Datenblatt-Mysterium

Jan 04, 2026 Last reply: 6 months ago 13 Replies

Hallo,



im Datenblatt ...



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... ist ein Al-Wert von 165 nH/Wnd. +-25 % angegeben.



Nachmessen mit einem 0.1 %-Messgerät bei gleicher Messfrequenz ergibt aber 316.8 nH/Wnd.



Bei höheren Frequenzen ergeben sich noch höhere Al-Werte, ein Maximum beispielsweise von 448.5 nH/Wnd. bei 23.5 MHz ...



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Ich kann mir nicht erklären wodurch diese Abweichungen von 192 % zu den Datenblattangaben zustande kommen.



Irgendeine Idee?



Grüße


Am 04.01.26 um 21:16 schrieb Leo Baumann:

Das mit den Resonanzen kenne ich von Ferriten. Beim Maximum wird es dann schon ordentlich dissipativ. Temperatur kann bei Ferrimagneten auch viel ausmachen.

Marcel

Am 05.01.2026 um 01:07 schrieb Marcel Mueller:

Bei der Messung haben Temperatur und Frequenz den Herstellerbedingungen entsprochen.

diese Differenz hätte Dir auch ein Schätzeisen zu erkennen gegeben :-(

So wie ich das Ferrit-Ökosystem in Erinnerung habe, sind da viele kleinere Hersteller am Werke. Frage ist also, wie zuverlässig man als kleiner Endkunde "seinen" Ferrit-Typ identifizieren kann. Google <ferrit-Typ identifizieren>: "Übersicht mit KI ... 3. Identifikation durch Messung & Anwendung (Praktische Schritte) ...

Da steht nix von Lackfarbe.

Grüße, H.

Am 04.01.2026 um 21:16 schrieb Leo Baumann:

Mach mal ein paar Windungen mehr drauf. Bei einer rechnerischen Induktivität von ca. 4 µH und einem Kern von der Größe geht sonst Dein Messaufbau viel zu stark ins Ergebnis ein.

Der Bauch bei 20 - 30 MHz steht so auch im Datenblatt:

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HTH Markus

Am 05.01.2026 um 11:07 schrieb Markus Faust:

Bei doppelt soviel Windungen ergibt sich ein Al-Wert von 298.7 nH/Wnd, gemessen mit 10 kHz.

Die 10 Wnd. ergeben eine Induktivität von 29.87 uH.

Grüße

Am 05.01.2026 um 11:07 schrieb Markus Faust:

Bei 19 Wnd. ergibt sich ein Al-Wert von 275.1 nH/Wnd. gemessen mit 10 kHz.

Die 19 Wnd. ergeben eine Induktivität von 99.31 uH.

Am 04.01.2026 um 21:16 schrieb Leo Baumann:

Also rechne ich für Transformatoren und Baluns am Besten mit dem Datenblatt-Wert für Al.

Am 04.01.26 um 21:16 schrieb Leo Baumann:

Schönen Abend!

Mich macht stutzig, dass es fast um den Faktor 2(!) daneben liegt...

LG, Andreas.

Am 07.01.2026 um 16:14 schrieb Andreas Aigner:

Was ich jetzt aus meinen Experimenten gelernt habe ist, dass ich die Induktivität mit einer Probewicklung mit 10 Wnd. nachmesse für die untere Frequenz der geplanten Anwendung und daraus den Al-Wert bestimme. Im Vergleich zur Datenlattangabe des Al-Wertes kann man erhebliche Windungszahlen einsparen.

Erstaunlich was mein nanoVNA so ans Tageslicht bringt.

Am 04.01.26 um 21:16 schrieb Leo Baumann:

Schönen Abend!

Mich macht stutzig, dass es fast genau(!) um den Faktor 2 daneben liegt...

LG, Andreas.

Am 07.01.2026 um 16:50 schrieb Andreas Aigner:

Gemessen mit 10 kHz bei 22.5°C liegt es 192 % daneben. Gemessen mit 1.8 MHz bei 22.5°C liegt es 186 % daneben.

Am 04.01.2026 um 21:16 schrieb Leo Baumann:

Mein Versuchskern...

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1 x 5 Wnd. normal 1 x 10 Wnd. normal 1 x 19 Wnd. normal 1 x 5 Wnd. bifilar (macht 10 Wnd.)

:)

Am 05.01.2026 um 09:14 schrieb Heinz Schmitz:

Die AMIDON-Kerne haben eine Farbkennung.

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