Akkuschrauber: 12 Volt??

Aug 28, 2005 23 Replies

In article , "Nicolas Hoch" writes: |> Hallo, |> |> habe mir einen Akkuschrauber zugelegt, mit 12 Volt. Kann mir jemand sagen, |> warum bei diesen Geräten die Leistungsangabe in "Volt" erfolgt? Andere |> Haushaltsgeräte haben immer eine Angabe in Watt, und aus der Schule kenne |> ich Leistung auch noch als "Wattsekunden" oder so ähnlich.. |> Aber alle angebotenen Akkuschrauber zeichneten sich durch eine Angabe in |> Volt aus.

Stimmt schon, theoretisch betrachtet ist das Blödsinn. Praktisch kann man aber mit höheren Spannungen einfacher mehr Leistung aus Akku und Motor rausholen. ZB. kann man gebräuchlichere Akkus hernehmen, die Verluste des MOSFETs in der Geschwindigkeitsregelung sind auch nicht so hoch, der Motor kann dünneren Draht haben, etc...

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

"Nicolas Hoch" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@individual.net...

Es IST keine Leistungsangabe, sondern nur eine irrelevante Zahl, die fuer Dummkoepfe eine genau so gute Kaufentscheidung ist, wie PMPO bei Verstaerkern oder Lautsprechern. Ein 12V Akkuscharuber hat den Vorteil, auch mit einem Autoakku zu laufen, wenn der eingebaute Akku mal leer sein solte, und, weil meist SubC-Zellen verwendet werden, heisst 12V das Dder Akkuschrauber noch halbwegs leicht ist und nicht so schwer wie 18V oder mehr Schrauber mit mehr Zellen. Weil's aber dieselben Zellen sind, ist es auch eine Leistungsangabe, naemlich wie lange die Akkus halten. Da die Ladegeraete aber meistens unssinnig billig sind, halten Akkus von Akkuschrauben eh nicht lange, weil sie meist nicht voll oder schnell kaputt sind. Mit einem guten Ladegeraet sieht die Welt dann wieder anders aus.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Georg Acher schrieb:

s/kann/könnte

ZB.

Man könnte aber auch einfach Motor und Getriebe mit ordentlichem Wirkungsgrad verwenden.

Bei ordentlichen Geräten werden max Drehmoment und Drehzahl angegeben, da lässt sich wirklich was mit anfangen. Hersteller, die sich diese Angaben sparen sind einfach suspekt.

Gruß Dieter

Hallo Nicolas,

Leistungsangabe in Volt? Da waren wohl mal wieder Marketingleute am Werk, die von Tuten und Blasen .... aehm, ich lass es lieber, bin mit einer aus dem Marketingbereich verheiratet.

Gruesse, Joerg

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Hallo,



habe mir einen Akkuschrauber zugelegt, mit 12 Volt. Kann mir jemand sagen, warum bei diesen Geräten die Leistungsangabe in "Volt" erfolgt? Andere Haushaltsgeräte haben immer eine Angabe in Watt, und aus der Schule kenne ich Leistung auch noch als "Wattsekunden" oder so ähnlich.. Aber alle angebotenen Akkuschrauber zeichneten sich durch eine Angabe in Volt aus.



Vielen Dank, Nico


Nicolas Hoch schrieb:

Das ist keine Leistungsangabe sondern eine Spannungsangabe!

Werbetrick! Es hört sich halt für viele Dummuser besser an wenn die "Voltzahl" höher ist als beim Konkurrenzprodukt.

Die Wattzahl bleibt nämlich bei gleichem Volumen des Akkublockes immer annähernd gleich. D.h. je höher "V", desto niedriger "A". Also realtiv konstante "W"att.

Das mehr Zellen eher ein Nachteil ist, wird damit gut verdeckt.

Gruss Wolfgang

No reply to "From"! - Keine Antworten an das "From" Keine privaten Mails! Ich lese die NGs, in denen ich schreibe. Und wenn es doch sein muss, dann muss das Subjekt das Wort NGANTWORT enthalten.

Georg Acher schrieb:

ZB.

Unsinn bzw. Theorie. Durch die bei "Vielzellern" meist oder immer schlechteren Akkus hebt sich ein rechnerischer Vorteil schnell auf.

