Breadboards

Jan 02, 2026 Last reply: 6 months ago 60 Replies

Nein, die sind definitiv nicht alle baugleich. Zu klein (DIL mit mehr als

14 Pins passt nicht ins Raster), Kontaktfedern aus Weißblech, ...

Der Test war in Make 3/2025.

ELV, Global Specialties und BusBoard Prototype Systems (von Mouser) haben gut abgeschnitten, AZ Delivery und Joy-IT weniger.

cu Michael

Hallo,

Am 03.01.26 um 18:49 schrieb He>

als reines Breadboard ohne diese Teile habe ich die auch für ca 60 € gesehen, etwa hier:

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Bernd Mayer

Und wenn es ein Einzelstück ist kann man sich auch das sparen und den Lochrasteraufbau benutzen.

Gerrit

Ach ja, vielleicht. Aber sieht doch unaestaethisch aus. Ausserdem reicht das dann nicht fuer gewisse mechanische Anforderungen. Also Position von Schalter/Encoder/usw und passt nicht recht ins Gehaeusekonzept. Ich moechte nix rumstehen haben das nach Kinderzimmer 1980 aussieht. .-)

Olaf

Im Kinderzimmer gab es 1980 Lochrasterplatinen?

Für meinen auf Lochraster nachgebauten EMUF-232 werde ich jedenfalls keine Platine machen. Das würde nochmal ähnlich lange dauern wie der Aufbau damals...

Gerrit

Klar, ich hab damals z.B eine Lochrasterplatine an meinem Sharp PC1245 stecken gehabt wo ich einen uPD7002 drauf hatte. Oder so um 84 hatte ich eine Lochrasterplatine an meinem ZX-Spectrum stecken wo sich ein selber gefaedelter Eprommer drauf befand. Im Apple ][+ hatte ich diverse Lochrasterplatinen wo ich an einer Platine einen irgendwo abgesaegten Connector geklebt hatte damit der in die Slots passte. Eigene Platinen hab ich erst so ab 86-87 auf dem 1040ST unter GFA-Draft gemacht. So in der Zeit fing ich auch mit Microntrollern an. Ich hatte da ein 100x160er Lochraster wo sich ein MCS48, 2kRam,8k Eprom, ADC, 8243, 8255 und ein LED Display aus einem Taschenrechner drauf befand. Waren schon harte Zeiten damals ohne JLCPCB :-D

Olaf

Da haben wir entweder Fotopositiv gemacht, mit *sic* Rubbelsymbolen und Lackstift direkt auf FR4-Platinen gemalt (OK, manchmal auch Pertinax, wenn nichts da und die Verzweiflung groß war) und das Ergebnis dann von Mutti unbemerkt in einer Lasagneform mit dem famosen "Seno-Feinätzkristall" via Schnellkochplatte "entwickelt".

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Volker

P.S.: Clement hat in seinem 39c3-Talk schon Recht...

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... wenn er sagt, der Bau von Hardware sei einfacher (= niederschwelliger) als jemals zuvor. 1.001 fixfertige Referenzdesigns, Bauteile als Schüttgut mit immenser Leistungsfähigkeit, Lötstationen, Multimeter, Schaltnetzteile und digitale Speichersozilloskope zusammen für niedrig dreistellige Eurobeträge, FLOSS-Elektronik-Simulations-/Layoutprogramme als De-Facto-Standard mit einer immensen Community.

Dann Anbieter, die Dir aus einem bequem via Website eingereichten Design innerhalb von Tagen kostengünstige Multilayerplatinen fertigen, auf Wunsch mit lasergeschnittener Schablone für Lötpaste oder gleich fixbertig bestückt.

Also ich bin stolz auf den Unterschied zwischen selbst entwickelt und selbst gebaut und als Schüttgut bei Aldi gekauft. Daß ich besseres verwende als Massenware aus dem Eineuroladen darf man gern auch sehen.

Auspacken, einschalten, Geht nicht Gründlich rundum umfassend nachlöten, dann ist gut

Leg mal die rosa Altersbrille ab. (Und normalerweise werde nicht ganz zu unrecht ich der "früher war alles besser" Fraktion zugerechnet.)

da kann man ja schon fast ernsthaft drüber nachdenken.

Ich habe mich mal durch das Angebot von Digilent durchgeklickt und dabei noch diese entdeckt:

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"99,0 $"
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"49,0 $"
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"7,99 $"
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"6,99$
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"5,99 $"
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"99,0 $"
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"129,0$"
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"119,0$"

Keins dieser Breadboards habe ich bei amazon gefunden. Also gibt es leider auch keine Bewertungen, aus denen man etwas über diese Produkte erfahren könnte. Es gibt (von amazon aus) ein digilent store. Fragt man auf dessen Startseite nach Breadboard, bekommt man gerade mal zwei kleine Platinen. Das sieht nicht so aus, als wollten sie den Absatz eigener Produkte fördern.

