Kaufberatung Akkuschrauber

Dec 24, 2019 Last reply: 6 years ago 15 Replies
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Hallo liebe Auskenner,



möchte mir zum Jahresabschluss einen guten Mini-Batterie-/Akkuschrauber zulegen.



Und zwar einen schlanken Schrauber zum Zerlegen/Zuschrauben von Notebooks und Tabletten und dergleichen Fein-Elektronik. Für die üblichen Mini-4mm-Sechskant-Bits.



Mir gefällt dazu dieser SaintSmart 121v, bei dem nicht das Getriebe für händisches Kraftschrauben missbraucht wird.



Daran ist nämlich mein letzter Mini-Batterieschrauber für um die 20 Euronen gescheitert (Zahnräder ratschen durch)



Kennt wer zu dem Hochpreis-Produkt günstigere, qualitativ/mechanisch gute Alternativen?



Mal bitte ein paar Tipps aus persönlicher Erfahrung, welchen Schrauber ich sorglos nehmen kann.



Und, nein, kein Werkzeug aus der Weltraumfahrt-Branche, das wäre mir zuuu teuer. Vorwärts, rückwärts, manuell und bis zu etwa 3 U/s reichen mir aus. Dann muss auch kein Drehmomentbegrenzer drin sein.



Danke für ein paar hilfreiche Tipps!


Am 24.12.2019 um 19:24 schrieb Helge Adler:

Spezl von mir hat fast den ganzen Ryobi Fuhrpark und ist recht zufrieden

Viel zu groß.

Xiaomi WowStick. Achtung, es gibt unterschiedliche Versionen! Mit Akku, mit Batterie, und wohl noch andere.

Karl

Ebend, ebend!

Da hat Eric mein Posting wohl toootaal missverstanden... lol

'Ryobi' wäre ja das ganz Normale, sowas haben wir hier schon ausreichend herumliegen.

Ja, danke Karl!

Auf dieses Produkt war ich bereits aufmerksam geworden und habe nun die Berichte diverser Anwender studiert:

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(Kommentare lesen, da steht das Wichtige!)

Batterie-Modell verschlingt zuviel Batterien, ist überholt. Weg damit.

Zweites, aktuelles Akku-Modell zum Wiederaufladen ist "Wowstick 1F Pro". Nach Studium diverser Angebote ist dies jedoch nur ein salopper Marketingbegriff im Handel für die eigentliche Artikelbezeichnung des Herstellers für dieses Teil, die heißt nämlich: "Wowstick 1F +"

Habe mich noch nicht entschieden.

Ein wichtiges Problem liegt in folgendem Punkt begraben:

Auch bei einem neuen Notebook sitzen die Herstellerschrauben erst mal fest auf Anschlag. Dann wird der Techniker den Akkuschrauberling kräftig anpacken und damit die Schraube manuell locker drehen.

Beim eingangs erwähnten aber teuren "SainSmart ES121V"....

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....ist die Spindel beim manuellen Schrauben (automatisch) selbsthemmend. Wirkt ähnlich wie die klassische Rücktrittbremse beim traditionellen Fahrrad. Hab' mich durch diverse Beschreibungen gekämpft, seufz.

Somit wird das Getriebe in diesem (um 90 Euro teuren) Schraubstick in diesem Anwendungsfall nicht belastet. Können dann auch keine Zähnchen wegen Überlastung ausbrechen!

Die Frage ist jetzt also: wie wird diese Hemmung beim halb so teuren Xiaomi Wowstick bewirkt?

Wenn am Ende nur der Motor hemmt (salopp gesagt), wäre das zwar einfach und billig aber technisch gesehen schlecht, denn das belastet die davor liegende Untersetzung. Auf Dauer gesehen muss die dann irgendwann ihre Zähne verlieren. Das Problem habe ich vermutlich bei meinem jetzigen Billig-Schraubstick.

Beim Xiaomi-Wowstick scheint in dem Anwendungsfall auch was Spezifisches zu hemmen, bin aber leider noch nicht schlau über das wie. Wie oben gesagt, mechanisch ungünstig, wenn das nur über die Hemmung des Motors geschähe.

Weiß noch wer was?

Jetzt mal noch 'de.comp.sys.notebooks' mit reingenommen mit fup zurück zu 'de.sci.electronics'

"Karl Davis" snipped-for-privacy@privacy.org schrieb im Newsbeitrag news:qu0957$83v$ snipped-for-privacy@dserver.fritz.box...

Die Bezeichnung Spielzeug ist untertrieben. Nutzloser Scheiss trifft es eher. Gabs hier mal mit Akku als Werbegeschenk.

MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net Homepage http://flexiblebird.bplaced.net/ dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/

MaWin schrieb am 26.12.2019 um 12:18:

Wirklich?

