BGA - Aufbringen von Lötmittel für Repar aturen / Kleinserien?

Nov 12, 2011 31 Replies

Bei analogen und beinahe-analogen Leitungen wie CML kommt man da nicht weit. (ja, es gibt JTAG-extensions). Bei den Leitungen, die vom Stecker in/aus einem Glasfaser- transceiver liefen, haben wir mal die Schutzdioden nach Masse und VCC mit einem curve tracer gecheckt. Das hat ganz gut funktioniert, hilft einem aber bei einer Punkt-zu-Punkt- Leitung oder einem Bus auch nicht 100% weiter.

Bei CML könnte man es mit einem TDR versuchen.

Gerhard

Und so sprach Gerhard Hoffmann:

Aber nur so lange, bis der Lötprozess das Zinn auf den Pads weich macht...

Oder habe ich da etwas übersehen?

Roland

Manchmal kann man mit einem Grid Dip Meter die Resonanz ausklingeln (kein Witz). Natuerlich ist es heute so dass fast keine Firma ein solches Instrument hat und junge Ingenieure gar nicht wissen was das ist, geschweige denn wie man damit umgeht :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Werd mich mal überraschen lassen was die Literatur zu den diversen Aspekten meint. Diese Schwarte

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wurde Howard Jonson empfohlen, habe ich aber noch nicht in Händen. Sonst noch ein Buch zu dem Thema empfehlenswert ?

MfG JRD

Wenn Controller *und* RAMs JTAG haben: Ja.

Bei einfachen Designs ist aber häufig der Controller das einzige bauteil mit JTAG. Dann kann man da auch gleich eigenen Restcode laufen lassen, anstatt die Testmuster mühsam per JTAG durchzuklingeln.

cu Michael

Das sind aber eher Tests, die defekte Chips finden sollen und nicht defekte I/Os zwischen Controller und RAM.

Was nach meinen Erfahrungen mit minimalem Aufwand gute Ergebnisse bringt, ist ein Adreßpattern-Test: einmal auf jedes Speichertwort die Adresse als Daten schreiben (oder Adresse | (Adresse

Am 12.11.2011 10:38, schrieb Dieter Wiedmann:

Letztenendes um ein geeignetes Verfahren um BGAs zuverlässig aufzubringen und ob man es lieber mit den Kügelchen oder der Paste probieren sollte ..

Gruss Gerald

Besser klingt für mich das Verfahren mit Pseudozufallszahlen, was ich auch schon programmiert habe. Gegenüber deiner Idee mit Adresse als Daten jeweils in den Speicher schreiben findet das auch defekte RAM-Zellen mit höherer Wahrscheinlichkeit, z.B. wenn eine RAM-Zelle den Inhalt einer anderen beeinflusst. Wenn man das nochmal mit denselben Zufallszahlen, aber invertiert, durchlaufen lässt, sollte man so ziemlich alle Fehler mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit finden. Der Artikel sagt dazu auch (zumindest der Anfang, ist Rafael hat da leider ein wenig früh abgeschnitten), daß die Wahrscheinlichkeit Fehler zu finden von der Wiederholrate des Zufalls abhängt. Also wenn man Mersenne-Twister oder so einsetzt (auch nicht schwer zu implementieren), sollte es recht gut sein.

Frank Buss, http://www.frank-buss.de piano and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

Die simpleren davon wurden anno CP/M auch für Homecomputer mit DRAMs propagiert. D.h. board level test.

Ja das ist tatsächlich ein guter Ansatz. Nominell soll es auf dem ARM in C programmiert werden und nicht in Assembler. Und es darf beim Bestücker nur ca. 1 - 4 Sekunden dauern. Habe da im Augenblick wenig Gefühl dafür wie simpel ich es halten muß.

MfG

Es war ein anderes, folgendes Kapitel. Ich wäre skeptisch daß das in der Praxis verwendet wird. Insbesondere in Software. Da sind schon viele der im gescannten Kapitel beschriebenen Verfahren zweifelhaft, weil schlicht zu langsam.

MfG JRD

Defekte RAM-Zellen sind nach meiner Erfahrung extrem selten - um die zu finden, braucht man deutlich aufwändigere Tests, und möglichst mehrere verschiedene - das läuft dann aber eher im Stunden- als im Sekundenbereich.

Was in der Praxis dagegen oft vorkommt, sind Lötfehler, Kurzschlüsse und Unterbrechungen im PCB - und marginales Timing, aus welchen Gründen auch immer (falsch konfigurierter Controller, zu langsame RAMs, ...).

Nach meinen Erfahrungen mit Ramtests findet der Adreßpatterntest einen Großteil der Fehler, die die komplexeren Tests (Zufall, Walking xy, ...) finden - nur schneller.

Ein weiterer wichtiger Punkt: die Adreßpattern kann man auf vielen CPUs so schnell erzeugen, daß das RAM-Interface der limitierende Faktor ist - ein Ramtest, bei dem die Daten nur über den Bus tröpfeln, findet manche Fehler nicht, die von der Sequenz der Zugriffe abhängen.

cu Michael

[...]

Naja. Wenn man den BGA kauft hat er ja schon Lotkugeln. Die gehen ja nur verlohren wenn man ihn ausbaut bzw. abloetet. Fuer eine zuverlaessige Loetung sollte man aber trotzdem noch Paste auf die Leiterkarte drucken. Nur Flussmittel geht zwar aber ist halt nicht ganz so zuverlaessig was Reproduzierbarkeit etc. angeht. Andererseits - wenn man keine geeigneten Werkzeuge zum Aufbringen von den Lotpastendepots hat, dann sollte man lieber ganz darauf verzichten weil sonst die Gefahr besteht, dass man einen Kurzschluss fabriziert wenn zu viel Paste vorhanden war.

Viele Gruesse, Martin L.

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