Man lernt auch nie aus:

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"In January 2013, NI acquired all outstanding shares of Digilent Inc., which became a wholly owned subsidiary. ... After months of failed negotiations to purchase NI, industrial conglomerate Emerson Electric launched a hostile takeover bid in early 2023, appealing directly to shareholders.[16] In April 2023, NI agreed to be sold for $8.2 billion in an all-cash deal.[17][18] which was completed in October 2023. Within Emerson, NI now operates as the Test & Measurement business group, headquartered in Austin, Texas."

Nach all dem Suchen werde ich mich wohl mal mit diesen Löt-Platinen einzulassen versuchen:

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Grüße, H.

Auspacken - Einpacken - Garantiefall

Außen pfundig - innen Grundig!

Hallo,

Am 03.01.26 um 18:49 schrieb Axel Berger:

mittlerweile hatte ich im Web und auch auf youtube ein wenig nach Tests von Breadboards recherchiert (etwa mit den Stichworten "Breadboards Test") und da gab es schon Unterschiede im Detail.

Wackelkontakte sind wohl am nervigsten. In den Test wurde teilweise auch angeben ob die Kontakte aus Phosphorbronze (IIRC) bestehen oder nicht.

Dann wurde zum Teil auch bemängelt, daß man die nicht in jeder Richtung aneinander koppeln konnte, teilweise passten sogar nie Nuten überhaupt nicht zusammen.

Und auch die Beschriftungen waren teilweise inkonsequent. IIRC war da teilweise die obere und untere Seite anders numeriert und die Spalten wurden mit 0 angefangen zu zählen statt mit 1.

Teilweise widersprachen sich die Tests auch mit den Ergebnissen vom Make-Magazin.

Bernd Mayer

Hallo,

Am 03.01.26 um 18:49 schrieb Axel Berger:

mittlerweile hatte ich im Web und auch auf youtube ein wenig nach Tests von Breadboards recherchiert (etwa mit den Stichworten "Breadboards Test") und da gab es schon Unterschiede im Detail.

Wackelkontakte sind wohl am nervigsten. In den Test wurde teilweise auch angeben ob die Kontakte aus Phosphorbronze (IIRC) bestehen oder nicht.

Dann wurde zum Teil auch bemängelt, daß man die nicht in jeder Richtung aneinander koppeln konnte, teilweise passten sogar die Nuten überhaupt nicht zusammen.

Und auch die Beschriftungen waren teilweise inkonsequent. IIRC war da teilweise die obere und untere Seite anders numeriert und die Spalten wurden mit 0 angefangen zu zählen statt mit 1.

Teilweise widersprachen sich die Tests auch mit den Ergebnissen vom Make-Magazin.

Bernd Mayer

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Am 04.01.2026 um 09:18 schrieb Gerrit Heitsch:

Natürlich, Platinenätzen in der Jenaer Glasform auf Mutterns Herd war nur ab und zu möglich. Die Letraset Anreibesymbole waren auch teuer.

Bernd

Ja klar, aber die teuren durchkontaktierten konnte ich mir selten leisten - daher sind oft Lötaugen abgegangen... :-(

Hallo Bernd,

+1

Ich verwende die Dinger seit >20 Jahren in Hülle und Fülle. Seit 15 Jahren arbeite ich mit meinen Studierenden damit. Üblicherweise mach ich eine Sammelbestellung für meine Studis mit 4 * SYB-46, einem einfach-DMM, eine vernünftige aber preiswerte Pinzette, Seitenschneider ...

Ich hab zurückgelassene Platinen früherer Jahrgänge zuhauf, die sich de Studis heutzutage mit allen Vorwarnungen ausleihen dürfen. Im Großen und Ganzen gibt es selten Stress damit. Was regelmäßig Stress macht sind de Leitungen.

Als Verbindungsleitung nehme ich eher selten Kupferdraht, die meisten sind zu schlecht abzuisolieren und sie sind zu weich. Am schlimmsten waren die Reste der CAT5+ / CAT6 Verkabelung. Diese Kunststoffumhüllungen gehen gar nicht freiwillig ab :-(

Was ich ebenfalls selten bis nie verwende, sind die fertig vorkonfigurierten Steckverbinderteilchen, weder die langen Litzen noch die vorgebogenen Drähtchen. Die Litzen kranen schlicht an Qualität. Die meisten haben kaum Kupfer on board. Ich hatte schon Chargen mit ca 20 % kupferfreien "Litzen" - nein, weder Alu noch Eisen, einfach nur Plastik, ohne jegliche leitende Verbindung! Die Crimpung wird mangels Metall einfach um die Kunststoffisolierung geklemmt. Dass das auf Dauer nicht hält, mag jedem klar sein. Außerdem gibt das ein furchtbar unübersichtlicher Kabelverhau.