Ausserdem erhöht sich die Leistung oder Laufzeit nicht durch die Spannungserhöhung wenn im umgekehrten Verhältnis der Strom sinkt.

Das ist Theorie!

Ack - und man kann (vielleicht) noch anderswo sparen. Aber für den Anwender gibt es keine Vorteile. Eher Nachteile.

Bei einem 6-Zeller merkst du sofort, wenn eine Zelle am Ende ist. bei einem 12 Zeller im Vergleich schon kaum noch oder gar nicht. Und das Werkzeug wird weiterbenutzt, bis die Zelle gestorben ist.

Oder die automatische Ladeendeerkennung funktioniert umso schlechter, je mehr Zellen vorhanden sind.

Gruss Wolfgang

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"Nicolas Hoch" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@individual.net...

Hallo, Werbegeklingel! Der Hintergrund ist aber, daß praktisch alle Hersteller 1,2V NiCad Sub-C-Akkus mit einer Kapazität von etwa 1300 mAh, in letzter Zeit gelegentlich 1500 mAh, verwenden. Unter dieser Voraussetzung ergibt sich dann allerdings eine halbwegs vergleichbare Leistungsangabe. Gruß von Hartmut

Hartmut Feller schrieb:

en,

enne

1,2V

.=2E.zumindest, was die Energie (volkst=FCmlich: Wattstundenzahl) angeht. Wieviel von dieser Energie in die Leistung des Motors und wieviel in die Laufzeit gesteckt wird ist leider bei den g=E4ngigen Bohrschraubern =FCberhaupt nicht zu erkennen... Gruss Harald PS: Diese Bohrschrauber sind =FCbrigens f=FCr Bastler sehr gut geeignet. Man bekommt eine Menge Akkus, eine tolle PWM- Steuerung und einen starken Motor plus Getriebe. W=FCrde man diese Teile einzeln kaufen, w=FCrde das ein Mehrfaches kosten... Ob man mit diesen Billigdingern auch schrauben kann, habe ich noch nicht getestet...

Harald Wilhelms schrieb:

Mäßigster Qualität.:-(

555+MOSFET, arg toll.

Hüstel!

Hust! Die kriegen schneller Karies als Kojak.

Trotzdem Billigzeug, nicht preiswert.

Der war gut.

Gruß Dieter

Ganz einfach, weil sich der uebliche Kundenkreis an so eine Angabe gewoehnt hat.

Darf ich mal eine Gegenfrage stellen? Wieso verwendet man in Autos seit Ewigkeiten diesen absolut @#$@%@#%@#%@#% Zigarettenanzuenderstecker wenn man ein Geraet anschliessen will?

Man sollte doch meinen das sich die Industrie in den letzten 50 Jahren mal auf einen vernuenftigen Stecker haetten einigen koennen.

Olaf

Olaf Kaluza schrieb:

Die üblichen Bordspannungsstecker sind doch schon mal erheblich besser, leider halt nur in wenigen Fahrzeugen serienmäßig drin.

Ansonsten ACK.

Gruß Dieter

"Olaf Kaluza" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@criseis.ruhr.de...

Hallo, das hat die Industrie - den KFZ-Stecker - das ist der kleinere der 15 Amp. kann. Die Crux ist der Geiz der Autohersteller und die geschichtliche Entwicklung. Der serienmäßige Einbau der KFZ-Dose, welche technisch um Längen besser ist, hätte etwas gekostet. Ein Zigarrenanzünder wurde von der damals überwiegend rauchenden Kundschaft aber sowieso gefordert. Also ist diese im Laufe der Zeit zur Pseudo-KFZ-Dose mutiert. Mit allen technischen Nachteilen. Sie kann nur

8 bzw. 10 Amp. und sie ist nicht genormt sondern dem Gutdünken der jeweiligen Hersteller unterworfen mit der Folge, daß viele Zig.-Stecker wackeln, schlechten Kontakt geben und überlastet werden. In den letzten Jahren haben aber einige Autohersteller im Kofferraum zum Betrieb von Kühlboxen usw. zusätzliche KFZ-Dosen verbaut. Gruß von Hartmut