Nimm mal 20 Schräubchen raus aus einem Notebook!

Und wieder reinschrauben.

Dann geht's doch nicht. Dann halt nochmal raus damit - nachschauen - und wieder rein.

Jetzt geht's. Gottseidank! Und alles schön gleichmäßig verschraubt.

Aber 80!!!! mal herumgeschraubt. An einem einzigen Gerät.

Autsch!

Stelle dir nur vor, du hättest ZWEI oder gar drei solcher Notebookreparaturen vor dir liegen.....

Kannst du mir das bitte zuschicken?

Am 24.12.2019 um 19:24 schrieb Helge Adler:

Vor rund 9 Jahren habe ich mir den B*sch IX* gekauft und war immer zufrieden damit. Seit zwei Jahren habe ich einen „richtigen“ Schrauber, jetzt schraubt mein Neffe mit dem alten.

Für „immer dabei“ ist der IX* ideal.

Gruß

Gregor

Am 26.12.2019 um 16:16 schrieb Helge Adler:

Meine Schwester hat auch noch keinen ...

Gruß

Gregor

Gregor Szaktilla schrieb am 26.12.2019 um 16:50:

Hhhmmm... DAS wäre wohl eher der Gaul im Porzellanladen....

Danke für den Tipp, aber leider hast du mein Posting und die bisherige Diskussion vollkommen falsch verstanden! :-)

Ups. Jetzt wo ich das OP noch einmal lese ...

Dabei befinden sich darin ja einige wirklich deutliche Hinweise auf das was Du suchst.

Gruß

Gregor

Gregor Szaktilla schrieb am 28.12.2019 um 00:00:

Ja, genau!

Und gestern hab' ich auch schon so'n Minischraub-Dingens bestellt und lass mich jetzt erst mal überraschen davon.

Und dann wird man weiter sehen......

Helge Adler schrieb am 30.12.2019 um 03:48:

So ist es!

Habe einen Mini-Schrauber bekommen, MiniWare ES121 - Motion Control Electric Screwdriver.

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(Werbevideo ES120, die beiden Modelle unterscheiden sich nur durch ein anderes Untersetzungs-Getriebe)

Musste mich erst mal mit der Bedienung usw. vertraut machen, danach wird es die Praxis zeigen, ob's was taugt.

Bitte hier berichten! Und bitte auch dieses andere Modell mal verlinken bzw. diese andere Marke.

Karl

Jo, habe schon gespielt mit dem ES121.

Die Videos mit dem Gerät als Hauptdarsteller sagen am meisten über dessen Bedienung aus, soviel kann ich schon mal sagen.

Ich würde allerdings jetzt das zuerst auf den Markt gekommene Modell dieses Herstellers, ES120, bevorzugen. Dreht langsamer bei zugleich etwas mehr an Drehmoment (hat anderes Getriebe mit größerer Untersetzung). Ansonsten technisch und optisch identisch mit ES121.

Die Rezensionen auf Amazon berühren zwar die Drehzahlregelung dieser Minischrauber mittels Beschleunigungssensor, beschreiben die Schraub- Verhältnisse aber dennoch nicht ganz genau. Mir blieb das unklar. Bis ich selber den Schrauber hatte.

So geht Schrauben festziehen, im Prinzip, also noch ohne Last:

Man hält den Einschaltknopf gedrückt, dreht dann, unfachmännisch gesagt, den Minischrauber etwa 3 Millimeter im Uhrzeigersinn und der Motor beginnt dabei ganz langsam zu drehen. Ein, zwei, drei Millimeter weiter im Uhrzeigersinn: Motor dreht stufenlos etwas schneller. Bis Vollausschlag bei ca. 10-15 mm 'Drehwinkel' läuft der am schnellsten. Alles stufenlos. Lässt sich total fein dosieren.

Es geht jetzt nur ums Prinzip. Keine Belastung mit echter Schraube.

Man dreht das Gerät nun wieder in Gegenrichtung, bei gedrückter Einschalttaste, und der Motor wird von Maximaldrehzahl stufenlos langsamer und langsamer bis zum Stillstand.

Dreht man dann weiter gegen den Uhrzeigersinn, Taste gedrückt halten, wird der Motor wieder stufenlos schneller und schneller bis zur Höchstdrehzahl, natürlich in Gegenrichtung, klar. Usw. usf.

Falls man die Starttaste loslässt, hält der Motor natürlich an. Nach 15 Sekunden im Ruhestand schaltet die Elektronik das Gerät ab, das OLED-Display erlischt. Daran erkennt man das.

Der Bewegungssensor hat hohe Qualität. Ähnliches Bauteil findet sich wohl in Tablett-PCs, um die Bildschirmausrichtung zu erkennen (Pivotbildschirme).