Was auch regelmäßig Stresst ist Oxidbildung an den offenen Metallkontakten. Das macht einfach kein Spaß.

Die besten Erfahrungen haben wir mit Blumenbindedraht 0,5 mm - 0,7 mm gemacht. Das ist verzinkter Eisendraht, der mit einer dünnen grünen Kunststoffhülle isoliert auf der 100 m Rolle kommt. Ich isoliere die mit den Fingernägeln ab. Das geht ganz flott. Sie halten ihre Form ganz gut. so dass man die Teile quasi auf Maß schneiden und dann flach auf die Breadboards verlegen kann, oder auch mal quick 'n dirty auch ein bisschen höher und weniger schön. Oder auch mal längere Bogenleitungen quer drüber (oder drunter).

Was man nicht machen sollte: Das Zink oxidiert ziemlich unsichtbar. Immer frisch abisoliertes Material stecken. Don't reuse the wires from the last semester. Das ist verlockend, aber nicht hilfreich. Damit wird aber auch klar: Breadboardaufbauten sind nur kurzfristig sinnvoll. Alles, was länger als ein paar Wochen funktionieren soll, bekommt einen gelöteten Aufbau, sei es dead bug oder Lochraster oder eben eine eigene gedruckte Platine.

Hier sind die SYB-46 unschlagbar einfach und gut.

Welche Beschriftungen ;-)

Das ist ein großes Problem bei allen Tests. Die Probenzahl ist eigentlich immer zu klein und kann Schwankungen (absichtliche und unbeabsichtigte) im Produktionsprozess nicht abbilden.

Die schlimmsten Boards hatte ausgerechnet derjenige, der sich die guten, nein die besten Breadboards leisten wollte. Der hat sich nach meiner Bestelliste selbst das "Optimal-Pendant" selbst bestellt. Die Boards waren so lausig, dass die Kabel teils herausgefallen sind, wenn man es auf den Kopf gehalten hatte. Aber sie sahen teuer aus und waren auch teuer.

Marte

Die Frage ist, ob es im großen China mehrere, verschieden Hersteller von SYB-46 gibt. Geht man nach den Bewertungen auf

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"10 Stücke SYB-46 270 Löcher Lötfreie Steckbrett GPIO Expansion Board DIY Test Board 15,29€" so gibt es mindestens zwei Hersteller: Einen, der miese Boards macht, und einen, bei dem sie ok sind :-).

Vielleicht würde es sich im Zuge der Zeit lohnen, die Hersteller und Verkäufer deutlich zu benennen, um nicht nur als Laufkundschaft zu gelten, der man jeden Mist verticken kann.

(Ich glaube nicht, dass man jeden ESP32 so drauf stecken kann, dass beide Kontaktreihen nutzbar sind - der ist um eine Reihe zu breit.)

Dann müssten die Produktionsschwankungen aber sehr, sehr groß sein.

Für den Kunden ist es eigentlich wurscht, ob man unbeabsichtigt Schwankungen "erleidet", weil der Prozess nicht beherrscht wird, oder ob man schlechtes Material billig verbaut :-(.

Über Jahrzehnte hat man ICs gesockelt. Daher sollte man die Technik kennen, wie man Kontakte machen kann, ohne dass Probleme auftreten. Ich kann mich auch nicht erinnern, ob jemals spezifiziert wurde, wie oft man stecken und herausziehen kann, ohne dass die Kontaktierung leidet. Habe ich was verpennt?

Grüße, H.

Hi Heinz,

Das Problem hatte ich noch nie, seit 2010 funktionieren die im Wesentlichen gut. Anfangs von Pollin, neuerdings eher schneller Ali, zwischendurch mal AZ.

Meine passen. Wenn nicht, zwei Brettchen zusammenstecken und über den Graben in der Mitte setzen.

Klar doch.

IC-Sockel haben ganz andere Ziele. Da will man eigentlich nicht, dass es wieder raus geht. Das wäre beim Breadboard nicht zielführend. Präzisionsgedrehte Sockel taugen da auch nicht, zu eng toleriert für die unterschiedlichen Bauteile.

Marte

Hallo,

Am 07.01.26 um 13:56 schrieb He>

auf youtube hatte ich gesehen, wie jemand zwei kleine Breadboards übereinander gekoppelt hatte und eine Hälfte des "IC" auf das obere Breadboard gesteckt hatte und die Andere auf das Untere um dieses Problem zu lösen.

Bei manchen Breadboards konnte man die Spannungsversorgungsschienen einzeln abkoppeln.

Bernd Mayer

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