <

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wenn auch nur mit einem Doppel-OpAmp. Die Rasterplatine ist hier noch irgendwas von Roth (bei Segor.de). Nicht so toll, nicht durchkontaktiert, neigt ohne Lötlackspray zur Korrosion.

Gerber / Altium ist auf Wunsch zu haben.

Gerhard

Lochraster ist super wenn man am Anfang eines Projektes noch nicht genau weiss wie es am Ende aussehen wird. Danach kann man immer noch eine Platine machen.

Olaf

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