Jetzt muss ich noch üben, mit dem Dingens echte Schräubchen zu "ziehen".

Schwergängige Schräubchen, deren Losbrechmoment das motorische Drehmoment übersteigen, dreht man bei selbstblockiertem, stehenden Motor mit der Hand los (oder fest).

Für Radmuttern nimmt man eine 19er Nuss mit zum Auto. Ist aber logo.

Firmwareupdate usw. ist ein eigenes Kapitel. Das Ladekabel kann man ständig am Schrauber dran lassen, wenn man will. Geht der Akku halt nicht leer bei Dauergebrauch.

Übliche 4mm Sechskantbits. Übrigens: Das Modell mit "v" hinter der Artikelbezeichnung ES120/ES121 nutzt 'ne andere Konsorte Schrauber-Bits:

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("800 type torx screwdriver bits")

Dadurch, daß der Minischrauber ein Planetengetriebe mit drei Zahnrädchen besitzt, ist das Getriebe auch haltbarer/stabiler, als die Konkurrenzprodukte. Denn die sind normalerweise so, wie das hier, aufgebaut:

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(Motor-Getriebe-Kombi, plus/minus 2 Dollar beim Express-Ali)

Falls es "Wechsel-Planetengetriebe" zum Nachkauf gäbe, könnte man sich als Anwender mit ein paar Handgriffen den Schrauber sogar selbst umbauen/dem Drehmomentbedarf anpassen. Dazu müsste man vll. mal beim Hersteller nachfragen oder im Fachhandel suchen, was es da so gibt:

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(teures Profi-Planetengetriebe)

Die Zerlegung des Akkuschraubers wird in Yt-Vids gezeigt.

Hatte mich schon vor Jahrzehnten gedanklich mit dem Selbstbau von solcherart Gerät beschäftigt, an die heutige Regelelektronik aus dem Regal natürlich nicht gedacht. Vll. auch nicht gaaanz so winzig.

Helge Adler schrieb am 08.01.2020 um 10:48:

Hier ist nochmal der Test-Link eines Bloggers mit dem Xiaomi Wowstick:

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Auch die Kommentare lesen!

Infrage zum Kauf käme das neuere Modell mit "F +" in der Artikelbezeichnung. Marketendermäßig wird das auf den üblichen Marktplätzen auch als "F Pro" angepriesen, meint aber das gleiche Modell.

Auf Amazon hatte ich dazu eine Rezension gefunden, wo ein Privattester das kaputte Getriebe zeigt (Foto), ein Zähnchen gebrochen (find's leider nicht mehr).

Meinen eingangs erwähnten Batterieschrauber hab' ich inzwischen auch zerlegt! Genauso, wie bei dem Kollegen auf Amazon, am vorletzten Zahnrädchen ein Zahn abgebrochen, dreht sich nun durch an der Zahnlücke. Ich hatte den Schrauber nicht besonders rücksichtsvoll benutzt. Mit einem passenden 2-Euro-Getriebe aus China ließe sich das Gerät aber durchaus reparieren, denn das Getriebe ist komplett verschraubt und wäre zerlegbar.

Diese Sorte Billiggetriebe à la Feder-Uhrwerk für 2,- Dollar/Stück sind wohl in den meisten Minischraubern am Verbraucher-Markt verbaut. Nicht schlecht, aber wenig mechanische Belastungsreserven!

Moment noch! Das Planetengetriebe des ES120/ES121 wird ja beim händischen Kraftschrauben gar nicht belastet, nur daran dachte ich, denn dort ist ja für den Belastungsfall so'ne Art automatische Rücktrittbremse eingebaut, welche die Zahnrädchen beim händischen Schrauben entlastet. Wird in Zerlege-Vids zum ES12x gezeigt. Hatte ich vergessen. Somit wäre sogar doppelt gegen Zahnradbruch vorgesorgt!

Für professionelles, langjähriges Arbeiten mit geringer Ausfallwahrscheinlichkeit des Werkzeugs wird man also auf von Haus aus stabile aber teure Mechanik achten. Ist halt wie Baumarkt gegen HILTI.

Wer nur zweimal im Jahr sein Notebook vorsichtig aufschrauben will, sollte zum Billigschrauber für (weit) unter 50,- Euro greifen.

Wer mehr macht, wird derzeit nicht unter 75,- Euro weg kommen...... Daran wird sich auch in absehbarer Zukunft nur ganz wenig ändern.

Helge Adler schrieb am 08.01.2020 um 10:48:

Obiges gilt für den Automatik-Modus "A" im Menü!!

Dort lassen sich noch weitere interessante Betriebs-Modi wählen, die ich oben noch nicht ausprobiert hatte: "P", "1", "2", "3" und "4"

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