Als Vergleich zwischen gleich minderwertigen Geräten (=Baumarkt. Aldi) stimmts ja recht gut, da die alle ca. 10A aus den Schrottakkus ziehen können, und die Leistung steigt mit der Zellenzahl. Bessere Geräte werben wenigstens noch mit der Akkukapazität (2,0Ah sind noch recht wenig, gibt mittlerweile 3,7Ah in der verwendeten Zellengröße (in NiMh, ca. 50A Dauerlast max.), Billiggeräte haben selten über 1,2Ah aufgedruckt, und bringen mit Glück 1Ah. Schlecht sind die verbauten Akkus eigentlich durchgängig. Noch schlimmer sind die Ladegeräte, oft nur Trafo, Diode und das wars. Auch die "Schnellader" machen die Akkus nur schneller kaputt, 1C mit Timer 1,2h.Wenn der Akku mal nicht leer war ist er danach halt kaputt. Tiefentladeschutz habe ich noch in keinem Gerät gefunden, der Akku wird einfach leergesaugt, egal ob dann Einzelzellen umgepolt werden und dabei draufgehen.

Gruß, Robert

ZB.

Und was bringt dünnerer Draht? Der Wicklungsraum muss möglichst mit Kupfer ausgefüllt werden, was meist mit dickerem Draht wegen anteilsmässig weniger Isolierung besser gelingt. Allerdins sind die Ströme geringer mit vielen Windungen, womit man weniger Verluste bei den Kohlen hat. Da man ohnehin irgend eine PWM-Regelung anwendet, hätte man auch einen Step-up- Wandler einbauen können, wenn man für den Motor unbedingt höhere Spannung haben will *duck*

mfg Rolf Bombach

Hauptsache, die hat dann Ahnung vom Tuten und vor allem - ähm, lassen wir das :-) SCNR

mfg. Gernot

(Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!* Passen wir die Hierarchie der Idiotie an. (Stefan Scholl)
*Olaf Kaluza* wrote on Mon, 05-08-29 17:57:

Hat sie. Werden nicht nur zufällig "DIN Stecker" genannt. Aber Autos verkaufen sich nicht durch Vernunft sondern durch Schickimicki, u.a. deshalb weil kein denkender und rechnender Mensch einen Neuwagen kaufen würde, und außerhalb der DDR haben sie sich nie durchgesetzt. U. a. bei Pollin gibt es günstige Restposten an Steckern und Buchsen.

Nicolas Hoch schrieb:

Nochaml: Marketingaussagen für Dummuser!

Kurz: Man packt doppelt soviel, aber halb nur halb so "starke" Zellen rein. Mit passendem Motor.

Die Wattzahl bleibt! Die Voltzahl hört sich besser an als die von der seriösen Konkurrenz.

Gruss Wolfgang

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Physikalisch gesehen, ist mir das schon klar. Trotzdem will man ja irgendwie wissen, welche Leistung ein Gerät verrichten kann, und da nur Volt als einziges angegeben ist, muss man sich wohl oder übel daran orientieren.

Nun, das hilft ja auch nicht weiter, denn das Volumen des Akkublocks lässt sich im Regal beim Einkauf ja schlecht bewerten. Ich habe auch einen kleinen E-Schrauber aus dem Versand hier. Der läuft mit 3,6 Volt und ist wesentlich schwächer. Dort ist das "A" dann anscheinend nicht gestiegen.

Was die Qualität der Akkus und Ladegeräte angeht, so muss man halt bedenken, dass es heute bereits welche ab 20 Euro gibt. Für einen Endverkaufspreis von

20 Euro kann man halt nicht ewig alles technisch durchdenken und entwickeln, weil irgendwo muss das Geld ja wieder reinkommen, sonst können die Techniker auch nicht bezahlt werden.

Aber was soll das alles? Warum keine Angabe in Watt? Sind alle Marketingleute wirklich zu blöd, oder würde es technisch die Sache auch nicht eindeutiger machen. Nico

Weil vernünftige Hersteller Angaben machen wie:

- Drehmoment in den einzenen Gängen

- Drehzahl

- max. Bohrerdurchmesser in St und Holz

- Akkukapazität

- Akkutechnologie

Damit kann man mehr anfangen, als mit Watt.

Gruß, Nick

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